Warnung vor China-Dreck

Gast #2971847
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Hallo Leute!

Ich hatte mir bei einem ebay-Händler einen Umsetzer von USB auf
IDE und SATA gekauft. Was dann kam, sieht man auf dem Bild. Das
Netzteil hatte nicht einmal ein CE-Zeichen. Ich hatte das ganze
mal mit einer IDE-Platte ausprobiert, es hat auch wunderbar 
funktioniert.
Als ich nun eine WD800AAJS Platte (mit SATA) sichern wollte, kam der
Knalleffekt. Aus der Platte kamen plötzlich Qualmwolken. Meine
Messungen haben dann folgendes ergeben:

Das Netzteil hat zwar einen 4-poligen Floppy Powerstecker, wobei
hier ein Massepin nicht angeschlossen ist. Der gemeine Chinese
ist ja sparsam. Das Kabel von den nicht angeschlossenen Pin geht
nun auf die Masse des Laufwerks, also keine Verbindung. Beim 2.
Massekabel liegt im dem Molexstecker eine Fehlcrimpung vor, also
auch Keine Verbindung. Das Laufwerk hatte zum Glück Schutzdioden,
von denen eine abgeraucht ist.

jeder der so etwas gekauft hat sollte die Masseverbindung kontrollieren.
Ich habe dann noch mit einem KFZ-Verbinder die beidenm Massen
verbunden.
Angehängte Dateien:
Gast #2971875
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Hab auch so ein Teil aus China, seit Jahren ohne Probleme im Einsatz. 
Verwende ich mehrmals wöchentlich um z.B. Platten mit Clonezilla zu 
kopieren.

Das Netzteil hat aber noch einen Schnurschalter drin...
Lt. Aufkleber auf dem Netzteil ist auch nur eine GND Leitung verbunden, 
hat aber noch nie Probleme verursacht.

Hab damals auch unter 10 Euro gezahlt. Für den Preis darf man halt auch 
nicht zuviel erwarten ;-)
Gast #2971878
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mikrocontroller p_73 schrieb:
> um 20-25€ gibts richtig gute IDE/SATA auf USB Umsetzer

Solch ein Teil habe ich vor Jahren bei Reichelt gekauft, funktioniert 
normalerweise auch wunderbar, nur mit manchen Festplatten dann doch 
nicht. Muss mit der Lastverteilung zusammenhängen, da fängt das Netzteil 
dann zu fiepen an und Sekunden später raucht die Platte dann ab.

Lieber nur den USB-Adapter nutzen und für die Stromversorgung ein 
ATX-Netzteil verwenden.
Gast #2971885
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Sowas hatte ich auch mal. Hab den Fehler gemacht, die "Kaltgeräteschnur" 
(ohne irgendwelche Zulassungszeichen) zu verwenden. Irgendwann gabs in 
der Leitung nen Kabelbruch: auf den ersten flüchtigen Blick sehen die 3 
Adern normal aus, aber der größte Teil davon war Isolierung. Drinnen 
waren dann gefühlte 0.14mm² Kupfer... Hab ne Ähnliche Leitung hier auch 
mal im Forum beschrieben gesehen...
#2971903
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Kabel schrieb:
> Sowas hatte ich auch mal. Hab den Fehler gemacht, die "Kaltgeräteschnur"
> (ohne irgendwelche Zulassungszeichen) zu verwenden. Irgendwann gabs in
> der Leitung nen Kabelbruch: auf den ersten flüchtigen Blick sehen die 3
> Adern normal aus, aber der größte Teil davon war Isolierung. Drinnen
> waren dann gefühlte 0.14mm² Kupfer...

ACK, so einen Adapter hatte ich auch schonmal :-) Das Kaltgerätekabel 
war echt der Knaller, da hätte ich mal gerne einen Server 
drangehangen...

Grüße
Markus
Gast #2971934
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Die Kaltgerätekabel sind aber auch von "wertigen" Herstellern oft Murks 
und viel zu dünn.
Wenn hier BGV A3 (VDE701/702) Prüfung der Geräte ansteht gibts nachher 
eine ganze Kiste dieser "Sicherungskabel" zu entsorgen...
Gast #2972591
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Nächstes mal einfach den Powerstecker richtig herum in die Festplatte 
einstecken, dann Platzen Dir auch nicht die Shottkys raus. Von einer 
fehlenden Masse oder gar einer fehlenden kommt das nicht. Aber Schrott 
hast Du auf jeden Fall gekauft. Da könnte ich mich kaputt lachen. Kein 
CE-Zeichen drauf! 3,5Euro bezahlen wollen und dann ein CE-Zeichen 
erwarten... Muahahaha
Gast #2972756
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Klaus schrieb:
> Das mußt du als Importeur selbst anbringen und auch dafür gerade stehen.
> Die Konformitätserklärung, die zu dem CE-Zeichen gehört, muss von
> einem EU-Ansässigen ausgestellt sein.

Ich habe das beim China-Händler mit deutschen Lager gekauft. Die
Sendung kam auch aus D. Da gehe ich davon aus, dass diese Dinge
auch nach den hier geltenden Richtlinien und Vorschriften
verkauft werden, oder?
#2972777
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Hallo,
ich habe auch so ein Teil. Es funktioniert, aber das Netztei ist 
gefährlich. Ich hatte eine Festplatte mehrer Stunden im Dauerbetrieb , 
dabei ist das Netzteil so heiss geworden, dass es sich verformt hat. Ich 
habe jetzt ein paar Löcher zu Belüftung reingebohrt, jetzt ist es etwas 
besser, aber ich würde das Netzteilnicht mehr unbeaufsichtigt benutzen.

Gruß Thomas
Gast #2972790
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Chris_dus L. schrieb:
> Wohl ein billig Nachbau
Was tatsächlich sein könnte: Neuerdings plagieren die Chinesen schon 
sich selber! D.h. wenn eine Firma gut genug kopiert und plagiert hat, 
oder in Zusammenarbeit mit einer europäischen Firma gute Produkte 
erzeugt, die auch was taugen, fangen sie an, die Preise zu erhöhen, um 
stärker in die Gewinnzone zu kommen. Sofort fangen die Zwischenhändler 
an, nach Preisrabatten zu fragen oder Alternativen zu suchen. Viele 
arbeiten ja mit Produzenten zusammen und beauftragen kurzerhand 
jemanden, etwas günstige nachzubauen. Damit kann man dann eine Weile 
gute Geschäfte machen, bis der Ruf des Produktes wieder kaputt ist.
Gast #2973214
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hal9001 schrieb:
> Ich habe das beim China-Händler mit deutschen Lager gekauft. Die
> Sendung kam auch aus D. Da gehe ich davon aus, dass diese Dinge
> auch nach den hier geltenden Richtlinien und Vorschriften
> verkauft werden, oder?

Wer ist dein Vertragspartner? Wer steht auf der Rechnung und wo ist er 
geschäftlich ansässig? Ist das in der EU, handelt er ohne CE illegal, 
sonst bist du der erste in der EU, der mit dem Teil zu tun hat, bist 
also der Importeur. Wo die Ware liegt, ist IMHO unerheblich. Ob ein 
Container von China über Hamburg nach Südamerika geht, tangiert die EU 
nicht.

MfG Klaus

P.S. Auf einer gültigen Rechnung muß eine Adresse des Rechnungsstellers 
angegeben sein.
Gast #2973440
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Klaus schrieb:
> Wer ist dein Vertragspartner? Wer steht auf der Rechnung und wo ist er
> geschäftlich ansässig? Ist das in der EU, handelt er ohne CE illegal,
> sonst bist du der erste in der EU, der mit dem Teil zu tun hat, bist
> also der Importeur. Wo die Ware liegt, ist IMHO unerheblich. Ob ein
> Container von China über Hamburg nach Südamerika geht, tangiert die EU
> nicht.

Das ist eine interessante Konstellation.
Da werde ich jetzt aber mal nachhaken

Der Verkäufer ist in Hongkong, wirbt mit einem Lager und Lieferung aus 
D.
Das machen neuerdings mehrere von den Chinahändlern.
Eine Rechnung gab es nicht
Die Sendung kam mit DHL aus Bad Hersfeld.

Importeur ist derjenige der die Ware am deutschen Zoll vorbeiträgt.
Das ist derjenige der den Container von Hamburg nach BadHersfeld
geschafft hat. Die Sendung wurde auch nicht dem deutschen Zoll 
vorgeführt,
jedenfalls war kein Aufkleber drauf.

Ich muß sowiso im januar eine Sendung im Zollamt abholen. Da werde ich 
mich
mal dezent erkundigen.

Guten Rutsch noch....

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