Hallo!
Ich bin ganz neu auf dem Gebiet und habe einige Fragen. Zuvor erstmal,
ich habe die Suchfunktion benutzt aber irgendwie nichts passendes
gefunden.
Also mein Haus steht jetzt im Rohbau und ich möchte in jeden Raum einen
Temperatursensor verlegen. diese sollen dann über Ethernet(wlan, oder
sonstiges) an einen rechner angeschlossen und die Temperaturen
ausgelesen und angezeigt werden.
Jetzt finde ich die Fertigprodukte einfach zu teuer und dachte mir
jemand hat sowas vielleicht schonmal sowas gebaut und kann mir da
unterstützung geben.
Insgesamt sollen es ca. 8-10 Sensoren werden. Vielleicht ist es ja
soagar möglich multisensoren anzuschliessen die dann nicht nur
Temperatur sondern auch Luftfeuchtigkeit usw. auslesen und anzeigen
können.
Möglich ist das alles. Da du nichts fertiges kaufen willst musst du
natürlich alles selber bauen. Günstige Temperatursensoren gibt es genug.
Ich nutze gerne den DS18B20. Um eine Raumtemperatur zu messen ist der
optimal.
Nur da stellt sich die Frage: Was kannst du denn auf dem Gebiet
Elektronik/Mikrocontroller? Welche Art von Unterstützung benötigst du?
gruß cyblord
Marc schrieb:> Jetzt finde ich die Fertigprodukte einfach zu teuer
Individuelle Entwicklungen mit einzeln angefertigten Harwareprototypen
kann nicht billiger sein wie Massenprodukte.
Hallo und danke schonmal für die schnelle Antwort.
Also das selberbauen würde ich selber versuchen wenn ich einen passenden
Schaltplan finde und die dazugehörigen Teile, das wird mir ja niemand
einfach so bauen wollen :)
Hmm, dachte da gibt es schon was, was andere (vielleicht sogar) hier
schon gebaut haben was man nachbauen könnte.
Marc schrieb:> mir würde es auch reichen wenn jemand einen schaltplan hätte und> eventuell eine Teile-liste
Der schon erwähnte DS18B20 ist m.E. am besten für Deine Zwecke
geeignet. Er wandelt Temperaturen direkt in ein digitales Signal.
D.h. Du brauchst keinen Schaltplan. Allerdings arbeitet er nur
zusammen mit einem µC optimal und für den müsstest Du ein
passendes Programm schreiben.
Gruss
Harald
So funktoniert das nicht. Du kannst nicht ohne explizites Vorwissen im
Bereich Digitaltechnik/Mikrocontroller sowas selber bauen wollen. Sowas
lässt sich auch nicht per Schaltplan und Bautteilliste erschlagen. Es
gibt da fertige Open-Source Projekte, Hausbus u.ä. aber auch hier kommst
du ohne eine große Portion Vorwissen nicht weit. Ich denke du hättest
bereits Probleme ein fertiges Programm auf einen Controller zu flashen.
Also wo soll das hinführen? Was du brauchst, ist eine Fertiglösung und
die kostet halt.
Und die Frage nach deinen Fähigkeiten und deiner Erfahrung in diesem
Bereich hast du auch einfach ignoriert.
gruß cyblord
Unabhängig davon womit man die Temperatur misst: Wo misst man diese am
besten?
Oben ev. auf Höhe der Abzweigdosen? - Warme Luft steigt nach oben.
Auf halber Höhe ev. auf Schalterhöhe? - Kaum zu verstecken.
Unten ev. auf Höhe der Steckdosen? - Wahrscheinlich am unauffälligsten
und kältesten.
An einer Außenwand - oft kälter als "normal" - aber mit "Kontakt" zum
Wärmebedarf.
An einer Innenwand - oft wärmer als "normal" - thermisch stark
entkoppelt - schwer freizuhalten.
Nahe der Tür - wahrscheinlich am Einfachsten zu verdrahten - mit den
meisten Turbulenzen vor allem in Wohnungen mit offenen Türen.
Wie schlimm wirkt sich eigentlich Sonneneinstrahlung auf einen Sensor
aus? Gemeint ist der "Sonnenschein" durchs Fenster auf einen eventuellen
Sensor.
Ich weiß, im Idealfall bleibt kein Platz mehr frei, aber es muss doch
eine allgemein anerkannte Position für so was geben.
Hallo,
laut Rechtssprechung im Mietrecht so etwa in der Raummitte in 1m Höhe
(z.B. wenn man sich über zu wenig beheizte Räume beschweren oder die
Miete kürzen will). Das macht so auch Sinn, ist aber schwierig zu
realisieren. An einer Aussenwand z.B. kann die Temperatur einige Grad
niedriger sein.
Aber der Selbstbau von Sensoren ist natürlich totaler Unsinn. Genausogut
könntest du dir Wolfram, eine Glasschmelze und eine Vakuumpumpe
anschaffen und probieren Glühbirnen herzustellen, weil die gekauften zu
teuer sind.
Gruss Reinhard
Danke für euren ganzen Antworten, soweit hatte ich wohl nicht gedacht.
Entschuldigung das ich nicht auf meine Fähigkeiten eingegangen bin, ich
habe mir das alles nicht so schwer vorgestellt. Bei Angeboten von
grösseren Elektrolieferanten gibt es ja für alles Bausätze und ich
dachte sowas wäre "einfacher" zu realisieren. Das mit dem Ort zum messen
Stimmt auch vollkommen, es hängt immer von mehreren Faktoren ab, wie
z.B. Sonneneinstrahlung, Zugluft, ... . Ich dachte eben nur das wenn man
einmal Kabel legt auch an alles denken sollte bevor man fertig ist und
dann nochmal anfangen muss
Aus dem Gejammere vieler Häuslebauer der letzten Jahre (die Hauptfragen
während des Baus sind: Brauchen wir so viele Steckdosen, ist die
Verteilung mit der Reserve nicht viel zu groß?) schließe ich, dass
gerade im Bereich der Elektrotechnik viel zu oft gespart wird.
Die Anzahl an Verbrauchern wird auch in Zukunft weiter steigen, der
Stromverbrauch auch. Hier und da ein Leerrohr kann nicht schaden, jetzt
kostet es fast nix. Und wie willst Du in 10 Jahren ein Elektroauto
aufladen, wenn nirgendwo ein richtig dicker Anschluss vorhanden ist?
Du solltest jetzt zu jeder späteren Meßstelle eine Kabel einbauen.
Leerrohre ist ein ziemlicher Aufwand.
Ich würde gleich einfaches Kabel verlegen, ohne Leerrohr.
In Höhe der Lichtschalter jedes Raumes eine UP-Dose (runde, klein, wie
für Steckdose oder etwas grössere runde Abzweigdose, das reicht).
Zu jeder Dose ein separates (Telefon-) Kabel, sowas wie das hier:
http://www.teleprofi-shop.de/Telefon-Co/Kabel-und-Adapter/Verlegekabel-innen/Telefonkabel-innen-J-Y-ST-Y-2x2x0-6-2DA-250m-Ring.html
Vorteil: Preiswert, gibt's auch im Baumarkt ; ausreichend für diverse
Standardsensoren oder Elektronik, über die man sich später Gedanken
machen kann.
Dose kann man mit Blinddeckel zumachen.
Alle Meßkabel aller Räume zu einen Zentrale führen (Büro oder
Keller-Hobbyraum), siehe hier
http://www.teleprofi-shop.de/Telefon-Co/Telefonverteiler/
evtl. zusammen mit den Kabeln der Telefontechnik oder LAN Technik deines
Hauses.
Dose kann man auch in senkrechter 3-er Kombi anbringen, oben Schalter,
dann Steckdose, dann die Meßdose. Mit dieser Anbringung könnte man dann
später eine 3fach Platte verbauen, einen Blinddeckel des
Schalterprogramms nutzen, mit Löchern oder Schlitzen versehen, damit
Messung stimmiger wird.
Aber Achtung: Niemals das "Telefonkabel" durch die 230V~ führen; also
Eingang von unten oder seitlich nutzen.
Gruss