was ist das?

Gast #2094205
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Hallo,
ich habe von meine Tante dieses Gerät (siehe Anhang) zum Geburtstag 
bekommen leider weis ich nicht was es ist noch was man damit machen kann

Interessant wäre auch was es wohl wert ist
Besten dank schon mal für Hinweise
Angehängte Dateien:
Gast #2094222
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Sieht mir aus wie ein (selbstgebasteltes?) Tischvolt-/ Amperemeter, mit 
getrenntem AC / DC Eingang.

Produktiv wird sowas heute niemand mehr einsetzen, da ein 
Baumarktmultimeter für 2,99 bedeutend genauer arbeitet. Hat also "nur 
noch" Sammler- / Museumswert.

Grüße
Gast #2094247
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nicht Gast schrieb:
> Sieht mir aus wie ein (selbstgebasteltes?) Tischvolt-/ Amperemeter, mit
> getrenntem AC / DC Eingang.
>
> Produktiv wird sowas heute niemand mehr einsetzen, da ein
> Baumarktmultimeter für 2,99 bedeutend genauer arbeitet. Hat also "nur
> noch" Sammler- / Museumswert.

Nun, es würde sich sicher lohnen, das Gerät mal aufzuschrauben
und zu analysieren. Solche Geräte konnten teilweise Wechsel-
spannungen über den vollen NF-Frequenzbereich messen. Solche
Messgeräte in digital sind auch heute noch nicht ganz billig...
Gruss
Harald
(Firma: Schweigstill IT) Persönliche Seite #2094457
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Das ganze ist ganz klar ein Selbstbaugerät, vermutlich aus den 80er 
Jahren. Zu erkennen ist der damals sehr gebräuchliche TRMS-Wandler AD636 
von Analog Devices. Am rechten Drehschalter sieht man, dass derjenige, 
der das Gerät gebaut hat, auch einen Trimmkondensator angebracht hat, 
vermutlich um eine Frequenzgangkorrektur durchführen zu können. Auch die 
Spindeltrimmer auf der Wandlerplatine legen nahe, dass das Gerät 
abgeglichen werden kann.

Somit kann es sich um ein mittelmäßig (~1%) genaues Spannungsmessgerät 
handeln.

Ob das Gerät jedoch wirklich kalibriert wurde, kann man natürlich nicht 
sagen.

In den Gleichspannungsmessbereichen wird das Gerät nicht mit einem 
heutigen Billigmultimeter der 10EUR-Klasse mithalten können, in den 
Wechselspannungsbereichen auf Grund des hochwertigen TRMS-Wandlers 
jedoch schon.
Gast #2094470
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leider bekomme ich nichts damit gemessen muss warscheinlich noch was 
eingestellt werden
Der Zeiger schlägt ganz aus bei 10 V bei 100V eingestellt schlägt er bis 
ca.1V aus.
Naja wenn es jemand mir Abkaufen will soll er ein Angebot machen 
ansonsten wird es zerlegt.
Gast #2094496
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Ist doch korrekt:
10V Messbereich und 10V am Eingang macht nun mal vollen Ausschlag und
100V Messbereich und 10V am Eingang macht die Anzeige bei 0.1 auch Sinn 
(10% vom Skalenendwert).
War bei analogen Anzeigen schon immer so.

Das Ding ist sauberer aufgebaut als viele meiner Basteleien.

Grüssle
Hauspapa
Gast #2094711
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> Super! Um ein paar 100 KB zu sparen verzichtet man darauf die
> Beschriftungen der ICs lesen zu können.

Hätte man eh nicht erkannt. Das Bild ist doch selbst bei dieser 
reduzierten Auflösung total unscharf. Schlecht fokusiert oder schlechte 
Handycam. Ich vermute beides.
Gute Fotos sind in diesem Forum eben selten.
Gast #2095676
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"Was es Wert ist?

Naja, 10€ sicher"

Ja, wenn man es als "Teilesatz: TRMS-IC, ordentliches Messwerk, evtl 
ordentlicher Netztransformator, ein TCA765 oder aehnlich, diverse 
Trimmer, Drehschalter in Standardqualitaet, Spannungsregler, LEDs, 
Knoepfe" ansieht. Sind die Sachen die ich noch ausschlachten wuerde wenn 
so ein Ding nach drei Jahren noch im Keller steht :)

Aber wenn es als TRMS-Millivoltmeter fuer dich brauchbar ist, benutze es 
halt als solches. Wobei der Frequenzbereich dieser ICs wirklich nur fuer 
Audio interessant ist. Eigentlich sind TRMS-Messgeraete hochwertig - 
aber die braucht nicht mehr jeder weil ein Digitaloszilloskop idR TRMS 
kann und das weit breitbandiger. Und Eigenbauten verkaufen sich immer 
schlecht.
#2095713
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Worauf hier bisher niemand hingewiesen hat:

Das Selbstbaugerät hat eine automatische Polaritätserkennung. D.h. bei 
DC schlägt der Zeiger immer in die gleiche Richtung aus, unabhängig von 
der Polarität der angelegten Gleichspannung.
Ebend dafür die Zusatzschaltung mit Relais, "minus" LEd etc.

Ein schönes Teil, der Aufwand weist auf einen begeisterten Bastler hin.
Gast #2096754
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Hallo,

ich finde das Teil sehr schön!
Da hat sich jemand sicher Monate lang nen Kopf gemacht, hat Teile 
beschafft, getestet und verworfen und zum Ende hin das Ganze auch noch 
sauber auf- und in ein ordentliches Gehäuse eingebaut. Ich behaupte mal, 
90% der Leute, die hier überall "die Gusche aufreissen" kommen über die 
Steckbrettphase nie hinaus.

Wer vergleicht denn hier was mit was?
Da wird mit Baumarktprömpeln verglichen (die seien sogar genauer), 
selten so gelacht! Und dann im gleichen Absatz auch noch "produktiv" 
genannt. Welche "produktive" Bude setzt Baumarktprömpel ein?
Da wird ihm geraten die "Ural-Elkos" rauszuschmeissen, warum? 
Ausgetrocknet?
Da wird das Teil als "Gurke" bezeichnet. Ich möchte mal sehen, was die 
heutigen "Experten" nur mit den damals zur Verfügung stehenden Mitteln 
gebaut hätten! Und das ganz offenbar als Amateur.

Wenn es nicht richtig funktioniert, dann allerdings wirds schwierig, 
Unterlagen wird die elektrische Tante ja wohl nicht haben.

Ich habe schon ein paar Eigenbauten von diversen Flohmärken mitgenommen. 
Nicht weil ich keinen Zähler, kein Netzteil oder was auch immer habe, 
sondern nur, weil die sauber aufgebaut waren. Wirklich nur einfach so. 
Die stehen zwar nutzlos rum, können einen aber auch mal alleine durch 
die Optik erfreuen. Klar, die Funktionsfähigkeit wurde hergestellt.

Gruß
Old-Papa

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