Anbei der Schaltplan eines Mobitronic/Waeco 12V Ladegerätes mit Bulk/Float Umschaltung. Unten rechts ist der CA4013E, der diese Umschaltung abhängig vom Ladestrom steuert.
Die Belegung entspricht dem Standard Einfach OpAmp mit Offset Einstellung. Aber ist das nun ein Komparator oder ein Operationsverstärker? Das Internet zumindest scheint ratlos zu sein und schlägt mir wahlweise einen Flug von Air China oder den CD4013 Flipflop vor.
Leider nicht, weil ich den grossen Bruder dieses Gerätes habe, in dem dieser Teil anders gelöst ist und davon (Mobitronic 925-012-D) kein Schaltplan existiert. Mir geht es um die Funktion und die Identifikation der zugehörigen Trimmpotis.
Ist das ein Typo im Schaltplan und eigentlich und der CA3140 gemeint?
Das wäre gut möglich. Keine Ahnung, wie der Ausbildungsstand bei Waeco zu dieser Zeit war.
Ich denke aber, das damit die Kernfrage beantwortet ist, wird wohl ein Typo sein. Vielen Dank an die Teilnehmer!
Ist das ein Typo im Schaltplan und eigentlich und der CA3140 gemeint?
Das wäre gut möglich. Keine Ahnung, wie der Ausbildungsstand bei Waeco
zu dieser Zeit war.
Ich denke aber, das damit die Kernfrage beantwortet ist, wird wohl ein
Typo sein. Vielen Dank an die Teilnehmer!
Eigentlich eher egal. Beschaltet ist der jedenfalls wie ein Komparator wegen der Mitkopplung, so dass man, wenn man den ersetzen müsste, da am besten einen Komparator rein macht.
C20 ist ein absolutes no-go, bei jedem OpAmp oder Komparator, der muss
weg
Wie o.a. ist das die Schaltung des kleineren 15A Modells. Ich habe die 25A Version, in der dieser Job anscheinend von einem Teil eines LM324 übernommen wird. Die Schaltung ist recht komplex, aber der obige Schaltplan hilft bei der Identifikation der Trimmpotis.
Ein wesentlicher Unterschied zwischen Opamp und Komparator ist das Verhalten bei Übersteuerung.
Beim Opamp kann die Übersteuerung zur Sättigung einiger Transistoren im IC führen. Besonders bei etwas niedrigohmiger Belastung am Ausgang.
Wenn man bei einem Opamp mit einem Sinus über die Aussteuergrenze kommt , sieht man u.U. am Scope eine Gerade die nicht symmetrisch zum Scheitel des Sinus ist, sondern im wieder abfallenden Bereich bleibt die Ausgangsspannung etwas länger waagerecht und geht dann meist schlagartig auf den zu erwartenden Sinusverlauf über.
Das "etwas länger" sind dann Bruchteile einer µs oder mehrere µs, je nach Typ. Bei vielen Schaltungen kommts nicht drauf an und man kann einen Opamp anstelle eines Komparators einsetzen.
Unten rechts ist der CA4013E, der diese
Umschaltung abhängig vom Ladestrom steuert.
Unverständlicher kann man den Schaltungsteil mit dem fragliche IC wohl nicht darstellen. Da würde ein Zahlendreher bei der Typenbezeichnung gut ins Bild passen. :-(
der CA3140 ist zwar ein OP, aber da vom Ausgang auf den NON INv 8.2 Meg als Mitkopplung ist der als Komparator geschaltet, deshalb auch das C zwischen INV und NON Inv, die Hystereseschleife rechts im Plan passt dann auch dazu.
Mit Pin 7 V+ an 13V und Pin 4 V- an GND, aber die Beschaltung mit 1k nach GND am NON Inv und wahrscheinlich Strommessung über R11 nach GND, da müssen die Eingänge bis GND, das soll der CA3140 können. Mit Single Supply können die Eingänge beim CA3140 bis -0.5V, das ist hier definitiv notwendig das die EEingänge bis zur unteren Versorgung gehen können, bei den "alten Schaltungen" war da der CA3140 gerne genommen weil das der entscheidende Unterschied zum uA741 war, sollte passen
Jedenfalls ist ein Zahlendreher die wahrscheinlichste Erklärung. Ein Foto des ICs könnte das klären. Digital-ICs mit 8 Pins waren damals selten. Bei Harris und Intersil habe ich nichts gefunden, Renesas fehlt bei den Bitsavers.
Hätte ich auch noch, sowie noch CA3130, wenn ich sie bräuchte. Aber wer den Thread verfolgt hat, weiss, das ich jedenfalls keinen Bedarf habe. Die CA3140 müsste ich sogar noch im Blechtöpfchen haben (TO99-8).
Aber ist das nun ein Komparator oder ein
Operationsverstärker?
Ein Operationsverstärker.
Das 50k Poti ist für den Offsetabgleich.
wENN Das Teil bei Dir gesockelt ist, oder Dui sockelst es:
Kannst Du leicht einige OPV ausprobieren.
Es sieht bei der Beschaltung aus, das Du keinen besonders schnellen Typen benötigst.
In Matthias Ladegerät werkelt doch gar kein CA3140, sondern ein LM324.
Auch das scheint nicht bei jedem durchgesickert zu sein. Leute, es ist schon länger alles geklärt - es handelt sich um einen Druckfehler im Schaltplan.
Meins scheint von 2001 zu sein, da ist ein CD4060 mit Datum 0137 drauf, der schon von ONSemi ist und nicht mehr von Motorola. Anbei mal ein Bildchen der Platine, damit man sieht worum es geht. An Trafos jedenfalls herrscht hier kein Mangel, und so ganz simpel ist die Schaltung nicht.
Jaja, da ist eine 20A Sicherung drin, aber 25A hatte ich damals nicht und 30A wollte ich nicht.
Das Dings stammt aus einem Boot, der Eigner hatte die Sicherung gekillt und das Ladegerät verschenkt. Netzkabel hatte er auch abgeschnitten.
Gerade nochmal in die Anleitung geguckt, da steht auch ein Datecode von '01.03'.
Der Schaltplan, den du vom anderen Modell gepostet hast, der muss deutlich älter sein. Aber das Konzept ist ja auch immer noch prima, nur die vielen Wickelgüter sind heute zu teuer.
Was hat es bei Euch in DE immer mit dem "Netzkabel abzwicken" auf sich? Warum macht man das? Damit sich keiner zufällig was antun kann? Advokatenfimmel? Haftungsangst? Es wäre einfacher die Grenzen des Advokatentums einzuschränken. Man merkt daran wie sehr Dinge ausser Kontrolle geraten sind.
Bei uns kennt man das eigentlich nicht. In meinen jungen Jahren in DE der 79er Jahre wäre mir das eher als hanebüchen vorgekommen. Naja, andere Zeiten, andere Zicken...
Was hat es bei Euch in DE immer mit dem "Netzkabel abzwicken" auf sich?
Warum macht man das? Damit sich keiner zufällig was antun kann?
Advokatenfimmel? Haftungsangst? Es wäre einfacher die Grenzen des
Advokatentums einzuschränken. Man merkt daran wie sehr Dinge ausser
Kontrolle geraten sind.
Wurde aus deinem südlichen Nachbarland importiert.
Ist aber in Kanada auch nicht alles so einfach. Der Sohn eines guten Freundes ist vor 15 Jahren nach Kanada ausgewandert, nahm Gastronomiegeräte aus EU mit. Die dort verwenden zu dürfen hat ihn große bürokratische Hürden zu überwinden gekostet.
Was hat es bei Euch in DE immer mit dem "Netzkabel abzwicken" auf sich?
Da muss man, glaube ich, nicht viel reininterpretieren. Der Eigner des Bootes wollte vermutlich sich selber damit signalisieren, das dieses Ladegerät nicht mehr brauchbar ist. Da ich auf der Werft als Elektronikspezi bekannt bin, heben die sowas für mich auf. Ich habe dann die Sicherung erneuert und ein Netzkabel spendiert. Und der Eigner hat ein schönes neues Sterling Power Ladegerät bekommen, was für seine 2 Batteriebänke sowieso besser ist. Im gleichen Arbeitsgang fiel deswegen noch ein 15A Vetus Lader ab.
Funktionierende Geräte dürfen aus der EU nicht als Schrott exportiert werden. Da keiner dem Zoll alle Geräte in einem Container nichtfunktional vorführen will, werden die Kabel gekappt. Damit ist das Gerät von Endusern nicht mehr offiziell reparierbar, da Schraubendreher und spezifische Kenntnisse Voraussetzung sind. Damit ist die Nichtfunktionalität für Schrottanspruch erfüllt -> Container darf nach Afrika...