Hi! Ich habe da mal eine kleine Verständnisfrage.
Folgendes: Ich möchte wahlweise an einem Joystick Je einen Pin als +5v
und einen Pin als Steuerleitung (auch mit +5v) verwenden. Normal kein
Problem, klemmt man den einen Pin halt an VCC. Geht hier nicht, weil die
angeschlossenen Pads unterschiedliche Belegungen verwenden. Bei dem
einen ist Pin5 VCC und Pin 7 Steuerung, bei dem anderen genau umgekehrt.
Da ich die Versorgungsspannung ungern direkt über den Atmel ziehen will,
sollte das besser über eine Transistorschaltung passieren. Allerdings
kann ich die aus dem Tutorial nicht verwenden, da dort GND geschaltet
wird; ich muss aber + schalten.
Wie gehe ich da vor?
@ Andreas Kähler (crazyicecap)
>Da ich die Versorgungsspannung ungern direkt über den Atmel ziehen will,
Warum nicht? Wieviel Strom wird denn benötigt.
MFG
Falk
Dann hängst du die Last eben zwischen Kollektor und VCC. Und verbindest
den Kollektor mit Masse.
Bei nem NPN-Transistor musst du hierbei aber mit 0,7V Spannungsabfall
rechnen.
Oder du nimmst nen FET.
Falk Brunner wrote:
> @ Andreas Kähler (crazyicecap)>>>Da ich die Versorgungsspannung ungern direkt über den Atmel ziehen will,>> Warum nicht? Wieviel Strom wird denn benötigt.>> MFG> Falk
Naja, in den verwendeten Joypads ist ein wenig Elektronik in Form von
TTL- und CMOS-Bauteilen verbaut. Ich weiss nicht genau, wieviel da max.
gezogen wird. Beim C64 jedenfall stehen am Joyport max. 50mA zur
Verfügung, danach werden sich wohl die meisten Pads richten.
Ist halt so, dass der GND vom Pad auch für alle anderen Funktionen
gebraucht wird; die entsprehenden Taster ziehen die Ports jeweils auf
Masse. Wenn ich also die Masse schalten würde, dann würde nix mehr
gehen...
Würde das so wie im Anhang gehen?
50mA bekommste locker mit nem normalen Transistor hin.
Wenn RC dein Joystick ist, dann ists okay.
Wenn du hast, dann nimm lieber einen PNP-Typ.
NPN sollte zwar auch gehen, aber dann hast du nen Spannungsabfall von
0,7V.
@Andreas Kähler (crazyicecap)
>gezogen wird. Beim C64 jedenfall stehen am Joyport max. 50mA zur>Verfügung, danach werden sich wohl die meisten Pads richten.
Wahrscheinlich brauchen die wesentlich weniger. Ist ja ausser Dauerfeuer
nix drin, oder?
>Würde das so wie im Anhang gehen?
Nöö. Schalte die direkt mit dem AVR. Wen dir das nicht reicht, schalte
ein paar 74HC125 Gates parallel, die bringen dann schon genug Strom und
man kann sie abschalten.
MFG
Falk
Falk Brunner wrote:
> Wahrscheinlich brauchen die wesentlich weniger. Ist ja ausser Dauerfeuer> nix drin, oder?
;-)
>>Würde das so wie im Anhang gehen?> Nöö.
Wieso denn nicht?
@Micha R. (steinadler)
>Wieso denn nicht?
Weil der Basiswiderstand in der Emitterschaltung fehl am PLatz ist, er
erzeugt zusätzlichen Spannungsabfall und begrenzt bisweilen sinnlos den
Ausgangsstrom.
MFG
Falk
Falk Brunner wrote:
> Wahrscheinlich brauchen die wesentlich weniger. Ist ja ausser Dauerfeuer> nix drin, oder?
In C64/Atari-Pads und Stick stimmt das (CD4040 und der allseits beliebte
NE555 sind da die Stammkandidaten), und im MegaDrive-Pad ist auch nur
ein 74LS157 drin, nur beim CD32 kommt ein LS125 und ein LS165
Schieberegister dazu. Wie schaut das dann aus?
Und wie soll das mit dem HC125-Gatter laufen?
edit: Hmpf...Datenblatt lesen hilft.
C auf LOW, und dann mehrere Eingänge parallel zusammen an den Ausgang
vom AVR; die Ausgänge parallel zusammen zum Joystick, ja? Laut
Datenblatt liefert jeder Ausgang max. 24 mA, also dürfte ich mit 3
Gattern auf der sicheren Seite liegen.
@ Andreas Kähler (crazyicecap)
>In C64/Atari-Pads und Stick stimmt das (CD4040 und der allseits beliebte>NE555 sind da die Stammkandidaten),
Sooooo teure ICs? Bei meinen waren immer nur drei Transistoren, 2 Cs und
fünf Widerstände drin, astabiler Multivibrator halt.
> und im MegaDrive-Pad ist auch nur>ein 74LS157 drin, nur beim CD32 kommt ein LS125 und ein LS165>Schieberegister dazu. Wie schaut das dann aus?
Immer noch alles <1mA in Summe.
>Und wie soll das mit dem HC125-Gatter laufen?
Die 125 sind starke Bustreiber, die bringen mehr Strom. Man kann sie auf
Tristate schalten, wenn das Pin als Eingang genutzt werden soll.
MFG
Falk
Alles klar, dann kann ich mir das ganze sparen. Mir hat nur jemand im
BASCOM-Forum gesagt, dass es ne sehr schlechte Idee wäre, die Joypads
über die IO-Pins zu versorgen...
Ich hielt es halt für ne gute Idee, da bei dem MD-Pad der eine Pin
getaktet ist, und beim CD32 der andere.
Mittlerweile bin ich auch von Assembler zu BASCOM-AVR umgestiegen, das
ist irgendwie einfacher zu lernen; ASM ist mir (noch) zu abstrakt, und
für meine Zwecke reicht BASCOM. Sagen wir es mal so: Ich baue nicht die
Schaltung. um Programmieren zu lernen, sondern lerne Programmieren, um
die Schaltung bauen zu können :-)