Ich würde gerne selbst nebenbei mit Elektronikkomponenten
(Arduino-Module und ähnlicher Krams) auf eBay handeln, d.h. aus China
kaufen und hier wieder verkaufen.
Sind solche Teile Geräte im Sinne des ElektroG? Dann wäre ich ja auch
verpflichtet mich um WEEE zu kümmern (?)
Ich habe bei den ganzen eBay-Verkäufern (Kleinunternehmer mit Sitz in D)
noch nie eine WEEE-Nummer gesehen.
Handeln die also alle illegal oder was übersehe ich?
Hannes schrieb:> Sind solche Teile Geräte im Sinne des ElektroG?
Nein.
So lange man was anlöten muss (die Stiftleisten) sind sie sicher nicht
laienbenutzbar. Verkauft als Development Board.
Theoretisch darfst du sie offiziell aber nur an B2B verkaufen, nicht an
B2C Endbenutzer, so sind die Gesetze in der EU geschrieben (von der
Lobby der etablierten Firmen), die aber (bisher) nicht forciert werden.
Tja, das ist dann wohl "Spiel mit dem Feuer".
Wenn Du als Händler Sachen verkaufst, die unter die WEEE-Richtlinie
fallen, und keine WEEE-Nummer hast, kannst Du Dir eine Abmahnung fangen.
Hier steht etwas mehr zum Anwendungsbereich:
https://www.stiftung-ear.de/de/themen/elektrog/herstellerbevollmaechtigte/anwendungsbereich
Wenn man die Sachen, die Du verkaufst (ggfs. mit anderen Sachen), zu
einem fertigen Gerät im Sinne von WEEE zusammenbauen kann, fällt es
darunter.
Zitat: "Bausätze fallen in den Anwendungsbereich, wenn sie für den
Endnutzer in Verkehr gebracht werden und daraus ein Elektrogerät
zusammengesetzt werden kann, das seinerseits in den Anwendungsbereich
fällt."
Beispiel: Eine Schaltung oder sogar ein Bausatz welcher XYZ macht und
für den Einbau in ABC geeignet ist.
Z.B. ein unprogrammiertes Mikrocontrollerboard dürfte aber eigentlich
nicht darunter fallen, da man ja erst noch eigene Programme aufspielen
muss, woraus sich erst der finale Einsatzzweck ergibt.
Wurde hier auch schon oft diskutiert.
MaWin schrieb:> So lange man was anlöten muss (die Stiftleisten) sind sie sicher nicht> laienbenutzbar. Verkauft als Development Board.>> Theoretisch darfst du sie offiziell aber nur an B2B verkaufen, nicht an> B2C Endbenutzer, so sind die Gesetze in der EU geschrieben (von der> Lobby der etablierten Firmen), die aber (bisher) nicht forciert werden.
Steht das irgendwo zum Nachlesen? Wo ist die Grenze? Lötkolben
erforderlich Ja/Nein? Oder gibt es wirklich klare Kriterien?
Markus M. schrieb:> Z.B. ein unprogrammiertes Mikrocontrollerboard dürfte aber eigentlich> nicht darunter fallen, da man ja erst noch eigene Programme aufspielen> muss, woraus sich erst der finale Einsatzzweck ergibt.
Ist ein Bausatz erlaubt, wo man den Mikrocontroller noch selbst flashen
muss?
MaWin schrieb:> Theoretisch darfst du sie offiziell aber nur an B2B verkaufen, nicht an> B2C Endbenutzer, so sind die Gesetze in der EU geschrieben
Welche Gesetze sollen das sein?
Markus M. schrieb:> Wenn Du als Händler Sachen verkaufst, die unter die WEEE-Richtlinie> fallen, und keine WEEE-Nummer hast, kannst Du Dir eine Abmahnung fangen.
Das ist schon klar, das beantwortet nicht die Frage, welche denn
darunter fallen oder nicht.
Markus M. schrieb:> Wurde hier auch schon oft diskutiert.
Ja, nur immer ohne ein klares Beispiel was denn nun nicht als Gerät
gilt.
Hannes schrieb:> Sind solche Teile Geräte im Sinne des ElektroG? Dann wäre ich ja auch> verpflichtet mich um WEEE zu kümmern (?)>> Ich habe bei den ganzen eBay-Verkäufern (Kleinunternehmer mit Sitz in D)> noch nie eine WEEE-Nummer gesehen.>> Handeln die also alle illegal oder was übersehe ich?
Wahrscheinlich verkaufen sie es dann als 'Bausatz' und umgehen auf diese
Weise WEEE ... ist meine Vermutung.
Hannes schrieb:> Ich würde gerne selbst nebenbei mit Elektronikkomponenten> (Arduino-Module und ähnlicher Krams) auf eBay handeln, d.h. aus China> kaufen und hier wieder verkaufen.
Du wirst mehr Ärger bekommen als daß es sich am Ende überhaupt lohnt ...
aber probier's mal aus und berichte uns ;-)
ohne Account schrieb:> Wahrscheinlich verkaufen sie es dann als 'Bausatz' und umgehen auf diese> Weise WEEE ... ist meine Vermutung
Nein.
Bausätze werden wie das behandelt, das sich nach
bedienungsanleitungsmässigem Zusammenbau daraus ergibt.
Das wurde nun 1000 x erzählt, du hättest mal zuhören können.
So lange kein Gehäuse und Netzteil bzw. Battteriehalter beiliegt ergibt
sich aber sowieso kein Gerät, daher entfällt üblicherweise auch CE (es
sei denn es ist Spielzeug oder ein ELV Komplettbausatz aus dem ein Gerät
entsteht).
Die Frage wäre also, in welche Kategorie bei Stiftung EAR eine nackte
Platine fällt. In keine, es ist nicht mal eine laieninstallierbare PC
Einsteckkarte.
Development boards sind für Entwickler und richten sich daher an
gewerbliche Anbieter, die müssen ihren Elektroschrott auf eigene Kosten
gewerblich entsorgen, daher muss für ein development board nichts an
Stiftung EAR bezahlt werden, ebensowenig wie für Bauteile.
Den privaten Entwickler und Hobbyistern gibt es in den Köpfen der
Lobbyvertreter die uns das konkurrenzverhindernde Gesetz eingebrockt
haben nicht, da gibt es nur B2C und B2B.
Bloss wie weist man als Anbieter nach, dass sich etwas an professionelle
Entwickler richtet ? In dem man für die Nutzung Fachkenntnisse
voraussetzt, und Löten ist im Gegensatz zu Stecker-stecken so eine
Fachkenntnis.
Bisher gibt man sich damit zufrieden. Es könnten aber auch Testkäufe
ststtfinden und wenn ein B2B Produkt an Consumer verkauft wird die Frage
aufkommen, wieso das vom Anbieter nicht unterbunden wurde.
MaWin schrieb:> Bausätze werden wie das behandelt, das sich nach> bedienungsanleitungsmässigem Zusammenbau daraus ergibt.> Das wurde nun 1000 x erzählt, du hättest mal zuhören können.
okay, ich lese hier aber nicht jeden Tag alle Posts, die vor Jahren mal
gelaufen sind .... denn so toll sind sie meist nicht und man muß sie ja
auch erst mal finden - neuer Thread und die Wiederholung beginnt, so ist
das hier angelegt!
Im übrigen, wenn's hier wirklich 1000x erzählt würde, könnte man ja auch
mal was verbessern, damit Fragen des TE gar nicht erst aufkommen und er
sich seine 'Anleitung' hier endlich mal zum Download ziehen kann ??!
> So lange kein Gehäuse und Netzteil bzw. Battteriehalter beiliegt ergibt> sich aber sowieso kein Gerät, daher entfällt üblicherweise auch CE (es> sei denn es ist Spielzeug oder ein ELV Komplettbausatz aus dem ein Gerät> entsteht).
richtig, mein Einwand: Verkauf als Bausatz und wieder eine Norm, usw.
eingespart, weniger Ärger.
> Die Frage wäre also, in welche Kategorie bei Stiftung EAR eine nackte> Platine fällt. In keine, es ist nicht mal eine laieninstallierbare PC> Einsteckkarte.>> Development boards sind für Entwickler und richten sich daher an> gewerbliche Anbieter, die müssen ihren Elektroschrott auf eigene Kosten> gewerblich entsorgen, daher muss für ein development board nichts an> Stiftung EAR bezahlt werden, ebensowenig wie für Bauteile.>> Den privaten Entwickler und Hobbyistern gibt es in den Köpfen der> Lobbyvertreter die uns das konkurrenzverhindernde Gesetz eingebrockt> haben nicht, da gibt es nur B2C und B2B.>> Bloss wie weist man als Anbieter nach, dass sich etwas an professionelle> Entwickler richtet ? In dem man für die Nutzung Fachkenntnisse> voraussetzt, und Löten ist im Gegensatz zu Stecker-stecken so eine> Fachkenntnis.>> Bisher gibt man sich damit zufrieden. Es könnten aber auch Testkäufe> ststtfinden und wenn ein B2B Produkt an Consumer verkauft wird die Frage> aufkommen, wieso das vom Anbieter nicht unterbunden wurde.
Einen Aspekt hast Du vergessen:
Wenn man den ganzen Spaß schon in China bestellen kann, wieso sollte man
dann teurer beim Kleinanbieter in Deutschland kaufen?
Macht nur bei Zoll, etc. Sinn und ansonsten nicht.
Insofern wird seine Idee nicht viel bringen außer Ärger.
Bei B2B muß er die Supportschiene fahren (wie soll das gehen als
Einzelunternehmung?) und B2C keine Chance.
Sinnlose Idee, aber er kann's ja probieren und hier berichten.
ohne Account schrieb:> Wenn man den ganzen Spaß schon in China bestellen kann, wieso sollte man> dann teurer beim Kleinanbieter in Deutschland kaufen
Macht natürlich überhaupt keinen Sinn, da schon das internationale Porto
aus HongKong billiger ist, als eine innerdeutsche Warensendung.
Postgebühren sind ein echter Standortnachteil für Versandhändler in
Deutschland. Nur Amazon & Co. Grossversender bekommen Sonderrabatte die
nicht mal die Kosten decken, werden also quersubventioniert von den viel
viel zu hohen Portogebühren die Privatpersonen abgeknöpft werden.
Nur wer unter ADHS und schlechter Planung leidet und Artikel ganz
schnell haben muss zahlt gene mehr für Versand aus D.
Davon lebt Eckstein mit seine dutzenden von eBay Shops.
ohne Account schrieb:
> Wenn man den ganzen Spaß schon in China bestellen kann, wieso sollte man> dann teurer beim Kleinanbieter in Deutschland kaufen
Weil es schneller geht und Zeit Geld ist.
Wenn ich kein Bock habe zu warten, dann kaufe ich in DE. Wenn ich ein
Projekt plane oder Vorrat kaufe, dann ist China dran. Ich weiß das ich 6
Wochen warten muss.
Hat noch wer was zur eigentlichen Frage beizutragen?
Um die Wirtschaftlichkeit geht's hier nicht. Für mich soll das auch nur
eine Möglichkeit sein in die Selbstständigkeit hineinzuschnuppern, ohne
großartig Startkapital oder 80h/Woche zu investieren. Beides habe ich
als Student mit Werksstudentenjob nicht übrig. Wenn's also auf +-0
rausläuft, schade, aber auch ok.
Ich möchte lediglich vermeiden damit dermaßen in die rechtliche Schei*e
und die damit verbundenen Kosten zu geraten, dass ich das nie wieder
versuche ;)
Hat noch wer was zur eigentlichen Frage beizutragen?
Hannes schrieb:> Ich möchte lediglich vermeiden damit dermaßen in die rechtliche Schei*e> und die damit verbundenen Kosten zu geraten, dass ich das nie wieder> versuche ;)
Und warum fragst du dann hier im Forum? Hier erhälst du alles, aber ganz
sicher keine rechtsverbindliche Auskunft!
Hannes schrieb:> Ich möchte lediglich vermeiden damit dermaßen in die rechtliche Schei*e> und die damit verbundenen Kosten zu geraten, dass ich das nie wieder> versuche ;)
Such dir ein Freund der Anwalt ist, oder ein Vater als Anwalt hat. Lade
ihn/beide zu ein Bier ein und frag ihn.
Ansonsten lass dir von der IHK eine Adresse eine "Beraters" geben oder
gehe auf ein "Gründerseminar". Die werden oft kostenlos angeboten, um
die schlimmsten Fehler zu vermeiden. Auch da weiß die IHK Rat.
HIER wird keiner was genaues wissen.
Markus M. schrieb:> Tja, das ist dann wohl "Spiel mit dem Feuer".>> Wenn Du als Händler Sachen verkaufst, die unter die WEEE-Richtlinie> fallen, und keine WEEE-Nummer hast, kannst Du Dir eine Abmahnung fangen.
Aber nur wenn du auch deine echte Adresse angibst!
Ich verkaufe seit Jahren Zeugs auf eBay und hab nen Chinesen angegeben.
Wichtig ist halt, das du eine Kontonummer angibst die nicht in DE
registriert ist. Als Zwischenstufe benutzt du halt PayPal.
Hannes schrieb:> Auch wenn du es nicht glaubst, ich bin nicht der erste mit dieser Idee,> es gibt genügend Leute die das machen und diese Komponenten zu hunderten> verkaufen.
noch schlimmer, weil sich das Konkurrenz nennt - d.h. Du bist dann der
101, der genau das Gleiche im gleichen Segment versucht, während 100
andere das schon machen und Du mußt jetzt den 100 Etablierten die
Anteile abjagen, viel Spaß dabei ;-)
Hannes schrieb:> Warum sollte ich nur an gewerblich Verkaufen dürfen und nicht an> Privat?
Du kannst alles machen, nur B2C kann ätzend werden und das wirst Du dann
noch merken.
B2B haben schon die anderen 100 unter sich aufgeteilt und warum sollte
der Businesspartner wechseln, wenn er zufrieden ist?
Außerdem kannst Du als OneManShow keinen Support leisten.
Hannes schrieb:> Um die Wirtschaftlichkeit geht's hier nicht. Für mich soll das auch nur> eine Möglichkeit sein in die Selbstständigkeit hineinzuschnuppern, ohne> großartig Startkapital oder 80h/Woche zu investieren.
sorry, aber dann ist Business oder Selbstständigkeit kompletter Unsinn -
dann mach eine Stiftung oder einen Verein auf oder betreib das als
Hobby.
Schau Dir im TV Serien wie 'Shark Tank' an - da lernst Du vielleicht
noch was und kapierst vielleicht auch warum das hier in Deutschland
nicht läuft im Gegensatz zu Amiland!
Das ist dann wenigstens eine sinnvolle Investition in die
Selbstständigkeit :-) Glotz einfach TV oder von mir aus Youtube.
Hannes schrieb:> Ich möchte lediglich vermeiden damit dermaßen in die rechtliche Schei*e> und die damit verbundenen Kosten zu geraten, dass ich das nie wieder> versuche ;)
LOL, gut erkannt :-)
Als Unternehmer hast Du eben das Risiko und mußt auch negative
Erfahrungen machen, die werden nicht ausbleiben :-)
Manche sind danach eben total verschuldet - aber dann hast Du die
Erfahrung gesammelt und kannst dann mit Schulden bzw. nach der
Privatinsolvenz ganz neu durchstarten :-)
Ist doch dann auch toll ;-)
Llort schrieb:> Aber nur wenn du auch deine echte Adresse angibst!>> Ich verkaufe seit Jahren Zeugs auf eBay und hab nen Chinesen angegeben.> Wichtig ist halt, das du eine Kontonummer angibst die nicht in DE> registriert ist. Als Zwischenstufe benutzt du halt PayPal.
Autsch!
Du brauchst exakt nur einmal an den Falschen zu geraten, Du hast einfach
mehr Glück als Verstand bisher gehabt, sonst nichts.
>> Ich verkaufe seit Jahren Zeugs auf eBay und hab nen Chinesen angegeben.>> Wichtig ist halt, das du eine Kontonummer angibst die nicht in DE>> registriert ist. Als Zwischenstufe benutzt du halt PayPal.
LOL, das Finanzamt und seine Beamten bedanken sich schon mal jetzt für
Deinen Post ... die sind nämlich auch in der Bucht unterwegs :-)
Steuerhinterziehung, falsche Adressen, usw. - das kommt gut an, LOL.
Llort schrieb:> Ich verkaufe seit Jahren Zeugs auf eBay und hab nen Chinesen angegeben.> Wichtig ist halt, das du eine Kontonummer angibst die nicht in DE> registriert ist. Als Zwischenstufe benutzt du halt PayPal.
Wie lautet denn dein Verkäufername bei eBay?
ohne Account schrieb:> Als Unternehmer hast Du eben das Risiko und mußt auch negative> Erfahrungen machen, die werden nicht ausbleiben :-)> Manche sind danach eben total verschuldet - aber dann hast Du die> Erfahrung gesammelt und kannst dann mit Schulden bzw. nach der> Privatinsolvenz ganz neu durchstarten :-)> Ist doch dann auch toll ;-)
Nichts für ungut, aber es ist anhand deiner Schreibweise schon
vollkommen offensichtlich, dass du hier nicht aus Erfahrung sprichst,
sondern weil du dir die Welt so vorstellst. Spar dir die Zeit. "LOL."
ohne Account schrieb:> Im übrigen, wenn's hier wirklich 1000x erzählt würde, könnte man ja auch> mal was verbessern, damit Fragen des TE gar nicht erst aufkommen und er> sich seine 'Anleitung' hier endlich mal zum Download ziehen kann ??!
Schreib eine und garantiere mit Deiner perfekten Rechtskenntnis fuer
deren ultimative Gueltigkeit - inklusive Haftung.
MaWin schrieb:> Postgebühren sind ein echter Standortnachteil für Versandhändler in> Deutschland.
Nein. Die Einstufung von China als Entwicklungsland ist deren
Standortvorteil, die werden von allen deutschen Postkunden
subventioniert.
wendelsberg
wendelsberg schrieb:> Schreib eine und garantiere mit Deiner perfekten Rechtskenntnis fuer> deren ultimative Gueltigkeit - inklusive Haftung.
schreib doch erst mal richtig Deutsch mit Umlaut oder mach's doch gleich
auf denglisch ):
Hannes schrieb:> Spar dir die Zeit. "LOL."
Hast recht: Bei Dir wird es beim Fragen bleiben und man hört dann nie
wieder was wie oder ob Dein Business läuft ... fast wie ein Troll.
Also nochmal konkreter:
- Ist eine nackte Platine ein Gerät? Bsp: Ebay-Artikel Nr. 252794704232
- Ist eine Platine mit Gehäuse und Kabeln (ohne Stecker) ein Gerät?
Bsp: Ebay-Artikel Nr. 123144501634
- Ist eine Platine mit Gehäuse und Kabeln und Steckern (JST XH, XT60 und
dergleichen, Kleinspannung) ein Gerät? Bsp: Ebay-Artikel Nr.
363064349382
- Warum sollte ich nur an gewerblich Verkaufen dürfen und nicht an
Privat?
Die Fragen lassen sich so nicht beantworten. Ob da Gehäuse oder Kabel
oder Stecker im Spiel sind, ist allenfalls ein Anhaltspunkt, aber eher
nebensächlich.
Wenn du dein Produkt als Bauteil an Gerätehersteller verkaufst, die dann
das fertige Gerät registrieren, brauchst du selbst eher kein WEEE.
Wenn du dein Produkt an Endanwender verkaufst, die es eben als
eigenständiges Gerät benutzen und irgendwann im Recyclinghof entsorgen,
brauchst du es womöglich schon.
Ein und dasselbe Produkt kann sowohl ein Bauteil als auch ein Gerät
sein, je nachdem, in welchem Umfeld du es anbietest.
Verbindlich kann dir das im Einzelfall die Stiftung EAR sagen, kostet
halt leider ein paar 1000 EUR Gebühren. Rein anhand der Höhe der
Gebühren siehst du schon, dass das keine Entscheidung ist, die mal eben
jemand aus dem Ärmel schüttelt. Der Gesetzgeber hat sich um eine klare
Definition gedrückt und somit muss die Einstufung unter Einbeziehung der
aktuellen Rechtssprechung ermittelt werden.
Und dummerweise wird bei der Registrierung zwischen B2C-Geräten und
B2B-Geräten unterschieden. Wenn du ein Gerät als B2B registrierst ist
das für dich günstiger, weil das eben nicht dafür gedacht ist, später
kostenlos im Recylinghof angenommen zu werden. Was nun passiert, wenn du
ein als B2B registriertes Gerät dennoch an privat verkaufst, ist eine
gute Frage. Wenn das ausnahmsweise mal passiert, wird wahrscheinlich
niemand einen Aufstand machen (Formulierung der Stiftung EAR: "die
gewöhnlich nicht in privaten Haushalten genutzt werden"). Wenn du aber
Geräte in einer B2B-Klasse registrierst und dann überwiegend an privat
verkaufst, ist das so sicher nicht korrekt.
ohne Account schrieb:> LOL, das Finanzamt und seine Beamten bedanken sich schon mal jetzt für> Deinen Post ... die sind nämlich auch in der Bucht unterwegs :-)> Steuerhinterziehung, falsche Adressen, usw. - das kommt gut an, LOL.
Wird drauf ankommen, wie hoch die Umsätze da waren.
Wegen ein paar hundert Euro, werden die kaum einen Aufstand machen.
Wenn jemand Anstoß nimmt, fordert Ebay einen Nachweis und wenn
der ausbleibt, machen die die Kiste dicht.
Ob die dann dem User genauer auf seine IP schauen, wie das hier
manchmal passiert, weiß ich auch nicht.
Wenn man so ein Ding durch zieht, dann sollte man das cleverer
machen, z.B. durch Splitten und öfters mal die Identität ändern.
Schlaumaier schrieb:> Such dir ein Freund der Anwalt ist, oder ein Vater als Anwalt hat. Lade> ihn/beide zu ein Bier ein und frag ihn.
Die reden sich doch darauf hinaus, dass sie die Urteile nicht
beeinflussen können.
;) schrieb:> Die reden sich doch darauf hinaus, dass sie die Urteile nicht> beeinflussen können.
Alles andere wäre bei der Willkür die die Stiftung ear betreibt auch
gelogen. Deshalb suche ich ja nach Erfahrungswerten um diese Willkür
einschätzen zu können, nicht nach "rechtsverbindlichen Aussagen".
Llort schrieb:> Ich verkaufe seit Jahren Zeugs auf eBay und hab nen Chinesen angegeben.> Wichtig ist halt, das du eine Kontonummer angibst die nicht in DE> registriert ist. Als Zwischenstufe benutzt du halt PayPal.
Der Verzicht auf PayPal ist übrigens ein Grund beim teureren deutschen
Ebayhändler statt beim chinesischen Ebayhändler zu bestellen. Immer wenn
ich meine ich brauche ein PayPal-Konto schau ich mir die
Datenschutzbestimmungen an und bin für ne Weile geheilt.
Blechbieger schrieb:> Der Verzicht auf PayPal ist übrigens ein Grund beim teureren deutschen> Ebayhändler statt beim chinesischen Ebayhändler zu bestellen.
Ich bezweifle das Viele das so handhaben, aber mir solls recht sein :)
;) schrieb:> Wird drauf ankommen, wie hoch die Umsätze da waren.> Wegen ein paar hundert Euro, werden die kaum einen Aufstand machen.
na ja, das hängt vom Ermessensspielraum ab oder auch von der
Verbissenheit der Beamten. Je nach Behörde und Landkreis rasten die auch
schon bei Kleinstbeträgen völlig aus, so jedenfalls meine Erfahrungen
(allerdings andere Behörde, nicht das Finanzamt).
> Wenn jemand Anstoß nimmt, fordert Ebay einen Nachweis und wenn> der ausbleibt, machen die die Kiste dicht.> Ob die dann dem User genauer auf seine IP schauen, wie das hier> manchmal passiert, weiß ich auch nicht.
vermutlich passiert nichts, aber wenn Du dann dummerweise doch ins
Visier gerätst (und das passiert dem ein oder anderen), ist der Ärger
(und die möglichen Kosten) stressig - eine Behörde hat immer den
längeren Atem und ist stressfrei auch bei eigenen Fehlern - Du aber
nicht, das wird dann viel Nerven kosten.
> Wenn man so ein Ding durch zieht, dann sollte man das cleverer> machen, z.B. durch Splitten und öfters mal die Identität ändern.
richtig, aber wegen der paar Kröten lohnt sich der ganze Aufwand dann
doch nicht - zuviel Input, wenig Output.
Blechbieger schrieb:> Der Verzicht auf PayPal ist übrigens ein Grund beim teureren deutschen> Ebayhändler statt beim chinesischen Ebayhändler zu bestellen. Immer wenn> ich meine ich brauche ein PayPal-Konto schau ich mir die> Datenschutzbestimmungen an und bin für ne Weile geheilt.
Bei Paypal ist der Käufer im Vorteil - das haben in der Vergangenheit
betrügerische Käufer genutzt: Ware erhalten, Geld wegen Blabla
zurückgefordert und bekommen, Ware behalten und insbesondere der private
Verkäufer ging dann leer aus.
Ob das immer noch so ist, weiß ich nicht?
ohne Account schrieb:> Ob das immer noch so ist, weiß ich nicht?
Das ist immer noch so, der Kunde hat bzw. bekommt (fast) immer Recht ..
nennt sich ebay-(PayPal)Käuferschutz.
Gern kaufen Kunden mit betrügerischer Absicht Kleinartikel, die als
Brief versendet werden und behaupten dann keine Ware erhalten zu haben.
PayPal erstattet dann i.d.R. den Kaufpreis samt Porto zurück. Der
Verkäufer kann dagegen kaum etwas tun, da er ja keinen Sendungsnachweis
hat. Er könnte allenfalls in Zukunft versichert versenden, bei
Elektronikkleinartikeln und µC-Kleinkrams macht das aber wenig Sinn, da
wegen der hohen Versandkosten, dann keiner mehr kaufen würde.
Bei Kleinkrams muss auch bedacht werden, dass PayPal eine Grundgebühr
von 35 Cent pro Transaktion berechnet, hinzukommt eine Gebühr i.H.v.
2,49% auf den Gesamtverkaufswert. Diese Kosten muss der Verkäufer
tragen.
ebayer schrieb:> Das ist immer noch so, der Kunde hat bzw. bekommt (fast) immer Recht ..> nennt sich ebay-(PayPal)Käuferschutz.> Gern kaufen Kunden mit betrügerischer Absicht Kleinartikel, die als> Brief versendet werden und behaupten dann keine Ware erhalten zu haben.> PayPal erstattet dann i.d.R. den Kaufpreis samt Porto zurück. Der> Verkäufer kann dagegen kaum etwas tun, da er ja keinen Sendungsnachweis> hat. Er könnte allenfalls in Zukunft versichert versenden, bei> Elektronikkleinartikeln und µC-Kleinkrams macht das aber wenig Sinn, da> wegen der hohen Versandkosten, dann keiner mehr kaufen würde.
Danke für Deinen informativen Post - war mir so gar nicht bewußt
Ich habe früher Modelleisenbahn Elektronik verkauft und kleine Sendungen
an hunderte Kunden verschickt. Insgesamt haben lediglich 1-2 Kunden
behauptet Ihre Ware sei nicht angekommen.
ebayer schrieb:> Bei Kleinkrams muss auch bedacht werden, dass PayPal eine Grundgebühr> von 35 Cent pro Transaktion berechnet, hinzukommt eine Gebühr i.H.v.> 2,49% auf den Gesamtverkaufswert. Diese Kosten muss der Verkäufer> tragen.
Gewerbliche Verkäufer zahlen weniger, nur Privatkunden werden so
abgezockt.
ebayer schrieb:> Er könnte allenfalls in Zukunft versichert versenden, bei> Elektronikkleinartikeln und µC-Kleinkrams macht das aber wenig Sinn, da> wegen der hohen Versandkosten, dann keiner mehr kaufen würde.
Auch hier bekommen gewebliche Grossabnehmer deutlch bessere Tarife als
Privatpersonen
(Beispiel versicherte 450g Warensendung in die USA oder nach China,
gewerblich 5,55 privat derzeit 36.99)
wir finanzieren über die Wucherpreise das günstige Porto von Amazon &
Co. auch wenn wir nie bei denen kaufen.
A. B. schrieb:> Insgesamt haben lediglich 1-2 Kunden> behauptet Ihre Ware sei nicht angekommen.
Wenn die Ware nicht sachgerecht verpackt war und aus der Verpackung
geschleudert wurde, konnte manchmal der Artikel der Verpackung nicht
mehr zugeordnet werden, es sei denn, jemand hat bei DHL zufällig
aufgepasst.
In einer automatisierten Sortieranlage kann das schon mal passieren.
Oft genug erlebt, dass am Füllmaterial gespart wurde und das ganze
dann zur Rakete mit Satellit hätte werden können, oder sogar wurde.
Manchmal konnte ich ein Reparaturergebnis von DHL in Augenschein nehmen.
Anderes Problem ist die Tinte auf dem Empfängeraufkleber.
Wenn die nicht Dokumetenecht, ergo wasserfest ist, reicht schon ein
Schauer und wenn der Empfänger die Sendung nicht sofort annahm, hat
sich die Schrift im Verlauf einfach aufgelöst.
Etwas ähnliches ist mal bei der Desinfizierung einer ganzen
Containerladung passiert.
War dann kein Wunder, dass da was verloren ging.
;) schrieb:> In einer automatisierten Sortieranlage kann das schon mal passieren.
da passieren auch noch andere Dinge und die Sendung bleibt irgendwo im
Laufband,etc. hängen, wird völlig falsch ausgeliefert, usw.
Selbst wenn die Sendung ankam und das Ganze per Paypal lief, kann ich
als Empfänger ja immer noch behaupten, daß die erhaltene Ware nicht der
Artikelbeschreibung entspricht, defekt ist, etc. und verlange dann mein
Geld zurück. Paypal wird dann wohl die Rückbuchung machen? Vermute ich
mal?
Und eine Retoure - wohlgemerkt auf Kosten zu Lasten des Käufers - muß
ich als Käufer eben nicht machen und macht wegen der saftigen Postpreise
auch kaum Sinn ?! Der Verkäufer zahlt die Kosten für die Retoure, immer.
Also ist ein privater Verkäufer, der Paypal verwendet, im Nachteil bzw.
kann dann nur auf die Ehrlichkeit oder aber auch Nachgiebigkeit des
Käufers im Streitfall hoffen.
Für gewerbliche Verkäufer ist das überhaupt kein Thema; die haben je
nach Größe auch nochmal Sonderkonditionen bei der Post wie MaWin das ja
schon erläutert hat.
ohne Account schrieb:> Also ist ein privater Verkäufer, der Paypal verwendet, im Nachteil bzw.> kann dann nur auf die Ehrlichkeit oder aber auch Nachgiebigkeit des> Käufers im Streitfall hoffen.
Auch als gewerblicher Verkäufer sitzt man bei PayPal am sehr viel
kürzeren Hebel.
ohne Account schrieb:> Und eine Retoure - wohlgemerkt auf Kosten zu Lasten des Käufers - muß> ich als Käufer eben nicht machen und macht wegen der saftigen Postpreise> auch kaum Sinn ?! Der Verkäufer zahlt die Kosten für die Retoure, immer.
Nein, das ist nicht wahr. Um schlechte eBay-Bewertungen und Aufwand zu
vermeiden, verzichten viele Verkäufer aber auf eine Retoure oder lassen
sich - ohne es zu müssen - ein freigemachtes Retoure-label aus dem Kreuz
leiern.
was schrieb:> Nein, das ist nicht wahr.
Jein.
Hat man als Händler das falsche oder was defektes verschickt, muss die
Retoure für den Kunden kostenlos sein.
Nur wenn dieser das Produkt wegen nicht-gefallen zurückschicken will,
muss er dafür zahlen. Manche Händler sind da aber kulant, schliesslich
wissen sie: Verhalten sie sich bockig, macht der Kunde den Artikel
einfach kaputt.
Logischerweise macht ein Hädnler immer eine Mischkalkulation. Er weiss,
wie viel ihn Retouren kosten. Weniger als Ladenmiete und aufgerissene
Packungen oder Diebstahl im 'Vor-Ort-Geschäft'.
was schrieb:> ohne Account schrieb:>> Der Verkäufer zahlt die Kosten für die Retoure, immer.>> ist nicht wahr, darauf bezog sich das.
vorausgesetzt es kommt zur Retoure - Käufer&Verkäufer können sich ja
auch anders einigen.
Für mittelgroße/große Verkäufer ist das alles kein Thema und da wird
Schwund, etc. sowieso vorab einkalkuliert.
Als kleiner Gewerblicher bist Du nun mal im Nachteil, da Du Paypal und
andere Zahlungsdienstleister haben mußt egal ob es Dir paßt oder nicht -
aus Wettbewerbsgründen.