AVR Kühlung notwendig?

OP Persönliche Seite #3108874
Hallo an alle,

zum Temperaturloggen habe ich einen Arduino Mega2560 mit LCD Shield 
aufgebaut. Der AVR arbeitet an:
-Temperaturberechnung (Eigentlich bloss eine Multiplikation und 
Addition, allerdings mit zwei Float Werten)
-OneWire Kommunikation
-Temperaturaufwertung und Max. bzw. Min-Wert Speicherung
-Serielle Kommunikation zum PC zur Auswertung
(Mit QBasic64 lassen sich übrigens schöne kleine Programme zum Loggen 
schreiben :-)
-Ein Hardwaretimer ist am laufen und löst sekündlich mittels Interrupt 
einen Sendevorgang zum PC aus
-Die Ansteuerung für den LCD mit Übertragung der custom byte Arrays zum 
Darstellen meiner eigenen Zeichen
-Auswertung der Tasten des LCD Shieldes mittels ADC
-sonstigen Kleinkram

Jetzt habe ich ein kleines Problem, und zwar wird der ATMega dann doch 
schon ziemlich warm während das Programm läuft, zeitweilig über 40 Grad, 
und dass, obwohl es im Zimmer, in dem er "steht" nur ca. ~15 Grad hat. 
Jetz könnte das im Sommer natürlich zu einem Problem werden. Sollte ich 
den Chip kühlen? Oder ist das Programm zu aufwändig? Das Plastik hat 
aber doch eine sehr schlechte Wärmeleitfähigkeit?

Danke im Voraus
Gast #3108883
Guck mal bitte nach wieviel Strom dein AVR zieht und wieviel er maximal 
lt. Datenblatt ziehen darf!

Das klingt fast so als ob du irgendwo einen Port hast über den zu viel 
Strom fließt-> es verbrennt dir irgendwann deinen AVR -> tot
#3108884
Jeromyo Hochgesang schrieb:
> Jetzt habe ich ein kleines Problem, und zwar wird der ATMega dann doch
> schon ziemlich warm während das Programm läuft, zeitweilig über 40 Grad,
> und dass, obwohl es im Zimmer, in dem er "steht" nur ca. ~15 Grad hat.

Schau mal deine Ausgaenge an ob da nicht ein Kurzschluss oder 
Ueberlastung ist. Das ist keine Intel CPU die rot gluehend werden kann 
da wird im normalen Betrieb nix heiss.
OP Persönliche Seite #3108888
Kurzschluss kann ich aussschließen, gerade überprüft. Es wird nur ein 
einziger Port benutzt, und zwar der zur OneWire-Kommunikation mit dem 
DS18S20(Mit Pullup Widerstand wegen ParasitePower-Versorgung). Ansonsten 
sind die Pins unbeschaltet. Die Verbindung zum LCD ist auch in Ordnung, 
keine Pins überlastet, falsch angeschlossen, o.Ä., habe sogar im 
Schaltplan des Shieldes nachgesehen, alles korrekt.
#3108902
Unbeschaltete Pins verursachen sehr hohe Stromaufnahme. STeht auch 
irgendwo zwischen den Zeilen im Datenblatt.

Sorge dafür, dass ALLE I/O Pins einen gültigen Logikpegel haben, also 
Low oder High. Das kannst Du durch externe Beschaltung erreichen oder 
durch Aktivieren der internen Pull-Up Widerstande.

Ansonsten hängt die Stromaufnahme des Mikrocontrollers (fast) nur von 
der Taktfrequenz ab, ganz egal, was das Programm macht. Komplexe 
Berechnungen verbrauchen kaum mehr Strom, als eine simple Warteschleife.

Unabhängig davon: Der erhöhte Stromverbrauch durch unbeschaltete I/O 
Pins wird den AVR nicht zerstören. Da brauchst Du keine Angst haben.
Gast #3108926
Hi

>Unbeschaltete Pins verursachen sehr hohe Stromaufnahme. STeht auch
>irgendwo zwischen den Zeilen im Datenblatt.

'sehr hohe Stromaufnahme' ist maßlos übertrieben. Hatte mal jemand hier 
gemessen. wenn ich mich erinnere lag das irgendwo im µA-Bereich. Also 
keinesfalls etwas, was den Controller erwärmt. Entspricht auch meiner 
Erfahrung.

MfG Spess
#3108938
Stefan Frings schrieb:
> Unbeschaltete Pins verursachen sehr hohe Stromaufnahme. STeht auch
> irgendwo zwischen den Zeilen im Datenblatt.

Das steht nicht zwischen den Zeilen, sondern in Kap. 13.2.6: Unconnected 
Pins. Allerdings wird der Strom nie so hoch, daß der AVR merklich warm 
werden würde. Der Fehler ist sicher ein Anderer: Wie schon beschrieben, 
wahrscheinlich ein Kurzschluß. Vielleicht ist der AVR aber auch einfach 
kaputt.
OP Persönliche Seite #3108941
Ok, ich hab den doch sehr einfachen Aufbau meines Sensors überprüft, 
dass ist die einzige Verbindung zu einem Port. Ich kann weder einen 
Kurzschluss messen, noch sehen. Außerdem würde der Sensor ja dann keine 
Daten senden, dann kann der Kurzschluss ja praktisch nur auf Board oder 
Shield liegen, oder?
#3109026
Jeromyo Hochgesang schrieb:
> @Dietrich
> Das ist ein AtMega2560, ich besitze leider nicht über die Fähigkeiten,
> so ein Pinmonster auszulöten, geschweigedenn auszutauschen

Wenn du ihn opfern willst, gehts völlig problemlos mit einem 
Cuttermesser. Vorsichtig die Pins so nahe wie möglich am Gehäuse 
abschneiden, dann die Reste der Pins einzeln von der Platine löten. 
Lötstellen sauber machen, neuen IC drauf. Geht wunderbar.

Macht aber eben nur Sinn, wenn du ziemlich sicher bist, daß er hinüber 
ist. Denn anschließend ist er mit Sicherheit nicht mehr zu gebrauchen 
:-)
Gast #3109035
und den Strom den das ganze Gebilde zieht?
Man kann übrigens den Strom in Leiterbahnen messen ohne die 
aufzutrennen, Distrelec hatte hierzu vor ein paar Tagen Werbung 
geschickt: 
https://www.distrelec.de/ishopWebFront/search/luceneSearch.do?dispatch=find&keywordPhrase=919300
So ein Teil ist aber sicher etwas über dem Hobbyetat der meisten 
Bastler. Aber das wäre doch auch mal ein nettes Selbstbauprojekt, oder 
gibt es das hier im Wiki schon? Habe noch nicht danach gesucht.
#3109153
Was bitte ist an alle Pins nicht zu verstehen?
Da du es scheinbar nicht schnallst, was ich vorhabe: Wenn sämtliche Pins 
an dem Controller als Eingang konfiguriert sind, kann bei einem 
funktionstüchtigen Controller auch kein nennenswerter Strom über die 
Pins werden. Er darf dann nicht mehr warm werden.
#3109296
Du schreibst was von LCD, läuft da eventuell die Hindergundbeleuchtung 
direkt über Port-Pins (zum Dimmen?). Versuch doch mal die gesamte 
Stromaufnahme zu messen. Eventuell gibt es irgendwo eine 
Brücke/Kurzschluss bei den Steckerleisten.

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