Ich muss es einfach loswerden:
Für mich ist KiCad 6 mit Abstand das
Beste was es gibt. Vormittags designen nachmittags
Layouten. Am Tag darauf ein wenig rewieven
und dann bei JLC Pcb inclusive Bestückung bestellen per Europackerl. Das
ist wie 4.Advend und sich aufs Christkind freuen was es wohl bringen
wird.
Mir tun hier nur die Altiumjuenger leid, die hier ständig nach Lösungen
Fragen weil sie nicht mehr weiter kommen.
Wenn KiCad auch auf dem Bildschirm lesbare Schaltpläne darstellen
könnte, dann wäre es glatt noch besser. Aber leider weigert sich
irgendwer an der Entwicklung beteiligtes, für Schaltpläne ein moderneres
Fontrendering zu verwenden, als Ende der 60er Jahre Stand der Technik
war.
Ja, KiCar nutzt "Hershey-Fonts", statt der seit jetzt auch über 30 Jahre
verfügbaren skalierbaren TrueType- oder Postscript-Fonts.
Die würden Beschriftungen in Schaltplänen zulassen, die auch dann lesbar
sind, wenn man nicht auf 200-Prozent-Darstellung zoomt.
DerEgon schrieb:> Ja, KiCar nutzt "Hershey-Fonts", statt der seit jetzt auch über 30 Jahre> verfügbaren skalierbaren TrueType- oder Postscript-Fonts.
Bei Wikipedia wird behauptet, dass Hershey-Fonts Vector-Fonts sind und
damit stufenlos skalierbar sind. Diese Aussage passt nicht zu deiner (?)
DerEgon schrieb:> Aber leider weigert sich irgendwer an der Entwicklung beteiligtes, für> Schaltpläne ein moderneres Fontrendering zu verwenden,
Hier geht es nicht um Kalligraphie sondern um modernes
Elektronik-Design!
Lieber KiCadlibert,
ich weiß nicht was dein Post bezwecken soll.. Ich nutze Altium seit
Jahren beruflich und KiCad seit Jahren privat..
Die Altium-Jünger brauchen dir nicht wirklich Leid zu tun.. Ja Altium
hat hier und dort ein paar Macken, die hat KiCad allerdings wie jedes
andere komplexe Programm aber auch. Zudem ist Altium vom Funktionsumfang
als auch von der Bedienbarkeit in KiCad immer noch meilenweit voraus.
Kannst mir glauben, die Firmen zahlen nicht zum Spaß tausende Euros im
Jahr für ein Programm, wenn es genau den gleichen Funktionsumfang für
lau gibt ;-)
Für private, kleine Projekte nutze ich KiCad sehr gerne. Im beruflichen
Umfeld für "modernes Elektronik-Design", wie du so schön sagst,
bevorzuge ich definitiv Altium. Hier lassen sich Sachen abbilden, an
diese denkt der Hobbybastler erst gar nicht.
Wahrscheinlich hast du einfach noch nie so richtig mit Altium
gearbeitet, aber dann lass doch bitte das stänkern..
In diesem Sinne,
einen schönen Tag ;-)
Warum immer stänkern schrieb:> Kannst mir glauben, die Firmen zahlen nicht zum Spaß tausende Euros im> Jahr für ein Programm, wenn es genau den gleichen Funktionsumfang für> lau gibt ;-
Doch tun sie, z.B. mein Arbeitgeber zahlt für ein der teuersten
Programme im Bereich 100k für Lizenzen und nochmal das gleiche für die
Admins. Alle Kollegen die KiCad kennen sagen das sit einfacher udn
vorallem ausreichend für unsere Arbeit. Zudem könnte man die Admins
streichen die wir nur brauchen wegen der schlechten Bedienbarkeit.
Warum immer stänkern schrieb:> Zudem ist Altium vom Funktionsumfang als auch von der Bedienbarkeit in> KiCad immer noch meilenweit voraus. Kannst mir glauben, die Firmen> zahlen nicht zum Spaß tausende Euros im Jahr für ein Programm
Dein freundlichen Ton überrascht mich hier in diesen Forum 👍. Mit dem
Preis das sehe ich differenzierter. Die Verkäufer von Altium gehen nicht
zu den Entwicklern und fragen was sie gern möchten, sondern gehen
schnurstrax zu den Entscheidungsträgern. Sie drehen dehnen alles an was
Kohle bringt. Am besten alles über Abbos. Die Entwickler müssen damit
dann leider zurecht kommen. Über den Funktionsumfang und die Bedienung
kann man streiten, bringt aber nichts.
npn schrieb:> Bei Wikipedia wird behauptet, dass Hershey-Fonts Vector-Fonts sind und> damit stufenlos skalierbar sind. Diese Aussage passt nicht zu deiner (?)
Skalierbarkeit ist nicht das entscheidende Merkmal. TrueType- und
Postscript-Fonts sind auch bei kleinen ppem-Werten lesbar. Das dürftest
Du bei der Textdarstellung an praktisch jedem Bildschirm klar sehen
können.
Im Anhang zum Vergleich die Darstellung des Hershey-Fonts "Modern" und
des TrueType-Fonts "Arial"
Zur Optierung der Verwirrung habe ich den Text nicht verändert, aber ich
denke, daß man ohne weiteres erkennen können sollte, welcher Teil
welchen Font verwendet.
Entscheidend ist, daß in einem Fall die 7pt-Darstellung kaum sinnvoll zu
entziffern ist, während sie im anderen Fall noch klar lesbar ist.
DerEgon schrieb:> Entscheidend ist, daß in einem Fall die 7pt-Darstellung kaum sinnvoll zu> entziffern ist, während sie im anderen Fall noch klar lesbar ist.
Da stimme ich dir zu 100% zu.
KiCadlibert schrieb:> Für mich ist KiCad 6 mit Abstand das> Beste was es gibt.
Ja im Feld der Kostenlosen Software mag das so sein.
Für Privat oder einfache Projekte in der Arbeit kann man es auch
verwenden.
Nur solche Aussagen wie von Dir sind hier immer wieder zu lesen.
Das sind genau diejenigen, die noch nie an einem Projekt mit mehreren
daran beteiligten Entwicklern gearbeitet haben.
Denn da holt Dich der Teufel mit samt KiCad.
Es hat seinen Grund warum Firmen dafür Geld ausgeben um eine
Professionelle
Design Software verwenden zu können.
Egal ob Altium oder Mentor.
KiCadlibert schrieb:> Mit dem Preis das sehe ich differenzierter. Die Verkäufer von Altium> gehen nicht zu den Entwicklern und fragen was sie gern möchten, sondern> gehen schnurstrax zu den Entscheidungsträgern.
Wenn die Entscheidungsträger nicht nur einen Schlips tragen, dann gehen
diese natürlich zu den Entwicklern. ;-) (Und in meiner vorigen Firma
habe ich den Entscheidern dann dringend angeraten, da bspw. die
Subscription nicht zu verlängern.)
Ich kann auf jeden Fall bestätigen, dass Altium einiges mehr kann als
Kicad. Allerdings, wenn man beide nur selten verwendet, ist man mit
Kicad dann schneller wieder "auf Touren" als mit Altium. Wenn man es
viel benutzt, werden die Vorteile überwiegen, da habe ich keinen
Zweifel.
Für einfachere Projekte spielt es sicher keine große Rolle, womit man
von beiden arbeitet, man kommt mit beiden zum Ziel. Ab einer bestimmten
Komplexität sieht die Sache anders aus.
Was mich neben dem Preis an Altium am meisten stört ist, dass es nach
wie vor nur für Windows zu haben ist. Kein MacOS, kein Linux, andere OSe
gleich gar nicht. Das ist nicht mehr zeitgemäß.
Jörg W. schrieb:> Was mich neben dem Preis an Altium am meisten stört ist, dass es nach> wie vor nur für Windows zu haben ist. Kein MacOS, kein Linux, andere OSe> gleich gar nicht.
Das ist in der Elektronik Entwicklung nichts neues und betrifft nicht
nur
PCB Design Software.
Auch viele Simulations Software wie Multisim und ähnliches sind nur für
Windows zu haben. Ausnahme LT-Spice wo es auch eine MacOs Version gibt.
Auch Software für viele Applikation Boards ist oft nur für Windows.
Das liegt wohl daran, dass diese Software aus den USA kommt und Linux in
den USA keine Verbreitung hat.
Chris Leitmaier schrieb:> Das ist in der Elektronik Entwicklung nichts neues und betrifft nicht> nur> PCB Design Software.
Mag sein, aber ist trotzdem nicht mehr zeitgemäß.
Multiplattform-GUI-Design ist keine Raketenwisschenschaft.
npn schrieb:> DerEgon schrieb:>> Entscheidend ist, daß in einem Fall die 7pt-Darstellung kaum sinnvoll zu>> entziffern ist, während sie im anderen Fall noch klar lesbar ist.>> Da stimme ich dir zu 100% zu.
Wann spielt das denn überhaupt noch eine Rolle? So ein Laptop Screen hat
so um die 140 DPI. D.h. ein Zeichen mit 7 Pixel Breite ist etwa 1.27mm
breit. Das kann doch kein Mensch mehr lesen. Man zoomt doch ohnehin
stärker rein.
Oder schickt ihr eure Schaltpläne noch als Bitmap Dateien umher und habt
den Umstieg auf PDF noch nicht geschafft?
Chris Leitmaier schrieb:> Denn da holt Dich der Teufel mit samt KiCad.
Da holt einen vorher eher der Bauteil-Teufel, weil es keine Bauteile
gibt zum eindesignen, von 2. Source schon gar nicht zu reden.
Ich kann deine Kritik nachvollziehen, mir geht es aber um die ganzen
Normalprojekte. Die von 2, 3 Leuten gehaendel werden.
Hallo,
für die, die sich an der Schriftart im "Schematic Editor" stören, es ist
wohl für 7.0 geplant das zu ändern, und ist im entsprechenden Branch
auch wohl schon enthalten:
https://gitlab.com/kicad/code/kicad/-/merge_requests/1082
Sorry, aber das mit den "altmodischen Hershey-Fonts" sehe ich sogar eher
als Vorteil an. Der Grund dürfte sein, dass man PCB-Layouts immer auch
mit Plottern oder plotter-ähnlichen Sprachen (HPGL, Gerber, ...)
ausgeben können muss. Da gibt es Befehle für Kreisbögen, aber keine
Befehle für Bezier-Kurven. Eine mathematische Umsetzung wäre sicherlich
theoretisch möglich, aber das müsste dann auch sicher und effizient
funktionieren. Vor allem dürfte die Umrechnung immer nur einmal
passieren - kurz vor der Ausgabe.
Weiter könnte man argumentieren dass der Schaltplan eigentlich nichts
mit PCB-Layout zu tun hat. Da wird es aber eine gemeinsame Codebasis
geben, die für das Zeichnen von Grundelementen auf einer Canvas
zuständig ist, und diese Codebasis werden sich eeschema und pcbnew
vermutlich teilen. Da einen Keil reinzutreiben wird den freiwilligen
KiCad-Entwicklern sicherlich nicht gut passen....
Soweit ich weiß, wird mir von Eagle, wenn ich nichts anderes einstelle,
auch immer eine relativ hässliche Plotterschrift präsentiert. Das haben
aber viele CAD-Programme gemeinsam.
Also ich bin KiCad-Anhänger durch und durch, habe gerade auch eine
schöne einseitige Platine hinbekommen und dank Tonertransfer innerhalb
allerkürzester Zeit fertiggestellt. Zu chinesischen Auftragsfertigern
habe ich auch schon mal KiCad-Layouts geschickt. Qualität war immer
hervorragend.
Christian S. schrieb:> Also ich bin KiCad-Anhänger durch und durch, habe gerade auch eine> schöne einseitige Platine hinbekommen und dank Tonertransfer innerhalb> allerkürzester Zeit fertiggestellt. Zu chinesischen Auftragsfertigern> habe ich auch schon mal KiCad-Layouts geschickt. Qualität war immer> hervorragend.
Also sowas hört der Papi gerne. 👍😊
KiCad ist
1.) Kostenlos
2.) hat eine große Community
3.) Es wird von Dritten unterstützt (was das allerwichtigste ist).
Denn wenn man kein Libs bekommt, und jedes Bauteil selber zeichnen muss,
taugt das beste Programm nicht.
Ob es nun besser/schlechter ist als die anderen weiß ich nicht. Was ich
weiß ist, das es ne Menge Vorteile geben muss eines anderen bevor ich
wechsle. Nicht weil es so gut ist, sondern weil ich mich wegen der 3
Punkte dafür entschieden habe, und ich kein Bock habe etwa anders zu
lernen ohne SEHR gute Grund.
Es ist nämlich was anders alte Angewohnheiten sich ab zu gewöhnen.
DerEgon schrieb:> Skalierbarkeit ist nicht das entscheidende Merkmal. TrueType- und> Postscript-Fonts sind auch bei kleinen ppem-Werten lesbar.
Du hast geschummelt, das untere Beispiel hat Anti-Aliasing mit
Subpixel-Rendering aktiviert, das obere nicht! Das kann man aber bei
allen Vektor-Grafiken umsetzen, egal ob die jetzt aus einer TTF-Datei
kommen oder nicht. Ob KiCad das bei den Schriften macht weiß ich spontan
nicht, aber wenn nicht liegt es nicht prinzipiell an den Hershey-Fonts.
Allerdings enthält das TTF-Format noch das Hinting, mit welchem die
Geometrie noch etwas besser optimiert werden kann, das lässt sich sonst
eher nicht nachbilden. Das macht aber keinen gigantischen Unterschied.
Wobei das Einbinden von Pango und FreeType2 für KiCad jetzt nicht so das
große Problem wäre, womit dann beliebige Schriften dargestellt werden
könnten.
KiCadlibert schrieb:> Mir tun hier nur die Altiumjuenger leid, die hier ständig nach Lösungen> Fragen weil sie nicht mehr weiter kommen.
Danke daß du dich um uns so sorgst, aber ich versichere dir daß das
absolut nicht nötig ist. :)
KiCadlibert schrieb:> Die Verkäufer von Altium gehen nicht> zu den Entwicklern und fragen was sie gern möchten, sondern gehen> schnurstrax zu den Entscheidungsträgern.
Und ich kann dir auch versichern, daß das so nicht zutrifft. Im
Gegenteil, es ist schon so daß Altium durchaus daran interessiert ist,
wie die Anwender das Programm benutzen, was es zu verbessern gäbe,
welche neuen Funktionen sinnvoll sind, usw. Schau doch, wenn du
Gelegenheit (sprich: eine gültige Lizenz, vielleicht auf Arbeit?) ins
Ideenforum.
Freu dich doch einfach daß du ein Werkzeug hast mit dem du so zufrieden
bist...das geht auch in anderem Ton.
Warum immer stänkern schrieb:> Hier lassen sich Sachen abbilden, an> diese denkt der Hobbybastler erst gar nicht.
Ich habe Altium mal beruflich genutzt (PCBs mit 20 Bauteilen, meist
Adapter, Kleinigkeiten), fand es aber nie so wirklich geil vom Workflow
her. Aber wie du schon sagst, viele Firmen schwören drauf und das wird
ja seine Gründe haben.
Magst du uns erleuchten, was du im professionellen Umfeld bei AD besser
findest als bei KiCad bzw was KiCad da noch fehlt?
Ich frage nicht zum Bashing, sondern wirklich aus Interesse.
VG Paul
Wühlhase schrieb:> Und ich kann dir auch versichern, daß das so nicht zutrifft. Im> Gegenteil, es ist schon so daß Altium durchaus daran interessiert ist,> wie die Anwender das Programm benutzen, was es zu verbessern gäbe,> welche neuen Funktionen sinnvoll sind, usw.
Das glaubst du wohl selber nicht - oder? 😇☺️
Paul schrieb:> Magst du uns erleuchten, was du im professionellen Umfeld bei AD besser> findest als bei KiCad bzw was KiCad da noch fehlt?> Ich frage nicht zum Bashing, sondern wirklich aus Interesse.
Ich erlaube mir mal, ersatzweise ein paar Dinge einzuwerfen (was ich
hier über KiCAD schreibe, kenne ich mehr aus dem Forum und aus
Gesprächen mit Kollegen, die KiCAD kennen und toll finden, selber
benutze ich KiCAD wie gesagt nicht):
-Zunächst einmal wäre da die Bibliothekenverwaltung. Das (zumindest
früher mal gängige und anscheinend oftgenutzte) Verfahren, den Bauteilen
erst im Nachgang die Gehäuse zuzuordnen, ist durchaus nervtötend,
zeitraubend, und wenn du die Teile sowieso mit Herstellernummer
hinterlegst, dann ist dieser Prozeßschritt nur eine unnötige
Fehlerquelle.
-Altium hat eine Schnittstelle zu Octoparts. Altium kann dir für jedes
Bauteil den günstigsten Distri raussuchen.
-Sowas wie Multichannels hat KiCAD meines Wissens nach nicht.
-Meines Wissens nach unterstützt KiCAD keine Kollaboration.
-Altium besitzt ein recht leistungsfähiges Dokumentationswerkzeug.
-Altium hat zahllose kleine Werkzeuge, die recht viel Arbeit abnehmen,
z.B. Bus-Routing (mehrere Leiterbahnen parallel in einem Zug routen),
eine sehr komfortable Autovervollständigung bei Netznamen (was nach AD17
leider etwas zu wünschen übrig läßt, aber das kommt sicher wieder),
Find-Similar-Tool (markiere z.B. eine Leiterbahn, wähle aus einer Liste
mit allen Eigenschaften wie z.B. Breite, Layer, usw. eine Verknüpfung
aus, um alle anderen Leiterbahnen mitzumarkieren die diesselben Werte
für die Eigenschaft aufweisen, und ändere alle Werte in einem Rutsch),
Queries (ein Ausdruck der dazu dient, Objekte zu filtern, z.B. alle
Leiterbahnen die größer oder gleich 1mm breit sind, dient an
verschiedenen Stellen zur Bauteilauswahl, man kann damit u.a. auch
Designregeln formulieren), und noch vieles mehr.
-SPICE-Simulation, Signalintegritätsanalyse
-Addon, um GOST-kompatible Schaltpläne zu erstellen.
-Und ganz wichtig: Einen KiCAD-Importer. ;)
Und da wäre sicher noch vieles mehr, wenn ich mir KiCAD mal anschauen
würde. Ohne KiCAD herabzuwürdigen (im Gegenteil, ich bin dem Programm
trotzdem wohlgesonnen und freue mich daß es das gibt), aber wenn eine
Firma eine Horde Programmierer Vollzeit beschäftigt ist da einfach
deutlich mehr Manpower hinter als wenn eine Handvoll Enthusiasten ihre
spärliche Freizeit in ein Projekt stecken (auch die 1,5 CERN-Entwickler
reißen es auch nicht raus).
Und Altium hat es auch nicht gemacht wie Cadsoft: 20 Jahre Lizenzen
verkaufen und außer GUI-Schickimicki nichts mehr dran arbeiten.
Paul schrieb:> Ich habe Altium mal beruflich genutzt (PCBs mit 20 Bauteilen, meist> Adapter, Kleinigkeiten), fand es aber nie so wirklich geil vom Workflow> her.
Naja, für so kleine Dinge lohnt sich der Einarbeitungsaufwand wirklich
kaum. Habe ich auch schon gemacht (weil's halt Firmenstandard war), aber
wäre mit Kicad dafür gewiss schneller gewesen.
> Magst du uns erleuchten, was du im professionellen Umfeld bei AD besser> findest als bei KiCad bzw was KiCad da noch fehlt?
Die ganzen Output-Job-Geschichten zum Bleistift, die fallen ganz
unabhängig von der Größe des Projekts schon mal auf. Die sind bei Altium
zwar teilweise auch bissel verkorkst zu konfigurieren, aber ziemlich
flexibel. Bei Kicad scheiterst du schon daran, wenn du beispielsweise
(für den Hobby-Ätzer zu Hause) einen PCB-Print machen willst, bei dem du
jeweils Umriss + Kupfer jeder der beiden Seiten in eine PDF-Datei
bekommst; entweder lässt du alle ausgewählten Lagen in eine PDF-Seite
übereinander ausgeben, oder jede Lage bekommt eine Seite.
Wühlhase wird dir sicher auch über die Vorteile bei größeren Projekten
erzählen können. Damit habe ich keine großen Erfahrungen.
KiCadlibert schrieb:> Wühlhase schrieb:>> Und ich kann dir auch versichern, daß das so nicht zutrifft. Im>> Gegenteil, es ist schon so daß Altium durchaus daran interessiert ist,>> wie die Anwender das Programm benutzen, was es zu verbessern gäbe,>> welche neuen Funktionen sinnvoll sind, usw.>> Das glaubst du wohl selber nicht - oder? 😇☺️
Ach il Conte, das muß ich nicht glauben. Es gibt unter den Altiumnutzern
eine Betatestgruppe, da bekommt man durchaus ein Gefühl dafür wie sehr
die Firma an einer Verbesserung ihres Produktes interessiert ist.
Jörg W. schrieb:> Wühlhase wird dir sicher auch über die Vorteile bei größeren Projekten> erzählen können. Damit habe ich keine großen Erfahrungen.
Naja, ich würde jetzt nicht sagen daß ich mit Altium größere Projekte
gemacht habe, waren auch alles nur 1-Mann-Projekte bisher. Wobei,
momentan baue ich etwas, was am Ende acht Einzelplatinen umfassen
wird...das könnte durchaus als größer gelten.
Ach ja, als Ergänzung zu meinem Post weiter oben: Projekte mit mehreren
Boards machen in Altium mittlerweile durchaus auch Freude wobei ich
sagen muß, daß das so ein Thema ist wo Altium noch einiges verbessern
kann, aber das merkt man erst dann wenn man selber damit arbeitet.
https://www.youtube.com/watch?v=sJq2WArPRKE
Schlaumaier schrieb:> Denn wenn man kein Libs bekommt, und jedes Bauteil selber zeichnen muss,> taugt das beste Programm nicht.
Ich glaube Bibliotheken erstellen ist das, was die Kicad Entwickler am
wenigsten machen. Ich arbeite zwar mit EAGLE und nicht mit Kicad, käme
aber nie auf die Idee fremden Bibliotheken zu vertrauen. Es kommt nur
auf die Platine was entweder selbst erstellt oder bis ins letzte Detail
verifiziert wurde.
Wühlhase schrieb:> Ach il Conte, das muß ich nicht glauben.
Das verstehe ich gerade nicht 🤔
Fakt ist aber, mein lieber Meister Lampe, das Altium schon durch einige
Besitzer- Hände gegangen ist. Original Softis wird man da nicht mehr
finden. Da wird maximal in der SW rumgestochert! Wie sieht es mit der
Seelsorge aus? Nix - die User kommen hier ins Forum wenn sie nicht mehr
weiter wissen. Ist ja o. k. Ein Support speziell bei Subscription sieht
für mich aber anders aus. Ich bin überzeugt, daß von 100 AD Usern
maximal 5 die angepriesen Features benötigen. Bei den anderen könnte man
den Poster "Paul" weiter oben als Referenz benennen.
KiCadlibert schrieb:> Fakt ist aber
Bitte behalte deine "Fakten" doch lieber für dich.
Du tust mit dieser Sorte Evangelismus durch Schlechtreden von
"Konkurrenz"-Produkten Kicad ganz bestimmt keinen Gefallen. So schlecht
ist Kicad nun wirklich nicht, dass es solcherart "Werbe"-Kampagnen
brauchen würde.
Jörg W. schrieb:> Bitte behalte deine "Fakten" doch lieber für dich.
Wieso? Hättest du vielleicht "alternative Fakten" zum anbieten😳
Um bei den Fakten zu bleiben, gab es Besitzerwechsel ja oder nein?
Von Schlechtreden kann nicht die Rede sein,ich halt euch nur den Spiegel
vor. Übrigens KiCad braucht schon lange keine Werbung mehr, das ist ein
Selbstlaeufer.
Lieber KiCadlibert,
du stänkerst schon wieder :( Lass es doch einfach. Auch hier kann ich
dir ruhigen Gewissens sagen, dass Altium in der Regel einen guten
Support bietet. Die Doku / Anleitung im Internet ist gut und
ausführlich, das Altium Forum sehr hilfreich und freundlich und bei
größeren Problemen kann man jederzeit anrufen und im Normalfall wird
einem sehr schnell geholfen. Ich würde das nicht Fakt nennen wie du,
weil es bestimmt auch andere Beispiele gibt, aber das ist durchaus meine
persönliche und die Erfahrung meiner Kollegen :)
Irgendwo oben war noch die Frage, welche Funktionen ich in KiCad
vermisse. Für kleine Projekte, an welchen ich alleine arbeite eigentlich
gar keine. Wie gesagt, privat verwende ich gerne KiCad. Bei größeren
Projekten, wenn man mit mehreren zusammenarbeitet und das Projekt dann
in eine professionelle Serienproduktion gehen soll, bietet Altium dann
doch einiges, was einem das Leben sehr erleichtert.
Hier ein paar Punkte:
-Altium besitzt ein mächtiges Dokumentationswerkzeug, welches mit
wenigen Klicks schöne detaillierte Doku produzieren kann.
-Mit Altium lassen sich verschiedene Bestückungsvarianten einer
Leiterplatte viel einfacher verwalten. Das zieht sich über Schaltplan,
Layout, 3D Ansicht, Doku bis hin zu den Produktionsdaten durch. Mit
einem Mausklick ändert sich alles.
-Mit den Output Jobs lässt sich die Erstellung der Produktionsdaten sehr
einfach automatisieren. Wir haben das in der Firma so angepasst, dass
mit einem Mausklick alle Daten an die richtigen Stellen in der Firma
veröffentlicht werden. Also SAP-Abteilung, Einkauf und
Elektronikproduktion werden mit einem Mausklick automatisch gefüttert.
Dabei werden aus den oben beschriebenen Dokumentationen im Projekt auch
automatisch PDFs mit allen notwendigen Daten für die unterschiedlichen
Abteilungen erzeugt. Das hat früher bei uns Stunden gefressen und hat
absolut keinen Spaß gemacht. Jetzt kopiert man den Output Job aus der
Projektvorlage, passt den in 10 Minuten an das neue Projekt an und
fertig :)
-Mit einem zusätzlichen Plugin (leider kostenpflichtig) lassen sich die
3D Daten wunderbar bidirektional mit der CAD Mechanik austauschen. Das
geht sogar soweit, dass die CAD Konstrukteure z.B. die Platinenkontur
ändern oder auch Bauteile verschieben können. Wir Elektronikentwickler
sehen das dann und können die Änderungen einfließen lassen oder auch
nicht. Das hat uns in der Firma geholfen viel Geld und Zeit zu sparen,
weil Fehler vermieden wurden. Ja ich weiß, KiCad kann Step und das kann
man im CAD Programm importieren und auch dort mit der Mechanik
zusammenarbeiten. Das ist aber ein ganz anderer Workflow und absolut
nicht zu vergleichen.
-Und ich möchte auch die Multiboard Funktionalität von Altium nicht mehr
missen. Das hilft ungemein, bei der Verwaltung von Projekten, welche aus
mehreren Leiterplatten bestehen, welche aber doch zusammenhängen, weil
sie ineinander gesteckt oder verbunden werden.
Alles in allem muss man einfach mal über zwei, drei Jahre an größeren
Projekten gearbeitet haben, damit man die Vorzüge versteht und auch zu
Nutzen weiß. Ansonsten kann man das einfach nicht beurteilen.
Ich finde es gut, dass es beide Programme gibt. Und ich denke auch
Konkurrenz belebt das Geschäft, wodurch sich beide Programme hoffentlich
zum Positiven weiterentwickeln.
Wünsche allen noch einen schönen Tag :)
KiCadlibert schrieb:> Übrigens KiCad braucht schon lange keine Werbung mehr, das ist ein> Selbstlaeufer.
Umso weniger braucht es deine Penetranz. Mit der scheuchst du
bestenfalls Interessenten weg, neue wirst du damit kaum neugierig
machen.
> gab es Besitzerwechsel ja oder nein?
Wofür sollte diese Aussage überhaupt wichtig sein? Es interessiert doch
auch keinen, wie oft bei Kicad oder anderen Opensource-Projekten die
Entwicklerschar wechselt, und es wird diesen Projekten auch niemand
vorhalten, dass es da Wechsel gab.
Vielleicht noch als Ergänzung:
Wühlhase schrieb:> -Zunächst einmal wäre da die Bibliothekenverwaltung. Das (zumindest> früher mal gängige und anscheinend oftgenutzte) Verfahren, den Bauteilen> erst im Nachgang die Gehäuse zuzuordnen, ist durchaus nervtötend,> zeitraubend, und wenn du die Teile sowieso mit Herstellernummer> hinterlegst, dann ist dieser Prozeßschritt nur eine unnötige> Fehlerquelle.
Das war übrigens bei KiCAD noch nie so, auch wenn das hier immer und
immer wieder von jemandem behauptet wurde, der das Programmpaket
offenbar nie benutzt hat ;-)
Man konnte bei KiCAD immer schon frei wählen, ob man dem Bauteil
direkt in der Bibliothek ein Gehäuse zuordnet oder das erst nachher tut.
Man hat also die freie Wahl - so wie es mMn auch sein sollte.
---
Der Thread kann eigentlich geschlossen werden. Es ging/geht dem OP
offenbar nur darum, den nächsten ECAD-Flamewar zu starten.
Marc X. schrieb:> Ich glaube Bibliotheken erstellen ist das, was die Kicad Entwickler am> wenigsten machen. Ich arbeite zwar mit EAGLE und nicht mit Kicad, käme> aber nie auf die Idee fremden Bibliotheken zu vertrauen. Es kommt nur> auf die Platine was entweder selbst erstellt oder bis ins letzte Detail> verifiziert wurde.
Mag sein. Aber ich nehme Libs von Bauteil-Hersteller. Wobei mir der
Footprint am wichtigsten ist. Das Schaltplan-Symbol ist auch nett.
Das einzige Problem ist das die Hersteller immer 1000 Teile in eine Libs
machen.
Also habe ich mir eine eigene Libs gemacht, und dort die Bauteile die
ich brauche aus den Paket rein geschoben. Aktuell hat die Lib ca. 100
Bauteile. Da sind die Standard-Teile drin. Da ich nur Hobby-Entwickler
bin, reicht es wenn ich EIN Widerstand für fast alles habe + 3 Brauch
ich immer Widerstände. Der eine wird dann beim erstellen einfach der
Wert dran geschrieben. Ja ja, Pfuscherei. Aber es sind MEINE Platinen
und sie werden meine Wohnung weder Körperlich noch digital verlassen.
Und wenn alle Stricke reißen, hilft ein Text-Editor. Wäre nicht das
erste mal das ich die Libs-Dateien inkl. Steuerdatei von KiCad selbst
betrickse.
Ich nutze Version 5.1.5 .
Das alles geht 100 x schneller als wenn ich selbst ein Footprint
zeichne.
Selbst für ein lausigen PCF-8574 brauche ich 1/2 Std. minimum. Und ja
ich bin nicht gut.
Aber ich mache es entweder richtig oder gar nicht. Was bedeutet, ein
Rechteck = IC-Bauform (auf einen Layer) + dann die Pins (andere Layer),
dann die Beschreibungen der Pins (noch ein Layer) und um das ganze ein
Rahmen damit das Teilchen genug Platz hat (noch ein Layer).
Wie gesagt ich bin langsam und hab auch nicht die Mega Erfahrung.
Das einzige was ich hasse ist, das ich noch keine Möglichkeit gefunden
habe, Platinen OHNE Schaltplan in KiCad zu erstellen. DA brauche ich
nämlich einige. Bevor einer Fragt. Eine Adapterplatine hat kein
Schaltplan. Und ich brauch eine Platine 4 Pins im Abstand 1 mm auf 2.54
mm Normraster.
Nur um eine von vielen zu nennen. Aktuell zeichne ich die in Corel. Ist
aber nicht das Gelbe von Ei.
Chris D. schrieb:> Das war übrigens bei KiCAD noch nie so, auch wenn das hier immer und> immer wieder von jemandem behauptet wurde, der das Programmpaket> offenbar nie benutzt hat ;-)>> Man konnte bei KiCAD immer schon frei wählen, ob man dem Bauteil> direkt in der Bibliothek ein Gehäuse zuordnet oder das erst nachher tut.>> Man hat also die freie Wahl - so wie es mMn auch sein sollte.
Lieber Chris D.,
darüber streiten sich die Geschmäcker. Mit der freien Wahl kann man
schnell was hinfrickeln und ist manchmal schneller am Ziel. Hat mit
Sicherheit für manche in einigen Fällen seine Daseinsberechtigung.
Allerdings ist das durchaus fehleranfällig und hat meiner Meinung nach
im professionellen Bereich absolut nichts verloren. Dort gehört ein
Bauteil mit allen Daten (auch Bestelldaten, Lagerplatz, Gehäuse, etc.)
komplett fertig in eine Bibliothek, sodass man später in den
Produktionsdaten / Stücklisten alles notwendige drin hat und nichts mehr
ergänzt werden muss. Das muss eindeutig sein, sonst macht man die Arbeit
doppelt und muss immer irgendwo nachsehen, welches Teil schon auf Lager
ist oder schon mal verwendet wurde. Wenn User A das Bauteil benötigt und
erstellt, muss User B in einem anderen Projekt auf genau das gleiche
Bauteil zugreifen und verwenden können ohne sich Gedanken machen zu
müssen. Es ist hier absolut fehl am Platz, wenn er ein anderes Gehäuse
auswählen kann. Alleine die Möglichkeit dies zu tun, muss meiner Meinung
nach im professionellen Umfeld zumindest ausschaltbar sein, weil es
sonst doch von einigen Mitarbeitern genutzt wird.
Ist ein schwieriges Thema, wo sich viele aufreiben, ich weiß. Ich kann
aus meiner Erfahrung nur sagen, dass hier schon Fehler passiert sind,
welche richtig teuer für manche Firmen waren. Wenn man einmal sowas
erlebt hat, verzichtet man freiwillig auf die freie Gehäusewahl :)
Schlaumaier schrieb:> Eine Adapterplatine hat kein Schaltplan.
Nur, wenn du zu faul bist, einen zu machen.
Aber selbstverständlich kannst du eine reine Platine anlegen und
zeichnen, eben schnell probiert. Ist allerdings am Ende mehr Arbeit, als
wenn man vorher einen Schaltplan macht, da du ohne Netzliste auf eine
Reihe von Funktionen im Layout verzichtest wie beispielsweise die
automatische Einhaltung der DRC-Abstände beim Verlegen der Leiterbahnen.
Ich fand es jedenfalls bei meinem Test sehr mühselig, ohne solche
Hilfen zu arbeiten.
KiCadlibert schrieb:> Von Schlechtreden kann nicht die Rede sein,ich halt euch nur den Spiegel> vor.
Als ob Du irgend etwas über Altium-Nutzer wüßtest. Ich zum Beispiel
zahle keinen jährliche Beitrag um Support bekommen zu können, so dass
ich, wenn ich wirklich 'mal Hilfe gebrauchen kann, dann eben hier frage
(und meistens mit Erfolg).
KiCadlibert schrieb:> Übrigens KiCad braucht schon lange keine Werbung mehr, das ist ein> Selbstlaeufer.
Na dann kannst Du Deinen Feldzug ja bleiben lassen.
Ich habe mir KiCad einmal näher angesehen und festgestellt, dass es
etwas für mich elementares nicht vernünftig beherrscht. Auf meine Frage
hier bekam ich keine Antwort, die mich Lügen strafte, soviel für mich
auf die schnelle zum Unterschied zwischen den zwei Systemen.
Ich nutzen Altium beruflich sehr gerne, KiCad nicht. Privat mache ich
derzeit nichts, würde mich dann aber in KiCad einarbeiten, da ich davon
überzeugt bin, dass es meine im privaten niedrigeren Ansprüche erfüllen
würde und ich für private Zwecke kein Geld für Software ausgeben möchte.
Warum immer stänkern schrieb:> Wenn man einmal sowas erlebt hat, verzichtet man freiwillig auf die> freie Gehäusewahl :)
Das kannst du doch gut und gern. Es wird dir nur vom Tool her nicht
erzwungen, dass du unbedingt gleich ein Gehäuse dabei hast.
Ist aber meiner Erinnerung nach auch bei Altium vom Tool her nicht
vorgegeben: ich kann mir aus irgendeiner generischen Bibliothek einen
Widerstand nehmen und den erstmal platzieren, ohne dass er schon ein
Gehäuse hat. Dass man üblicherweise im kommerziellen Umfeld nicht so
arbeitet, ist eine andere Frage, aber auch dort zwingt einen das
Werkzeug selbst nicht dazu – höchstens die Art und Weise, wie der
innerbetriebliche Workflow dann organisiert worden ist.
Jörg W. schrieb:> Ist aber meiner Erinnerung nach auch bei Altium vom Tool her nicht> vorgegeben: ich kann mir aus irgendeiner generischen Bibliothek einen> Widerstand nehmen und den erstmal platzieren, ohne dass er schon ein> Gehäuse hat.
Du hast recht, das kann man.
Jörg W. schrieb:> Aber selbstverständlich kannst du eine reine Platine anlegen und> zeichnen, eben schnell probiert.
HM.
O.K. Dann habe ich vielleicht was falsch gemacht. Wie gesagt so viel
Übung habe ich mit den Teil nicht. Muss ich also nochmal ran.
Ron T. schrieb:> KiCadlibert schrieb:>> Vormittags designen nachmittags>> Layouten. Am Tag darauf ein wenig rewieven>> Bin mit Eagle in der halben Zeit fertig.
Meine Güte, was macht ihr nur für unterkomplexen Kram 🤣
Ist ja recht niedlich dieser 'ich kann noch trivialere Sachen in noch
weniger Zeit machen' Contest.
BTW:
Ich habe lange mit Altium gearbeitet und entwickel mitlerweile zu 95%
auf Kicad.
Ja, Altium kann einiges wirklich gut und ja Kicad hat einige Konzepte
die man nicht lieben muss.
Das größte Problem ist aber nicht diese oder jene CAD Software, sondern
ein CADler der sein Tool nicht kennt.
Mit Kicad kann ich genauso professionelle PCBs machen wie mit Altium.
Einiges ist etwas zäher und einiges erfordert mehr manuelle Arbeit.
Aber da ich das Zeug selber bezahlen muss, macht es für mich Sinn hier
und da eine Stunde mehr reinzustecken, statt jedes Jahr Kohle
abzudrücken in der Hoffnung das das nächste Update endlich die Probleme
löst, statt neue zu schaffen und das Altium mir nicht einfach Funktionen
wegnimmt, die ich bereits bezahlt hatte.
Denn das machen die kalt lächelnd.
Seit Einführung der Custom Rules kann Kicad sogar mehr als stumpf einen
Abstand halten. Die Rules sind zwar viehisch kompliziert zu schreiben
und es gibt da ganz deutlich Luft nach oben, aber es wird besser und
besser mit jedem Release.
Und bei Kicad ist keine Firma gezwungen mit jedem Update was anderes
kaputzuspielen, nur damit der Kunde auch das nächste kaufen muss, weil
es eigentlich schon seit Jahren kaum noch was zu verbessern gäbe, wenn
man denn wollte.
Ich setze auf Kicad, weil es bereits besser ist als die meiste
professionelle SW von vor ein paar Jahren, mit der man auch geilen
Scheiß designt hat und weil es sich beständig weiterentwickelt ohne mich
dafür beständig zu melken.
Bei Kicad traut man sich tatsächlich sich eine lange Auszeit zu nehmen
um die Basis neu zu schreiben, damit neue Features möglich werden.
Das hat man bei dem Schritt von 5 auf 6 getan.
Nun ist der Boden bereitet an neuen fetten Features zu arbeiten.
Hätte ich allerdings jemanden der die ganze Show bezahlt und den Admin
stellt der alle Sorgen fixed, würde ich mir Altium mit Subscription und
Premium Support für eine fantastillion Taler wünschen.
Mentor würde ich nicht mal wollen wenn ich es geschenkt bekäme.
Max M. schrieb:> Meine Güte, was macht ihr nur für unterkomplexen Kram
Komplexität steckt halt heute mehr in der Software ;-)
Meine Schaltungen verbinden meist nur einen AVR mit Sensorik,
Funkmodul und spezieller Ansteuerung für Hardware. Das ist
alles dermaßen von keiner Erwähnung wert daß ich mir fürs
Layout einen Schaltplan sparen kann (ist in der Software
mit dokumentiert bzw. im PCB). Mit Eagle alles kein Problem
und schnell "gezeichnet".
Bei KiCad ist meiner Erinnerung nach aber ein steifer
Workflow inkl. Schaltplan einzuhalten!? Das störte mich
mindestens ebenso wie die unschöne PCB-Optik.
Max M. schrieb:> Seit Einführung der Custom Rules kann Kicad sogar mehr als stumpf einen> Abstand halten. Die Rules sind zwar viehisch kompliziert zu schreiben
Das ist in Altium allerdings nicht anders. Es ist vielleicht einen Tick
übersichtlicher dargestellt, aber wenn man da wirklich vom vorgegebenen
Trampelpfad abweichen will, kann man auch ganz schnell ganz viel Arbeit
in diese Regeln stecken. ;-) Aber ich finde die Flexibilität auf jeden
Fall gut.
Schlaumaier schrieb:> Jörg W. schrieb:>> Aber selbstverständlich kannst du eine reine Platine anlegen und>> zeichnen, eben schnell probiert.>> HM.>> O.K. Dann habe ich vielleicht was falsch gemacht. Wie gesagt so viel> Übung habe ich mit den Teil nicht. Muss ich also nochmal ran.
Einzig, wenn du über den Projektmanager rangehst, musst du erstmal ein
Projekt anlegen dafür. Wenn dich auch das noch stört, musst du halt
"pcbnew" direkt starten, das geht auch.
Jörg W. schrieb:> Das kannst du doch gut und gern. Es wird dir nur vom Tool her nicht> erzwungen, dass du unbedingt gleich ein Gehäuse dabei hast.
ich sag ja, hat für den ein oder anderen mit Sicherheit seine
Daseinsberechtigung, ich verurteile die Funktion ja nicht grundlegend.
Bei privaten oder kleinen Projekten zieht man einen Widerstand in den
Schaltplan, ändert den Wert und wählt ein gewünschtes Gehäuse. Kann ich
durchaus verstehen, dass manche so gerne arbeiten, weil es eben
(erstmal) schneller ist.
Spätestens wenn man das Bauteil aber im zweiten oder dritten Projekt
verwenden möchte, wäre man froh man hätte es gleich richtig und
eindeutig angelegt. Dann ist schnell halt nicht mehr schnell, sondern
aufwändiger.
Und wenn man beim Anlegen eines neuen Teils auch gleich die Bestelldaten
richtig hinterlegt, ist es erstmal natürlich noch aufwändiger das Teil
zu erstellen, letztendlich spart aber spätestens beim Teilebestellen
nochmals Zeit und ist in der Summe viel schneller fertig.
Auch würde es bei vielen Open Source Projekten für andere helfen, wenn
die Daten der Bauteile schöner bzw. eindeutiger gepflegt wären.
Von daher finde ich es einfach nicht gut, dass es die Möglichkeit der
freien Gehäusewahl gibt. Es läd halt zum "Schludern" ein, was der Mensch
dann auch nutzt. Ich werde mit Sicherheit aber niemandem vorschreiben
wie er zu arbeiten hat :)
Ob das mit Altium geht, kann ich ehrlich gesagt gar nicht sagen. Weil
ich es noch nie ausprobiert habe. Allerdings muss bei uns in der Firma
eh jedes Teil firmenintern angelegt werden, damit es am Ende des
Projektes durch die Automationsskripte durch geht.
Marc X. schrieb:> Ich glaube Bibliotheken erstellen ist das, was die Kicad Entwickler am> wenigsten machen.
Bibliotheken erstelle ich mir ebenso häufig wie ich es unter Eagle oder
Altium gemacht habe und damit deutlich weniger als ich es bei Mentor
muss.
Nein, ich zeichne nicht jeden 0603 Hühnerfutterscheiß selbst, den es
bereits fertig gibt.
Ja, ich gehe ein Restrisiko ein, das eine fertige Lib Fehler enthält.
Aber dafür mache ich ja Prototypen und die allermeisten Fehler mache ich
selbst und nicht die Lib.
Kicad hat zwar eine gigantische Lib, aber die ist auch künstlich
aufgebläht mit tausenden identischen Teilen mit leicht abweichender
Typnummer und das was man dann braucht ist oft nicht drin.
Deswegen ist die aber trotzdem sehr nützlich.
Ich verstehe auch nicht das viele sich so ins Hemd machen mal ein
eigenes Bauteil zu erstellen.
Wenn es in der Lib nicht ist, nicht im Netz verfügbar und ich es nicht
über einen der zahlreichen Dienste in Kicad kompatibel herunterladen und
integrieren kann, dann zeichne ich das eben selbst.
Ist doch nix bei.
Der Trugschluss ist das professionelle Entwickler ja eh kein Kicad
machen würden und das alles Bastelkram sei was nicht fett Kohle kostet.
Da wird dann eine frühe Kicad 4.x die man sich mal flüchtig angesehen
hat mit der heiß geliebten Eagle 6.x verglichen, bei der die Lizenswelt
noch in Ordnung war und die man seit 10J in- und auswendig kennt.
Was anderes hat man nie gesehen und all die Funktionen die moderen SW
haben sollte kennt man nicht und damit braucht die auch niemand.
Impedanzkontrolliert, matched pairs oder verschiedene Power Zones mit
unterschiedlichen Abstandsanforderungen hat man nie gemacht und was man
für high density hält und sich ohne push and shove und ohne automatische
Regeleinhaltung zusammenkaspert, ist im Vergleich zu den was andere mit
Kicad machen eher nebensächlich.
Aber die Welt hat sich weiterbewegt.
Der heiße Scheiß von vor 10J der all die großen Namen mit dem guten Ruf
begründet hat ist oft derbe in die Jahre gekommen und liegt siechend
danieder, wenn es den Verein überhaupt noch gibt.
Eagle hat selbst Autodesk aufgegeben und baut was eigenes, weil die
Codebasis unrettbar veraltet ist.
Altium hat die gleichen Bugs die Protel99SE schon hatte, weil der alte
Kack im neuen aufgeblähten Gewand agressiv an Entscheidungsträger
verscheuert wird.
Mentor Pads ist in den noch bezahlbaren Versionen eine Frechheit aus Sun
Workstation Tagen an der selbst Siemens verzweifelt ist und die großen
Mentor Versionen kann sich vielleicht VW leisten, ich aber nicht.
Also was bleibt, wenn man die super duper Großkonzernfunktionen für
verteiltes Arbeiten nicht benötigt, weder 100K€ übrig hat, noch große
Lust verspürt am gemieteten Gängelband permanent von Lizenzentzug
bedroht zu sein?
Kicad 6 hat sich deutlich nach vorn bewegt.
Man muss es lernen wie alles andere auch und immer mehr Profis setzen es
ein.
Warum immer stänkern schrieb:> Lieber KiCadlibert,> Die Altium-Jünger brauchen dir nicht wirklich Leid zu tun.. Ja Altium> hat hier und dort ein paar Macken, die hat KiCad allerdings wie jedes> andere komplexe Programm aber auch. Zudem ist Altium vom Funktionsumfang> als auch von der Bedienbarkeit in KiCad immer noch meilenweit voraus.> Kannst mir glauben, die Firmen zahlen nicht zum Spaß tausende Euros im> Jahr für ein Programm, wenn es genau den gleichen Funktionsumfang für> lau gibt ;-)>> Für private, kleine Projekte nutze ich KiCad sehr gerne. Im beruflichen> Umfeld für "modernes Elektronik-Design", wie du so schön sagst,> bevorzuge ich definitiv Altium. Hier lassen sich Sachen abbilden, an> diese denkt der Hobbybastler erst gar nicht.>> Wahrscheinlich hast du einfach noch nie so richtig mit Altium> gearbeitet, aber dann lass doch bitte das stänkern..
Kann ich zu 1000% zustimmen. Alle unsere Zulieferer benutzen Altium und
keine KiCAD Bastlersoftware. Dies hat mit Sicherheit Gründe.
Thomas K. schrieb:> Alle unsere Zulieferer benutzen Altium und> keine KiCAD Bastlersoftware. Dies hat mit Sicherheit Gründe.
Hauptgrund: 'Das haben wir schon immer so gemacht'
Außerdem ist es höchstwahrscheinlich so das Eure Fa. seinen Zulieferern
Altium vorschreibt, weil sie es selbst benutzt.
Der Zulieferer preist das einfach ein.
Außerdem ist recht offensichtich das DU noch nie was ernsthaftes mit
Kicad gemacht hast und auch ansonsten kaum was kennst auf dem CAD Markt.
Sonst kämst Du garnicht auf die Idee eine derart mächtige SW
Bastlersoftware zu nennen.
Hast Du überhaupt den Schatten einer Ahnung wie oft in den
Entwicklungsabteilungen noch Protel99SE, Eagle 6.x und ähnlich
veraltetes Zeug benutzt wird, die Kicad 6 allesamt in den Schatten
stellt?
Also ist alte Kaufsoftware Profikram und neue, weit mächtigere OS
Software Bastelkram?
Dummes Geschwätz, nicht mehr.
Max M. schrieb:> Außerdem ist es höchstwahrscheinlich so das Eure Fa. seinen Zulieferern> Altium vorschreibt, weil sie es selbst benutzt.
Wir schreiben nichts vor, wir kaufen fertige Produkte ein. Die sind
Lieferanten. Wie die die Produkte erstellen ist Wurst. Genauso wie ein
Aluwinkel.
Blind F. schrieb im Beitrag #7197818:
> dem Erwerb des schnöden Mammons wegen
Freundlicher gesagt: um damit sein eigenes Überleben zu bestreiten. ;-)
Aber genau auf diese Bereiche hat er es ja auch mit seiner Aussage
bezogen. Wer das zum Broterwerb macht, wird sich über kurz oder lang
irgendwelche sinnvollen Richtlinien geben, um die Arbeitsweise brauchbar
zu organisieren. Eine entsprechende Bauteilbibliothek gehört dazu.
Wenn ich das als Hobby mache, habe ich zwar auch eine Bauteildatenbank,
in der ich beim Einplanen eines Bauteils nachschaue. Die habe ich aber
vor allem deshalb, weil es mir irgendwann zu mühselig wurde, bereits
während der Schaltplanerstellung sämtliche Hühnerfutterstreifen in den
Fingern hin und her zu wälzen um zu sehen, was bereits vorrätig ist und
daher vorrangig verwendet werden sollte. Mit dem ECAD-Tool habe ich die
Datenbank trotzdem nicht verknüpft (und das auch noch nicht versucht).
Blind F. schrieb im Beitrag #7197827:
> Jörg W. schrieb:>> Blind F. schrieb im Beitrag #7197818:>>> dem Erwerb des schnöden Mammons wegen>>>> Freundlicher gesagt: um damit sein eigenes Überleben zu bestreiten. ;-)>> Wieso ist das freundlicher Jörg?
Ich finde, dass "schnöder Mammon" schon irgendwie abwertend klingt.
KiCadlibert schrieb:> Vormittags designen nachmittags> Layouten. Am Tag darauf ein wenig rewieven> und dann bei JLC Pcb inclusive Bestückung bestellen per Europackerl
Zeig mal ein Ergebnis bitte, meinetwegen nur als Screenshot in niedriger
Auflösung.
Blind F. schrieb im Beitrag #7197818:
> Niemand hindert Dich in einem ISO9001 zertifizierten Prozeß> Schwimmwesten aus Beton zu produzieren.
+1
Produzieren kann man das.
Aber CE Konform in den Europäischen Markt verkaufen stelle ich mir jetzt
schwierig vor.
Jörg W. schrieb:> Ich finde, dass "schnöder Mammon" schon irgendwie abwertend klingt.
Ach, wenn genug Mammon dabei rumkommt kann das klingen wie es will.
Das Geld unwichtig ist, sagen nur welche die noch nie welches gehabt
haben oder die die so viel davon haben das sie sich nicht vorstellen
können wie es mit zuwenig im Leben aussieht.
Ich finde das immer lustig, wenn Menschen sagen sie würden dieses oder
jenes ja nicht wegen dem Geld tun, dann aber ganz schön viel dafür haben
wollen das sie es nicht wegen dem Geld tun.
Blind F. schrieb im Beitrag #7197845:
> Das macht klar wie oft Werte einfach "über den Daumen" eingesetzt und> nicht berechnet werden.
Ja klar. Deshalb will ich ja auch wissen, was gerade vorrätig ist. Wenn
ich für einen einstellbaren Spannungsregler den Spannungsteiler
festlege, habe ich in großen Grenzen freie Bauteilwahl, aber das
Verhältnis beider Widerstände muss halt stimmen. Und wenn ich von
1,5-kΩ-Widerständen gerade noch über 1000 Stück rumliegen habe aber im
Format 0805, dann nehme ich an der Stelle eben mal einen 0805, auch wenn
der Rest des Boards 0603 hat. Dafür ist es aber sinnvoll, diese Info
schon beim Festlegen des Footprints im Schaltplan zur Hand zu haben *),
denn bei Layouten will ich solche Details dann nicht mehr recherchieren
müssen.
*) Das ist halt genau das, warum man im kommerziellen Umfeld gleich die
Bibliothek so baut, dass sie Wert und Footprint von vornherein
vereinigt.
Max M. schrieb:> Hauptgrund: 'Das haben wir schon immer so gemacht'>> Außerdem ist es höchstwahrscheinlich so das Eure Fa. seinen Zulieferern> Altium vorschreibt, weil sie es selbst benutzt.> Der Zulieferer preist das einfach ein.>> Außerdem ist recht offensichtich das DU noch nie was ernsthaftes mit> Kicad gemacht hast und auch ansonsten kaum was kennst auf dem CAD Markt.> Sonst kämst Du garnicht auf die Idee eine derart mächtige SW> Bastlersoftware zu nennen.>> Hast Du überhaupt den Schatten einer Ahnung wie oft in den> Entwicklungsabteilungen noch Protel99SE, Eagle 6.x und ähnlich> veraltetes Zeug benutzt wird, die Kicad 6 allesamt in den Schatten> stellt?> Also ist alte Kaufsoftware Profikram und neue, weit mächtigere OS> Software Bastelkram?> Dummes Geschwätz, nicht mehr.
Selten so ein Blödsinn gelesen :)
Hast du mit KiCad schon mal ein Projekt mit mehr als 1000 Bauteilen,
inkl. 10 verschiedener Bestückungsvarianten und evtl. noch drei
unterschiedlichen Leiterplattenkonturen aber sonst mit den identische
Bauteilen für unterschiedliche Formfaktoren in verschiedenen Geräte in
KiCad verwaltet? Das Ganze automatisch im gleichen Tool mitdokumentiert
und das so, dass du dich in 5 Jahren noch im Projekt zurechtfindest?
Viel Spaß in KiCad.
Das ist eben der kleine aber feine Unterschied. Das alles kriege ich in
Altium mit sehr überschaubarem Aufwand hin! Und sogar meine Kollegen
können am Projekt ohne mich weiterarbeiten und finden sich sofort
zurecht. Wenn in 5 Jahren ein Bauteil ersetzt werden muss, wird das
geändert und auf Knopfdruck kriege ich die neuen Produktionsdaten für
ALLE Varianten automatisch raus. Die neuen Daten inkl. Bestellungen
gehen in maximal einem Tag raus und der Versionsverwaltung ist
automatisch erledigt. Mit KiCad bist du da Tage, wenn nicht Wochen
beschäftigt und das Ganze ist um einiges fehleranfälliger..
Nur eins der vielen Beispiele, die ich nennen könnte. Mit solchen
Aufgaben schlage ich mich seit Jahren tagtäglich rum.
KiCad ist ein großartiges Tool, mit dem man so ziemlich alles auch
irgendwie hinkriegt und es wird auch immer besser. Aber auch wenn man es
nicht einsehen oder wahrhaben will, es hat tatsächlich seine
wirtschaftlichen Grenzen. Irgendwann kommt der Punkt, an dem sich der
finanzielle Mehraufwand für ein professionelles, kostenpflichtiges Tool
für ein Unternehmen definitiv rechnet. Alles andere ist zumindest
aktuell noch absoluter Quatsch.
Ich kann wirklich nicht verstehen wie man von außerhalb ohne Ahnung, was
in einem professionellen Unternehmen tatsächlich abgeht, solchen
Blödsinn raushauen kann.
Man brauch wirklich nicht meinen, wenn man in KiCad mal eine
Leiterplatte mit 100 Teilen erstellt hat, ist man der Pro und hat den
vollen Durchblick und kann über andere so herziehen wie du. Da hast du
absolut nicht die Befähigung dazu.
Warum immer stänkern schrieb:> Da hast du> absolut nicht die Befähigung dazu.
Und bei Dir ist es mit Sinnerfassendem Lesen nicht weit her.
Niemals habe ich Altium Dinge abgesprochen die es besser kann als Kicad.
Niemals habe ich gesagt Kicad würde ein aktuelles Altium schlagen.
Im Gegenteil ich habe weiter oben sogar gesagt das ich mir Altium
wünschen würde wenn ein anderer es bezahlt.
Du bescheibst all die Dinge an Altium die es besser kann und ich brauche
nicht ein einziges davon.
Ich habe ausschliesslich gesagt das im professionellem Umfeld noch sehr
oft mit SW gearbeitet wird die veraltet ist und mitleiweile von Kicad
überholt wurde. Trotzdem nennt man den alten Schlorren Profisoftware und
Kicad nennt man Bastelkram.
Warum immer stänkern schrieb:> Ich kann wirklich nicht verstehen wie man von außerhalb ohne Ahnung, was> in einem professionellen Unternehmen tatsächlich abgeht, solchen> Blödsinn raushauen kann.
Und ich kann wirklich nicht verstehen wie man selbst im gut gemachten
Bett des rundum sorglos Arbeitsvertrages sitzt und nicht kapiert das
dieser Luxus den Du beschreibst massig Kohle kostet und das jedes Jahr.
Und das würde ich mit Freude ausgeben, wenn ich denn sowas brauchen
würde.
Blind F. schrieb im Beitrag #7197876:
> Der Eine hat nicht den Schatten einer Ahnung, der Andere hat selten so> einen Blödsinn gelesen.> Muß das eigentlich sein?
Volle Zustimmung. Immer, wenn das Wort "du", "ihr" usw. auftaucht:
zurücklehnen, nochmal intensiv über das zu Schreibende nachdenken.
Persönliche Anfeindungen wegen irgendwelcher Tools sind völlig nutzlos.
Max M. schrieb:> Und bei Dir ist es mit Sinnerfassendem Lesen nicht weit her.> Niemals habe ich Altium Dinge abgesprochen die es besser kann als Kicad.> Niemals habe ich gesagt Kicad würde ein aktuelles Altium schlagen.> Im Gegenteil ich habe weiter oben sogar gesagt das ich mir Altium> wünschen würde wenn ein anderer es bezahlt.
Das hab ich dir auch nicht vorgeworfen, aber du hast geschrieben, dass
Altium nur verwendet wird, weil es schon immer so war und weils von
anderen Firmen vorgeschrieben ist, oder? Das ist Quatsch. Ich hab dir
nur Gründe gezeigt, dass es auch tatsächlich Vorzüge hat :)
Zudem hast du das hier geschrieben:
> Außerdem ist recht offensichtich das DU noch nie was ernsthaftes mit> Kicad gemacht hast und auch ansonsten kaum was kennst auf dem CAD Markt.> Sonst kämst Du garnicht auf die Idee eine derart mächtige SW> Bastlersoftware zu nennen.
Also du wirfst jemandem was vor, obwohl du weder ihn noch irgendwas über
seine Projekte und Anforderungen kennst.
> Du bescheibst all die Dinge an Altium die es besser kann und ich brauche> nicht ein einziges davon.
Das ist sehr schön für dich und das sei dir gegönnt. Bei privaten,
kleinen Projekten brauch ich das auch nicht und verwende wie oben schon
geschrieben auch KiCad :)
> Ich habe ausschliesslich gesagt das im professionellem Umfeld noch sehr> oft mit SW gearbeitet wird die veraltet ist und mitleiweile von Kicad> überholt wurde. Trotzdem nennt man den alten Schlorren Profisoftware und> Kicad nennt man Bastelkram.
Altium ist definitiv alles andere als veraltet, hat aber tatsächlich
paar Macken, mit welchen man aber sehr gut leben kann, wenn man sie
kennt :) Hat KiCad übrigens auch..
> Und ich kann wirklich nicht verstehen wie man selbst im gut gemachten> Bett des rundum sorglos Arbeitsvertrages sitzt und nicht kapiert das> dieser Luxus den Du beschreibst massig Kohle kostet und das jedes Jahr.> Und das würde ich mit Freude ausgeben, wenn ich denn sowas brauchen> würde.
Das musst du auch nicht verstehen, das ist dir überlassen. Das Ding ist
nur, dass ich mit Altium zumindest bei meinen Projekten im Unternehmen
sehr viel Zeit spare und sich der Chef vor ein paar Jahren vereinfacht
gesagt entscheiden konnte, Altium oder einen zusätzlichen Mitarbeiter..
Rate mal was billiger und unternehmerisch klüger war. Ich hatte das auch
so geschrieben: Ab einem Punkt hat KiCad seine wirtschaftlichen (nicht
technischen!!!) Grenzen :)
Blind F. schrieb im Beitrag #7197876:
> Ich benutze nicht das erste Mal kommerzielle Software und die besonderen> Tücken diese läßt Du hier ganz einfach aus? Erstaunlich. Da wäre z.B.> das eine neue Version mit den Daten der alten plötzlich nicht mehr> umgehen kann, obwohl das eigentlich in der Feature Liste stand?
Da hatten wir dann wahrscheinlich Glück. Wir nutzen Altium seit 2016 und
diesbezüglich noch nie Probleme.
> das mit der exakten Beuelementedefinition samt Bestellnummer plötzlich> nichts mehr anzufangen ist, weil der Hersteller nun plötzlich Analog> Devices statt Maxim heißt?
Gar kein Problem. Das gibt es oft. Dann wird das in der
Bauteilbibliothek geändert, die Projekte mit einem Mausklick geupdatet,
die neuen Daten rausgelassen und auch hier innerhalb eines Tages gehen
die neuen Daten raus. Ist das bei KiCad auch so einfach? Nicht dass ich
wüsste.
>> Das ist eben der kleine aber feine Unterschied. Das alles kriege ich in>> Altium mit sehr überschaubarem Aufwand hin!>> Entschuldigung..hast Du in dem "überschaubaren Aufwand" auch die> Lizenzkosten berücksichtigt? Es ist nicht nur so das für Altium eine Oma> recht lange stricken muß, das gilt auch für kleine und mittelständische> Firmen.
Ja die Lizenzkosten, hab ich durchaus bedacht. Ich arbeite auch in einem
kleinen mittelständischen Unternehmen. Und wie im letzten Post schon
geschrieben, wenn wir Altium nicht so automatisieren könnten, bräuchten
wir locker 2-3 "gute" Mitarbeiter mehr. Auch du darfst gerne
nachrechnen, was für das Unternehmen günstiger ist.
>> Nur eins der vielen Beispiele, die ich nennen könnte. Mit solchen>> Aufgaben schlage ich mich seit Jahren tagtäglich rum.>> Vielleicht ist ein Jobwechsel für Dich interessanter als Du denkst :-)
Nein Danke, bin mit dem Unternehmen, dem Chef, Gehalt und meinen
Aufgaben sehr zufrieden :) Brauchst dir um mich absolut keine Sorgen zu
machen.
Warum immer stänkern schrieb:> Hast du mit KiCad schon mal ein Projekt mit mehr als 1000 Bauteilen,> inkl. 10 verschiedener Bestückungsvarianten und evtl. noch drei> unterschiedlichen Leiterplattenkonturen aber sonst mit den identische> Bauteilen für unterschiedliche Formfaktoren in verschiedenen Geräte in> KiCad verwaltet? Das Ganze automatisch im gleichen Tool mitdokumentiert> und das so, dass du dich in 5 Jahren noch im Projekt zurechtfindest?> Viel Spaß in KiCad.
Gute Frage in die Runde...
Thomas K. schrieb:> Wir diskutieren über sowas wie Dacia gegen BMW..> Beide Autos fahren. toll..
Genau das verstehen hier manche nicht. Beides sind Autos und mit beiden
kommt man letztendlich irgendwie auch ans Ziel, nur der Dacia ist halt
vll. fürs Gelände besser und der BWM für die Autobahn. Und so haben halt
beide Programme ihre Daseinsberechtigung und jeder muss für sich das
bessere Tool finden. Nur das wollen manche halt nicht wahr haben :) Für
die gibts KiCad und alles andere ist scheiße weil es was kostet und man
durchaus auch ein bisschen abhängiger ist.
Eigentlich sollten sich die KiCad Jünger freuen, dass es Altium gibt,
von dem man was lernen kann und die Altium Jünger sollten sich freuen,
dass es KiCad gibt, weil dadurch der Preis von Altium nicht exorbitant
steigen kann, weils sonst halt irgendwann doch wirtschaftlicher ist auf
KiCad umzusteigen.
In diesem Sinne, ich klinke mich hier aus.
Allen einen schönen Tag noch :)
Warum immer stänkern schrieb:> Eigentlich sollten sich die KiCad Jünger freuen, dass es Altium gibt,> von dem man was lernen kann
In der Tat denke ich, dass Kicad einige der Konzepte und Ideen von
Altium übernommen hat. Das wundert auch nicht so sehr, wenn man im
Hinterkopf hat, dass CERN ja damit Altium bei sich ablösen wollte, d.h.
die Leute, die dort dran arbeiten, haben vermutlich damit zuvor
gearbeitet.
Blind F. schrieb im Beitrag #7197954:
> Ja, ich kenne das. Einstmals in der Kneipe am Nachbartisch:> #1 "Ich habe mit meinem Rechner Probleme, der ist elend langsam geworden> und stürzt dauernd ab.."> #2 "Ich habe überhaupt keine Probleme, ich habe den vorige Woche platt> gemacht und Windows mit Allem neu installiert, läuft wie eine Eins!">> ..ich hatte zu tun das Bier nicht quer über den Tisch zu prusten...
Na wenn du meinst, dann lass ich dich in dem Glauben.. Sorry so eine
Behauptung ist absolut lächerlich und auch nicht haltbar.. Totaler
Quatsch wiedermal :)
Blind F. schrieb im Beitrag #7197954:
> Du weißt also Irgendwas nicht? Hattest Du die Intention Dir hier helfen> zu lassen?
Ich lasse mich sehr gerne eines besseren belehren. Siehe z.B.:
> Hast du mit KiCad schon mal ein Projekt mit mehr als 1000 Bauteilen,> inkl. 10 verschiedener Bestückungsvarianten und evtl. noch drei> unterschiedlichen Leiterplattenkonturen aber sonst mit den identische> Bauteilen für unterschiedliche Formfaktoren in verschiedenen Geräte in> KiCad verwaltet? Das Ganze automatisch im gleichen Tool mitdokumentiert> und das so, dass du dich in 5 Jahren noch im Projekt zurechtfindest?> Viel Spaß in KiCad.
Ich weiß wirklich nicht, wie ich sowas in KiCad abbilden kann. Wir
können uns gerne mal am WE treffen, ich zeig dir wie das in Altium geht,
du mir in KiCad? Können beide nur was lernen :) Abgemacht? Oder nur
heiße Luft?
Blind F. schrieb im Beitrag #7197954:
> Da hätte ich wenig Sorgen. Nicht nur Altium kann automatisieren, weißt> Du ,es gibt da Betriebssysteme die dafür eigentlich Alles erforderliche> mitbringen, ganze Werkzeugkästen sind da dabei. Die Daten die KiCad> liefert sind auch kein undokumentierter Blob, sondern einfache ASCII> Dateien die sich auch in Datenbanken problemlos einpflegen lassen.> Meist ist es aber nicht damit getan ein einer Maus schieben zu können,> oder anders: "Unix ist benutzerfreundlich, es ist nur etwas wählerisch> darin wer seine Freunde sind".
Ja da hast du durchaus recht. Hab ja gesagt, dass man mit KiCad alles
irgendwie hinkriegt. Aber nochmal, ich hab von wirtschaftlichen Grenzen
gesprochen, nicht von technischen. Ich will auf der Arbeit nicht noch
alles selber skripten, etc. Meine Arbeitszeit und mein Kopf ist gut
ausgelastet und für sowas ist keine Zeit noch Lust.. Ich will
Arbeitserleichterung und nicht mehr Arbeit. Ich will das OutOfTheBox.
Und wenn tatsächlich mal was nicht geht, will ich Support dafür und das
hab ich mit eigenen Skripten leider nicht, sondern bin dann stundenlang
am Suchen. Wenn du das in deiner Freizeit gerne machen willst, dann viel
Spaß, ich gönne dir das wirklich.
Nur ich ziehe da Altium auf der Arbeit vor und denke ich bin mit meiner
Arbeit schneller fertig. Aber wie gesagt, ich lasse mich gerne eines
Besseren belehren :)
Blind F. schrieb im Beitrag #7197965:
> War es nicht so das "Push & Shove" von KiCad kam.
Altium hatte meines Wissens push&shove schon sehr lange, und es stand
daher recht hoch auf der Prio-Liste im CERN. Inwiefern Eagle das
inzwischen auch hat – keine Ahnung, das habe ich vor vielen Jahren das
letzte Mal aktiv benutzt, wahrscheinlich Version 4.x. (Seither nur noch,
um mir Daten aus dem Internet anzugucken, die nur als direkte
Eagle-Daten verfügbar sind.) Ich kann mich aber dran erinnern, dass
Lukas es in Horizon EDA übernommen hat und meinte, dass die
Kicad-Implementierung recht gut gekapselt sei.
Da Kicad aber GPL ist, wird es, wenn überhaupt, Eagle gewiss nicht
direkt aus Kicad übernommen haben.
Blind F. schrieb im Beitrag #7197954:
> Du schlägst Dich also nicht damit herum, sondern hast es Dir gemütlich> eingerichtet? Genau darauf wollte ich hinaus. Du kannst genau das,> nichts Anderes, deswegen darf es auch nicht sein das sich daran Etwas> ändert, denn es würde DIR zusätzlichen Aufwand bescheren. Alle Anderen> sind Deiner Meinung nach nun angehalten Alles genau wie Du zu erledigen,> weil die Leute sonst nichts taugen.
Und das ist eine absolute Frechheit. Nichts von dem was du da
geschrieben hast entspricht auch nur annähernd der Wahrheit. Deiner vll.
Okay. Viel Spaß damit :) Bist ne richtige Quatschtüte :)
Thomas K. schrieb:> Warum immer stänkern schrieb:>> Hast du mit KiCad schon mal ein Projekt mit mehr als 1000 Bauteilen,>> inkl. 10 verschiedener Bestückungsvarianten und evtl. noch drei>> unterschiedlichen Leiterplattenkonturen aber sonst mit den identische>> Bauteilen für unterschiedliche Formfaktoren in verschiedenen Geräte in>> KiCad verwaltet? Das Ganze automatisch im gleichen Tool mitdokumentiert>> und das so, dass du dich in 5 Jahren noch im Projekt zurechtfindest?>> Viel Spaß in KiCad.>> Gute Frage in die Runde...
Variantenmanagement, wiederverwendung von gelayouteten Blocks etc. pp.
ist z.B. höchst mangelhaft in Kicad.
Was allerdings die Automatisierbarkeit angeht:
Es geht alles, einfach alles.
Weil eben jede Eigenschaft einen Namen hat und man über pythonscripte
eingentlich alles tun kann.
Ich schätze z.B. an Altium wie einfach ich sagen kann 'Abstand x
zwischen allem was Footprint sot23 und Polygon ist' oder Abstand y
zwischen Netzklasse A und Netzklasse B.
Das geht seit Kicad 6 endlich auch, aber mit den Custom Rules (python)
die bei weiten nicht diesen Kompfort bieten.
Dafür kann man damit aber Sachen machen die Altium nicht mal eingefallen
sind.
Eben alles was sich in python Regel + Anweisung quetschen lässt egal wie
abwegig und selten sowas ist.
Man muss aber mehr nachdenken und mehr lesen und lernen dafür.
Warum immer stänkern schrieb:> Dann wird das in der> Bauteilbibliothek geändert, die Projekte mit einem Mausklick geupdatet,> die neuen Daten rausgelassen und auch hier innerhalb eines Tages gehen> die neuen Daten raus. Ist das bei KiCad auch so einfach? Nicht dass ich> wüsste.
Wüsste absolut nicht was dagegen spräche.
Wir lösen das ohnehin anders.
Wir haben eine Bauteilverwaltung die für jedes Bauteil frei definierbare
Namen vergibt, wie z.B. 'Cap0805_16V_1uF' oder wie auch immer der
Ersteller das für nützlich gehalten hat.
Dahinter kann sich dann ein Murata, AVX, Samsung Typ verstecken oder was
auch immer gerade abgekündigt und ersetzt wurde.
Ich kann damit auch erst die letzten 20K Stk von AVX verknüpfen bis die
alle sind und dann beim nächsten Projekt die neuen von Samsung von denen
100K im Lager liegen.
Ist trotzdem immer Cap0805_16V_1uF.
Da ich bei Kicad beliebige Felder für Bauteile definieren kann, haben
alle Bauteile das zusätzliche Feld 'Partnum'.
Da die BOM scripte auch nur Python sind, habe ich mir eines abgeändert
das die BOM genauso aufbaut wie das externe Tool das haben will.
Über die Importfuntion des ext. Tools wird dann aus einem
'Cap0805_16V_1uF' das spezielle Bauteil das derzeit an dieser Position
im Lager ist.
Für den Kicad Schaltplan und die Kicad BOM ändert sich nix.
Da ist das immer noch ein 1uF/16V im 0805 Footprint.
Die Bauteilbibliothek fassen wir nicht dafür an, den die hat nach
unserem Verständniss damit nichts zu tun.
Das ist immer noch ein Kerko im 0805 Footprint.
Value und Partnum bekommt es erst in der Schaltung.
Bauteilbibliothek, Typenvielfalt und Lagerhaltung sind für uns getrennte
Dinge.
Ich will nicht separate Einträge für alle Widerstände der E96er Reihe in
0603 die sich täglich ändern weil ein Herstelle die Nummer geändert hat
oder wir einen anderen Typen einkaufen.
Das ist immer R0603 und fertig.
Zum 10K wird der im Schaltplan im Feld value, zum r0603_10K für das
Lagertool wird er im BOM Feld Partnum.
Da Kicad Projektfiles human readable sind, kann man alles machen was
einem so einfällt wenn man ein wenig python beherrscht.
Unser Lagertool glaubt zumindest immer noch es würde von Mentor mit
Daten gefüttert werden, weil mein Kicad BOM Script die BOM extra so
aufbaut.
Warum immer stänkern schrieb:> Hast du mit KiCad schon mal ein Projekt mit mehr als 1000 Bauteilen,
Ja. Ist nix anderes als mit 100 Bauteilen
> inkl. 10 verschiedener Bestückungsvarianten
Nein.
Bestückungsvarianten sind in Kicad m.E. nicht implementiert.
Ich würde dafür tatsächlich das Projekt kopieren und die BOM ändern.
Das ist für mich aber kein Nachteil, weil ich Luftfahrt mache und es da
sowas wie ein Projekt aus dem x andere Entstehen nicht geben darf.
Eine Bestückungsvariante = ein Gerät, das sich ab da völlig unabhängig
weiter entwickeln kann.
Das Thema Bestückungsvarianten ist auch echt zu hoch aufgehängt.
Ich könnte jederzeit ein Feld 'Variante A' vergeben und dann per Script
meine Boms zusammendengeln wie immer ich lustig bin.
Ich könnte daraus auch automatisiert x verschiedene bestückungsvarianten
inkl. Schaltplänen und Bestückungsdruck generieren, wen ich mich nur auf
ein Schema einschiesse wie Varianten in den Bauteilfeldern benannt
werden.
ALLES ist human Readable und ich kann mit die Files mit python
bearbeiten wie ich lustig bin.
Aber nein, das ist nicht fix, fertig und unveränderlich starr bereits
implementiert. Es gibt nur ein Feld unendicher Möglichkeiten die ich
nutzen kann wenn mir danach ist.
> und evtl. noch drei> unterschiedlichen Leiterplattenkonturen aber sonst mit den identische> Bauteilen für unterschiedliche Formfaktoren in verschiedenen Geräte in> KiCad verwaltet? Das Ganze automatisch im gleichen Tool mitdokumentiert> und das so, dass du dich in 5 Jahren noch im Projekt zurechtfindest?> Viel Spaß in KiCad.
Ja, hat man tatsächlich, weil das alles nicht so das Thema ist.
Ich kann ja auch in hierachischen Schaltplänen einen Unterschaltplan
ändern und alle anderen die auf das gleiche schematic verlinkt sind,
ändern sich simultan mit, inkl. korrekt hochgezählten Bezeichnern.
Ich kann auch 10 PCBs haben, die alle das gleiche Schematic importieren.
> Und sogar meine Kollegen> können am Projekt ohne mich weiterarbeiten und finden sich sofort> zurecht.
Bei Kicad kann sogar einer ohne Lizenzen an meinem Projekt
weiterarbeiten.
Was hat denn Übersicht mit dem Tool zu tun?
Entweder ich zeichne übersichtlich und lege Daten sauber ab, oder ich
tue das nicht. Das ist völlig Tool unabhängig und seit bei Kicad alle
Bauteile im Projekt File liegen, gibt es auch keine LIB probleme mehr,
wenn man nicht auf einer gemeinsamen lib im Netzwerk arbeitet.
Und mit dem Plugn 'archive3dmodels' liegen dann sogar alle benutzen 3D
Modelle mit im Ordner.
Also einfacher kann man Projekte nicht weitergeben.
> Wenn in 5 Jahren ein Bauteil ersetzt werden muss, wird das> geändert und auf Knopfdruck kriege ich die neuen Produktionsdaten für> ALLE Varianten automatisch raus. Die neuen Daten inkl. Bestellungen> gehen in maximal einem Tag raus und der Versionsverwaltung ist> automatisch erledigt. Mit KiCad bist du da Tage, wenn nicht Wochen> beschäftigt und das Ganze ist um einiges fehleranfälliger..
Tage und Wochen also.
Also so wie ich das oben beschreiben habe finde ich einen Tag für eine
schnöde Bauteiländerung + Datenerstellung ziemlich unglaublich lange.
Max M. schrieb:> wiederverwendung von gelayouteten Blocks etc. pp. ist z.B. höchst> mangelhaft in Kicad
Kann mich dran erinnern, dass zumindest das inzwischen geht, sofern der
Block exakt einem Unter-Schaltplan entspricht.
Aber ja, solche Dinge wie Variantenmanagement sind natürlich das, wo die
"Großen" deutlich glänzen können. Wenn man sowas regelmäßig braucht,
sicher sehr lohnenswert, es genau damit zu implementieren.
Was mich an Kicad mehr stört (hatte ich oben schon mal genannt) ist die
geringe Flexibilität in den Output-Jobs. Varianten braucht halt nicht
jeder, irgendeine Form von Output-Job dagegen schon. ;-) War mir aber
auch noch nicht drängend genug, um mich da selbst mal ranzusetzen.
Lieber Max M.,
mit allem was du schreibst, hast du vollkommen recht und das ist mir
auch alles von KiCad sehr wohl bekannt. In manchen Skriptsachen ist auch
KiCad seiv V6 definitiv in Altium überlegen, nur das ist dann
tatsächlich was, was ich nicht brauche und wahrscheinlich die meisten
anderen Leiterplattendesigner auch nicht. Aber schön, wenn mans hat.
Wir unterscheiden uns halt einfach in ein paar Arbeitsgängen, und das
ist ja auch so okay und schön. Wahrscheinlich haben wir auch andere
Anforderungen, was ja auch nicht schlimm ist, oder?
Ich möchte halt keine eigenen Skripte, sondern alles easy
zusammenklicken und mich auf die wesentliche Arbeit konzentrieren, mit
welcher das Unternehmen auch Geld verdient und was mit Spaß macht. Mein
Chef sieht das übrigens auch so. Und ich möchte auch keine externen
Tools und diese schon gar nicht selber machen. Ich benötige ein
Variantenmanagement, weils unheimlich viel Arbeit abnimmt, wenn man es
richtig nutzt und die Doku Tools in Altium sind in KiCad halt meilenweit
überlegen. Auch die Arbeit mit den CAD Mechanikern ist in Altium wie
oben beschrieben absolut nicht mit KiCad vergleichbar. Wer das alles
nicht braucht, ist natürlich mit KiCad vll. besser aufgehoben, warum
auch nicht?
Ob eine Leiterplatte 100 oder 1000 Bauteile hat macht auf den ersten
Blick natürlich keinen Unterschied. Praktisch auf die Jahre gesehen find
ich dann aber schon. Gerade wenn man ein Projekt nach langer Zeit wieder
rauskramen muss. Es wird halt komplexer und wenn man gerade bei eigenen
Skripten mal einen zusätzlichen Parameter oder sowas braucht, muss man
nicht 100 Teile zum Teil händisch ändern, sondern 1000. Klar kann man
wieder skripten, ich weiß, aber auch das muss man machen.
Max M. schrieb:> Also so wie ich das oben beschreiben habe finde ich einen Tag für eine> schnöde Bauteiländerung + Datenerstellung ziemlich unglaublich lange.
wie gesagt, Beispiel war Leiterplatte mit ca. 1000 Teilen, 10
Bestückungsvarianten, 3 Leiterplattenkonturvarianten (Macht in deinem
Fall 30 Projekte). Und dafür Teil ersetzen, alle Produktionsdaten
updaten, neue Daten schön gezippt inkl. neuer Doku für SAP, Produktion
und Bestellungen für Leiterplatten und Bestücker raus. Und das alles
ohne zusätzliche Tools oder rumskripterei. Das Einzige was wir angepasst
haben sind die OutputJobs, das war vor ca. 4 Jahren und seither
funktionieren die tiptop. War vor einem Monat eine Aufgabe bei uns.
Dafür ist ein Tag lang? Holla, dann seid ihr ja fit und ich werd grad
neidisch..
Ober wie gesagt, von mir aus alles okay, ich mag KiCad wirklich. Nur für
größere Aufgaben mag ich ein anderes Programm eben lieber. Ich bin aber
gerne für Tipps bei KiCad offen, auch meine pivaten Projekte können
optimiert werden, und wenn ich denke dass KiCad den gleichen Stand wie
Altium hat, bin ich auch für KiCad im Beruf offen.
Blind F. schrieb im Beitrag #7197954:
Blind F. kanns sein dass du dich in irgendetwas verrennst? Warum so ein
aggressiver Text und auf die Person?
Ist eigentlich eine interessante Diskussion und niemand hat dir was
gemacht oder weggenommen.
Jörg W. schrieb:> Kann mich dran erinnern, dass zumindest das inzwischen geht, sofern der> Block exakt einem Unter-Schaltplan entspricht.
Hast Du da einen Link zu?
Warum immer stänkern schrieb:> Dafür ist ein Tag lang?
Nein, für 30Projekte wäre ein Tag definitiv nicht lang für einmal alle
Daten erstellen.
Aber wenn wir so massiv Variantenmanagement brauchen würde wie Du es
beschreibst, würden wir uns höchst wahrscheinlich ein System überlegen
wie wir die Variablen Bauteilpositionen benennen und würden und dann ein
script schreiben, das einmal alle Varianten durchkaspert.
Das Ihr einmal den ganzen Schwung an Daten neu erstellen müsst, inkl.
neue Leiterplatten obwohl nur ein 10K 0603 gegen einen anderen 10k 0603
ersetzt wurde, scheint mir ein Fehler im System zu sein.
Auch wir hatten mal SAP und mussten sehr dumme Dinge tun, um ein sehr
unflexibles Programm glücklich zu machen.
Bei mir wäre das im einfachsten Fall in similarity statement, das
bescheinigt das Bauteil B ein FFF (form, fit, function) Ersatz für
Bauteil A ist und alle Unterlagen ihre Gültigkeit behalten.
Wenn es allerdings ein 10K ist, der nun durch einen 9k1 ersetzt wird,
muss ich mit allen 30 Geräten neu durch alle Labore, wenn denn alle 30
Varianten auch gebaut werden.
Weil Luftfahrt das so will und weil in DE Luftrecht tatsächlich auch
gelebt wird.
Und das kostet dann ein paar 100K€.
Du siehst, Varianten spielen für uns keine große Rolle.
Geräte werden so gebaut das sie einen möglichst großen Bereich abdecken
ohne auch nur eine Schraube fester anzuziehen, weil jede Veränderung den
ganzen Rattenschwanz an Zertifizierung nach sich zieht.
Warum immer stänkern schrieb:> Und ich möchte auch keine externen> Tools und diese schon gar nicht selber machen.
Es existierte bereits ein Tool das das Lagermanagement macht und das von
Mentor PADS Importiert hat.
Da wird auch weit mehr drüber verwaltet als nur elektronische Bauteile.
Bei Euch wäre das SAP, bei uns ist es was anderes.
Statt also im ECAD System zwanghaft die gleichen Bauteile haben zu
müssen wie im Lagersystem, trennen wir das über die partnum. Das könnte
auch eine von SAP vergebene Nummer sein. Was das ist und woher das kommt
ist mir wurscht. Solange es eine eindeutige Nummer ist die letztedlich
am Tage X zu einem verfügbren Bauteil führt das mit dem kompatibel ist
das ich im Schaltplan verwendet habe.
Die Flexibilität besteht eben genau dadrin das es völlig egal ist was da
hinten dranhängt und was die SW als Importformat erwartet.
Das kann ich mir alles über die BOM Scripte anpassen.
Was mich immer gestört hat an Altium war das es zuviel können will.
Es soll diese eine Aufgabe ordentlich machen. Es soll keine Lagerhaltung
machen, es soll keine Doku verwalten.
Das machen wir über Systeme die uns teilweise vorgegeben sind und einer
bestimmten Logik folgen.
Nun hast Du eine Altium lib die ständig geändert wird wenn sich ein
Bauteil ändert und das gleiche geschieht in SAP, denn SAP kauft ein was
Altium ihm über die BOM sagt.
Ja, bei Altium ist vieles fertig und so benutzbar.
Aber wann immer mal wieder etwas amokt, etwas nicht so läuft wie es
sollte oder Altium eine Funktionalität nicht abbildet die man gerne
hätte ist eben genau an dem Punkt auch Schluss.
An Altium ändert niemand etwas ausser Altium.
Bei Kicad hatte ich binnen Stunden Kontakt zu den Hauptentwickler als
ich mit den Custom Rules sehr merkwürdige Bugs hatte.
Das wurde gefixed und ich bekam Tipps wo ich einen Denkfehler in den
Rules hatte.
Und die Entwickler bedankten sich öffentlich das ich mitgearbeitet habe
um das zu fixen.
Bei Altium prüfen die erstmal was mir laut Servcevertrag eigentlich
zusteht und dann fragen die Ihre Rechtsabteilung ob man mich auch
einfach straffrei verarschen kann.
Ich habe meine Erfahrungen mit Altium gemacht und würde denen kein
trockenes Brötchen mehr abkaufen.
Das Problem, wenn man zu lange mit immer der gleichen SW arbeite ist das
man meint die Eigenarten der SW seien Gesetze und diese Arbeitsweise
ginge auch garnicht anders.
Warum immer stänkern schrieb:>> Man konnte bei KiCAD immer schon frei wählen, ob man dem Bauteil>> direkt in der Bibliothek ein Gehäuse zuordnet oder das erst nachher tut.>>>> Man hat also die freie Wahl - so wie es mMn auch sein sollte.>> darüber streiten sich die Geschmäcker. Mit der freien Wahl kann man> schnell was hinfrickeln und ist manchmal schneller am Ziel.
Man kann so auch professionell arbeiten und wir tun das :-)
> Hat mit> Sicherheit für manche in einigen Fällen seine Daseinsberechtigung.
Genau so ist es.
> doppelt und muss immer irgendwo nachsehen, welches Teil schon auf Lager> ist oder schon mal verwendet wurde. Wenn User A das Bauteil benötigt und> erstellt, muss User B in einem anderen Projekt auf genau das gleiche> Bauteil zugreifen und verwenden können ohne sich Gedanken machen zu> müssen. Es ist hier absolut fehl am Platz, wenn er ein anderes Gehäuse> auswählen kann.
Das kommt eben auf das Arbeitsumfeld ab. Wir sind hier zu zweit und da
ist das problemlos möglich.
> Alleine die Möglichkeit dies zu tun, muss meiner Meinung> nach im professionellen Umfeld zumindest ausschaltbar sein, weil es> sonst doch von einigen Mitarbeitern genutzt wird.
Finde ich nicht. Von Profis (also Menschen, die sich mit PCB-Entwicklung
auskennen) erwarte ich, dass sie sich an Vorgaben halten und auch
wissen, was sie tun. Und als Profi schätze ich die Wahlfreiheit und so
wenig Einschränkungen als möglich.
> Ist ein schwieriges Thema, wo sich viele aufreiben, ich weiß.
Oftmals steckt man einfach nur in verschiedenen Situationen, in denen
jeweils das andere günstiger ist :-)
> Ich kann> aus meiner Erfahrung nur sagen, dass hier schon Fehler passiert sind,> welche richtig teuer für manche Firmen waren. Wenn man einmal sowas> erlebt hat, verzichtet man freiwillig auf die freie Gehäusewahl :)
Das mag bei mehr Leuten im Team anders sein, insbesondere, wenn sie sich
nicht an Vorgaben halten. Für unser kleines Team war das bisher nie ein
Problem.
Viele Bauteile sind hier auch komplett fertig angelegt, aber eben nicht
alle.
Max M. schrieb:> Das Ihr einmal den ganzen Schwung an Daten neu erstellen müsst, inkl.> neue Leiterplatten obwohl nur ein 10K 0603 gegen einen anderen 10k 0603> ersetzt wurde, scheint mir ein Fehler im System zu sein.> Auch wir hatten mal SAP und mussten sehr dumme Dinge tun, um ein sehr> unflexibles Programm glücklich zu machen.
Das kann ja auch ein MOSFET in einem komplett anderen Gehäuse sein. Weil
der alte nicht lieferbar oder abgekündigt ist. Das ist doch egal. Wenn
man das gut organisiert, dann geht das in Altium ratzfatz und
fehlerfrei. Das hat nichts mit SAP zu tun. Ich gib die Daten nur weiter.
Freigabetests und Zulassungen sind ja nochmal ein ganz anderes Thema,
die gibts auch bei uns. Natürlich ändern wir auch nicht einfach so nach
Lust und Laune Bauteile, aber manchmal muss das eben sein. Mit Luftrecht
kenn ich mich allerdings nicht aus.
Max M. schrieb:> Statt also im ECAD System zwanghaft die gleichen Bauteile haben zu> müssen wie im Lagersystem, trennen wir das über die partnum. Das könnte> auch eine von SAP vergebene Nummer sein. Was das ist und woher das kommt> ist mir wurscht.
Sowas ist bei Produkten mit bestimmten, strengen Medizinzulassungen
definitiv nicht zulässig. Da verkaufst du nichts, wenn du nicht weißt wo
das Bauteil herkommt. Und nicht alles immer nachweisen kannst. Da kommt
der Prüfer unangekündigt 4x im Jahr und der will die Produktionsdaten
mit Stücklisten sehen und wenn in der Stückliste nur ein Teil falsch ist
oder der Lagerplatz / Lieferant nicht stimmt ist erstmal
Produktionsstopp bis das behoben ist. Da hilft es ungemein, wenn man
alles in einem Tool aufeinander abgestimmt erstellt werden kann.
Max M. schrieb:> Ja, bei Altium ist vieles fertig und so benutzbar.> Aber wann immer mal wieder etwas amokt, etwas nicht so läuft wie es> sollte oder Altium eine Funktionalität nicht abbildet die man gerne> hätte ist eben genau an dem Punkt auch Schluss.> An Altium ändert niemand etwas ausser Altium.> Bei Kicad hatte ich binnen Stunden Kontakt zu den Hauptentwickler als> ich mit den Custom Rules sehr merkwürdige Bugs hatte.> Das wurde gefixed und ich bekam Tipps wo ich einen Denkfehler in den> Rules hatte.> Und die Entwickler bedankten sich öffentlich das ich mitgearbeitet habe> um das zu fixen.
Das ist richtig, nur nehmen wir mal an, dass KiCad irgendwann mal so
verbreitet ist, wie Altium in der Industrie jetzt ist. Dann werden die
Supportanfragen definitiv steigen. Denkst du dann immer noch, dass du
dann direkt und kostenfrei mit dem Hauptentwickler kontakt hast? Das
würde auch ich mir wünschen, ist aber irgendwie so ne Vorstellung in
einer kleinen Traumblasenwelt. Gerade bei OpenSource Projekten gibt es
irgendwann richtig Krach, wenns ans Eingemachte geht. Und deshalb werden
sie nie so wirklich groß, bzw. schaffen es leider nie über eine
bestimmte Größe. Weils irgendwann nicht mehr der Ideologie entspricht
oder was weiß denn ich. Da steht man sich manchmal selbst im Weg :)
Max M. schrieb:> Bei Altium prüfen die erstmal was mir laut Servcevertrag eigentlich> zusteht und dann fragen die Ihre Rechtsabteilung ob man mich auch> einfach straffrei verarschen kann.> Ich habe meine Erfahrungen mit Altium gemacht und würde denen kein> trockenes Brötchen mehr abkaufen.
Naja, ganz so böse ist die Altiumwelt dann doch nicht. Manchmal sind sie
etwas penetrant und wollen einem was aufschwätzen, in Punkto Service
kann ich aber nichts schlechtes sagen. Das Gefühl, dass ich verarscht
werde, hatte ich nicht und soviel ich weiß auch niemand anderes in
meinem Bekanntenkreis.
Max M. schrieb:> Das Problem, wenn man zu lange mit immer der gleichen SW arbeite ist das> man meint die Eigenarten der SW seien Gesetze und diese Arbeitsweise> ginge auch garnicht anders.
Falls das auf mich bezogen sein soll, dann ist das genau das
missionarische, was mich an so manchem penetranten OpenSource Jünger
nervt. Meins ist gut weil OpenSource und alles andere ist schlecht, weil
vorgeschobener Grund und den schau ich mir auch nicht an. Da kommen die
absurdesten Argumente. Diese Denke ist sowas von dumm und spiegelt genau
das wieder, was man dem anderen vorwirft.. Privat hab ich z.B. seit ca.
3 Jahren nur noch Linux auf den PCs. Und mein Handy ist komplett
entgoogelt. Einfach weil mir das Spaß macht und ich auch mal gerne etwas
frickel. Und wenn mal ein Tag nach nem Linux Update der Drucker nicht
geht, so what? Kein Weltuntergang. Ich würde aber zumindest aktuell noch
nicht auf die Idee kommen, sowas im Produktiven Umfeld einzusetzen. In
10 Jahren mag das anders aussehen.
Warum immer stänkern schrieb:> Ich würde aber zumindest aktuell noch nicht auf die Idee kommen, sowas> im Produktiven Umfeld einzusetzen.
Andere machen das. Aber wenn das produktive Umfeld groß ist, dann ist es
völlig egal, ob du nun über Altium oder Linux oder Kicad redest: dann
wird der Update erstmal separat "trocken" getestet und erst nach
erfolgreichem Test in die produktive Umgebung überführt. Wenn das
produktive Umfeld nicht so groß ist, kann man sich zur Not auch auf eine
Wiederherstellung aus den Backups verlassen, falls es nach dem Update
gravierende Probleme gab.
KiCadlibert schrieb:> Fakt ist aber, mein lieber Meister Lampe, das Altium schon durch einige> Besitzer- Hände gegangen ist.
Selbst wenn das so wäre: Na und? Da käme es eher darauf an, was die
Besitzer jeweils mit der Firma vorhaben. Kann mistig enden wie bei
Cadsoft, muß es aber nicht.
Davon abgesehen ist mir kein Besitzerwechsel bekannt. Altium hat den
Firmenstandort einige Male geändert, von Australien nach China in die
USA, aber das ist kein Besitzerwechsel.
Autodesk wäre kürzlich gerne der neue Besitzer von Altium geworden (um
deine Formulierung mal aufzugreifen), aber die aktuellen Besitzer
wollten es nicht hergeben.
Chris D. schrieb:> Das war übrigens bei KiCAD noch nie so, auch wenn das hier immer und> immer wieder von jemandem behauptet wurde, der das Programmpaket> offenbar nie benutzt hat ;-)
Danke. Zumindest habe ich die Behauptung von Leuten, die behaupten KiCAD
zu benutzen. ;)
Warum immer stänkern schrieb:> Ob das mit Altium geht, kann ich ehrlich gesagt gar nicht sagen. Weil> ich es noch nie ausprobiert habe. Allerdings muss bei uns in der Firma> eh jedes Teil firmenintern angelegt werden, damit es am Ende des> Projektes durch die Automationsskripte durch geht.
Du kannst auch in Altium schludern. Ein Widerstandssymbol ohne weitere
Parameter, und dann alle Widerstandsfootprints reinhauen und den Wert
ins Kommentarfeld.
Ja, geht leider, auch ich habe so angefangen, bei Einmalprojekten ist
das ok. Aber nicht wenn man noch ein zweites Projekt machen will.
Das gute bei KiCad 5 ist, das ich vollautomatisch weiß wenn ich ein
Layout mache, ob ich die Bauteile auch habe.
Hab mir dafür ein kleines Programm geschrieben das auf meine eigene
Bauteil-Verwaltung zugreifen kann. Genauer gesagt, ich lade das Layout
in meine Bauteil-Verwaltung und das Prog. zeigt mir eine Tabelle mit
Brauch ich/hab ich.
k.a. ob das bei KiCad-6 auch läuft. Hab mir die PCB-Datei noch nicht
angesehen.
Jörg W. schrieb:> Andere machen das. Aber wenn das produktive Umfeld groß ist, dann ist es> völlig egal, ob du nun über Altium oder Linux oder Kicad redest: dann> wird der Update erstmal separat "trocken" getestet und erst nach> erfolgreichem Test in die produktive Umgebung überführt. Wenn das> produktive Umfeld nicht so groß ist, kann man sich zur Not auch auf eine> Wiederherstellung aus den Backups verlassen, falls es nach dem Update> gravierende Probleme gab.
Das können andere ja auch gerne tun, ich hab doch da absolut nichts
dagegen.
Ja ab einer gewissen Firmengröße hat man dann jemanden, der sich nur um
sowas kümmern kann und entsprechende Ahnung davon hat. Da wird diese
Person oder sogar das Team mitgetragen, ohne dass die Kosten dafür groß
auffallen. In einem kleinen 2-10 Mann/Frau Betrieb geht das auch noch
ganz gut, solange einer Ahnung davon hat, das gerne macht und ihm die
Zeit gegeben wird, dass er das ein bisschen nebenher machen kann. Aber
wehe, diese Person verlässt dann das Unternehmen oder ist mal länger
krank und es gibt ein Problem. Das ist nämlich auch eine Abhängigkeit,
an welche fast keiner denkt, aber genauso gefährlich ist.
Wirklich problematisch für den Einsatz solcher Software ist meiner
Meinung nach eine Unternehmensgröße zwischen diesen beiden ich nenns mal
Extremfällen. Gerade bei Linux, ist es halt leider so, dass der
Ottonormalanwender sich eben genau mit den Dingen, welche der Linux Fan
gut findet gerade nicht rumschlagen möchte. Und das ist nun mal die
große Mehrheit der Leute. Das heißt selbst wenn ich jedem neuen
Mitarbeiter einen Linuxkurs gebe, hört es trotzdem beim ersten
Konsolenbefehl wieder auf. Trotzdem müssen 50 PCs laufen, was bedeutet,
dass ich mindestens zwei Linuxprofis brauche, damit immer noch alles
flutscht, wenn einer krank oder im Urlaub ist. Und wehe dem, es kommt
anders als man denkt, dann steht erstmal alles still.. Und für das
Jahresgehalt für die zwei Linuxprofis, kann man eben ein paar
Windowslizensen kaufen.
Das passt jetzt nicht ganz zum Thema, lässt sich aber eins zu eins auf
die KiCad / Altium Thematik denken.
Ich hab KiCad oder jetzt auch Linux mit keinem Wort schlecht gemacht, ja
finde beides sogar gut.
Warum immer stänkern schrieb:> Trotzdem müssen 50 PCs laufen, was bedeutet, dass ich mindestens zwei> Linuxprofis brauche, damit immer noch alles flutscht, wenn einer krank> oder im Urlaub ist.
Naja, bei Windows brauchst du aber vier davon. :-)
Wollt damit sagen: beide funktionieren aus der Dose raus schon
irgendwie, aber ab einer bestimmten Unternehmensgröße brauchen sie
IT-Personal für die Pflege, weil's ein einfaches "Wenn es nicht mehr
geht, einfach mal neu installieren" nicht mehr so tut.
Ich sehe da wirklich an dieser Stelle keinen Unterschied, weder bei den
Betriebssystemen noch bei den ECADs. Dieser "Frickel-Nimbus" für
Opensource wird vor allem von solchen Leuten vorgeschoben, die das für
sich als bequeme Ausrede brauchen, warum sie sich nach wie vor noch gar
nicht damit beschäftigen möchten. Ist ja auch ihr gutes Recht, sich
nicht damit beschäftigen zu wollen :), aber sie sollen dann bitte nicht
so tun, als wäre auf der anderen Seite alles eitel Sonnenschein.
Ansonsten ist ein Kicad ziemlich genauso schmerzarm in der Pflege wie
ein ordentlich installiertes Altium.
Warum immer stänkern schrieb:> Eigentlich sollten sich die KiCad Jünger freuen, dass es Altium gibt,> von dem man was lernen kann und die Altium Jünger sollten sich freuen,> dass es KiCad gibt, weil dadurch der Preis von Altium nicht exorbitant> steigen kann, weils sonst halt irgendwann doch wirtschaftlicher ist auf> KiCad umzusteigen.
Exakt so sehe ich das auch. Konkurrenz ist gut und wichtig, und nur wenn
der eine dem anderen so richtig Druck macht, bleiben die Produkte auf
einem guten Qualitätsniveau.
Ich finde die Arbeitsweise von Max M. übrigens sehr interessant.
Jörg W. schrieb:> Naja, bei Windows brauchst du aber vier davon. :-)>> Wollt damit sagen: beide funktionieren aus der Dose raus schon> irgendwie, aber ab einer bestimmten Unternehmensgröße brauchen sie> IT-Personal für die Pflege, weil's ein einfaches "Wenn es nicht mehr> geht, einfach mal neu installieren" nicht mehr so tut.
Ja das sehe ich nicht so. Da gibts schon nen Unterschied. Bei einer
Unternehmensgröße von 50 Mann gibts bei Windows immer jemand im Zimmer
nebenan, welcher bei kleinen Problemen sofort helfen kann, auch wenn der
ITler mal nicht da ist. Bei Linux ist das definitiv nicht so. Und
Windows IT Leute zu finden ist immer noch einfacher, als einen
Linuxspezialisten. Alles andere ist Realitätsverweigerung. Sorry..
Jörg W. schrieb:> Ich sehe da wirklich an dieser Stelle keinen Unterschied, weder bei den> Betriebssystemen noch bei den ECADs. Dieser "Frickel-Nimbus" für> Opensource wird vor allem von solchen Leuten vorgeschoben, die das für> sich als bequeme Ausrede brauchen, warum sie sich nach wie vor noch gar> nicht damit beschäftigen möchten.
Na wenn ich ein Tool (hier Altium) verwende, was für meine Aufgaben
besser passt als KiCad und mir soviel Zeit spart, dass sich die
Lizensgebüren wirtschaftlich locker amortisieren, einfach weil ich
produktiver arbeiten kann und dadurch kein zusätzliches Personal
benötigt wird und ich zusätzlich noch Funktionen dazu bekomme, welche
mir helfen Fehler zu vermeiden und damit nochmals Geld, Zeit und Nerven
gespart werden (Beispiel 3D Zusammenarbeit mit den CAD Konstrukteuren
von oben), mir zudem auch noch einen Großteil der nervigen Dokumentation
abnimmt und ich mich dadurch auf meine Kernkompetenzen konzentrieren
kann, dann hat das doch nichts mit bequem, faul, Ausrede oder sonst was
zu tun? Dann ist das in dem Fall das absolut passende und sinnvolle
Werkzeug. Alles andere ist doch Quatsch? Was ist denn los mit euch?
Und wenn man dann jemandem das Angebot macht sich am Wochenende mal
auszutauschen über KiCad und Altium und ein bisschen vergleichen, damit
beide was dazu lernen können, dann ist auf einmal Funkstille. Leute,
Leute, Leute..
Warum immer stänkern schrieb:> Was ist denn los mit euch?
Ich frag mich was ist los mit dir.
Die ganze Zeit hier posten, dass die Finger wund sind. Arbeitest du
nebenher auch noch was?? 🤔
Moin,
was mich eigentlich brennend interessieren würde, ist was die Entwickler
mit der Entwicklung von KiCad beabsichtigten. Dass bei so einem viel
Zeit und Gehirnschmalz vonnöten ist, müssen die schon einen guten Grund
dafür gehabt haben.
Wenn man sich Projektinformationen von CERN ansieht, wird da viel mit
beträchtlicher Komplexität und High Speed Designs gemacht.
Die Frage ist nun, mit welchen CAD Tools wird das alles entwickelt?
Wieviel davon wird In-House gemacht. MAn sieht, dass sie auch ziemlich
viel zukaufen.
Es wird da viel mit High-Speed Bussen gemacht, VME und sonst alles
Mögliche. Viele dieser modernen Designs benötigen fachgerecht
implementiertes Layout, dass Rücksicht auf Impedanz gerechtes
Leiterbahnen Strukturen und Laufzeiten, Ruflektionen nehmen muss.
Inwieweit hilft da KiCad und inwieweit ist KiCAd fähig damit fertig zu
werden, wenn man mal von manueller Intervention des Designers mal
absieht. Altium und andere CADs haben schon seit einiger Zeit die
nötigen Fähigkeiten eingebaut um diesen Anforderungen gerecht zu werden.
Da ich KiCAD nicht verwende kann ich mich selber nicht dazu äußern
inwieweit KiCAD spezielle Design Regeln erstellen lässt, die dann beim
Layout helfen.
Die Frage ist nun, welches CAD die CERN-Entwickler für welche Designs
verwenden. Es ist klar, dass KiCAD normale komplexe Designs mehr oder
weniger genauso wie z.B. das alte PR99SE kann. Aber was wir dort für die
anspruchsvollen Designs verwendet? Inwieweit wird dort auf
Dokumentationsintegrierung Wert gelegt? Ich kann mir vorstellen, dass je
nach Ansprüchen verschieden CADs für das LP-Design dort verwendet
werden.
Ich vermute stark, dass KiCAD dort sozusagen auch ein Nischen Dasein
führt.
Man hört oft wie zeitraubend die Bibliothekserstellung ist. Das kommt
aber wirklich auf die Teile darauf an. Oft ist die LP-CAD unfreundlichen
mechanische Bemaßung (z.B. SD-Karte) in den Datenblätter der große
Zeitraubende Geselle. Es ist unglaublich wie viel Zeit man damit
manchmal aufbringen muss, die Strukturen in PCB-CAD freundliche
Koordinaten-Gefilde zu bringen.
Wenn ich nicht schon so lange mit PR99SE/Altium gearbeitet hätte, finde
ich, dass KiCAD als Alternative für 99% meiner normalen gemischter
Designs Projekte vollkommen ausreichen würde. Für anspruchsvolle häufige
professionelle Designs sind aber wahrscheinlich Altium und vergleichbare
andere CADS wahrscheinlich doch besser geeignet.
Der wirklich zugrunde liegende Tenor dieses Threads ist eigentlich ist
einfach die Tatsache, dass beruflich nicht vorbelastete Interessenten
sich CADS in der ALtium Klasse und höher für den Hobbygebrauch einfach
nicht leisten können. Da ist KiCAD offensichtlich ein gutes Tool mit
genug Fähigkeiten normale Designs gut erstellen zu können. Viele
Automation auf die hier viel rum gepocht wird, braucht man als Hobbyist
nicht. Da muss man halt gelegentlich mehr "Elbow grease" reinstecken und
manche Sachen sind halt umständlicher. Ich habe auch mit PR99SE Impedanz
konforme Designs gemacht. Nur muss man halt externe
Berechnungs-Werkzeuge verwenden. Für Einzel Designs geht das alles, ist
nur umständlicher.
Gruß,
Gerhard
KiCadlibert schrieb:> Warum immer stänkern schrieb:>> Was ist denn los mit euch?>> Ich frag mich was ist los mit dir.> Die ganze Zeit hier posten, dass die Finger wund sind. Arbeitest du> nebenher auch noch was??
Was ist denn mit dir los? Erstellst hier ein Thema und wunderst dich
dann dass Leute schreiben? Oder darf ich nur nicht schreiben, weil ich
nicht das schreibe was du hören willst? Wann ich arbeite und wann ich
Freizeit habe und wann ich wie und was mache, kannst gerne mir über
lassen :) Was sollte dich das angehen? Unglaublich..
Warum immer stänkern schrieb:> Oder darf ich nur nicht schreiben, weil ich nicht das schreibe was du> hören willst?
Jetzt geht es aber ins lächerliche.
Man hat halt den Eindruck dass du dich schreibtechnisch in was
hineinsteigerst was keinen interessiert.
KiCadlibert schrieb:> Man hat halt den Eindruck dass du dich schreibtechnisch in was> hineinsteigerst was keinen interessiert.
Na dann sag mir das doch so, ist ja dann okay. Das konnte ich daraus
nicht so rauslesen:
> Ich frag mich was ist los mit dir.> Die ganze Zeit hier posten, dass die Finger wund sind. Arbeitest du> nebenher auch noch was??
Warum immer stänkern schrieb:> Ja das sehe ich nicht so.
Gut, dann haben wir da einfach völlig unterschiedliche Erfahrungen
gemacht.
Ich bin jedenfalls froh, dass ich in der Firma endlich wieder native
Linux habe (und Windows nur noch in der VM) und damit keinen ITler mehr
groß brauche. ;-)
Wohlgemerkt: ich habe von Linux auch nicht viel Ahnung, ich bin
jahrelanger FreeBSD-Entwickler, damit kenne ich mich ganz gut aus.
Allerdings habe ich bei Windows-Problemen eben schon so oft auch von
gestandenen ITlern nur ein Schulterzucken geerntet, dass ich deine
Erfahrungswelt schlicht nicht teilen kann.
Gerhard O. schrieb:> Die Frage ist nun, welches CAD die CERN-Entwickler für welche Designs> verwenden.
Das werden dir wohl nur die Leute von dort beantworten können.
> Man hört oft wie zeitraubend die Bibliothekserstellung ist.
Wobei das meist eine Übertreibung derjenigen ist, die sich immer vor der
Erstellung von Bauteilen gedrückt haben.
Ich bin ja mit BAE groß geworden, und das BAE-Tutorial beginnt einfach
damit, dass man sich seine Bibliotheksteile anlegt (obwohl das Programm
natürlich auch für all den Standard-Kram schon was mitbringt).
> Das kommt> aber wirklich auf die Teile darauf an. Oft ist die LP-CAD unfreundlichen> mechanische Bemaßung (z.B. SD-Karte) in den Datenblätter der große> Zeitraubende Geselle.
Wenn sie denn in den Zeichnungen überhaupt bemaßt sind. Gerade bei
Zeichnungen amerikanischen Ursprungs wachsen einem da schnell mal graue
Haare, wenn man als deutscher Ingenieur mal an seine Studienzeit
zurückdenkt und die Anforderungen, die einem für eine ordentliche
technische Zeichnung da so gestellt worden sind …
Jörg W. schrieb:> überhaupt bemaßt sind. Gerade bei Zeichnungen amerikanischen Ursprungs> wachsen einem da schnell mal graue Haare, wenn man als deutscher> Ingenieur
Und das noch in seltsamen Maßeinheiten.
SI-Verfechter schrieb:> Jörg W. schrieb:>> überhaupt bemaßt sind. Gerade bei Zeichnungen amerikanischen Ursprungs>> wachsen einem da schnell mal graue Haare, wenn man als deutscher>> Ingenieur>> Und das noch in seltsamen Maßeinheiten.
Naja, in Klammern dann in den gebräuchlichen. Soweit schaffen sie es
meist schon.
Leute, beruhigt euch mal wieder.
Dass sowohl Altium als auch Kicad (als auch andere ECAD-Systeme) ihre
Berechtigung haben, stellt keiner in Frage. Dass man mit beiden
produktiv arbeiten kann, wohl auch nicht. Dass man für das viele Geld
bei Altium zumindest ein bisschen mehr erwarten kann, sicher auch
niemand ernsthaft. ;-)
Der Thread ist von einem bekannten Kicad-Evangelisten gestartet worden,
wie Chris schon bemerkte, wohl primär, um mal wieder einen
ECAD-Kleinkrieg vom Zaun zu brechen. Also das, was man landläufig als
"Trollerei" bezeichnet – und ihr fallt da gerade drauf rein.
Lehnt euch zurück, jeder hat seine Präferenzen, und auch seine Gründe
dafür. Der eine möchte gerne alles out of the box haben, ist sein gutes
Recht (wobei: was ist, wenn es ein Wunsch-Feature nicht out of the box
gibt?), der andere möchte eh seinen Workflow lieber selbst in der Hand
haben. Gerade in kleineren Firmen spielt Kollaboration bei solchen
Projekten auch eine völlig untergeordnete Rolle (in allen
Firmen/Abteilungen, in denen ich war, war es immer nur eine einzige
Person, die mit sowas beschäftigt war), und dort ist auch eher eine
Tendenz zum "Allround-Ingenieur" vorhanden, d.h. der ECAD-Designer hat
gar kein Problem damit, auch mal einen Pythonscript anzufassen. In einer
großen Firma mit einem Dutzend ECAD-Designern gibt's dafür dann oft
einen CAD-Supportler, der sich um die Infrastruktur kümmert, da möchte
der ECADler sich einfach nur auf seine Aufgabe konzentrieren können.
(Habe ich in der Art bspw. beim IC-Design erlebt.)
Warum immer stänkern schrieb:> Was ist denn mit dir los? Erstellst hier ein Thema und wunderst dich> dann dass Leute schreiben? Oder darf ich nur nicht schreiben, weil ich> nicht das schreibe was du hören willst? Wann ich arbeite und wann ich> Freizeit habe und wann ich wie und was mache, kannst gerne mir über> lassen :) Was sollte dich das angehen? Unglaublich..
Dass der TO ein Troll erster Güte ist, war ja wohl schon deutlich am
letzten Satz des Eröffnungsposts zu erkennen.
Sein Tun hat nur ein Ziel: Provokation!
Blind F. schrieb im Beitrag #7198532:
> Dein Problem ist aber wirklich selten, "etwas Elementares" habe ich noch> nie eindesignen müssen.
Mein Problem hat mit dem Komfortablen Setzen von Blind- und Buried-Vias
zu tun und ist für mich Designalltag. Das heißt nicht, dass ich nur
solche Technologien verwende, es kommt aber häufiger vor.
Blind F. schrieb im Beitrag #7198514:
> Klar doch. Ich arbeite sein 1991 in der IT...aber Du darfst Deine> Meinung haben und äußern.
Ja sorry, ich hatte das Problem so halt nie, was soll ich tun, ob du das
glaubst oder nicht..
Soso, du bist also in der IT und machst nebenher noch große
Leiterplattenentwicklungen und kennst dich überall aus und weißt
natürlich wie in anderen Firmen die Abläufe / Anforderungen sind. Meist
sind das nur Schwätzer, die alles ein bisschen und nichts richtig könne.
In seltenen Fällen gibts aber die Gabe bei Menschen, dann redet man von
einem Genie, in dem Fall ziehe ich meinen Hut vor dir.
Blind F. schrieb im Beitrag #7198514:
> Gegenfrage: Hast Du (ich meine Du) mit Altium schon mal ein Projekt mit> mehr ...> Dann stelle doch bitte mal Bilder hier ein, danach kommen die Bilder von> meinen 50 bis 60 Projekten.
Was bringen dir Bilder von Leiterplatten, wenn man über die Organisation
von einem Leiterplattenprojekt und dessen Abbildung in einem Programm
spricht? Nicht viel, oder? Kann dir aber gerne Bilder von meinen
Hobbyprojekten schicken, die sind nur nicht so groß und in KiCad, statt
Altium, bringt uns also nicht weiter. Ich hoffe du verstehst, dass
geschäftliche Daten nix in einem Forum zu suchen haben.
Blind F. schrieb im Beitrag #7198514:
> Keines von Beidem, meine Wochenenden sind nicht so leer wie Deine> scheinbar,> ich habe mit der Montage von Solar auf unserem Hausdach zu tun.
Für meine Hobbys nehme ich mir gerne Zeit, da lässt sich sowas schon mal
unterbringen. Schade, war aber klar..
Blind F. schrieb im Beitrag #7198514:
> Und ich hatte etwas weiter oben von Zeit gesprochen die ein derartiges> Low Budget bzw. Community Projekt benötigt. Das was die Leute auf die> Beine gestellt haben ist beeindruckend und verwendbar. Ich schrieb> nirgens das Altium "Mist" ist, es ist teuer, es ist komplex und das> Kosten/Nutzen Verhältnis ist für sehr viele Leute einfach zu hoch.
Und ich schrieb nirgends, dass KiCad Mist ist. Hab auch nirgends
geschrieben, dass Altium einfach, günstig oder absolut fehlerfrei ist.
Hab auch nirgends geschrieben, dass sich das für alle Leute / Firmen
rentiert, sondern kann dir nur aus meiner Sicht berichten. Nur
irgendwann kommt hat der Punkt, wo es sich wirtschaftlich trotzdem
lohnt. Ob du willst oder nicht.
Blind F. schrieb im Beitrag #7198514:
> Bei vielen kleinen Firmen ist das aber so, das es da u.U nur einen> Entwickler gibt, der von der Schaltung über Einkauf bis zur> Produktionsüberführung oder auch Produktion Alles macht. Bei einer> solchen Konfiguration kommen die Investitionen für Altium nie wieder> raus.
Solche "Pauschalaussagen" sind absoluter Quatsch. Das zeigt wie
engstirnig manche in ihrer Denke sind. Als ich vor 20 Jahren in dem
Unternehmen angefangen habe waren wir 20 Leute, heute sind es 140.
Zwischendurch war ich auch bei zwei anderen (größeren) Unternehmen.
Während dieser Zeit hat sich das Unternehmen mindestens zweimal komplett
gewandelt um sich den neuen Gegebenheiten anzupassen. Prozesse und Tools
komplett umgestellt. Einfach aus dem Grund, weil die Aufgaben,
Möglichkeiten und Technologien sich geändert haben. Auch wenn es nur ein
Mann für Entwicklung, Produktion und Einkauf gibt, wie es früher auch
bei uns war, kann sich das lohnen (muss aber nicht). Wenn einem das Tool
nur einen Monat an Arbeitszeit abnimmt, durch Doku oder egal was, und
das hat man schneller zusammen als man denkt, rentiert sich das. Und
grad wenn man viele verschiedene Aufgaben hat, wünscht man sich doch ein
Tool, das einen mehr unterstützt und das best Mögliche rausholt. Und
wenn einem das Tool dann noch hilft kleine Fehler zu vermeiden, die ja
nun mal jeder von uns macht. Beispiel falsches Footprint auf einem
Prototypen, weils schnell gehen musste, da sind doch auch gleich mal
3000€ auch bei einem kleinen Unternehmen futsch, oder? Aber ja ich weiß,
bei kleinen Firmen sieht man dann die extra Woche um den Fehler zu
korrigieren dann nicht, auch das war früher bei uns so. Ändert nix
daran, dass es die Kosten trotzdem gibt.
Blind F. schrieb im Beitrag #7198525:
> Oha, ich habe wohl den wunden Punkt in Deiner Argumentation erwischt.>> Sag mal, was hattest Du eigentlich erwartet nach Deiner öffentlichen> Bekanntmachung "ich spare meiner Firma viel Zeit und Geld"?
Du wirfst mir Faulheit und weiteres vor, ohne auch nur einen blassen
Schimmer von mir und meinem Umfeld zu haben und nennst das
Argumentation?
Warum immer stänkern schrieb:> Und grad wenn man viele verschiedene Aufgaben hat, wünscht man sich doch> ein Tool, das einen mehr unterstützt und das best Mögliche rausholt.
It depends.
Manch anderer wünscht sich halt stattdessen, den Workflow besser
selbstbestimmt gestalten zu können.
Aber möglicherweise ist das auch das, was Opensource-Liebhaber von
Windows-Liebhabern unterscheidet: Selbstbestimmtheit. ;-) Sich nicht von
einem Hersteller vorschreiben lassen müssen, was geht und was nicht
geht. Dazu gehört natürlich dann die geistige Grundhaltung: "Wenn es das
nicht gibt, was wir brauchen, dann machen wir das halt selbst."
Blind F. schrieb im Beitrag #7198600:
> Ist doch ok, ich wollte nur das Du das Problem beim Namen nennst, Du> bist hier doch nicht in einem Lebensmittelfachhandel..
Das hatte ich an jener Stelle mit Absicht nicht getan, damit der Post
nicht unnötig lang wird, sondern wollte es bei Bedarf auf Nachfrage tun
(was ja nun geschehen ist). ;)
Jörg W. schrieb:> Dazu gehört natürlich dann die geistige Grundhaltung: "Wenn es das> nicht gibt, was wir brauchen, dann machen wir das halt selbst."
:D
Du meinst, im Unterschied zu der geistigen Haltung mancher Anbieter:
"Wir haben alles was Sie brauchen. Was wir nicht haben, brauchen Sie
auch nicht!"?
:)
M.A. S. schrieb:> Du meinst, im Unterschied zu der geistigen Haltung mancher Anbieter:> "Wir haben alles was Sie brauchen. Was wir nicht haben, brauchen Sie> auch nicht!"?> :)
Ja, so ungefähr. ;-)
Jörg W. schrieb:> It depends.>> Manch anderer wünscht sich halt stattdessen, den Workflow besser> selbstbestimmt gestalten zu können.>> Aber möglicherweise ist das auch das, was Opensource-Liebhaber von> Windows-Liebhabern unterscheidet: Selbstbestimmtheit. ;-) Sich nicht von> einem Hersteller vorschreiben lassen müssen, was geht und was nicht> geht. Dazu gehört natürlich dann die geistige Grundhaltung: "Wenn es das> nicht gibt, was wir brauchen, dann machen wir das halt selbst."
Dem kann ich voll und ganz zustimmen, danke :)
Aber dann ist das eben auch der Preis, den man dafür bezahlt. Selber
machen kostet zumindest in Unternehmen (auch in einem ein Mann
Unternehmen) Zeit und damit Geld. Man hat auch weniger Zeit sich um
Projekte zu kümmern, mit welchen das Unternehmen eigentlich sein Geld
verdient, noch eine zusätzliche Baustelle, etc. Ist dafür aber flexibler
und hat es genau so wie man will und braucht, was ja auch Vorteile hat,
klar. Und wenn einem sowas noch Spaß macht, warum denn nicht? All das
muss aber ehrlicherweise in die Gegenrechnung zu Lizenzgebühren für ein
Tool mit rein. Sonst muss man halt anders argumentieren, wie manche hier
und einfach nur sagen, Altium doof weils was kostet ist Augenwischerei.
Wenn man bestimmte Funktionen braucht, welche ein OpenSource Programm
noch nicht hat, kann das ganz schön aufwendig und teuer werden.
Zumindest in unternehmerischer Sicht. Nur das wollte ich damit sagen.
Und so muss und glücklicherweise kann halt jeder für sich entscheiden,
welchen Weg er geht :)
Warum immer stänkern schrieb:> Aber dann ist das eben auch der Preis, den man dafür bezahlt. Selber> machen kostet zumindest in Unternehmen (auch in einem ein Mann> Unternehmen) Zeit und damit Geld.
Klar, keine Frage. Siehst du ja auch, wenn Chris hier von seinem Laden
berichtet.
> All das> muss aber ehrlicherweise in die Gegenrechnung zu Lizenzgebühren für ein> Tool mit rein.
Auch das ist keine Frage. Selbst für eine kleine Firma sind die
Altium-Preise durchaus erschwinglich, wenn der Laden läuft. Man muss
sich ja von denen auch nicht zu endlosen Subscriptions über den Tisch
ziehen lassen, und wenn man nur lange genug "nein" sagen kann (und ihnen
erklärt, dass man nicht auf sie angewiesen ist), dann kommt mal
irgendwann ganz plötzlich ein Sonderangebot reingepurzelt. ;-) Einziger
wirklicher Mist an dem Laden: danach sind sie wie die Schmeißfliegen,
man wird sie nicht mehr los. Been there, done that.
Warum immer stänkern schrieb:> Das kann ja auch ein MOSFET in einem komplett anderen Gehäuse sein. Weil> der alte nicht lieferbar oder abgekündigt ist. Das ist doch egal. Wenn> man das gut organisiert, dann geht das in Altium ratzfatz und> fehlerfrei.
Dann reden wir von völlig unterschiedlichen Dingen.
Eine Footprintveränderung zieht eine Layoutänderung nach sich und die
muss man selber tun.
Das nimmt auch Altium Dir nicht ab.
Nicht wenn einem 'irgendwie Autogerouted mit zweifelhaftem Wert' nicht
reicht.
Die Rede war von:
'Wir ändern die LIB und Altium macht alles andere automatisch.'
Das kann so aber nicht stimmen.
Bei allen Varianten die sich aus einem Layout ergeben, geht das.
Aber man wird wohl kaum unterschiedliche Outlines haben ohne auch
unterschiedliche Layouts zu haben.
Und da wird man dann jedes Layout anfassen müssen.
Außerdem war die Ansage das das über die Änderung der Lib geht.
Einen anderen Fooprint kann ich aber nicht einfach per Lib Manipulation
eines bestehenden Bauteils einbringen.
Das wäre allergröbster Pfusch, weil ich garnicht wissen kann wo dieses
Bauteil bereits überall verwendet wird und was ich damit Kollegen für
ein Drama auf die Schiene nagel.
Ich kann nur Bauteile die in allen Punkten kompatibel sind, bzw, bessere
Werte haben, über Typenveränderung in der Bibliothek einbringen.
Aber das muss dann wirklich bei allen Geräten passen die bisher jemals
damit gebaut wurden, sonst wird denen bei nachfertigung ein nie
getesteter Typ untergejubelt und man sucht sich scheckig warum die ganze
Charge für die Tonne ist.
Warum immer stänkern schrieb:> Das hat nichts mit SAP zu tun. Ich gib die Daten nur weiter.
Also weißt Du garnicht was alles an Rattenschwanz dahinter kommt bis aus
einer Altium BOM ein bestellfähiges Teil geworden ist das per SAP
geführt wird.
Warum immer stänkern schrieb:> Sowas ist bei Produkten mit bestimmten, strengen Medizinzulassungen> definitiv nicht zulässig.
Du mißverstehst.
Wir ändern nicht mal einen KOA 10K 0603 auf einen Bourns 10K 0603 ohne
das mit einem similarity Statement abzusichern.
Und zu jedem Bauteil in jedem Gerät ist jederzeit feststellbar wann und
in welcher Charge das von wem gekauft wurde. 100%
Materialrückverfolgbarkeit.
Aber wenn das Medizin ist und das da ebenso hart gehandhabt wird, wo
kommt jetzt die Fähigkeit von Altium ins Spiel fast automatisch
Bauteiländerungen über alle Varianten durchzuführen?
Warum immer stänkern schrieb:> Da hilft es ungemein, wenn man> alles in einem Tool aufeinander abgestimmt erstellt werden kann.
Finde ich garnicht.
Altium sollte CAD gut können.
Wir haben viele andere Programme im Einsatz die andere Dinge sehr gut
können.
Weil unser Lager nicht auf Altium läuft und das Bestellwesen wird auch
nicht über Altium gemacht.
Unser Bestücker nutzt auch kein Altium.
Jeder benutzt eigene SW die eine Schnittstelle bereitstellt.
Und mit Kicad und Python kann ich jede erdenkliche Schnittstelle
bedienen.
ALtium und SAP laufen gut zusammen weil Altium das so will.
Aber verwende mal ein eher unbekannteres WaWi System das die Bedürfnisse
deines Unternehmens viel besser abdeckt und das in Altiums Plänen keine
Rolle spielt.
Gerhard O. schrieb:> Es ist klar, dass KiCAD normale komplexe Designs mehr oder> weniger genauso wie z.B. das alte PR99SE kann.
Kicad kann weit, weit, weit mehr als das olle Protel99SE, bei dem ich
viele Stunden Leiterbahnstückchen gezählt und mit Taschenrechner
aufaddiert habe um Längenausgleich hinzubekommen.
Differential Pairs, Busse, hierachische Schaltpläne, automatic lenght
matching?
Bei Protel entweder nicht vorhanden oder eine totale Katastrophe.
Der BOM export war so wie er war und man hat über Exel das Gewurste in
was umgebaut das von anderer SW lesbar war.
Ich habe Protel99SE geliebt, damals, zu seiner Zeit, mit all seinen
zahlreichen Macken.
Das konnte 1999 schon online DRC mit automatischer Regeleinhaltung und
Push and Shove.
Aber Kicad ist dem deutlich entwachsen.
Und ja, es kann komplexe Designrules, wie ich bereits ausführlichst
dargelegt habe.
Nur ist das weit weniger kompfortabel als in Altium und sogar Protel,
dafür setzen nur die eigenen Skills Grenzen.
3D Modelle, bei Protel99SE völlig indiskutabel und absolut nicht
nutzbar.
Kicad ist da sehr gut.
Max M. schrieb:> 'Wir ändern die LIB und Altium macht alles andere automatisch.'> Das kann so aber nicht stimmen.> Bei allen Varianten die sich aus einem Layout ergeben, geht das.> Aber man wird wohl kaum unterschiedliche Outlines haben ohne auch> unterschiedliche Layouts zu haben.> Und da wird man dann jedes Layout anfassen müssen.> Außerdem war die Ansage das das über die Änderung der Lib geht.> Einen anderen Fooprint kann ich aber nicht einfach per Lib Manipulation> eines bestehenden Bauteils einbringen.> Das wäre allergröbster Pfusch, weil ich garnicht wissen kann wo dieses> Bauteil bereits überall verwendet wird und was ich damit Kollegen für> ein Drama auf die Schiene nagel.> Ich kann nur Bauteile die in allen Punkten kompatibel sind, bzw, bessere> Werte haben, über Typenveränderung in der Bibliothek einbringen.> Aber das muss dann wirklich bei allen Geräten passen die bisher jemals> damit gebaut wurden, sonst wird denen bei nachfertigung ein nie> getesteter Typ untergejubelt und man sucht sich scheckig warum die ganze> Charge für die Tonne ist.
Woher nehmt ihr denn immer die Sachen? Das hab ich doch so nie gesagt.
Ich hab nie von einer Lib Manipulation oder irgendwelchen Tricksereien
gesprochen, das würde ich niemals tun!
Das Beispiel hast du noch im Kopf, oder? Also.. es gibt z.B. ein MOSFET
nicht mehr und der muss ersetzt werden. Der Neue wird in der Bibliothek
komplett mit 3D, etc. angelegt (max. 30min), der alte bleibt natürlich
in der Lib vorhanden. Ich öffne mein Varianten Projekt. Ersetze den
MOSFET im Schaltplan (1min). Wenn der MOSFET in den Varianten
unterschiedlich ist, wird das schnell eingetippt (2min) Synchronisiere
den Schaltplan mit den 3 unterschiedlichen Board Konturen (1min). Hier
in dem Beispiel ist die Layoutänderung nicht so groß, diese wird
natürlich händisch für jede der 3 Boardkonturen gemacht (insgesammt ca.
15-30min). Kurzer Rule Check (2min). (Bis hier wahrscheinlich sehr
identischer Ablauf zu KiCad). Anschließend gehe ich in den OutputJob und
mit einem Mausklick wird die komplette Doku für Leiterplattenhersteller,
Bestücker, Produktion alles schön und wenn nötig mit 3D Bildchen,
technischen Zeichnungen, Vergrößerungen, Tabellen, Besonderheiten,
Lagenaufbau und Bemerkungen aktualisiert und mit den restlichen Daten
jeweils in verschiedene Zip Dateien gepackt. Jede Zip Datei
unterscheidet sich jeweils, sodass Leiterplattenhersteller, Bestücker,
Produktion und Einkauf alle für sie notwendigen Daten bekommen und das
für alle 30 Varianten aufs Mal. Alles schön benannt und sortiert. Mit
einem weiteren Mausklick wird alles ins Git geladen und archiviert.
Fertig..
Sorry, wenns da Missverständnisse gab..
Max M. schrieb:> Also weißt Du garnicht was alles an Rattenschwanz dahinter kommt bis aus> einer Altium BOM ein bestellfähiges Teil geworden ist das per SAP> geführt wird.
Doch das weiß ich sehr wohl, weil ich das früher auch alles selbst
gemacht hab. Ging aber auch mit dem letzten System, das nicht von SAP
war. Hat nix nur mit Altium und SAP zu tun.
Max M. schrieb:> Du mißverstehst.> Wir ändern nicht mal einen KOA 10K 0603 auf einen Bourns 10K 0603 ohne> das mit einem similarity Statement abzusichern.> Und zu jedem Bauteil in jedem Gerät ist jederzeit feststellbar wann und> in welcher Charge das von wem gekauft wurde. 100%> Materialrückverfolgbarkeit.
Wahrscheinlich reden wir hier tatsächlich von unterschiedlichen Sachen.
Ich meinte, dass ich mit dem oberen OutputJob wunderschöne neuen
Produktionsdaten (Stücklisten, Bestückungspläne) mit Lagernummern,
Bildchen und wirklich allem was dazu gehört automatisch mit raus kriege.
Das sind auch Pläne mit Programmieranschlüssen und wirklich alles andere
notwendige mit dabei. Diese kommen vereinfacht gesagt in der Produktion
in in den Produktionsordner und auch hier fertig. Früher war das einfach
eine riesen Aktion. Bis die Bildchen erstellt waren und alles beisammen
und beschrieben war. Mit Sicherheit gibts hier mittlerweile aber bessere
Tools als früher.
Max M. schrieb:> Weil unser Lager nicht auf Altium läuft und das Bestellwesen wird auch> nicht über Altium gemacht.> Unser Bestücker nutzt auch kein Altium.
Unser Lager läuft auch nicht auf Altium, im Altium sind nur die
Lagernummern hinterlegt. Das geht ohne Probleme auch in KiCad. Wir
machen auch keine Bestellungen über Altium. Das hab ich nie gesagt.
Auch unser Bestücker verwendet kein Altium. Auch das hab ich nirgends
gesagt.
Max M. schrieb:> Finde ich garnicht.> Altium sollte CAD gut können.> Wir haben viele andere Programme im Einsatz die andere Dinge sehr gut> können.
Da dürfen wir sehr gerne unterschiedlicher Meinung sein. Ich habe alle
wichtigen Daten so gut es geht gerne zentral an einer Stelle. Ich mag es
nicht, wenn Daten an drei unterschiedlichen Stellen oder Programmen
stehen, wenn es nicht sein muss. Daten einmal irgendwo, die müssen
stimmen und dann passt das und jeder weiß wo er es findet. Darf jeder
gerne anders machen, darum gings doch in meiner Argumentation doch nie.
Moin,
für mich sieht das wie der Vergleich von Äpfeln mit Orangen aus.
Vergleiche hinken bekanntlich. Die Programme im augenblicklichen Zustand
sind über 23 Jahre auseinander. Da ist ein Vergleich nicht sehr
aussagekräftig. Damals war PR99SE ein ziemlicher Fortschritt.
Max M. schrieb:> Kicad kann weit, weit, weit mehr als das olle Protel99SE, bei dem ich> viele Stunden Leiterbahnstückchen gezählt und mit Taschenrechner> aufaddiert habe um Längenausgleich hinzubekommen.
Nur brauchten das die wenigsten in 1999er Stand der Technik. Damals gab
es gerade mal PCI. Viele Firmen erstellten damals nur die üblichen
gemischten Designs ohne die heutige High-Speed Technik berücksichtigen
zu müssen.
> Differential Pairs, Busse, hierachische Schaltpläne, automatic lenght> matching?
Mein augenblickliches Projekt hat alles von dem und ich verwende diese
Fähigkeiten im aktuellen Projekt in Altium.
> Bei Protel entweder nicht vorhanden oder eine totale Katastrophe.
In Anbetracht des historischen Kontext ist dieses Argument nicht sehr
relevant. Damals waren solche Designs eher die Ausnahmen.
Impedanzgerechtes Layout lässt sich auch mit etwas manueller Anstrengung
ausüben. Ich habe mit PR99SE for 20 Jahren eine Anzahl von 7-20GHz
Designs in Zusammenarbeit mit Genesus RFCAD gemacht. Hat alles bestens
funktioniert. War nur eine Menge Arbeit, das in ein CAD umzusetzen, das
nicht dafür gedacht war. Aber es ging.
> Der BOM export war so wie er war und man hat über Exel das Gewurste in> was umgebaut das von anderer SW lesbar war.
Deshalb importiere ich PR99SE Projekte in Altium und verwende seinen BOM
Template Generator.
> Ich habe Protel99SE geliebt, damals, zu seiner Zeit, mit all seinen> zahlreichen Macken.> Das konnte 1999 schon online DRC mit automatischer Regeleinhaltung und> Push and Shove.
P&P war für mich nie so wichtig, weil ich in meinen Designs immer auf
Grid geachtet habe. P&P erzeugt krumme Werte die mich persönlich sehr
stören.
> Aber Kicad ist dem deutlich entwachsen.
Sollte man nach 23 Jahren wirklich erwarten.
> Und ja, es kann komplexe Designrules, wie ich bereits ausführlichst> dargelegt habe.> Nur ist das weit weniger kompfortabel als in Altium und sogar Protel,> dafür setzen nur die eigenen Skills Grenzen.> 3D Modelle, bei Protel99SE völlig indiskutabel und absolut nicht> nutzbar.
Das stimmt 100%. Das 3D in PR99SE ist im Vergleich zu heutigen
Erwartungen indiskutabel. Aber hier hinkt wieder der Vergleich. Die
heutigen STEP Technik ist eben eine im Vergleich sehr fortgeschrittene
Methode. Gab es aber damals noch nicht.
> Kicad ist da sehr gut.
Das freut mich zu hören. Ein Kollege von mir hat es verwendet und die LP
sahen sehr gut aus.
Was mich betrifft, gebt es im Wesentlichen zwei Gründe die mich für
meine Privatprojekte an PR99SE "fesseln":
1) Eine sehr umfangreiche private Bibliothek die ich beim Wechsel auf
KiCad aufgeben müsste.
2) PR99SE ist für meine Hobbyprojekte mehr als ausreichend und ich kann
damit sehr gut umgehen. Die CAM Editoren kümmern sich nicht um das ALter
der Gerber und NC Dateien. Deshalb besteht kein Grund zum Wechseln. Und
wenn ich wirklich eine 3D Ansicht brauche, dann importiere ich es in
Altium. So gesehen:
"Im Internet weiß eh keiner, dass ich ein Hund bin"
Abschliessend:
"Let us agree to disagree";-)
Gruß,
Gerhard
Warum immer stänkern schrieb:>> Bei allen Varianten die sich aus einem Layout ergeben, geht das.>> Aber man wird wohl kaum unterschiedliche Outlines haben ohne auch>> unterschiedliche Layouts zu haben.>> Und da wird man dann jedes Layout anfassen müssen.
Übrigens, sogar das würde gehen, soviel ich weiß. Man kann in Altium
irgendwie auch Layout Module machen, ändert das dann auf einer
Leiterplatte und die anderen werden automatisch angepasst. Man kann das
gleiche Modul auch 10x auf eine Leiterplatte packen, routet das einmal
und alle anderen 10 sind identisch. Bitte aber nicht schimpfen, wenn das
so nicht ganz richtig ist, ich hab das nur mal in einem Video gesehen,
noch nie selbst ausprobiert.
Warum immer stänkern schrieb:> (Bis hier wahrscheinlich sehr> identischer Ablauf zu KiCad).
Korrekt
> Anschließend gehe ich in den OutputJob und> mit einem Mausklick wird die komplette Doku für Leiterplattenhersteller,> Bestücker, Produktion alles schön und wenn nötig mit 3D Bildchen,> technischen Zeichnungen, Vergrößerungen, Tabellen, Besonderheiten,> Lagenaufbau und Bemerkungen aktualisiert und mit den restlichen Daten> jeweils in verschiedene Zip Dateien gepackt. Jede Zip Datei> unterscheidet sich jeweils, sodass Leiterplattenhersteller, Bestücker,> Produktion und Einkauf alle für sie notwendigen Daten bekommen und das> für alle 30 Varianten aufs Mal. Alles schön benannt und sortiert. Mit> einem weiteren Mausklick wird alles ins Git geladen und archiviert.> Fertig..
Okay, also reden wir über Output Jobs.
Aber die habt Ihr Euch doch selbst geschrieben, wie Du gesagt hast.
Die kann ich mir bei Kicad auch schreiben, wenn das oft genug vorkommt
das das Sinn macht.
Ich kann mir das alles zurechtbiegen, automatisieren, revisionieren, wie
ich lustig bin.
Macht nur für mich keinen Sinn, weil ich keine Varianten habe und wir
gigantische Lagerbestände für eine Gerätelebensdauer anlegen, um ja
nicht in das Problem Redesing + Rezertifizierung zu laufen
Ohne Frage ist Altium als SW ziemlich klasse.
Teuer, buggy, scheiss Fa dahinter, aber tolle SW.
Ich verwehre mich nur gegen die Aussage das man mit Altium Sachen machen
kann die mit Kicad prinzipiell nicht gehen und das Kicad Bastelsoft
wäre.
Warum immer stänkern schrieb:> Man kann das> gleiche Modul auch 10x auf eine Leiterplatte packen, routet das einmal> und alle anderen 10 sind identisch.
Das ist allerdings etwas das ich gerne hätte.
Aber so sicher das Altium das kann, scheinst Du auch nicht zu sein.
Und ich hätte gerne das 3D Modelle mit im DRC laufen können, ich also
Kollisionen der Körper sehe.
Und ich hätte gerne passend dazu 3D Räume die ich importieren kann und
die festlegen wo ich welche Höhen unterschreiten muss.
3D ist noch nicht teil des Layoutprozesses.
Es sind derzeit nur Körper die angezeigt werden.
Jörg W. schrieb:> Man muss sich ja von denen auch nicht zu endlosen Subscriptions über> den Tisch ziehen lassen, und wenn man nur lange genug "nein" sagen kann> (und ihnen erklärt, dass man nicht auf sie angewiesen ist), dann kommt> mal irgendwann ganz plötzlich ein Sonderangebot reingepurzelt. ;-)> Einziger wirklicher Mist an dem Laden: danach sind sie wie die> Schmeißfliegen, man wird sie nicht mehr los.
-gemeint ist Altium, wohl gemerkt -
"Schmeißfliegen" aus der Feder eines Mods, finde ich richtig geil.
Max M. schrieb:> Okay, also reden wir über Output Jobs.> Aber die habt Ihr Euch doch selbst geschrieben, wie Du gesagt hast.> Die kann ich mir bei Kicad auch schreiben, wenn das oft genug vorkommt> das das Sinn macht.
Da klafft schon noch eine ziemliche Lücke bei Kicad.
"Selbst geschrieben" heißt bei Altium, dass man sich da ein paar Dinge
(in der GUI) zusammenstellt und das als generischen Output-Job dann
jedesmal rein kopieren kann. Damit ist dann festgelegt, welche Seiten in
welchen PDF-Dokumenten auftauchen, welche Lagen als Gerber zu
exportieren sind etc. pp.
Ich möchte sogar behaupten, dass Kicad aktuell einige Dinge davon
überhaupt nicht kann (hatte ich oben erwähnt, bspw. bestimmte
Lagenkombinationen im PDF für einzelne PDF-Seiten).
Kicad kann viel, aber hier sehe ich wirklich noch Aufholbedarf.
Gerhard O. schrieb:> Was mich betrifft, gebt es im Wesentlichen zwei Gründe die mich für> meine Privatprojekte an PR99SE "fesseln":>> Eine sehr umfangreiche private Bibliothek die ich beim Wechsel auf KiCad> aufgeben müsste.
Du musst doch keine Entweder-oder-Entscheidung treffen.
Ich bin (privat) von BAE zu Kicad gewechselt, wenn auch mit einem
weinenden Auge ob des schönen Autorouters. Die alten Projekte, die ich
habe, lassen sich natürlich alle noch im nach wie vor vorhandenen BAE
öffnen und ggf. auch modifizieren. Neue Projekte sind dann im Kicad, und
wenn ich dafür neue Bauteile anlegen muss, dann werden sie halt
angelegt. Viele Dinge, die ich in den alten BAE-Bibliotheken als custom
parts angelegt habe, werde ich nie wieder brauchen. Insofern hätte es
gar keinen Sinn, auch nur ansatzweise drüber nachzudenken, all das von
damals jetzt nach Kicad zu portieren.
(Eigentlich wollte ich ja auch immer nochmal mindestens ein reales
Projekt mit Horizon-EDA machen. Das ist aber bislang beim Wollen
geblieben.)
Gerhard O. schrieb:> Moin,>> für mich sieht das wie der Vergleich von Äpfeln mit Orangen aus.
Der Vergleich 'Kicad kann einfache Sachen die auch protel99 kann'
kam von Dir.
>> Differential Pairs, Busse, hierachische Schaltpläne, automatic lenght>> matching?> Mein augenblickliches Projekt hat alles von dem und ich verwende diese> Fähigkeiten im aktuellen Projekt in Altium.
Ja und Kicad kann das auch alles.
Es geht immer noch um den von Dir bemühten vergleich Kicad vs protel und
das man für komplexeres wohl Altium braucht.
Denn da stimme ich Dir nicht zu, denn Kicad kann das alles.
> Impedanzgerechtes Layout lässt sich auch mit etwas manueller Anstrengung> ausüben.
Ja, da blieb einem ja auch nicht anderes übrig.
Geht übrigens auch mit Paint oder Reibesymbolen.
> Deshalb importiere ich PR99SE Projekte in Altium und verwende seinen BOM> Template Generator.
Deshalb benutze ich Kicad und lasse mir die BOM nach meinen Wünschen
aufbauen.
> P&S war für mich nie so wichtig, weil ich in meinen Designs immer auf> Grid geachtet habe. P&P erzeugt krumme Werte die mich persönlich sehr> stören.
Wenn krumme Werte die kleineren sind und wenn krumme Werte die nötigen
Impedanzen besser erreichen, dann liebe ich krumme Werte geradezu.
Grid finde ich eine willkürliche Fixierung für Menschen ohne P&S die
niemand braucht ausser der Mensch der sich am Grid orientiert.
Grid macht definierte Abstände kaputt wei er die Tracks auf das nächste
nicht kollidierende Maß zieht.
Grid ist eine Krücke aus der Zeit vor P&S und nur zum platzieren von
Bauteilen gut aber nicht zum Layouten.
>> Aber Kicad ist dem deutlich entwachsen.> Sollte man nach 23 Jahren wirklich erwarten.
Immer noch Dein Vergleich 'Kicad, Protel, Altium' auf den ich mich
beziehe.
>> 3D Modelle, bei Protel99SE völlig indiskutabel und absolut nicht>> nutzbar.> Das stimmt 100%. Das 3D in PR99SE ist im Vergleich zu heutigen> Erwartungen indiskutabel. Aber hier hinkt wieder der Vergleich. Die> heutigen STEP Technik ist eben eine im Vergleich sehr fortgeschrittene> Methode. Gab es aber damals noch nicht.
Wenn der Vergleich hinkt, dann vergleiche nicht Kicad mit Protel.
Protel WAR seiner Zeit vorraus und Eagle brauchte locker +10J um mal
langsam in die Nähe zu kommen.
Aber akzeptiere bitte auch, das Kicad stürmische Veränderungen erfahren
hat um alte Designschwächen zu überwinden und das das sehr moderne
Feature drin sind.
Ich höre immer wieder Kicad wäre ja für kleine Sachen ganz okay, aber
großes müsste ja wohl Mentor oder Altium sein.
WARUM?
WAS kann Kicad nicht was ein derartiger showstopper wäre?
KiCadlibert schrieb:> "Schmeißfliegen"
Du wirst den Ausdruck besser verstehen, wenn Du mal auf der potentiellen
Opferliste des Altium Vertriebes bist, der am Quartalsende um seine
Prämie fürchtet und noch Abschlüsse braucht.
So penetrant wie die Schmeißfliege, die sich auch durch hektisches
wedeln, schlagen und Gebrüll nicht davon abhalten lässt Dir einfach
immer wieder auf die Eier zu gehen.
Oh weh!
irgendwie habe ich den Eindruck, dass wir aneinander an der Seite vorbei
reden.
Ich habe nicht den geringsten Grund KiCAD schlecht zu machen und glaube,
dass ich das hier im Forum auch noch nie getan habe.
Ich habe viele praktische und historische Gründe um PR99SE weiterhin zu
benutzen und sehe einfach keinen wirklichen Grund zu einer Änderung.
W.G. mein "Bibliotheksguthaben" ist zu groß um es leichtfertig wegen ein
paar neuerer, obwohl nützlicher "Features" aufzugeben. Da ich Firmen
seitig auch Altium jederzeit privat gebrauchen darf, kann ich ja nach
Wahl anspruchsvollere Projekte damit durchziehen.
Ein weiterer Faktor kommt dazu, dass sich PR99SE vorzüglich als
mechanisches- und Fraes- "Frontend" für mein altes Eigenbau CNC System
bewährt hat und der Workflow und Datenmanagement dafür schon
jahrzehntelang optimal ist. "Never brake a working system" trifft hier
ganz besonders zu.
Also, lieber Max, da Du ja nicht mein Chef bist, ziehe ich es vor selber
die Entscheidungen zu treffen;-)
Ich habe KiCad auch installiert um KiCAD Format Designs begutachten zu
können.
Kurz und gut, niemand braucht hier zu missionieren. Jeder soll sich
seinen Arbeitsplatz so einrichten wie es ihm am besten passt. Dass KiCAD
moderne Fähigkeiten hat, die PR99SE nicht hat, bestreitet ohnehin keiner
und braucht ja weiter keinen zu interessieren, weil es ja nur mich
betrifft.
In diesen Sinn, einen schönen Tag noch,
Gerhard
Max M. schrieb:> Du wirst den Ausdruck besser verstehen, wenn Du mal auf der potentiellen> Opferliste des Altium Vertriebes
Und die Altium User hier nehmen das alles klaglos hin wie die Schafe?
Sowas was ging bei mir ohne Einlauf nicht von statten.
Max M. schrieb:> Okay, also reden wir über Output Jobs.
Nicht nur. Wir reden eben auch vom Varianten Management, der
Dokumentationsmöglichkeit und den Output Jobs. Und ja die OutputJobs
sind von uns an unsere Bedürfnisse angepasst, wie auch die DRC Rules,
Netzklassen und paar andere Kleinigkeiten, welche firmenspeziell sind.
Es ist aber nicht so, dass man die OutputJobs programmieren im
eigentlichen Sinne muss, sondern man kann das ganz easy zusammenklicken.
Wenn ein Praktikant kommt, hab ich ihm das in keinen 2h erklärt ohne
dass er irgendwelche Programmierkenntnisse braucht. Man kann dann z.B.
Pfeile von den Dokublättern einfach auf PDFs ziehen und dort werden die
dann der Reihe nach eingefügt. Es geht wirklich super schnell und ist
trotzdem für uns mehr als flexibel genug. Der eine mags, der andere
nicht.. Mir hilfts produktiver zu sein..
Max M. schrieb:> Ich kann mir das alles zurechtbiegen, automatisieren, revisionieren, wie> ich lustig bin.
Ja das ist mir schon klar, du kannst dir auch ein komplett eigenes EDA
Programm schreiben. Nur das kostet eben auch Zeit, Geld und Ressourcen.
Und ist damit nicht umsonst, hat dafür aber andere Vorteile, das hatten
wir oben aber schon. Aber rechne das mal auf Dauer zusammen, das ist
auch teuer.
Max M. schrieb:> Ich verwehre mich nur gegen die Aussage das man mit Altium Sachen machen> kann die mit Kicad prinzipiell nicht gehen und das Kicad Bastelsoft> wäre.
Da kannst du dich lang dagegen wehren, wenns nun mal zumindest aktuell
leider noch so ist. KiCad kann kein Varianten Management wie von uns
gerne verwendet, KiCad kann keine Doku in der Form wie angesprochen,
KiCad hat keine bidirektionelle Schnittstelle zur 3D Mechanikentwicklung
was wir auch immer verwenden, KiCad kann unterschiedliche Versionen
eines Schaltplans oder Layouts aus Git oder SVN nicht visuell
vergleichen und Änderungen hervorheben, KiCad kann auch mit einer 3D
Maus nicht umgehen (was ich sehr mag, auch zum im 2D Schaltplan oder
Layout navigieren und arbeiten), KiCad kann keine MultiBoard Projekte
verwalten, KiCad kann keine flexiblen Leiterplatten darstellen, falten,
direkt im Gehäuse anzeigen und die Abstandsrules darauf anwenden, KiCad
hat keinen PDN Analyzer, KiCad kann nicht direkt auf irgendwelchen 3D
Oberflächen routen, und da gibts noch vieles mehr :) Hier nachzulesen:
https://www.altium.com/documentation/altium-designer
Ob du die Funktionen brauchst oder nicht ist eine ganz andere Sache,
aber wenn du eine davon brauchst und die dir nachprogrammieren willst,
dann viel Spaß..
Bastelsoftware hab ich KiCad aber auch nie genannt, das ist es nämlich
nicht :)
Max M. schrieb:>> Man kann das>> gleiche Modul auch 10x auf eine Leiterplatte packen, routet das einmal>> und alle anderen 10 sind identisch.> Das ist allerdings etwas das ich gerne hätte.> Aber so sicher das Altium das kann, scheinst Du auch nicht zu sein.
Doch das geht ziemlich sicher, nennt sich glaub MultiChannel Design, ist
mir wieder eingefallen.
Max M. schrieb:> Und ich hätte gerne das 3D Modelle mit im DRC laufen können, ich also> Kollisionen der Körper sehe.
Auch das beherrscht Altium super. Bei jeder Leiterplatte bei uns kommt
das 3D Modell des Gerätegehäuses mit rein und der DRC kann auf alles
angewendet werden. Unterschiedliche Netzklassen, unterschiedliche
Abstände, funktioniert alles..
KiCadlibert schrieb:> Und die Altium User hier nehmen das alles klaglos hin wie die Schafe?> Sowas was ging bei mir ohne Einlauf nicht von statten.
Ja, das nimm ich hin :) Das ist ja auch so. Manchmal können die nerven.
KiCadlibert schrieb:> Und die Altium User hier nehmen das alles klaglos hin wie die Schafe?
Wir nehmen ja auch hin, dass du uns hier fürchterlich mit deiner
Missioniererei auf den Senkel gehst …
Blind F. schrieb im Beitrag #7198514:
> Und ich hatte etwas weiter oben von Zeit gesprochen die ein derartiges> Low Budget bzw. Community Projekt benötigt. Das was die Leute auf die> Beine gestellt haben ist beeindruckend und verwendbar. Ich schrieb> nirgens das Altium "Mist" ist, es ist teuer, es ist komplex und das> Kosten/Nutzen Verhältnis ist für sehr viele Leute einfach zu hoch.>>>Ich will auf der Arbeit nicht noch>> alles selber skripten, etc. Meine Arbeitszeit und mein Kopf ist gut>> ausgelastet und für sowas ist keine Zeit noch Lust.. Ich will>> Arbeitserleichterung und nicht mehr Arbeit.>> Bei vielen kleinen Firmen ist das aber so, das es da u.U nur einen> Entwickler gibt, der von der Schaltung über Einkauf bis zur> Produktionsüberführung oder auch Produktion Alles macht. Bei einer> solchen Konfiguration kommen die Investitionen für Altium nie wieder> raus.
Ganz ehrlich: Das habe ich auch schon öfter gehört. Auch von Firmen, die
eigentlich nur Elektronikentwicklung machen. Wenn man die Leute kennt
oder mal nachbohrt kommt immer raus, daß die Leute entweder schlecht
rechnen und ihre Arbeitszeit vergessen, oder es ihnen an
Vorstellungskraft mangelt.
Wenn man die armen Wichte dann sieht, wie sie einen ganzen Arbeitstag
damit verbringen eine BOM beim Distri in die Bestellmaske
einzuhacken...da wäre die Subscription für Altium nach spätestens zwei
AT wieder drin.
Und so teuer ist Altium nun wirklich nicht. Bei Preisen, die von Zuken
oder Mentor aufgerufen werden, ist das nochmal was anderes, aber bei wem
die Lizenzkosten von Altium ein Problem sind der sollte entweder seine
Bude lieber dicht machen oder seinen Stundensatz nochmal durchrechnen.
Wenn ich mich selbständig machen würde, wäre Altium ohne lange zu
fackeln meine erste Wahl, aber ich weiß ja auch was das Programm kann.
Warum immer stänkern schrieb:> Ich hoffe du verstehst, dass> geschäftliche Daten nix in einem Forum zu suchen haben.
Seien wir mal ehrlich: Die meisten Designs in den Firmen klöppeln ein
paar ICs, die zu Millionen hergestellt werden, nach Datenblattempfehlung
zusammen. Bitte nicht übertreiben.
Max M. schrieb:> Warum immer stänkern schrieb:>> Man kann das>> gleiche Modul auch 10x auf eine Leiterplatte packen, routet das einmal>> und alle anderen 10 sind identisch.> Das ist allerdings etwas das ich gerne hätte.> Aber so sicher das Altium das kann, scheinst Du auch nicht zu sein.> Und ich hätte gerne das 3D Modelle mit im DRC laufen können, ich also> Kollisionen der Körper sehe.> Und ich hätte gerne passend dazu 3D Räume die ich importieren kann und> die festlegen wo ich welche Höhen unterschreiten muss.> 3D ist noch nicht teil des Layoutprozesses.> Es sind derzeit nur Körper die angezeigt werden.
Ja, das nennt sich Multichannel, kann aber nur innerhalb eines Projektes
benutzt werden (das ist übrigens eines der Werkzeuge, die ich in Altium
am häufigsten benutze). Ohne sowas würde ich nicht mehr arbeiten wollen.
Es gibt da mittlerweile noch etwas Neues, nennt sich "Reusable Blocks",
das soll angeblich ähnliches über mehrere Projekte bereitstellen, aber
ich habe es noch nicht getestet. Und leider ist es bisher nur in
Cloudprojekten benutzbar, aber vielleicht besinnen sie sich da nochmal
(viele Kundenrückmeldungen diesbezüglich sind sicher nützlich).
3D-DRC ist übrigens was Feines, darauf will ich auch nicht verzichten
wollen.
Wühlhase schrieb:>> Ich hoffe du verstehst, dass>> geschäftliche Daten nix in einem Forum zu suchen haben.>> Seien wir mal ehrlich: Die meisten Designs in den Firmen klöppeln ein> paar ICs, die zu Millionen hergestellt werden, nach Datenblattempfehlung> zusammen. Bitte nicht übertreiben.
Moin,
hehe, selbst wenns so wäre, tut das doch nichts zur Sache. Selbst wenns
die einfachste LED Blick Schaltung ist und ich die Schaltung in der
Arbeitszeit zusammengeklöppelt habe sind es ja nicht meine Daten,
worüber ich frei entscheiden und einfach so veröffentlichen kann. Glaub
die wenigsten Chefs würde es freuen, wenn ihre Mitarbeiter
Entwicklungsdaten raus geben, egal was es ist und ich glaube auch die
wenigsten Entwickler haben die Befugnis das zu tun.
KiCadlibert schrieb:> Max M. schrieb:>> Du wirst den Ausdruck besser verstehen, wenn Du mal auf der potentiellen>> Opferliste des Altium Vertriebes>> Und die Altium User hier nehmen das alles klaglos hin wie die Schafe?> Sowas was ging bei mir ohne Einlauf nicht von statten.
Wir als Altium User stehen offenbar nicht auf besagter Opferliste, uns
lassen sie, von regelmäßigen E-Mails abgesehen, in Ruhe.
Wir haben keine Subskription, alle paar Jahre haben wir bei
Upgrade-Sonderangeboten zugeschlagen (meist, nachdem auch mein Rechner
gegen einen neuen mit anderem Windows getauscht wurde).
Wir fahren gut damit.
Warum immer stänkern schrieb:> KiCad kann kein Varianten Management wie von uns> gerne verwendet, KiCad kann keine Doku in der Form wie angesprochen,> KiCad hat keine bidirektionelle Schnittstelle zur 3D Mechanikentwicklung> was wir auch immer verwenden, KiCad kann unterschiedliche Versionen> eines Schaltplans oder Layouts aus Git oder SVN nicht visuell> vergleichen und Änderungen hervorheben, KiCad kann auch mit einer 3D> Maus nicht umgehen (was ich sehr mag, auch zum im 2D Schaltplan oder> Layout navigieren und arbeiten), KiCad kann keine MultiBoard Projekte> verwalten, KiCad kann keine flexiblen Leiterplatten darstellen, falten,> direkt im Gehäuse anzeigen und die Abstandsrules darauf anwenden, KiCad> hat keinen PDN Analyzer, KiCad kann nicht direkt auf irgendwelchen 3D> Oberflächen routen
Okay, damit kann ich was anfangen.
Ja, das ist Altium unbenommen das es da deutlich weiter ist.
Nur habe ich bisher nichts davon je gebraucht.
Bis auf das 'reusable Blocks' Ding. Das hätte ich schon gerne.
Aber es kommt nicht oft genug vor das sich das irgendwie rechnen ließe.
Zweiwege 3D währe auch ganz schick, aber für uns eigentlich mehr haben
wollen als brauchen.
Max M. schrieb:> Bis auf das 'reusable Blocks' Ding. Das hätte ich schon gerne.> Aber es kommt nicht oft genug vor das sich das irgendwie rechnen ließe.https://github.com/MitjaNemec/SaveRestoreLayout
Das Ding kann immerhin schon mal projektübergreifend Layout-Teile
übertragen, wenn der Schaltungsteil in einem Subsheet wohnt.
Oder meinst Du etwas ganz anderes?
Ich weiß zwar nicht in welchem Umfang in den beiden für Solo- und
Privatentwickler Lösungen von Altium drinn stecken, aber es gibt von
denen auch günstigere Produkte wie einmal z.B. das Circuit Studio für
momentan ca. 495€ was ich für ein sehr gutes Programm auch Privat
ausgeben würde, wenn ich den entsprechenden Umfang etc. nutzen und
brauchen würde. Dann gib es ebenso von Altium noch den Circuitmaker.com
bei dem man auch Kolaborativ mit anderen an Entwürfen arbeiten kann und
nichts kostet. Ist aber eine glaube ich Online only Sache.
Neutraler schrieb:> Circuit Studio
Von dem würde ich dringend abraten.
Circuit Studio ist ein plan- und lieblos zerrupftes Altium, vermutlich
unterschiedlicher Versionsstände vor 2017. Die Bedienung ist Mist, man
muß höllisch aufpassen (CS läßt z.B. einen fehlerfreien DRC-Lauf zu,
wenn Netze noch nicht geroutet sind, fatal wenn man Netze ausgeblendet
hat), und auch sonst treibt es einen eher in den Wahnsinn. Multichannel
gibt es z.B., aber nur für den Schaltplan, Layouten muß man selber.
Altium hat ansich ein sehr durchdachtes Konzept gehabt, aber das wurde
in CS halt komplett kaputtgemacht.
Es ist ungefähr so als wenn man dir einen Porsche hinstellt, aus dem man
die Sitze, Fensterscheiben ausgebaut und den Motor durch Tretantrieb
ersetzt hat. Da fahre ich dann doch lieber einen Dacia, denn immerhin
kann man mit dem fahren.
Übrigens braucht CS auf meinem Laptop länger zum Starten als die
aktuelle Altiumversion. Und sowieso habe ich oft das Gefühl, daß die
Funktionen eher nur in der Benutzerebene ausgeblendet werden, aber im
Grunde noch da sind.
PicoUser schrieb:> Nachfolger von CircuitStudio ist CircuitMaker 2 (aktuell 2.2.1):
Wurde doch oben schon erwähnt, ist alles andere als ein "Nachfolger",
sondern ein komplett anderes Konzept, bei dem man alle seine Daten nur
online ablegen kann. Da wir hier im Kicad-Thread sind, stellt sich die
Frage nach der Sinnhaftigkeit eines solchen Konzepts …
KiCAD orientiert sich bei der Bedienung stark an Pulsonix. Für die
Altium Fanboys ist das natürlich ungewohnt.
Wobei es sich seit Version 5 über die Bibliotheken schon stark an von
Altium gewöhnte Abläufe annähern lässt.
Richtig, Variantenmanagement fehlt. Das muss man aktuell improvisieren.
Roland E. schrieb:> Für die Altium Fanboys ist das natürlich ungewohnt.
Finde ich gar nicht, für meine Begriffe hat es durchaus viele Ideen aus
Altium drin.
ps: Leute, die andere als "Fanboys" titulieren, merken gar nicht, wie
sehr sie sich damit selbst ins Abseits katapultieren …
Roland E. schrieb:> KiCAD orientiert sich bei der Bedienung stark an Pulsonix. Für die> Altium Fanboys ist das natürlich ungewohnt.
Kicad hat vieles aus z.B. Protel übernommen.
Dem Vorläufer von Altium.
Es steckt auch was von eagle drin.
Wäre auch ziemlich blöd der letze zu sein der anfängt ein CAD Tool zu
schreiben und dann nicht zu sehen wie die anderen das machen.
Kicad ist aber auch völlig anders als andere und so wie jede komplexe SW
muss man sich einarbeiten um effizient zu arbeiten.
Kicad hat bis zur 6er auch ganz wichtige Sachen nicht gekonnt, die
protel z.B. schon 1999 konnte. Es ist immer noch deutlich Luft nach
oben.
Wer sich also mal eine 4er angesehen hat, war natürlich abgestoßen, wenn
er bereits besseres kannte.
Ich kann nur jedem der einen Wechsel ins Auge fasst empfehlen mal 1-3
Projekte ernsthaft mit Kicad zu machen und möglichst viele der
Funktionen und Zusatztools zu benutzen.
Erst dann weiß man eigentlich wo es Stärken und Schwächen hat.
Wer mit seinem Tool happy ist, sollte die Zeit sparen und bei seinem
Tool bleiben.
Kicad schreibt die Welt der CAD SW nicht neu. Es ist einfach nur ein
sehr gutes Tool das keine Anschaffungs- und Lizenzkosten verursacht.
Kicad hat vor allem französische Wurzeln und wer man ein französisches
Auto gefahren hat, der weiß das die Dinge anders machen als alle
anderen, einfach weil sie es können.
Das muss auch keinen Sinn ergeben.
Sie machen es trotzdem weil es ihnen einfach nicht runtergeht etwas zu
kopieren das alle anderen machen weil es einfach gut funktioniert.
Kann man mögen, muss man aber nicht.
Aber im Endeffekt habe ich die Wahl ob ich 4-8K€ + Subscription für
Altium, das doppelte bis X für Mentor ausgebe oder mich monatlich bis in
alle Zeit von Autodesk melken lasse.
Mit allen kann man PCBs designen.
Alle haben ihre Vorzüge dei stark davon abhängen was mir wichtig ist.
Alles haben Teils erhebliche Schwächen mit denen man leben muß.
Das hängt auch sehr davon ab was man tut und ob man das selbst bezahlt
oder der Chef.
Max M. schrieb:> Aber im Endeffekt habe ich die Wahl ob ich 4-8K€ + Subscription für> Altium, das doppelte bis X für Mentor ausgebe oder mich monatlich bis in> alle Zeit von Autodesk melken lasse.
OK, bei meiner vorigen Firma war Altium nicht ganz so teuer … anyway,
HorizonEDA darf man ruhig noch mit erwähnen. Völlig anders gemacht als
Kicad (sonst hätte Lukas das nicht starten müssen ;-), aber ebenso frei
und Opensource.
Wühlhase schrieb:> Was ist eigentlich der große Unterschied zwischen Horizon und KiCAD?
Naja, die Gemeinsamkeit ist einfach zu beschreiben: sind beides
EDA-Tools. Beide haben Schaltpläne und Layouts und Bauteilbibliotheken.
Achso, und beide sind frei + Opensource.
Dann hören die Gemeinsamkeiten aber eigentlich schon auf. ;-)
Jörg W. schrieb:>> Nachfolger von CircuitStudio ist CircuitMaker 2 (aktuell 2.2.1):>> Wurde doch oben schon erwähnt, ist alles andere als ein "Nachfolger",
CircuitMaker.com (also sozusagen Version 1) und CircuitMaker 2 sind
komplett verschiedene Produkte. CircuitMaker 2 ist eher ein abgespeckter
Designer (inklusive Autorouter) mit neuer GUI und (beinahe erzwungener)
Wolkenanbindung. Ich vermute, der Name wurde übernommen, um die
Maker-Gemeinde anzusprechen. Relevanz zu KiCad ist, dass dessen Formate
auch importiert werden können (und KiCad kann natürlich Altium
importieren).
Jörg W. schrieb:> Was mich neben dem Preis an Altium am meisten stört ist, dass es nach> wie vor nur für Windows zu haben ist. Kein MacOS, kein Linux, andere OSe> gleich gar nicht. Das ist nicht mehr zeitgemäß.
Wundert Dich das? Der Entwicklungsaufwand für eine solch eine komplexe
SW ist dermaßen immens, das es sich der Hersteller überlegt für welche
Plattformen die SW hergestellt wird. Hier muß man einfach akzeptieren
das da ein OS mit 75% Marktanteil halt die Nase vorn hat und die anderen
Systeme hinten runter fallen. Es ist ja nicht nur die Entwicklung der SW
selbst, sondern bei solch einem (kommerziellen) Produkt erwartet der
Nutzer ja auch entsprechenden Support und Gewährleistung. Das ist für
viele Firmen dann einfach zu aufwändig und zu teuer. Bei Linux kommt
dann noch der Wildwuchs der vielen Distributionen, jede ist ein klein
wenig anders, dazu, die kaum einer überblickt, geschweige denn dazu in
der Lage ist umfassenden Support zu leisten.
Mir persönlich wäre es auch recht, wenn die eine oder andere SW auch für
MacOS angeboten werden würde. Leider ist auch dieses OS (knapp 15%
Marktanteil) für viele SW-Hersteller auch nur ein Nischen-OS.
Zeno schrieb:> Jörg W. schrieb:>> Was mich neben dem Preis an Altium am meisten stört ist, dass es nach>> wie vor nur für Windows zu haben ist. Kein MacOS, kein Linux, andere OSe>> gleich gar nicht. Das ist nicht mehr zeitgemäß.> Wundert Dich das?
Ja, weil es nicht mehr zeitgemäß ist, ein GUI single-platform zu haben.
2017 (war es da?) gab's auch ein recht großes Redesign, da hätte man
sowas allemal mit auf die Liste setzen können, denn der Gesamtaufwand
für das Redesign ist eh immens. War ihnen aber offenbar nicht wichtig.
Gerade für die Wartung nehmen sie ja auch genug Geld, das ist also
weniger ein Argument. Support bekommt eh nur, wer einen Wartungsvertrag
hat.
PicoUser schrieb im Beitrag #7206617:
> CircuitMaker.com (also sozusagen Version 1) und CircuitMaker 2 sind> komplett verschiedene Produkte. CircuitMaker 2 (nicht kostenpflichtig)> ist eher ein abgespeckter Designer (inklusive Autorouter) mit neuer GUI> und (beinahe erzwungener) Wolkenanbindung.
"Wolkenanbindung" sagt mir gerade nichts, du meinst bestimmt
Cloud-Anbindung. D.h. deine Designs liegen irgendwo in der Cloud,
wahrscheinlich auf einen Billig-Server in China :-(
Das ist als ob man seine Seele an den Teufel verkauf:-(
PicoUser schrieb:> KiCadlibert schrieb:>> du meinst bestimmt Cloud-Anbindung>> Naja, zu meiner Zeit hatte das einfach "auf dem Server" geheißen...
Es gibt Wörter die brennen sich halt im Wordschatz ein, sodass man mit
der deutschen (korrekten) Übersetzung auf den ersten Blick nichts mehr
anfangen kann.
Es sagt ja heute kaum jemand ich zieh mir einen "Zieh-drüber" an und
meint damit einen Pullover.
Den obigen Post bitte eher mit einem Augenzwinkern sehen.
Wühlhase schrieb:> Übrigens braucht CS auf meinem Laptop länger zum Starten als die> aktuelle Altiumversion.
Um himmelswillen! Ich sitze hier gerade an meinem Homeoffice-Rechner -
gut, ist ein älterer Laptop aber trotzdem:
Altium starten, in die Küche gehen, Frühstück machen...
Und es gibt ein Programm, das noch langsamer startet? Oh weh!
Jörg W. schrieb:> Ja, weil es nicht mehr zeitgemäß ist, ein GUI single-platform zu haben.> 2017 (war es da?) gab's auch ein recht großes Redesign, da hätte man> sowas allemal mit auf die Liste setzen können, denn der Gesamtaufwand> für das Redesign ist eh immens. War ihnen aber offenbar nicht wichtig.
Das scheinen aber sehr viele SW-Hersteller komplett anders anders als Du
zu sehen.
Das Problem wird nicht sein die GUI auf Multiplatform umzustellen, das
dürften die meisten wohl hinbekommen. In unserer Firma wurde z.B. mal ne
SW für HP-UX und Linux angeboten und da weis ich das es eben nicht so
einfach war die SW von HP auf Linux umzustellen.
Lange Rede kurzer Sinn die SW für mehrere Systeme lauffähig zu machen
wird wohl, auch wenn es schon mit Aufwand verbunden ist, nicht das
Hauptproblem sein. Unterschätze mal den nachfolgenden Softwarepflege-
und Supportaufwand nicht. Wenn sich das für die Firmen rechnen würde,
wäre viele (kommerzielle) SW für mehrere Plattformen verfügbar.
Jörg W. schrieb:> Gerade für die Wartung nehmen sie ja auch genug Geld, das ist also> weniger ein Argument. Support bekommt eh nur, wer einen Wartungsvertrag> hat.
Das ist in größeren Firmen nun mal so und kein Alleinstellungsmerkmal
von Altium.
Jörg W. schrieb:> Zeno schrieb:>> Jörg W. schrieb:>>> Was mich neben dem Preis an Altium am meisten stört ist, dass es nach>>> wie vor nur für Windows zu haben ist. Kein MacOS, kein Linux, andere OSe>>> gleich gar nicht. Das ist nicht mehr zeitgemäß.>>> Wundert Dich das?>> Ja, weil es nicht mehr zeitgemäß ist, ein GUI single-platform zu haben.> 2017 (war es da?) gab's auch ein recht großes Redesign, da hätte man> sowas allemal mit auf die Liste setzen können, denn der Gesamtaufwand> für das Redesign ist eh immens. War ihnen aber offenbar nicht wichtig.>> Gerade für die Wartung nehmen sie ja auch genug Geld, das ist also> weniger ein Argument. Support bekommt eh nur, wer einen Wartungsvertrag> hat.
Es war 2018, und das Thema Linuxunterstützung kommt auch im Altiumforum
gelegentlich mal auf.
Ich weiß daß es mal jemandem gelungen ist, AD17 auf Linux lauffähig zu
bekommen, also es geht schon.
Seit 2018 stellt Altium ja auf C# um, wobei anscheinend immer noch ein
paar Altlasten aus Delphizeiten im Code schlummern. Da C# ja aber
ähnlich wie Java in einer virtuellen Maschine läuft, kommt
Linuxunterstützung vielleicht in Zukunft...ich spekuliere einfach mal.
Zeno schrieb:> Wenn sich das für die Firmen rechnen würde, wäre viele (kommerzielle) SW> für mehrere Plattformen verfügbar.
Es gibt genügend Beispiele auch kommerzieller Software, bei denen das
funktioniert (Eagle beispielsweise konnte das schon vor 20 Jahren, und
wir sind ja hier im Kicad-Thread, nicht?). Insofern betrachte ich das
Lamentieren über den unnötigen Aufwand und viel zu kleinen Marktanteil
blah blah und so nur als völligen Unwillen, das Thema einfach überhaupt
auf die Agenda zu setzen.
Naja, vielleicht wird's ja wirklich mit C# dann mal.
Jörg W. schrieb:> HorizonEDA darf man ruhig noch mit erwähnen. Völlig anders gemacht als> Kicad (sonst hätte Lukas das nicht starten müssen ;-), aber ebenso frei> und Opensource.
An diesem Punkt nochmals vielen Dank an Lukas für seine Mühen.
Im Gegensatz zu KiCad ist die GUI von Horizon deutlich
nutzerfreundlicher und ansehnlicher.
Jörg W. schrieb:> HorizonEDA
Ist ja noch grün hinter den Ohren.
Ich habe mir das nie recht angesehen.
Mit Kicad kann ich produktiv arbeiten.
Mit Horizon auch?
Max M. schrieb:> Ist ja noch grün hinter den Ohren.> Mit Kicad kann ich produktiv arbeiten.> Mit Horizon auch?
Das wird sich noch zeigen müssen. Ich habe es bisher produktiv noch
nicht verwendet, aber von dem was ich sehe, schaut es wirklich
vielversprechend und einladend aus.
Horizon hatte als neu aufgezogenes Projekt die Freiheit, die GUI
komplett neu aufzuziehen, ohne bestehende Nutzer zu verärgern.
KiCad könnte das auch vertragen, aber Aufwand und Protest wären
vermutlich zu groß.
Benedikt M. schrieb:> Im Gegensatz zu KiCad ist die GUI von Horizon deutlich> nutzerfreundlicher und ansehnlicher
Nach vielen "professionellen" Kommentaren hier noch einer von der
Einsteiger-Seite, nach etwas Herumprobieren: Also der PCBnew Editor ist
für mich kein vollwertiger Ersatz meines bevorzugten Eagle-Layout
Editors. Insofern als daß man da mit zuvielen Einschränkungen leben muß
wenn man den vorgesehenen Schaltplan Workflow nicht einhält / einhalten
will. Zwar lassen sich platzierte Bauelemente noch verbinden doch sind
sie nicht wirklich verbunden- wie man schnell beim Verschieben und den
abgerissenen Leiterbahnen erkennt. Die schaun auch optisch unschön aus,
haben ein doch sehr einfaches Erscheinungsbild.
Der 6er Benutzeroberfläche kann ich aber ganz sympathische Fortschritte
beim Design allgemein bescheinigen. Insbesondere Symbole und Schriften
sind so großzügig dimensioniert daß ich die Brille meist am Tisch
liegenlassen kann.
Ron T. schrieb:> wenn man den vorgesehenen Schaltplan Workflow nicht einhält
Du willst also im PCB Verbindungen herstellen und nicht im Schaltplan.
Sorry, aber dann ist MS Paint vielleicht was für Dich.
Kicad ist so ungefähr zwei Lichtjahre weiter in der Entwicklung und kann
auf solche Noob Mätzchen einfach keine Rücksicht mehr nehmen.
Benedikt M. schrieb:> GUI> komplett neu
Wie die Gui aussieht ist mir eigentlich nicht so wichtig.
Schick aber ohne leistungsstarke Features hilft mir nicht.
Ich will HorizonEDA nicht schlecht machen, kenne das ja nicht mal
wirklich, aber mich würde halt interessieren was jemand darüber denkt,
der sowohl Kicad als auch Horizon gut genug kennt um aus Sicht des
ernsthaften Anwenders darüber zu berichten.
Wühlhase schrieb:> Seit 2018 stellt Altium ja auf C# um, wobei anscheinend immer noch ein> paar Altlasten aus Delphizeiten im Code schlummern. Da C# ja aber> ähnlich wie Java in einer virtuellen Maschine läuft, kommt> Linuxunterstützung vielleicht in Zukunft...ich spekuliere einfach mal.
Wenn Du den JIT-Compiler als virtuelle Maschine bezeichnen willst, dann
schon. Es ist aber eben keine virtuelle Maschine, sondern ein Compiler
der aus dem vorhandenen Bytecode lauffähigen Code für die jeweilige
Plattform macht.
Es wird auch nicht darum gehen das Programm unter Linux laufen zu
lassen, das dürfte für ein Softwareunternehmen wahrscheinlich noch das
kleinste Übel sein, trotz einiger durchaus gravierender Unterschiede
zwischen beiden Sytemen. Das Danach ist das Entscheidente, sprich
Support, auch wenn das der Jörg so nicht wahr haben will. Bei Mac wär's
ja noch halbwegs übersichtlich, da mehr oder weniger Monokultur. Dennoch
können sich die Hersteller solch umfänglicher SW-Pakete wie eben Altium
nicht dazu durchringen einen Port für Mac zu machen. 15% vs. 75%
Markanteil ist eben schon mal ne Hausnummer, wo man im kommerziellen
Umfeld schon mal überlegt ob sich das rechnet. Berücksichtigt man das
Mac im industriellen Umfeld eher keine Rolle spielt, dürfte sich das
Verhältnis noch weiter zu Gunsten von Windows verschieben.
Bei Linux dürfte es ähnlich aussehen. Hier kommen noch die vielen
möglichen Distributionen hinzu die wohl kaum einer vollständig
überblicken kann, zumindest nicht so wie es für einen ausgewogeenen
Support erforderlich wäre.
Windows hat sich nun mal bei Desktopsystemen im industriellen Umfeld
durchgesetzt, ob einem das gefällt oder nicht. Bei meinem Arbeitgeber
gab es noch vor 10 Jahren Arbeitsplätze mit HP-UX oder SUN, davon ist
nichts mehr übrig, es wurde komplett auf Windows und dort wo es möglich
war auf MS-Software umgestellt.
Es gab Zeiten da hat man bei vielen Kunden in der Konstruktionsabteilung
noch schweineteure Workstations mit HP-UX gesehen wo ein CAD-System
drauf lief - lang lang ist's her. Icht hatte bis vor 2 Jahren noch
Kunden die für unsere Geräte eine SW auf HP-UX benutzt haben, die haben
mittlerweile alle auf Windows umgestellt, weil das zwar sehr stabile
HP-UX nicht so wirklich in die IT-Landschaft gepasst hat und der Support
für diese Systeme immer schwieriger wurde.
Im industriellen Umfeld ticken die Uhren halt etwas anders als beim
geneigten Bastler.
Jörg W. schrieb:> Es gibt genügend Beispiele auch kommerzieller Software, bei denen das> funktioniert (Eagle beispielsweise konnte das schon vor 20 Jahren, und> wir sind ja hier im Kicad-Thread, nicht?).
Ja Eagle konnte das vor 20 Jahren und bei Ubuntu war es sogar in den
offiziellen Paketquellen.
Dennoch hat AD den Linuxport gestrichen und man wird seine Gründe haben.
Derzeit gibt es noch einen Macport und auch dafür wird es Gründe geben.
Max M. schrieb:> Sorry, aber dann ist MS Paint vielleicht was für Dich.
Eagle tuts auch.
Und zwar ganz hervorragend.
> Kicad ist so ungefähr zwei Lichtjahre weiter in der Entwicklung
Du meinst noch zwei Lichtjahre hinter Eagle?
Jedenfalls was meinen Bedarf anbetrifft.
Solche dummen Kommentare kannst Du Dir sparen.
Zeno schrieb:> Dennoch hat AD den Linuxport gestrichen und man wird seine Gründe haben.
Fehlendes Knowhow? Die machen doch sonst auch nix für Linux.
Offenbar war es für Cadsoft dagegen kein Problem, das auch zu supporten.
Zu der Zeit, als sie das angefangen haben, waren die Linux-Distros sogar
noch viel chaotischer als heute.
Bezüglich der Monokultur kann man es immer noch so halten wie die "ganz
Großen": da gibt's dann Support halt nur, wenn man Redhat Enterprise
Version XY benutzt.
Es scheint Cadence dabei auch gar nicht zu interessieren, dass Linux
"nicht genug Marktanteil" hat – zwei Linux-Distros sind schließlich die
einzigen OSe, die uneingeschränkten Support bei ihnen haben. (Wobei ich
mich eh immer frage, was ein "Markt"anteil einer Software sein soll, die
gar nicht vermarktet wird.)
Jörg W. schrieb:> Fehlendes Knowhow?
Ja wenn Du meinst, dann wird es wohl so sein. Es wird wohl nicht am
Knowhow scheitern sondern schlichtweg mangelndes Interesse sein.
Jörg W. schrieb:> Bezüglich der Monokultur kann man es immer noch so halten wie die "ganz> Großen": da gibt's dann Support halt nur, wenn man Redhat Enterprise> Version XY benutzt.
Ja könnte man machen, aber dann muß man trotzdem einen Support vorhalten
in der Hoffung das es genug gibt die Enterprise wählen.
Jörg W. schrieb:> Es scheint Cadence dabei auch gar nicht zu interessieren, dass Linux> "nicht genug Marktanteil" hat – zwei Linux-Distros sind schließlich die> einzigen OSe, die uneingeschränkten Support bei ihnen haben.
Das ist doch schön für die User dieser 2 Linuxdistros, die können dann
halt zwischen mehreren ECAD-Systemen wählen - Konkurenz belebt ja
bekanntlich das Geschäft.
Jörg W. schrieb:> Wobei ich> mich eh immer frage, was ein "Markt"anteil einer Software sein soll, die> gar nicht vermarktet wird.
Dann will ich mal Markanteil durch Anteil Desktopsysteme ersetzen, damit
Du nicht soviel fragen mußt.
Zeno schrieb:> Wühlhase schrieb:>> Seit 2018 stellt Altium ja auf C# um, wobei anscheinend immer noch ein>> paar Altlasten aus Delphizeiten im Code schlummern. Da C# ja aber>> ähnlich wie Java in einer virtuellen Maschine läuft, kommt>> Linuxunterstützung vielleicht in Zukunft...ich spekuliere einfach mal.> Wenn Du den JIT-Compiler als virtuelle Maschine bezeichnen willst, dann> schon. Es ist aber eben keine virtuelle Maschine, sondern ein Compiler> der aus dem vorhandenen Bytecode lauffähigen Code für die jeweilige> Plattform macht.
Ehrlich gesagt, wie genau das im Einzelnen funktioniert habe ich keine
Ahnung, obwohl Java die Programmiersprache ist in der ich bisher
wahrscheinlich den meisten Code geschrieben habe. Soweit ich das sehe
verhackstückt der Compiler den Quellcode zunächst zu Bytecode, der dann
auf der JVM ausgeführt wird, der JIT-Compiler gurkt während der
Ausführung dazuwischen herum. Die JVM besteht ja definitiv noch aus mehr
als nur dem JIT-Compiler: Garbage Collector, Classloader, ...
Aber wie gesagt, das kenne ich eher vom Hörensagen (wenn auch von
"richtigen" Programmierern), selber mußte ich mich damit noch nie
befassen.
Ich jedenfalls habe beschlossen, mich nach und nach von Windows
wegzubewegen, MS hat sich einfach zuviel Mist erlaubt. Die Produkte an
sich von MS finde ich noch gar nicht mal so übel, weder Windows noch MS
Office, aber das ungefragte Installieren neuer Programme bei einem
Update, das selbständige Herunterfahren und Beenden aller offenen
Programme wenn man den Rechner zu lange unbeaufsichtigt läßt, und
weiterer solcher Sperenzien...bin ich nicht mehr bereit zu aktzeptieren.
Wühlhase schrieb:> das selbständige Herunterfahren und Beenden aller offenen> Programme wenn man den Rechner zu lange unbeaufsichtigt läßt
Hmm, das ist bei mir eigentlich noch nie passiert, eher der umgekehrte
Fall das er beim Herunterfahren hängen geblieben ist, weil ich bei einem
Programm vergessen hatte die Daten zu speichern.
Was sollen denn das für Programme sein die da ungefragt installiert
werden?
Wenn man automatische Updates ausgeschalten hat und sich selber um die
Updates kümmert gibt es da eigentlich keine Probleme.
Zeno schrieb:>> Fehlendes Knowhow?>> Ja wenn Du meinst, dann wird es wohl so sein. Es wird wohl nicht am> Knowhow scheitern sondern schlichtweg mangelndes Interesse sein.
Seitens des Herstellers: glaub ich gern.
Man kann es auch "Ignoranz" nennen.
> Konkurenz belebt ja bekanntlich das Geschäft.
Richtig. Keiner muss Altium kaufen. Es gibt Alternativen.
Wühlhase schrieb:> -Altium hat eine Schnittstelle zu Octoparts. Altium kann dir für jedes> Bauteil den günstigsten Distri raussuchen.
Octopart und der günstigste in einem Satz?
> Und Altium hat es auch nicht gemacht wie Cadsoft: 20 Jahre Lizenzen> verkaufen und außer GUI-Schickimicki nichts mehr dran arbeiten.
Vintage Kommentar, Schuster bleib bei deinen Leisten.
> aber das ungefragte Installieren neuer Programme bei einem> Update, das selbständige Herunterfahren und Beenden aller offenen> Programme wenn man den Rechner zu lange unbeaufsichtigt läßt, und> weiterer solcher Sperenzien...bin ich nicht mehr bereit zu aktzeptieren.
Warum schaltest du den ganzen Updatekrampf nicht einfach ab?
Wg, der angeblichen Sicherheit? Was für'n Schmarrn, das war noch nie
sicher ist jetzt nicht sicher und wird nie sicher sei, mit Sicherheit.
Sonst wären ja keine Updates mehr nötig. Manuelles update geht außerdem
immer.
Ron T. schrieb:> Jedenfalls was meinen Bedarf anbetrifft.
und? Bin auch eagle user, aber das ist mir so egal wie das OS dadrunter.
Kann ich halt. Gründe lassen sich immer finden.
> Also der PCBnew Editor ist für mich kein vollwertiger Ersatz meines> bevorzugten Eagle-Layout Editors.
Das ist auch kein Wunder, Eagle hat das mit Abstand beste beste Konzept
außerhalb der Megafabs wo Designer/Layouter Horden in Kompaniestärke
alle voll globalisiert am gleichen Design werkeln.
So, ich selbst hatte noch nie KiCad benutzt und fand die Diskussion
interessant.
Ich selbst arbeite auch mit einer kommerziellen Lösung und ärgere mich
schon ewig über den mangelnden Support an aktuellen Bibliotheken und
anderen Möglichkeiten der Scripteinbindung etc.
Also mal fix das Programm installiert, grob durchblickt und ein paar
Shortcuts in den Einstellungen für mich verändert.
Nach ca. 30 Minuten Ausprobieren war die Bedienung kein Problem mehr.
Recht intuitiv, sehr angenehm!
Auch die bemängelten Schriften fand ich gar nicht unangenehm, allerdings
arbeite ich am Desktop mit 2x40" und habe keine Erfahrung mit Layouten
am Laptop oder dem Mobile..
Werde ich auf jeden Fall weiter ausprobieren.
Könnte für meine Aufgaben eine perfekte Alternative sein!
Wühlhase schrieb
> Ich jedenfalls habe beschlossen, mich nach und nach von Windows> wegzubewegen, MS hat sich einfach zuviel Mist erlaubt.
Wenn ich vor allem was sich jemals "zuviel Mist erlaubt" hat weglaufen
würde, wüsste ich gar keinen Ort auf dieser Welt mehr, an den man noch
flüchten kann. Ohne eine gewisse Resilienz macht das Leben im Grunde
keinen Spaß. Und es gibt weiß Gott massig Mitbürger, die haben ganz
andere Probleme als ein paar "PC sorgen".
> Die Produkte an> sich von MS finde ich noch gar nicht mal so übel, weder Windows noch MS> Office, aber das ungefragte Installieren neuer Programme bei einem> Update, das selbständige Herunterfahren und Beenden aller offenen> Programme wenn man den Rechner zu lange unbeaufsichtigt läßt, und> weiterer solcher Sperenzien...bin ich nicht mehr bereit zu aktzeptieren.
MS hat bei mir im Leben noch nie den Rechner ohne mein Wissen unbemerkt
herunterfahren können. Wenn es wichtige Updates gibt, kann es nun mal
unabdinglich sein, das Notebook oder den Desktop-PC danach neu zu
starten. Da gibt es immer genügend Zeit für den Anwender zu reagieren
und sich rechtzeitig drauf einzustellen.
XY M. schrieb im Beitrag #7210206:
> Schlaumaier schrieb:>> Das einzige was ich hasse ist, das ich noch keine Möglichkeit gefunden>> habe, Platinen OHNE Schaltplan in KiCad zu erstellen
Ich habe nie verstanden warum man das möchte. Die Möglichkeit Bauteile
frei verbinden zu können hat Eagle schon zu DOS-Zeiten früh aus meinem
Fokus gekickt.
In der Kreppband-Ära mußte man das fertige Layout, wenn es denn
umfangreicher war, mit einem Kollegen auf Übereinstimmung mit dem
Schaltplan prüfen. Das hat selten 100%ig geklappt. Warum will man das
mit einem CAD-Programm ebenso haben?
Selbst für ein einfaches Adapterklemmenlayout macht es doch keinen
Aufwand den kleinen Schaltplan zu erstellen. Beim Layout kann man sich
dann ganz eben darauf konzentrieren. Auf das Layout. Wenn der Schaltplan
stimmt wird das Board prinzipiell funktionieren.
Und ganz nebenbei habe ich eine Doku zu dem Board welche ich auch 20
Jahre später auf einen Blick verstehe.
> Nun, Cadsoft hatte mit Eagle seinerzeit nicht ohne Grund Layout,> Schaltplan und Aurorouter als getrennte Module zum Kaufen. Das sollte> man kombinieren können wie man es braucht und nicht von vornherein> Optionen, schneller zum Ergebnis zu kommen, mit einem steif zementierten> Workflow ausschließen.
Naja, das war wohl eher Zufall bis Marketing. Den Autorouter brauchte
wirklich kaum Jemand, Orcad SDT war der Standard für Schaltpläne.
Man konnte Eagle mit Netzlisten aus Orcad füttern, der
Netzlistengenerator war per Script flexibel anpassbar.
(Die Eagle Schaltpläne sahen auch scheixxx aus..)
Eagle hatte zunächst kaum Wettbewerb in seinem (Preis-) Segment und
funktionierte brauchbar. Außerdem gab es die donglebefreiten Versionen
für Hobby und Student. Damit hat Eagle seine Nische erobert, trotz
eigenwilliger Bedienung und Arbeitsweise.
Das ist auch okay so, aber heute hat man Auswahl und kann schauen
welches Programm und welche Arbeitsweise zu einem passt. (Wenn es der
Arbeitgeber nicht vorschreibt) Es gibt keinen Grund für Verbissenheit
und "Krieg der Systeme".
Spaßeshalber habe ich den alten Eagle 2.6 mal angeworfen, siehe
angehängtes Bild. War ganz schön umständlich, damals.
Uwe
Uwe B. schrieb:> Selbst für ein einfaches Adapterklemmenlayout macht es doch keinen> Aufwand den kleinen Schaltplan zu erstellen.
Sehe ich auch so. Aber wie ich oben schon schrieb, man kann das auch in
Kicad haben, wenn es denn unbedingt sein muss. Man muss dann halt den
Layouteditor mit der Hand starten, statt über den Projektmanager zu
gehen.
Selbst den Versuch, damit einen simplen DIL-auf-SO-Adapter zu layouten,
habe ich aber ganz schnell aufgegeben. Man verliert so viel vom
gewohnten Komfort, das muss man nicht haben.
Ron T. schrieb im Beitrag #7210963:
> Wiegesagt, der Kicad PCB-Editor allein kann es mit demjenigen von Eagle,> der ein tatsächlich verschaltetes Layout erzeugt nicht aufnehmen.
Hatte es oben schon beschrieben: was mir ohne Netzliste fehlt sind halt
Dinge wie push and shove und online DRC - ohne diese weiß der Editor
natürlich nicht, ob er meinen neuen Leiterzug mit einem existierenden
verbinden darf oder zu dem existierenden einen Abstand einhalten soll.
Mir ist nicht klar, wie ein anderes Layout-Tool da ohne Netzliste
(infolge fehlenden Schaltplans) irgendwie anders arbeiten können soll.
Ron T. schrieb im Beitrag #7210992:
> Jörg W. schrieb:>> ohne diese weiß der Editor natürlich nicht, ob er meinen neuen Leiterzug>> mit einem existierenden verbinden darf>> Eagle fragt einfach welcher (der automatisch angelegten) Name dann> genommen werden soll. Daß zwei Signale verbunden werden sollen ist dem> Programm ja durchs Anklicken ersichtlich.
Kicad muss da nicht einmal nachfragen, denn das Layout erzeugt keine
Netzliste. Sie werden dann einfach verbunden.
Aber genau das ist es ja, was mich daran gestört hat: wenn es eigentlich
zwei verschiedene Leitungen werden sollten, dann will ich sie an der
Stelle gar nicht verbinden sondern will, dass die eine der anderen "aus
dem Weg geht" – entweder durch push and shove, oder indem ich mit der
zweiten gar nicht unterhalb des DRC-Abstands an die erste heran komme.
Wenn man diesen Komfort für unnötig hält, dann wüsste ich nicht, warum
man solche einfachen Dinge (wie den genannten Adapter) nicht auch rein
mit dem Layout-Editor von Kicad machen können soll. Ich würde es nur
wegen dieses (in meinen Augen) Komfortverlustes nicht so machen wollen.
Der Schaltplan für so einen simplen Adapter ist ja in 5 Minuten
zusammengedengelt *), danach gibt es eine "richtige" Netzliste.
*) Eben getestet. Für einen DIP-14 auf SO-14 Adapter habe ich vier
Minuten für den Schaltplan und 5 Minuten für das daraus resultierende
Layout gebraucht.
Ron T. schrieb im Beitrag #7211020:
> Für den Schaltplan fast die Hälfte Mehraufwand.
Immens, 10 Minuten für alles. Danach braucht man dann zwei Stunden für
das selbst geätzte Ergebnis oder zwei Wochen, wenn man es aus China
kommen lässt.
Die "fast die Hälfte" reduzieren sich aber noch massiv, wenn das Layout
produktionsfähig werden soll – ich habe jetzt noch keinen
Platinenumriss, keine Beschriftung etc. pp. und auch noch keine
Produktionsdaten in irgendeiner Form (und sei's ein ausgedrucktes PDF
fürs Selbstätzen), bzw. es noch nicht in irgendein Webformular eines
Fertigers reingedrückt.
Am Ende werden es keine 10 % der Gesamtzeit mehr sein, die der
Schaltplan mehr gebraucht hat.
Aber ja, wenn man das zum primären Kriterium der Wahl eines EDA-Systems
macht, dass man damit möglichst gut Striche malen kann, dann haben wohl
alle außer Eagle einen Systemnachteil. ;-)
Ron T. schrieb im Beitrag #7210963:
> Wen soll das jetzt überzeugen?> Denjenigen der einen Schaltplan braucht genauso wenig wie denjenigen der> keinen braucht.
Ron, als "Maker" brauchst du nicht unbedingt einen Schaltplan. Wer aber
mit den großen Hunden pinkeln will (seine Werke verkaufen muß) braucht
auch für ein Adapterboard die entsprechende Doku.
> Nach mehreren Dutzend Bastel-Projekten 'ohne' vermisse> ich die Möglichkeit nicht, und die Notwendigkeit schon gar nicht.
Es steht dir, als Bastler, frei ohne Schaltplan zu arbeiten. Zumindest
mit den beiden hier diskutierten Programmen.
> muß man aber auch sagen daß simple Microcontroller-Projekte von heute> mit Transistor/TTL Gräbern von damals nicht mehr viel zu tun haben.
Es mag in deiner Welt so sein daß Schaltungen heute nicht mehr so
komplex sind. Gerüchteweise werden kommerzielle Produkte aber in der
Regel nicht aus Arduinos und "Hats" zusammengedübelt.
Moderne Schaltungen sind durchweg erheblich anspruchsvoller als die
"TTL-Gräber" des letzten Jahrhunderts. Damals reichte es oft aus die
Versorgungsleiterbahnen breit genug zu machen und stumpf jedem IC seinen
100nF zu verpassen.
> Knowhow steckt in der Software- und die Dokumentation der> Schaltungsdetails dort ebenso.
Das mag bei einem Arduino mit angeschlossenem I2C-Sensor und einer LED
so sein. Ansonsten wirft diese Aussage schon ein schräges Licht auf
deine "Arbeitsweise".
> Daneben sind in vergleichbar> unkomplizierten Layout-Dateien alle wesentlichen Dinge von> Leitungsführung, Bezeichnung, Belegung usw. nicht minder plausibel> dokumentiert, ja quasi sogar als besserer, "echter" Schaltplan lesbar.
Ein Layout ist genauso wenig lesbar wie ein Ottomotor.
Ein gewisser Zwang zunächst eine Netzliste (per Schaltplan) generieren
zu müssen hat auch einen erzieherischen Aspekt. In der Kreppband-Ära war
es für mich kein Problem eine Z80 oder 8051-Schaltung lediglich mit ein
paar Bleistiftskitzen zum Pinout zu kleben. Die Doku, den Schaltplan,
hat es dann natürlich nie gegeben. Oder ein Praktikant hat den
Schaltplan nachträglich mit Rotring und Schablone gezeichnet, was fast
noch schlimmer war als mit ohne Plan.
Aus dieser Erfahrung heraus erstelle ich seit ich mit CAD arbeite
immer erst einen Schaltplan. Und erwarte daß der Schaltplan und das
Layout am Ende konsistent sind.
Hin und wieder müsste ich Elektroschaltpläne entwerfen. Eigentlich. Da
mir aber die Bedienung der einschlägigen Programme nicht eingehen will
(der Klassiker, Ahne ist eine DOS-Software...) gibt es den Kasten dann
"eben schnell" ohne Plan. Plan kommt nach...
Die Folge ist dann öfter mal daß ich bei Defekten oder Fehlersuche
selber schauen muß. Was wiederum nicht der Plan ist.
Uwe
Ron T. schrieb im Beitrag #7211065:
> Uwe B. schrieb:>> Es steht dir, als Bastler, frei ohne Schaltplan zu arbeiten. Zumindest>> mit den beiden hier diskutierten Programmen.>> Ja eben gerade nicht.> Der Kicad-Workflow erzwingt diesen.
Das ist einer der Vorteile von KiCAD, wenn ich mir Deine Arbeitsweise so
ansehe.
Ich habe zwar auch früher mit Eagle gearbeitet, aber auf die Idee, einen
Platine ohne Schaltplan zu machen, wäre ich nie gekommen.
Sorry, daß ich das so deutlich sagen muß, aber das ist Murks^2. Dazu
braucht man wahrlich kein ECAD system.
Wie gesagt, für 2 Transistorschaltungen oder einen Arduino Heat irgendwo
draufzupfriemeln, mag es reichen aber wenn Du so komplexere Schaltungen
entwickelst, wirst Du grandios scheitern.
Ron T. schrieb im Beitrag #7211065:
> Uwe B. schrieb:>> Es steht dir, als Bastler, frei ohne Schaltplan zu arbeiten. Zumindest>> mit den beiden hier diskutierten Programmen.>> Ja eben gerade nicht.> Der Kicad-Workflow erzwingt diesen.> Eagle nicht.
Jörg hat es mehrfach geschrieben: Wenn du den PCB Editor direkt
startest, also nicht aus dem Projektmanager heraus, (der ja dann auch
nicht benötigt wird) kannst du Bauteile plazieren und verbinden wie du
möchtest. Weil es ja keine Netzliste gibt.
Einfach mal über den Tellerrand schauen und probieren. Kostet ja nichts.
Uwe