Rückruf: Gedore Drehmomentschlüssel.

#6033278
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Ich habe einen zwanzig Jahre alten Drehmomentschlüssel immer noch im 
Gebrauch. Da würde mich ein solcher Rückruf sehr wohl noch 
interessieren!

Ich finde es gut, daß ein Hersteller es so lange nach dem Verkauf der 
Wahre immer noch als seine Pflicht ansieht einen Rückruf zu starten. Das 
kommt heute nur noch sehr selten vor. Respekt!
#6033309
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Carsten W. (eagle38106) schrieb:

>Ich finde es gut, daß ein Hersteller es so lange nach dem Verkauf der
>Wahre immer noch als seine Pflicht ansieht einen Rückruf zu starten. Das
>kommt heute nur noch sehr selten vor. Respekt!

Wo steht denn, daß dieser Hersteller es immer noch als seine Pflicht 
sieht?
Gast #6033687
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René F. schrieb:
> Ich denke dass das Thema nach über 10 Jahren  nur noch sehr wenige
> Menschen interessiert.

Man kann nie gut genug informiert sein was Qualität angeht, denn:

"Durch den möglichen Bruch des aus Kunststoff bestehenden 
Federgehäuses kann es vorkommen, dass ..."

Also war schon vor 10 Jahren der Preisdruck am Markt so groß, dass 
selbst ein Premium-Werkzeughersteller in einem sicherheitsrelevanten 
Werkzeug (Drehmomentschlüssel) billiges Plastik verbaut. Dann möchte ich 
nicht wissen, was in sicherheitsrelevanten Bereichen noch so alles 
abgeht.
Gast #6033708
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MeierMüllerSchulz schrieb:
> Also war schon vor 10 Jahren der Preisdruck am Markt so groß, dass
> selbst ein Premium-Werkzeughersteller in einem sicherheitsrelevanten
> Werkzeug (Drehmomentschlüssel) billiges Plastik verbaut. Dann möchte ich
> nicht wissen, was in sicherheitsrelevanten Bereichen noch so alles
> abgeht.

Wir müssen allerdings bedenken, das es sich zwar um einen 
„Premium-Werkzeughersteller“ handelt, die zurückgerufenen Werkzeuge aber 
nicht aus der Premiumlinie stammen sondern mit den Marken „Rahsol“ und 
„Carolus“, dies waren beides „günstigere“ Marken um sich auf dem Markt 
breiter aufstellen zu können und richteten sich nicht an den 
„professionellen Anwender“.

In vielen Bereichen gibt es auch die Pflicht Drehmomentschlüssel zu 
kalibrieren, insbesondere wenn damit Produkteigenschaften zugesichert 
werden. Kennen vielleicht auch einige von Messschiebern (ISO 9001). Eine 
solch enorme Abweichung wie im Rückruf würde damit auffallen.

Man sollte auch Bedenken das es sich bei Rückrufen in der Regel um 
Einzelfälle handelt und oft nur ein kleiner Teil der zurückgerufenen 
Produkte wirklich fehlerbehaftet sind. Wären damals alle Galaxy Note 7 
explodiert gäbe es Samsung wohl heute nicht mehr ;)
Gast #6033709
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Jens G. schrieb:
> Wo steht denn, daß dieser Hersteller es immer noch als seine Pflicht
> sieht?

Eben.
Das pdf stammt vom April 2009.
Im Übrigen macht man solche Rückrufe nicht aus Menschenfreundlichkeit, 
sondern um größeren Ärger zu vermeiden.
M.E. kann der Hersteller selbst heute noch für Schäden, die dieses 
Produkt anrichtet, haftbar gemacht werden, da die im 
Produkthaftungsgesetz genannte  10 Jahresfrist noch nicht vorüber ist.
https://de.wikipedia.org/wiki/Produkthaftung_(Deutschland)#Die_Verj%C3%A4hrung_der_Anspr%C3%BCche

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