NPN und PNP in SOT32 Kollektor und Emitter vertauscht

OP #2072309
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Hallo

Ich suche NPN und PNP Kleinsignaltransistoren im SOT23 Gehäuse mit 
vertauschtem Emitter und Kollektor. Also das sollte dann so aussehen

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 Emitter |  |       |
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Anforderungen an den Transistor UCmax min. 20V, ICE max 100mA. Also nix 
besonderes.

Kennt jemand solche Transistoren. Ich muss in vielen Platinen die 
Transitoren tauschen und da wäre es halt einfach wenn man nur einen 
anderen Transistor bestücken könnte und nicht groß rumbasteln muss.

Kann man Transistoren auch mit vertauschtem Emitter und Kollektor 
betreiben. Ich meine gehört zu haben dass das funktioniert. Nur die 
Stromverstärkung ist dann recht niedrig. Stimmt das?
OP #2072357
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Das Problem ist, dass das Layout falsch gemacht wurde. Und nun brauche 
ich einen Transistortyp welcher auf das falsche Layout passt. Deswegen 
hab ich keine Kennung. Wie sieht solch eine Kennzeichnung aus? Ich hab 
jetzt schon zig Datenblätter durch aber immer nur die Standardbelegung 
gefunden.

Da das schon für größere Stückzahlen gemacht werden muss und dann auch 
zuverlässig sein sollte kann ich die Transistoren wohl nicht falsch 
herum betreiben. Wenn die Transistoren dann durch Überspannung im 
Betrieb nach 2 Tagen die Krätsche machen wär das auch nicht so toll.
OP #2072395
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Hallo,

ja das mit dem Layout nochmal machen ist nicht so einfach. Die Platinen 
sind schon gefertigt.

Wenn es keine anderen Pinbelegungen gibt muss wohl ein händisches 
"kunstvolles" Auflöten eines Standardtypes gemacht werden.

Wenn noch jemand einen Tip hätte wäre ich sehr dankbar.
#2072408
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Transis mit E in der Mitte wird es vermutlich kaum geben (aber 
vielleicht gibt's ja doch paar Exoten), denn der mittlere Pin wird 
meines Wissens intern als Träger für den Transistorchip genutzt. Und da 
bei den Chips die untere Fläche, mit der der Chip aufgelötet ist, der 
Collector ist, wird sich diese Standardbelegung wohl eingebürgert haben.
Gast #2072410
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Ich kenne die Pinbelegung von den Standardtransistortypen nicht, aber 
bei mehreren Platinen von mir musste ich die N-Kanal Transistoren, im 
Kopfstand um 120° verdreht einlöten - sah ziemlich spektakulär aus. 
Funktioniert aber.
#2072414
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>Als letzten Notnagel könnte man die Transistoren umdrehen, die
>Anschlüsse runterbiegen und per Hand verlöten. Dein Projekt wäre nicht
>das Erste, wo das so gemacht wird.

Nur rumdrehen reicht nicht - er muß auch noch gesondert eingenordet 
werden, denn es ist ja E und C vertauscht - also kein symmetrischer 
Tausch.
Persönliche Seite #2072425
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Jens G. schrieb:
> Nur rumdrehen reicht nicht - er muß auch noch gesondert eingenordet
> werden, denn es ist ja E und C vertauscht - also kein symmetrischer
> Tausch.

Ja, Du hast mich dabei erwischt daß ich so dreist war und unterschlug, 
daß der T in der Symmetrieachse durch B gedreht werden muß, das kann den 
geneigten Praktiker schon verwirren ;-)
Du bekommst den Korinthen-Preis, herzlichen Glückwunsch ;-)
Gast #2072429
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@Jens:
Deswegen muss der ja auch noch um 120° gedreht werden und hoffen das der 
Pad Abstand großzügig dimensioniert war damit man den Transistor noch 
auflöten kann.

1.Einmal den Transistor einmal an der Basis spiegeln.
2.Jetzt ist auf der Linken Seite der Kollektor verdreht, auf der Rechten 
Seite kommt als erstes der Basis Anschluss und dann der Emitter 
Anschluss.
3.Und nun den Transistor um 120° nach links drehen.
4.Hoffen das dass Footprint passt.
#2072443
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@Nachtaktiver
auf deinen Update bezog sich mein Update nicht. Den hatte ich noch nicht 
gesehen, als ich meinen schrieb.

@Micha H. (mlh)
>Du bekommst den Korinthen-Preis, herzlichen Glückwunsch ;-)

War was falsch an meiner Präzisierung Deiner Aussage? Manche Leute mit 
schlechtem 3D- bzw. räumlichem Vorstellungsvermögen (kombiniertes Drehen 
in zwei Achsen) brauchen solche Hilfe ;-)
#2072457
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Ist ja normal, dass das erste Layout nicht das endgültige ist.
Bist du direkt in Serie gegangen?? Oder gehts um ne läppische 
Musterplatine?
Dann entweder neu machen oder eben kunnstvoll basteln.
Mich würde interessieren, wie du es fertig gebracht hast, solch einen 
Fehler einzubauen? Geht doch eigentlich gar nicht (es sei denn, man 
erstellt selbst so ein nicht vorhandenes Bauteil?)
OP #2072539
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Hallo,

ja das mit dem "kunstvollen" Auflöten hab ich mir auch schon so 
ausgedacht.

Den Fehler habe ich nicht eingebaut. Ich muss nur eine Lösung finden. Es 
wurde eine Treiberstufe mit Mosfets implementiert. Also oben P und unten 
N. Die Gates verbunden. Jetzt rauchen diese Transistoren ab, da der 
Querstrom im Umschaltvorgang 2A beträgt (ca 100ns). Die 
Impulsbelastbarkeit ist aber nur 800mA. Wenn ich jetzt die Mosfets durch 
Bipolar ersetze und ich welche finde mit oben genannter Belegung dann 
wäre es nur ein abderes Bestücken und die Polarität per Software ändern.

Es wurden 3000 Platinen im Ausland gefertigt. Diese sind noch nicht 
bestückt. Die Zeit drängt und eine Neufertigung der Platine ist nicht 
drin.

Das Problem ist ja der Querstrom. In ICs ist ja diese Push Pull Stufe 
auch so drin. Dort sind aber die Fets so designed, dass der Querstrom im 
Umschaltvorgang minimal ist. Sehe ich das richtig? Das würde aber 
bedeuten dass wenn ich ein "passendes" Mosfetpärchen in SOT23 hätte, 
würde die Schaltung auch so funktioniere könnte oder?
#2072564
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Daniel S. schrieb:
> Das Problem ist ja der Querstrom.

Mit passendem U_p (als Spice-Parameter VTO, falls das geläufiger ist), 
gibt es weniger Querströme. Auch mit der Gate-Kapazität lässt sich noch 
bisschen was drehen. Wieviel Betriebsspannung liegt denn über den 
Transen?
mfg mf

PS: In welcher Betriebsart laufen die Transen, wenn leitend?
Mit größerer Stromergiebigkeit ß kann man U_p "knapper" dimensionieren.
OP #2072582
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12V über den Transen. Schankt aber etwas weil Akku. Aber max 16V


Die Betriebsart ist als Schalter. Also das ist ein Treiber für einen 
Leistungsfet.

Ich muss sagen in der Mosfet-Welt bin ich auch nicht so drin. mit VTO 
oder U_p ist ja die Spannung gemeint, ab er der Fet leitend wird oder?
#2072607
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Ja, das kann man so sagen. Ist der Punkt für U_GS, ab dem der Strom 
anfängt, sich aus der Nulllinie zu erheben. Bei PMOS-Transistoren muss 
also U_GS < U_P sein. Bei NMOS U_GS > U_P.

Damit du Stromquellbetrieb annehmen kannst, und das ist notwendig für 
Schalt-/Übersteuerungsbetrieb, muss zusätzlich gelten(allgemein für 
beide Transen): |U_GS| > |U_DSP| mit Pinch-Off-Spannung U_DSP = (U_DS - 
U_P).

Das ist nötig, da sonst das Elektrische Feld, welches vom Gate ausgeht, 
auf den "oben liegenden" Teil des Kanals(Beispiel NMOS) keine oder kaum 
mehr Wirkung erzielen würde. Dann ist man im Triodenbereich und es gilt 
die Triodengleichung.

Man kann sich den Stromquellbetrieb wie eine Quetschzange an einem 
Gummischlauch vorstellen. U_GS entspricht dem inversen Druck der Zange. 
Die Zange ist meinetwegen durch eine Feder o.Ä. mit U_P vorgespannt.
U_DS ist der Druck der durchströmenden Flüssigkeit. Es gibt einen Punkt 
U_DSP, das ist der Mindestdruck, den man an der Zange anwenden muss, um 
den Durchfluss quasilinear beeinflussen zu können. Dadurch ist klar, 
warum der Druck U_GS an der Zange immer größer als der Mindestdruck 
U_DSP sein muss. (Jetzt hoffe ich nur, die mechanisch Analogie stimmt 
soweit.)
mfg mf
Moderator (Firma: Titel) Persönliche Seite #2072784
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MWS schrieb:
> Und einen Shop hab' ich gefunden, in dem
> man MBTA42/92 (nicht MMBTA) für Eur 1,64/Stück kaufen kann.
Das hier?
http://pms-electronics.com/shop1/oxid.php/sid/f4554a5a8b875dcfe9cb14fc5e0383fb/cl/details/anid/44076966156c91.79122349/TRANSISTOR%3BMBTA42%3BSOT%3BL029B//listtype/search/searchparam/MBTA42
Hier geht es offenbar um Ersatzteile für Behringer Verstärker.

> Zumindest laut DB gibt's die.
Man hat schon Datenblätter mit Fehlern gesehen...

Und den im DB erwähnten Marking-Code "1D" gibt es auch schon:
1
1D  3pin, smd, SOT23, 2,9x1,3mm  MMBTA42  National Semiconductor  npn Transistor
Quelle: http://www.marking.at/liste/liste

Denn den MMBTA42 gibts von mehr als 10 Herstellern.
http://www.datasheetcatalog.net/de/datasheets_pdf/M/M/B/T/MMBTA42.shtml

> Würd' die Dinger aber vor dem Kauf einer größeren Menge testen.
Ich traue diesem Cosmos-Teil nicht so recht über den Weg...  :-/
http://www.daiwahk.com/cosmos_parts.phtml
Gast #2072856
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Lothar Miller schrieb:
> Hier geht es offenbar um Ersatzteile für Behringer Verstärker.
Zumindest um Audioprodukte davon.

Lothar Miller schrieb:
> Das hier?
Yep.

Lothar Miller schrieb:
> Man hat schon Datenblätter mit Fehlern gesehen...

Mein Gedanke. Nur wird eben in beiden Datenblättern, sowohl für den 
MBTA42 als auch den 92 das selbe Pinout angegeben. Da scheint also schon 
System dahinter zu sein. Kann natürlich auch ein zweimal falsch 
kopiertes DB sein.

Nur ist das Ansinnen des TOs wohl ein eher seltenes und damit sind's die 
Ergebnisse, bzw. die Auswahl daraus, eben auch.

Lässt sich sicher mit 'ner Anfrage an PMS klären.
OP #2073086
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Hallo,

ja das wäre eine Lösung.

Allerdings hab ich jetzt auch was gefunden das funktionieren müsste mit 
richtiger Bestückung. ZVP1320F/ZVN3320F. Das sind p und n Kanal mit 
relativ hohem RDSon. Der Pulsstrom ist laut Simulation nur 240mA. 400mA 
ist max laut Spezifikation. Also noch gut drin. Die können zwar nur 35mA 
Dauer aber das ist mir ja egal. Es muss ja nur das Gate umgeladen 
werden.

Ich denke ich werd das jetzt mal testen. Wenn nicht mach ich die 
Variante mit den reverse Pinning in Bipolar.

Vielen Dank für die kompetente Beratung.

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