Bleigel Akku 0V?

Gast #3763856
Lesenswert?
• ▲
▼
Guten Tag,

ich habe einen 12V Akku mit 6 Zellen.

Im Datenblatt ist eine Batteriespannung von 2,3 -2,4V pro Zelle 
angegeben.
Die Tiefenentladung liegt (meine ich zumindest) bei 1,6V pro Zelle.

Das bedeutet, ab 9,6V = Tiefenentladung:

Was passiert jetzt? Kann noch weiterer Strom aus dem Akku entnommen 
werden, sodass die Spannung irgendwann auf 0V der Zelle fällt? Oder ist 
0V/Zelle nur im Fehlerfall/defekt möglich?
Kann die gesamte Akku Spannung auf 0V sinken?

Lg
#3763864
Lesenswert?
• ▲
▼
Manni schrieb:
> ich habe einen 12V Akku mit 6 Zellen.

Schön

Manni schrieb:
> Das bedeutet, ab 9,6V = Tiefenentladung:

Kommt in etwa hin

Manni schrieb:
> Was passiert jetzt? Kann noch weiterer Strom aus dem Akku entnommen
> werden, sodass die Spannung irgendwann auf 0V der Zelle fällt?

Du kannst noch einmal etwas Strom daraus entnehmen, dann ist er defekt.

Was ist jetzt. Du sagst du hast einen Akku. Was ist mit dem, worauf 
willst du hinaus? Versuchst du "hintenrum" zu fragen ob dein 
tiefentladener Akku noch zu retten ist? Antwort: In aller Regel Nein!
Siehe dazu auch die 10000 Threads hier über tiefentladenen Blei Akkus. 
Siehe Suchfunktion.
Gast #3763897
Lesenswert?
• ▲
▼
batman schrieb:
>> Kann die gesamte Akku Spannung auf 0V sinken?
>>
> Klar, sonst hättest du ja eine unendliche Stromquelle.

Naja, auf exakt 0V wird die Spannung wohl nie abfallen, eher 
exponentiell gegen Null gehen. Für den praktischen Gebrauch bedeutet das 
aber das Gleiche.
Gast #3764015
Lesenswert?
• ▲
▼
Also wenn der Akku tiefenentladen ist, bekomme ich immer noch Strom 
heraus. Aber nur noch sehr wenig?
Wenn dieser Punkt erreicht ist, ist der Akku aber schon Defekt.
Wenn ich jetzt nur noch ganz wenig Strom ziehen kann, kann die restliche 
Spannung auch ganz langsam gegen 0V sinken, aber dieser Vorgang wird 
sehr langsam sein?
Gast #3764168
Lesenswert?
• ▲
▼
Auch bei "wenig Strom" kann die Spannung schnell Null sein. Z.B. wenn du 
den leeren Akku mitm Draht kurzschließt. Worauf willst du eigentlich 
hinaus? Der Bleiakku ist keine ideale Spannungsquelle, sein 
Innenwiderstand kann am Ende in den kOhmbereich gehen, wenn man 
rumspielt.
Gast #3764246
Lesenswert?
• ▲
▼
Hallo,

ich möchte eine LED + Widerstand + Diode zwischen eine feste Spannung 
und den Akku klemmen. Jetzt möchte ich wissen ob ich den LED Strom auf 
eine min. Batteriespannung von 0V oder die Tiefenentladespannung 
auslegen soll.
#3764492
Lesenswert?
• ▲
▼
Zwei Dinge sind prinzipell zu unterscheiden.

Die Entladung einer einzelnen Zelle und die Entladung einer Zellgruppe, 
egal ob als diskreter Akkusatz oder als 12 Volt Pack. Du hast quasi ein 
Pack.

Während die Tiefentladungen einzelner Zellen je nach Technik 
unterschiedlich kritisch sind, Blei und Lithium mögen das gar nicht 
gern, so ist es beim Pack generell sehr kritisch und genaugenommen auch 
etwas anders.

Nicht alle Zellen eines Satzes haben die gleiche Kapazität. Wenn die 
Schwächste tiefentladen bei 0 Volt leer ist haben andere Tellen des 
Packs in der Regel noch Saft. Der Fall daß alle Zellen gleichzeitg bei 0 
ankommen ist äußerst unwahrscheinlich. Da regnet es eher aufwärts.

Das Pack hat also noch Spannung während eine einzelne Zelle schon bei 0 
sein kann. Zieht man nun noch weiter Strom wird die leere Zelle durch 
den Stromkreis umgepolt, rückwärts geladen. Umpolen ist viel cooler als 
Tiefentladen. So maximiert man den Schaden.

Darum ist das Thema bei Packs kritischer als bei einzelnen Zellen. Darum 
sollte man das Akku eines Akkuschraubers auf gar keinen Fall mehr weiter 
belasten wenn der Motor pötzlich einen Ton tiefer heult. Dann ist eine 
Zelle leer und wird umgepolt. Das ist zu vermeiden. Bei einem Bleiakku 
ist das noch mehr zu spät, wenn man das so sagen kann, und man kann nur 
noch Schadensbegrenzung betreiben, wenn überhaupt.

Also immer die Entladeschlußspanung beachten. Zur Lebenszeitverlägerung 
sind tiefe Zyklen nach Möglichkeit zu minimieren. Das heißt regelmäßig 
nachladen und nicht immer erst ganz leer machen. Ein Bleiakku ist 
nicht mit NickelCadmium zu vergleichen. Viele Akkulegenden stammen von 
einer anderen Technik und man erreicht dann das Gegenteil wenn man die 
Empfehlung beachtet.

Manchmal sind alte Tips zur richtigen Technik ebenfals veraltet, weil 
sie entweder damals schon falsch waren oder inzwischen bessere 
Alternativen bekannt sind oder die Erkenntnisse verfeinert wurden um 
Einiges präzieser beurteilen zu können.
Gast #3765300
Lesenswert?
• ▲
▼
Hallo,

danke danke. Ich habe schon einen Tiefenentladeschutz drin. Aber die 
Selbstentladung ist ja nicht aufzuhalten.
Hier ist die Idee der Schaltung, vielleicht wird dann auch die Auslegung 
deutlich:

Wenn ich jetzt von einer Batteriespannung von ~19,2V als Minimum 
ausgehe, dann fließt ein Strom unter 20mA.
20mA ist der maximal Strom der LED.
Wenn ich aber von 0V ausgehe, fließen über 20mA. LED Kaputt.
Gegen 27,5V sollte die LED ausgehen.
Angehängte Dateien:
Moderator (Firma: Titel) Persönliche Seite #3765339
Lesenswert?
• ▲
▼
Manni schrieb:
> 20mA ist der maximal Strom der LED.
Bist du sicher?
20mA sind so eine Art "Naturkonstante". Jeder berechnet sich seine 
Vorwiderstand für die LED mit diesem Strom. Frühestens dann schaltet er 
sein Hirn ein.

> Hier ist die Idee der Schaltung
Du brauchst eine Konstantstromquelle für die LED. Such mal nach LM334...

> Gegen 27,5V sollte die LED ausgehen.
Ich würde da ein wenig mehr Aufwand treiben und mit einem Komparator 
arbeiten.
Gast #3765660
Lesenswert?
• ▲
▼
Lothar Miller schrieb:
> Manni schrieb:
>> Ich will keine Konstantstromquelle ich will eine simple schaltung.
> Bitte die zutreffende Antwort ankeuzen:
> [ ] ich habe mir den LM334 nicht näher angeschaut
>
> Zwei Bauteile für eine Konstantstromquelle. Das ist simpel und nur 1
> Bauteil mehr als du eh' schon hast...


Bitte die zutreffende Antwort ankeuzen:
[ ] ich habe mir den Thread nicht richtig durchgelesen


Wie kommst du jetzt auf den LM334 ? Den hab ich doch gar nicht und davon 
war nie die rede oO

Ich habe keinen JFET da....
#3766308
Lesenswert?
• ▲
▼
Manni schrieb:
> im Datenblatt der LED steht unter Absolute Maximum Ratings 20mA.

Das ist das absolute Maximum, das oberste Limit. Wenn du damit 
kalkulierstt hast due keine Reserve für Abweichungen, besonders wenn Du 
mit der ungenauen Widerstandmethode arbeitest. Davon hält man sich 
eientlich mit gesundem Abstand fern. Eine 20 mA LED leuchtet auch mit 10 
mA schon relativ hell.
#3766405
Lesenswert?
• ▲
▼
Irgendwann schon, wenn wir mal die Leckströme vernachlässigen, und zwar 
dann wenn die Spannungsdiffernz die Vorwärtsspannung der Dioden 
unterschreitet. Das ist allerdings je nach Farbe der Diode 
unterschiedlich. Diese Vorwärtsspannung muß man auch bei der Berechnung 
des Vorwiderstandes Berücksichtigen. Das braucht man bei einer 
Kontantstromuee nicht.

Antwort schreiben

Bitte melde dich an, um einen Beitrag zu schreiben.

oder

Mit Google-Account einloggen

Die Registrierung ist kostenlos und dauert nur eine Minute.

Jetzt registrieren