Wozu benutzt man einen programmierbaren Unijunction-Transistor ?

Gast #2447510
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Hallo

hab ich schon ewig nicht mehr in der Hand gehabt.  Man kann mit 3 
Widerständen, einem Kondensator und einem UJT einen Impulsgenerator 
bauen. Damit kann man z.B. dann Thyristoren oder Triacs zündeen. Ich hab 
sowas noch in einem Gerät um eine halbgesteuerte Gleichrichterschaltung 
zu stellen.
Gast #2447556
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Den PUT findet man z.B. in den Netzteilen von Apple Lisa und Mac 128. 
Die Dinger werden als Komparator eingesetzt und vergleichen eine 
Spannungsrampe mit einem Konstantwert.

Das Teil funktioniert wie ein Thyristor mit Spannungssteuerung und hat 
mit dem "normalen" UJT nichts zu tun.
#2447567
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ein programmierbarer UJT entspricht einer Sonderform des Thyristors: 
sowohl an der Anoden- als auch an der Kathodenseite ist eine 
Steuerelektrode vorhanden. Entsprechend das Thyristor-Schaltbild.

Von der Funktion her hilft das Transistor-Ersatzbild zum Erklären

Wird/Wurde z.B. bei Schaltnetzteilen in TV's als Abschaltung bei 
Überstrom benutzt: Fehler zünden den Thyristor, erst Abschalten des 
Geräts und neues Einschalten lassen eine Neustart zu.
Einige recht trickreiche "Merkschaltungen" sind damit machbar.-oder auch 
Impulsgeneratoren.
Angehängte Dateien:
Gast #2462176
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Hallo Leute,

die beiden letzten Infos von Peter R. (pnu) , Andrew Taylor (marsufant)
sind leider irreführend bzw. falsch.

Es gibt den Unijunction Transistor , z.B. 2N2646
dann den programmierbaren Unijunction Transistor , wie 2N6027

Das sind beides  3-polige Bauteile !

Der Unterschied zwischen diesen ist recht gut dargestellt hier:
http://www.allaboutcircuits.com/vol_3/chpt_7/8.html

Demnach sind sich diese schon noch ähnlich, mit beiden können 
Oszillatoren aufgebaut werden, oder sie dienen zur Zündung von 
Thyristoren.

Hingegen ist eine Thyristor-Tetrode ein absolut exotisches Bauteil.
Nur dieses hat 4 Anschlüsse !
Vom Siemens gab es das als BRY20 (wird inzwischen schier mit Gold 
aufgewogen).

Im Blitzgerät Metz 45CT1 war bzw. ist das Ding verbaut, allerdings kann 
ich momentan nicht exakt sagen zu welchem Zweck. Vermutlich um nach 
Zündung der Blitzröhre diese wieder abzuschalten ohne die Restladung des 
Blitzkondensators kurzzuschliessen (wie das einfache Bitze dieser Zeit 
machten).
Wer's genau wissen will, muss in (seinem!) Archiv nachsehen, da gab es 
die 3-teilige Artikelserie in der Funkschau 1978, Heft 20, 21 und 22.
Nein, ich gehe heute nicht mehr in den Keller.

Gruss
Moderator #2462321
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Erich schrieb:
> Hingegen ist eine Thyristor-Tetrode ein absolut exotisches Bauteil.
> Nur dieses hat 4 Anschlüsse !

Philips verkaufte den BR39 als "Programmable unijunction transistor/
Silicon controlled switch" (das Datenblatt gibt es bei alldatasheet). Er
hat zwei Gates wie eine Thyristor-Tetrode, kann aber natürlich durch
Offenlassen jeweils eines der beiden Gates einerseits wie ein Thyristor,
andererseits wie ein PUT betrieben werden.

Vom internen Aufbau her sind Vierschichtdiode, Thyristor (SCR), PUT und
Thyristor-Tetrode sehr ähnlich. Sie unterscheiden sich im Wesentlichen
darin, welche der beiden Gates herausgeführt sind. Dafür gibt es vier
Kombinationen (keins, Gk, Ga, beide), die dann die genannten vier
Bezeichnungen tragen.

Nur der UJT unterscheidet sich im internen Aufbau von den obigen Thyris-
torderivaten, da er nur eine statt drei Sperrschichten hat.
#7224731
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Helmut S. schrieb:
> Auch für anspruchvolle Basteleien würde ich nie einen
> UJT einsetzen.

Vermutlich, weil du nicht gelernt hast damit umzugehen und es heute 
besseres gibt.
Zu Zeiten des Vietnamkrieges sollen die UJT massenweise in Granatzündern 
der Amis eingebaut gewesen sein.
So viele, dass es zeitweilig kaum noch welche für den zivilen Bedarf 
gab.

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