Eine kurze Frage an die erfahrenen Entwickler hier - ist dieses
System-Design plausibel?
Entwickeln will ich einen Video-Scrambler, ähnlich dem historischen
analogen NAGRA-Verfahren (Premiere analog) - Line Shuffling. Die
Videozeilen werden dabei nach einem gewissen Muster vertauscht - wobei
hier natürlich ein Halbbild-Speicher notwendig ist. Das ist nicht
sicher, aber hält wahrscheinlich gut genug Gelegenheits-Voyeure auf
"bekannten" Bändern wie 5.8GHz (vor allem FPV) ab.
Meine Design-Idee:
Der Takt wird aus der H-Sync-Frequenz, die von einem Sync-Separator
gewonnen wird durch eine PLL vervielfacht und ist der ADC-Pixeltakt.
Der ADC (TLC5510) digitalisiert direkt das Composite-Signal einer Zeile
ohne Demodulation. Ein Dual-Port-FIFO-Speicher (AL422) wird mit den
ADC-Daten gefüllt. Ein Mikrocontroller, mit praktischerweise gleichem
Pixeltakt als Takt (keine Vorraussetzung beim DP-FIFO) oder einem
anderen Vielfachen der PAL-Horizontalfrequenz, liest den FIFO aus und
beschreibt abwechselnd (Double-Buffering) 2 SRAMs, wobei die
RAM-Adressen nun nach einem Muster vertauscht werden. Das jeweils
gerade nicht mit Video-Daten befüllte SRAM wird von einem anderen
Mikrocontroller ausgelesen und per DAC analogisiert. In der letzten
Zeile werden als Key-Indexes oder andere Steuerdaten als Blöcke
übertragen, damit der Empfänger sich synchronisieren kann, falls z.b.
ein Videobild verloren geht. Vermutlich kann man auch den zweiten
Mikrocontroller und das zweite SRAM weglassen, wenn man mit der
doppelten Taktfrequenz arbeitet und das ganze "multiplexed" - erstmal
würde ich es aber so machen.
Resultat ist ein zeilenvertauschtes Videobild, wobei die Vertauschung im
Empfänger nach demselben Schema rückgängig gemacht wird.
Optional könnte die PLL auch weggelassen werden, da es auch ausreichen
könnte, wenn ein schneller Mikrocontroller in Software auf den
Zeilenanfang "triggert", wenn der Trigger immer an der gleichen Stelle
ist - da ja bei analogem Video der Pixeltakt innerhalb einer Zeile
beliebig sein kann. Pixel-Jitter kann man ab einer bestimmten Frequenz
(f_CPU >> f_Pixel) vernachlässigen, weiss ich aus der Entwicklung von
OSDs, die auch formal "asynchron" liefen (Takt nicht aus V/H-Sync
abgeleitet) und sich in nur "softwarebasiert" auf H/V-Sync
synchronisierten.
Ist dieses Systemdesign plausibel oder habe ich an etwas nicht gedacht?