Ich suche nach einer Lösung (Kleinserie für den Hobbybereich), um ca. 28,5V DC (ca. 4W) aus 230 V Netzspannung auf einer kleinen Platine zu erzeugen. Kartentrafos sind mir für die Anwendung zu groß und schwer.
Ich stieß auf ein Platinenmodul (Bild anbei), was noch extern zu beschalten ist. Schaltung selbst liegt mir noch nicht vor. Ich erhoffe mir, daß ich durch Änderung vielleicht von 2 Widerständen das Teil von 24V auf die gewünschten 28,5V hochtrimmen kann.
Neben ein paar Dioden, Brückengleichrichter und Ferrit-Trafo ist ein Chip drauf, dessen Bezeichnung schwer zu entziffern ist:
1
P. LIC2305
2
A24302
3
HF
glaube ich erkennen zu können. Konnte auch noch eine Produktspezifikation vom Hersteller der Platine erhalten (s. Anlage). Wie gesagt, Gesamtschaltplan fehlt, aber vielleicht gibt es zu dem Chip eine AN.
Kennt jemand den Regler-Chip oder kann andere sachdienliche Hinweise zur Identifizierung geben?
Ja, sieht putzig aus, das Ding.
Aber 4mm Isolationsabstände sind da nicht eingehalten.
Und nach Prüfzeichen frage ich besser auch nicht.
Ich würde das Teil KEINESFALLS irgendwo verwenden, wo die Sekundärseite zugänglich, also irgendwie berührbar ist.
Natürlich würde dazu auch 'ne Kabelverbindung (Schnittstelle) zu PC o.ä. zählen.
Das Ding hat anscheinend keine Rückkopplung über einen TL431 + Optokoppler.
Das kann funktionieren, wenn der Regler die Pulse auf der Hilfswicklung genau auswerten kann. Manche auf Stromsparen getrimmte Regler können das ganz gut.
Aber gerade an den Leistungsgrenzen - also (so gut wie) keine Last oder Vollast kann es gut sein dass die Spannung davonläuft - nach oben wie nach unten. Diesen Aspekt würde ich (neben den genannten Sicherheitsaspekten) unbedingt untersuchen bevor ich so ein Teil einsetzen würde.
Mein Vorschlag statt dessen wäre ein gängiges Modul von einem als gut und zuverlässig bekannten Hersteller zu verwenden. Recom, Traco, Meanwell etc.
Das dann in der nächst höheren gängigen Spannung, also z.B. 36V. Und dann einen kleinen Buck-Wandler dahinter um auf die 28,5V zu kommen.
Denn diese kleinen Module sind aus gutem Grund meist vergossen und innen sehr eng integriert und verschachtelt aufgebaut. Da was dran anzupassen ist fummelig und nicht wirklich "serientauglich". Du weißt nicht wie sicher das dann hinterher noch ist.
Statt das Rad zum x-ten Mal zu entwickeln würde ich ein fertiges 28V-Steckernetzteil suchen. Reichelt und Conrad haben z.B. so viele geprüfte, dass sie welche verkaufen müssen.
Statt das Rad zum x-ten Mal zu entwickeln würde ich ein fertiges
28V-Steckernetzteil suchen. Reichelt und Conrad haben z.B. so viele
geprüfte, dass sie welche verkaufen müssen.
Das kommt aus Gesamtdesigngründen nicht in Frage. Es wird dem Gerät Netzspannung zugeführt, die im Gerät geschaltet und an einen 150VA Verbraucher weitergeleitet wird.
Baugröße des Geräts läßt auch nicht zu, das Steckernetzteil ins Gerät einzubauen.
Die meiner Meinung nach zielführende Lösung ist ein 48V 5W Modul (gängig) und dann z.B. darunter als Sandwich eine Wandlung auf die Wunschspannung. Zum Beispiel mit einem LMR51610, sehr günstig und einfach.
https://www.lcsc.com/product-detail/C20539658.html
Dem kannst Du abhelfen. Das Modul liegt vor Deiner Nase. So kompliziert ist das ja nun auch wieder nicht.
Dann wirst Du vermutlich auch selbst sehen, welcher Spannnungsteiler da angepasst werden muß.
Falls nicht: Schaltplan posten.
Dem kannst Du abhelfen. Das Modul liegt vor Deiner Nase. So kompliziert
ist das ja nun auch wieder nicht.
Dann wirst Du vermutlich auch selbst sehen, welcher Spannnungsteiler da
angepasst werden muß.
Falls nicht: Schaltplan posten.
Vom Lieferanten erhalte ich keinen Schaltplan. Und auch keine Informationen zum verwendeten IC.
Das war ja die ursprüngliche Intention.
So isses. Der Ladekondensator, Inrush Current Limiter, Sicherung sind alle weggelassen. Ein Entstörfilter sucht man auch vergeblich. Fügt man das alles hinzu, ist das Modul auch nicht kleiner als ein hochgetrimmtes 24V Netzteil mit z.B. 200-300mA.
Wie ich oben schon vermutet habe wertet der den Puls auf der Sekundärwicklung aus um auf die Ausgangsspannung rückzuschließen. Die Formel zur Berechnung der Widerstände ist im DaBla.
Wie gut das funktioniert würde ich aber unbedingt ausprobieren bevor ich auf diesen Wandler setzen würde, siehe mein Kommentar oben.
Wie hhinz schon schrieb, bei diesem speziellen Typ muss er ein halbes SNT ergänzen, da wesentliche Komponenten fehlen. Ob das eine einfache Lösung ist darf bezweifelt werden.
Wie hhinz schon schrieb, bei diesem speziellen Typ muss er ein halbes
SNT ergänzen, da wesentliche Komponenten fehlen.
Solange man ein relativ sauberes Netz hat, wo kaum Störungen und Oberwellen drauf rumgeistern, mag es auch ohne Überspannungsableiter und Netzfilter gehen. Ich hab einen Fritz-Repeater, wo es das interne SNT so gründlich zerlegt hat, das ich das alte SNT entkernt habe ein ein Hi Link Modul, was von der empfohlenden Außenbeschaltung vergleichbar ist, seit über einem Jahr im Dauerbetrieb. Aus Platzgründen ist die Außenbeschaltung auf eine Glasrohrsicherung am Eingang und einen Gel-Elko am Ausgang reduziert. Funktioniert wunderbar.
Wenn das Modul "platzt", wird es getauscht.
Wie hhinz schon schrieb, bei diesem speziellen Typ muss er ein halbes
SNT ergänzen, da wesentliche Komponenten fehlen.
Solange man ein relativ sauberes Netz hat, wo kaum Störungen und
Oberwellen drauf rumgeistern, mag es auch ohne Überspannungsableiter und
Netzfilter gehen.
Bei diesem Modul ist es aber eben nicht nur der Filter und Überspannungsableiter der fehlt.
Es fehlen auch so essentielle Dinge wie der Zwischenkreiskondensator oder die Kondensatoren am Ausgang. Ohne die Außenbeschaltung läuft dieses Ding einfach nicht.
Wie hhinz schon schrieb, bei diesem speziellen Typ muss er ein halbes
SNT ergänzen, da wesentliche Komponenten fehlen.
Solange man ein relativ sauberes Netz hat, wo kaum Störungen und
Oberwellen drauf rumgeistern, mag es auch ohne Überspannungsableiter und
Netzfilter gehen.
Bei diesem Modul ist es aber eben nicht nur der Filter und
Überspannungsableiter der fehlt.
Es fehlen auch so essentielle Dinge wie der Zwischenkreiskondensator
oder die Kondensatoren am Ausgang. Ohne die Außenbeschaltung läuft
dieses Ding einfach nicht.
Das habe ich auch nie in Frage gestellt. Ich habe ja sogar das Datenblatt gepostet, in dem die externen Komponenten aufgeführt sind. Bin mir völlig im klaren, daß das noch extern beschaltet werden muß.
Mal eine grundsätzliche Frage: dürfen Reverse Engineering Erkenntnisse beliebiger Produkte und Hersteller, zum Beispiel "Erstellen eines Schaltplans nach Layout", hier gepostet werden? Oder auch Seiten des Datenblatts eines chin. Chipherstellers, die z.B. das Wasserzeichen "ACME Semiconductor Confidential" tragen? Oder Layout einer Platine etc., etc. ?
Mal eine grundsätzliche Frage: dürfen Reverse Engineering Erkenntnisse
beliebiger Produkte und Hersteller, zum Beispiel "Erstellen eines
Schaltplans nach Layout", hier gepostet werden?
Da gibt es sicher Grenzen, aber derart simple Schaltpläne sind vermutlich nicht verboten. Schließlich kann sie jeder von der Platine ablesen.
Laßt mal. Bauelemente finde ich schon raus. Gibt ja genügend Tabellen. Der Widerstand ist 1,74 Ohm (wunderte mich nur über diesen "krummen" Wert, steht allerdings in der E96-Normreihe).
Die Sicherheit der Platine wurde ja moniert bzw. in Frage gestellt. Der Sekundärkreis hat zwar auf der Platine eine deutliche Trennung vom Primärkreis, aber der kleinste Abstand zwischen Primär- und Sekundärkreis beträgt nur 3,5mm. Wo findet man die Toleranzangaben dieser Art für Platinenlayouts?
Beim Versuch, die verwendeten Bauelemente, insbesondere der zwei Dioden, die in der Schaltung verwendet werden, ausfindig zu machen, bin ich nur teilweise fündig geworden. Die eine Diode hat neben GK B48 die Bezeichnung SS120F und ich glaube, sie [http://www.h-diode.com/upload/202009/27/202009271058568861.pdf hier] gefunden zu haben. Die andere, mit "GK B15 F7" bezeichnete, habe ich noch nicht gefunden.
Anm.: bin schon lange in µC.net aber es ist jedesmal wieder eine Herausforderung, ein Wort im Text (hier: "hier") mit einem Link dahinter zu versehen. Die Anleitung dazu (Externer Link), man solle ' ' als Trenner zwischen URL und Text verwenden, funktioniert aber nicht.
Wozu eigentlich die ganze Analyse der einzelnen Bauteile? Man kann auf dem Foto erkennen, dass da ein Teiler 43k/16k eingesetzt ist. Wenn man ein wenig mit Normwerten rechnet, solltest Du den 43k gegen einen 51k ersetzen und den 16k gegen einen 15k. Dann sollten sich rein rechnerisch 28.6V am Ausgang ergeben. Das Kriterium der maximalen VCC wird dabei locker eingehalten. Geht auch sicher anders, aber so bleibt man in der E24-Reihe.
Danke, Peter K. für die Bauteilrecherche. Und Harald A. danke für die zündende Idee, einfach mal nachzurechnen. Komme auch zu dem Ergebnis, wenn man VD vernachlässigt oder mit 0.7V ansetzt.
Ich war jetzt erst mal auf dem Wege, den Schaltplan in KiCad aufzunehmen und dort auch die exakten Bauelemente einzutragen. Bei der Gelegenheit wollte ich etwas KiCad üben, weil ich zuvor in EAGLE gearbeitet hatte.
Bin jetzt hin- und hergerissen, den schnellen Test zu machen, aber dazu muß ich erst mal die externe Beschaltung vornehmen. Und da fehlen mir wieder Bauelemente (L1 4,7µH/60mOhm).
Noch ein Nachtrag: im Datenblatt des Modulherstellers steht folgende Schaltung abgebildet (s. Bild). Der MOV da quer zur Zwischenkreisspannung? Der muß doch in Serie.
Noch ein Nachtrag: im Datenblatt des Modulherstellers steht folgende
Schaltung abgebildet (s. Bild). Der MOV da quer zur Netzspannung? Der
muß doch in Serie.
Noch ein Nachtrag: im Datenblatt des Modulherstellers steht folgende
Schaltung abgebildet (s. Bild). Der MOV da quer zur Netzspannung? Der
muß doch in Serie.
Oh weh! Das ist ein VDR kein NTC!
Ok. Soll der bei Überspannung die Sicherung feuern?
Komme auch zu dem Ergebnis,
wenn man VD vernachlässigt oder mit 0.7V ansetzt.
VD ist ja völlig irrelevant, Du willst einfach eine um Faktor 1,19 höhere Ausgangsspannung und da alle anderen Faktoren gleich bleiben gilt das auch für den Teiler.
Komme auch zu dem Ergebnis,
wenn man VD vernachlässigt oder mit 0.7V ansetzt.
VD ist ja völlig irrelevant, Du willst einfach eine um Faktor 1,19
höhere Ausgangsspannung und da alle anderen Faktoren gleich bleiben gilt
das auch für die VCC.
Und dummerweise auch für die Flybackspannung primär...
Komme auch zu dem Ergebnis,
wenn man VD vernachlässigt oder mit 0.7V ansetzt.
VD ist ja völlig irrelevant, Du willst einfach eine um Faktor 1,19
höhere Ausgangsspannung und da alle anderen Faktoren gleich bleiben gilt
das auch für die VCC.
Und dummerweise auch für die Flybackspannung primär...
Erkläre mal bitte. Mir ist die „Regelung“ ohne aktives Feedback sowieso schleierhaft.
Komme auch zu dem Ergebnis,
wenn man VD vernachlässigt oder mit 0.7V ansetzt.
VD ist ja völlig irrelevant, Du willst einfach eine um Faktor 1,19
höhere Ausgangsspannung und da alle anderen Faktoren gleich bleiben gilt
das auch für den Teiler.
Nein, so einfach ist das nicht. Überprüfe mal Deine Mathematik. Der Bruch steht in einer Klammer mit + 1.
Komme auch zu dem Ergebnis,
wenn man VD vernachlässigt oder mit 0.7V ansetzt.
VD ist ja völlig irrelevant, Du willst einfach eine um Faktor 1,19
höhere Ausgangsspannung und da alle anderen Faktoren gleich bleiben gilt
das auch für den Teiler.
Nein, so einfach ist das nicht. Überprüfe mal Deine Mathematik. Der
Bruch steht in einer Klammer mit + 1.
Schon klar. Aber dann rechne doch mal nach, ob das passen könnte und wenn nicht wo mein Fehler liegt.
Hilfreicher Link! Ob es hier noch alles passt ist dann die Frage. Ich würde es sowieso anders lösen, aber das habe ich ja oben schon dargelegt. Zugekaufte Bauteile umwandeln käme für mich nicht in Frage. Aber das muss Christoph natürlich für sich selbst entscheiden.
Ach, jetzt sah das in der Vorschau alle schön LaTeX-formatiert aus und
die Endfassung so.
Das ist ja mal wieder verrückt. Im Mobilphone werden die LaTeX-Formeln schön expandiert, wie's sein soll. Im Browser (Firefox, macBook, Windows) nicht.
So, wieder etwas gelernt, ich habe mir das jetzt (nicht nur auf der Seite) mal erarbeitet. War mir in diesem Detail nicht bewusst. Zur Einschätzung bräuchte man also das Windungsverhältnis. Was sind denn so typische Windungsverhältnisse in solchen Designs?
Aus vergleichbaren fertigen Trafos kann man ein Windungsverhältnis NPri/Nsec von ca. 5-7 vermuten. D.h. die Flybackspannung würde sich um 25..35V erhöhen.
Aus vergleichbaren fertigen Trafos kann man ein Windungsverhältnis
NPri/Nsec von ca. 5-7 vermuten. D.h. die Flybackspannung würde sich um
25..35V erhöhen.
Habe den Trafo mal folgendermaßen beschickt (hatte leider keine
höherfrequente Quelle als ca. 33KHz mit 600 Ohm Innenwiderstand). Ging
dann ziemlich in die Knie, als ich sie anschloß, sei's drum.
Noch mal im Klartext, 800mV, 2750mV und 500mV. Im Bild ist Sekundär links.
Windungsverhältnisse ergeben sich dann entsprechend.