Hallo,
hier liegt, aus einem alten Flipperautomat, ein "Klopfer" aus einer
hochohmigen Spule mit feinem Draht (gemessen mit Multimeter 1,5 kOhm)
und einem Metallstift der bei 12 Volt in die Spule gezogen wird und dann
auf einen Metallwinkel "klopft".
Nun habe ich schon mehrfach hier im Forum und auch im Internet gelesen,
dass findige Bastler es geschafft haben, mit einer solchen Konstruktion
das Klopfen zu bewerkstelligen und gleicheitig, die Spule im angezogenen
Zustand z. B. "Hänschnen Klein" gesummt hat.
Also auch der Türöffner mit dem Imperialen Marsch, usw.
Nur die Schaltung dazu habe ich nie gefunden, oder die Links waren zu
alt und führten auf die berühmte "404 Page not found" Seite.
Ich will nur den Klopfer anschlagen lassen und dann in irgendeiner
Frequenz summen lassen dabei.
Für keinen konkreten Zweck, sondern nur weil mich die Technik dahinter
interessiert.
Mein Gedankenansatz wäre nun: Die Spule über einen FET mit
Gleichspannung anziehen zu lassen. Irgendwie den Strom durch die Spule
zu messen, um festzustellen, dass der Metallstift sich komplett in der
Spule befindet, bzw. angschlagen hat. Also wenn der Strom einen vorher
ermittelten Wert erreicht hat, der mir sagt: "Stift in der Spule und
angeschlagen" Dann den Strom durch die Spule über einen Transistor zu
modellieren, dass die Spule den Stift quasi als Lautsprechen benutzt.
Vorher natürlich die Strommessung unterdrücken.
Soweit so unklar.
Die Sache mit dem FET kriege ich noch hin. Auch noch die Ansteuerung der
Basis des Transistors in der Konstantstromquelle sollte noch zu
bewerkstelligen sein.
Aber wie realisiere ich die Umschaltung von "Anziehen" auf "Summen
Start" ?
Seid bitte nachsichtig mit mir. Ich bin 62 Jahre und gelernter
Maschinenschlosser. Mit Elektronik beschäftige ich mich erst seit 2
Jahren, weil ich im Ruhestand nicht geistig "eintrocknen" möchte.
Wie schon geschrieben, es geht um Nichts nur um den Spaß daran.
Gruß
Mario
Mario B. schrieb:> Wie schon geschrieben, es geht um Nichts nur um den Spaß daran.
Jaja manche haben Spass am Trollen.
>Nun habe ich schon mehrfach hier im Forum und auch im Internet gelesen,>dass findige Bastler es geschafft haben, mit einer solchen Konstruktion>das Klopfen zu bewerkstelligen und gleicheitig, die Spule im angezogenen>Zustand z. B. "Hänschnen Klein" gesummt hat.
Ne du vermurkst da was, zum Hänschen klein brauchst mehr als eine
Klopferspule, da brauchst einen Stepper-Motor wie z.B. in Floppies
verbaut. Damit kannste dan losorgeln wie ein besoffener Pirat:
https://www.youtube.com/watch?v=Qs9jiXOKNls
Das ging ja schnell.
Ich habe mal den Schaltplan, so wie ich den verstanden habe, angehängt.
Wie berechne ich den Widerstand und den Kondensator ?
Also das der Kondensator einen Rc = f*C* Omega f nahe Null haben soll,
kann ich mir noch vorstellen.
Aber wie berechne ich den Widerstand und wie kriege ich genug Leistung
über den Kondensator, um den Stift im Klopfer zum Summen zu bekommen ?
Danke für den Hinweis schon einmal.
Mario
Ordner schrieb:> Ne du vermurkst da was, zum Hänschen klein brauchst mehr als eine> Klopferspule, da brauchst einen Stepper-Motor wie z.B. in Floppies> verbaut.
Das ist nicht richtig. Jede Spule, die ein bewegliches Teil antreibt,
kann Schwingungen (Schall) erzeugen.
Die Überlagerung des Audiosignals mit dem Strom, der zum Anziehen der
Spule benötigt wird kann auch z.B. per PWM erfolgen.
Solange sich die PWM immer im "oberen" Bereich befindet (z.B. 80-100%),
bleibt der Stößel angezogen, es überlagert sich aber das Audiosignal mit
20%.
Das, mein lieber Ordner, habe ich auch schon gesehen.
Aber anders als bei den Türöffnern, die den Imperialen Marsch summen,
haben da die Leute auf den Seiten eine ausführliche Erklärung dazu
geliefert, wie das ganze funktioniert.
Von der Umwandlung der Midi Dateien im z. B. Arduino bis hin zur
Erklärung, warum der Steppermotor in einem Diskettenlaufwerk oder einer
Festplatte (IDE Festplatten, mit SATA hat das noch Keiner versucht.)
beim Anlegen eines Null-Signal an den DrvEnable die gewünschte Bewegung
macht.
Also, mein lieber Ordner: Wenn hier einer Trollt, dann ja wohl im Moment
nur Du.
Gruß
Mario.
Joe F. schrieb:> Ordner schrieb:>> Ne du vermurkst da was, zum Hänschen klein brauchst mehr als eine>> Klopferspule, da brauchst einen Stepper-Motor wie z.B. in Floppies>> verbaut.>> Das ist nicht richtig. Jede Spule, die ein bewegliches Teil antreibt,> kann Schwingungen (Schall) erzeugen.
Du meinst so was langweiliges:
https://www.youtube.com/watch?v=gTbxWJuS7as
???
Das würd ich jetzt nicht als das werk eines findigen Bastlers
bezeichnen, aber die Ansprüche an Findigkeit sind ja bekanntlich so
verschieden wie die Menschen.
Das heißt ich kann eigentlich kein normales Audiosignal einkoppeln.
Ich müsste also lernen, wie man z.B. einen Arduino programmiert, damit
ich dann mit einem Transistor eine Frequenz mit einem Spannungspegel von
min. 9,6 Volt über den Kondensator gegen GND anlegen kann, die dann die
Spule mit z.B. 400 Hz summen lässt ?
Oder wie soll ich die 80 - 100% Pegel verstehen ?
Mario
Mario B. schrieb:> Ich müsste also lernen, wie man z.B. einen Arduino programmiert, damit> ich dann mit einem Transistor eine Frequenz mit einem Spannungspegel von> min. 9,6 Volt über den Kondensator gegen GND anlegen kann, die dann die> Spule mit z.B. 400 Hz summen lässt ?
Oder einfach, wie man die Spule mit einem Arduino über einen Transistor
mit einer PWM ansteuert.
> Oder wie soll ich die 80 - 100% Pegel verstehen ?
Die PWM wird dann moduliert.
Aus -> 0%
Ein mit überlagerter Musik: zwischen 80% und 100%.
Mario B. schrieb:> Ich müsste also lernen, wie man z.B. einen Arduino programmiert,
Nee musst du nicht, du musst nur lernen wie man einen wie ein
Lautsprecher ansteuert - ich sag ja langweiliger Kram - willst was mit
Arduino bauen dann bau ne Floppy Orgel.
Im einfachsten Fall nimmst du eine 80% PWM und stellst einfach die PWM
Frequenz auf die gewünschte Tonhöhe.
Aber aufpassen: eine Spule, die 1.5K DC Widerstand hat, hat eine sehr
hohe Induktivität.
Ohne Freilaufdiode oder Snubber haut es dir da sehr hohe
Spannungsspitzen raus, wenn du die Spule über einen Transistor mit einer
PWM ansteuerst.
Das Problem ist doch garkeines.
Ganz einfach:
Du nimmst einen DC-gekoppelten Audioverstärker (gibt es wie Sand am
Meer) den du am Eingang mittels Poti so hoch legst, dass die
Ausgabespannung z.B. 12V beträgt, sofern deine Spule damit arbeitet.
Sobald du nun den Verstärkerausgang mit der Spule koppelst, zieht diese
an.
Ein jetzt eingespeistes Audiosignal moduliert die Ausgangsspannung,
sodass der Anker genau dieses Audiosignal wiedergibt.
Du brauchst also nichts weiter, als ein DC-vorgespanntes Audiosignal.
Die Lautstärke lässt sich somit ganz bequem einstellen.
Nun geht es langsam durch meine grauen Zellen ...
Der Widerstand begrenzt den Strom beim Einschalten.
Ich fange also mit 100% PWM an für eine bestimmte Zeit bis der der Stift
in der Spule angeschlagen hat.
Dann muß das Signal, egal woher, moduliert sein, aber min. 9,6 bis 12V
sein, damit der Stift in der Spule am Anschlag bleibt, aber durch die
Spannungsschwankung am Winkel den Ton "klopft".
Dann verstehe ich nun auch, wie die Leute ihre Türöffner das Lied haben
spielen lassen.
Die Töne waren dann eigentlich nur nur das zyklische Absenken der
Versorgungsspannung.
Ob der Transistor nun richtig dort eingezeichnet ist, weiß ich nicht.
Da muß ich mich erst einmal schlau lesen, ob man so überhaupt einen
Widerstand mit einem Transistor überbrücken kann.
So müsste dann doch, wenn an dem Vorwiderstand 2,4 Volt abfallen, bei
einem Signal an "Signal" die Spule in der Frequenz der angelegten
Spannung summen.
Oder bin ich nun völlig auf dem falschen Pfad ?
Gruß
Mario
Danke, Joe F.
Ich habe Deine Schaltung erst gesehen, nachdem ich den "Senden" Button
gedrückt habe.
Ich werde dann mal einen Versuch unternehmen.
Auch vielen Dank an Lothar Mayer.
Den Verdacht, dass die 1,5 kOhm Gleichspannungswiderstand eine hohe
Induktionsspannung verursachen, hatte ich auch schon.
Allerdings fällt es mir durch mein, noch recht junges Wissen in
Elektronik eine "Snubber" oder sonstwie geartete Freilaufdiode von
meiner Standardlösung der 1N4001 antiparallel zur Spule zu
unterscheiden.
Auch habe ich keine Erfahrung, wie man eine "richtige" Diode auswählt,
die dann auch schnell genug leitende wird, um die Induktionsspannung
unschädlich zu begrenzen.
Das steht dann noch an.
Mario
Naja, wenn das mit den 1.5K stimmt (miss lieber nochmal nach), dann
fließt kein besonders großer Strom. Eine 1N4148 kann das ab.
Anbei nochmal eine verbesserte Version.
Der zu überbrückende Widerstand muss nicht zwangläufig zwischen 12V und
der Spule liegen, wenn er nach GND geht ist die Schaltung
(Transistoransteuerung) einfacher.
Mario B. schrieb:> Dann verstehe ich nun auch, wie die Leute ihre Türöffner das Lied haben> spielen lassen.>> Die Töne waren dann eigentlich nur nur das zyklische Absenken der> Versorgungsspannung.
Genau... bzw. eben mit sehr kurzzeitigem vollständigen Abschalten der
Versorgungsspannung.
Die klassischen Wechselstrom Türöffner summen ja auch mit 50 Hz daher...
Wenn der Transistor jetzt noch in Kollektorschaltung betrieben wird,
sorgt er sogar noch für eine excellente Tonqualität. Für maximale
Aussteuerbarkeit sollte der Basisspannungsteiler im gleichen Verhältnis
ausgelegt werden, wie das Widerstandsverhältnis zwischen Spule und 220
Ohm Widerstand.
Lothar Mayer's Vorschlag wäre sehr einfach mit einer einfachen (nicht
Brücken-) Endstufe zu realisieren, die mit 24V versorgt wird. Da braucht
man nur den Ausgangskondensator zu entfernen.
Kann man recht billig mit einem TDA2030 realisieren.
Mario B. schrieb:
>Aber wie realisiere ich die Umschaltung von "Anziehen" auf "Summen>Start" ?
Genauso, du läst ihn zum Beispiel einfach 100 mal pro Sekunde
anziehen und wieder abfallen, dann summt er mit 100Hz.
Habe nochmal nachgemessen.
Es sind 1457 Ohm.
Bei der Durchsicht, der Bastelmaterialien habe ich leider keine
Transistoren (BC237 oder BC 556 NPN bzw. PNP) gefunden.
Auch die Auswahl an Widerständen passt mehr zu LED Spielereien.
Ich muß wohl morgen mal zum Elektronikladen und ein paar Teile kaufen.
Evtl. ordere ich auch ein Sortiment Widerstände bei Voelkner oder so.
Auf jeden Fall werde ich, wenn das mit dem "Klopfer" klappt, auch mal
einen Türöffner versuchen.
Danke euch Allen für Eure Geduld mit mir und meinen Ideen.
Ich werde auf jeden Fall vom Ausgang des Experiment berichten.
Gruß
Mario
Die Schaltung hier ist doch schon mal nicht schlecht:
Beitrag "Re: Vorüberlegung zu einem Experiment: Eine Spule soll arbeiten und Sound übertragen."
Ich würde über einen normalen Audioverstärker das Signal am C einkoppeln
und mit dem Widerstand den Magnet "vorspannen" so dass er den Möppel
leicht rein zieht, wobei ich glaube, dass hier die Schwierigkeit
besteht.
Evtl muss man hier mit zusätzlichen Federn tricksen.
Mir ist klar, dass man das besser mit einen DC gekoppelten Verstärker
machen kann, aber dazu ist der TO (vermutlich) nicht in der Lage und
einen alten Hifi-Verstärker oder Autoradio hat er vielleicht noch rum
liegen.
Wichtig ist, dass diese keinen Brückenausgang haben, d.h. einer der
Ausgangspins ist mit Masse verbunden.
VG
Roland
Hallo nochmal.
Die Klopferspule war wohl doch defekt. Wenn ich 12 Volt angelegt habe,
dann hat die nur angezogen, wenn ich mit der Hand auf die Wicklungen
gedrückt habe- Hat wohl Drahtbruch in den Wicklungen.
Aber um mir doch ein Erfolgserlebnis zu gönnen, habe ich die Schaltungen
von Joe F. beide an einer Relaispule eines 12V Relais für KFZ
Nebelscheinwerfer ausprobiert.
Mit den Vorwiderständen musste ich ein wenig herumrechnen, weil ich ja
nun einen anderen Strom durch die Spule habe, als bei 1457 Ohm vonm der
Klopferspule.
Es hört sich ganz Lustig an, vor Allem auch weil immer wieder das Relais
zwischendurch abfällt bei höheren Frequenzen.
Also Audioquelle habe ich den Lautsprecherausgang meines Blaupunkt
Düsseldorf aus den 90ern genommen.
Die Schaltung von Ralf Leschner kommt auch noch dran. Aber muß es
wirklich ein bipolarer 10µF Elko sein ?
Sowas hat mein Elektronikladen um die Ecke nicht da.
Gruß
Mario B.
Mario B. schrieb:> Aber muß es> wirklich ein bipolarer 10µF Elko sein ?
Eigentlich ja, es sei denn Du kennst das Gleichspannungspotential von
der Brückenschaltung von Deinem Blaupunkt (ca. 6V). Du kannst aber auch
erstmal einen 1µF Folienkondensator verwenden, dann kommen aber die
Bässe nicht mehr so durch, die sowieso schon kaum mehr vorhanden sind.
Oder Du nimmst 2 x 22µF Elkos und schaltest die in Anti-Reihe, dann
wirkt das wie ein bipolarer Elko und ist preisgünstiger.
Mario B. schrieb:> muß es> wirklich ein bipolarer 10µF Elko sein ?
Ja, unbedingt! Du könntest natürlich 2 normale 22µ-Elkos in "Antiserie"
schalten (also + an + oder - an -), hast dann allerdings 11µF. Eventuell
leidet darunter die audiophile Tonqualität deines Dingens.
Oder: nimm irgend einen stinknormalen Elko zwischen 1 ... und
zichtausend µF, und mach dessen Plus zur Basis des Transistors.