Tach,
für meine Home Automation Projekte benutze ich derzeit meist günstige
ESPs mit Wifi (< 2$ beim Chinamann).
Nun ist Wifi aber ja nicht unbedingt das Mittel der Wahl:
- Hoher Stromverbrauch
- Langsamer Verbindungsaufbau
- etc.
Schnittstellen wie ZigBee scheinen da deutlich besser geeignet. Leider
finden sich keine Bezahlbaren Module bzw. Mikrocontroller, bei denen die
Schnittstelle schon fest integriert ist.
Warum ist das so? Patente? Geringe Nachfrage?
Klar gibts das. Schau Dir mal den CC2530 oder CC2531 von TI an.
Einzelpreis bei Digikey ist 5€, aber da bezahlst Du dann ja auch die
Dienstleistung, dass da jemand für Dich ins Lager geht, die
entsprechende Schublade aufmacht und Dir von der Rolle mit 2500 Stück
einen abschneidet. Diese Dienstleistung ist letztendlich teurer als der
Chip selber, der in Stückzahlen nur ein-zwei Euro kostet. Das ist immer
das Kreuz bei kleinen Stückzahlen.
Wobei ich eher bei der 26'er Serie anfangen würde. Die hat ARM-Cores
eingebaut statt 8051 und ist so viel teurer auch nicht.
So viel mehr ist in einem Modul auch nicht drin - Du kannst genauso gut
den nackten Chip nehmen, wenn Du einigermaßen Fachwissen hast. Um
Referenzdesigns abzupinnen, brauchst Du auch keinen Netzwerk-Analyzer.
fchk
Kann man nicht aber einfach mit einem NRF24L01-Modul das Signal
nachbilden? Die sind ja doch um einiges billiger.
Beides läuft ja auf 2,4 GHz und mit dem Modul könnte man ja einfach den
Frame zusammenbasteln und dann losschicken.
Dazu müsste man natürlich zuerst einen Sender haben, von dem man das
Signal mit dem Modul einfangen und auswerten kann.
Ralf schrieb:> Kann man nicht aber einfach mit einem NRF24L01-Modul das Signal> nachbilden?
Uff.
Können kann man viel, aber hat das Sinn? Die Hardwarekosten der Chips
spielen wohl bei wirklichem ZigBee kaum eine Geige. Für einen AT86RF231
bezahlst du als Einzelstück 3 Dollar bei Digikey ¹), und der nimmt dir
im Vergleich zu einem NRF24L01 schon mal einen Haufen Arbeit ab
(framing, CRC checking, ack & retries, address filtering etc. pp.).
Der wesentliche Aufwand (im Sinne von reingesteckter Arbeit) bei
wirklichem ZigBee steckt in den höheren Protokollebenen. Die unteren
Protokollebenen (bis zum IEEE 802.15.4. MAC) kannst du beispielsweise
auch mit µracoli als Opensource realisieren – aber davon hast du eben
noch keine ZigBee-Einbindung (network & application stack).
¹) Für einen NRF24L01 nehmen sie als Einzelstück immerhin 3,10.
Honigmensch schrieb:> Schnittstellen wie ZigBee scheinen da deutlich besser geeignet. Leider> finden sich keine Bezahlbaren Module bzw. Mikrocontroller, bei denen die> Schnittstelle schon fest integriert ist.
Auch für ZigBee gibt es z.B. sowas hier, schon für unter 3 Dollar pro
Stück:
https://www.aliexpress.com/item/32808188760.html
Ein fertiges Modul vergleichbar z.B. den ESP-12-Modulen beim ESP8266
bzw. den WROOM-32-Modulen beim ESP32.
Der Hauptgrund, warum die dort verwendeten (ZigBee-fähigen und vglw.
günstigen) CC253x-Mikrocontroller im Hobby-/Maker-Bereich bislang kaum
Beachtung finden (ganz anders als z.B. die ESP-Mikrocontroller), scheint
darin zu liegen, dass es bislang keine einfache und kostenlose
Möglichkeit gibt, dafür Software zu entwickeln.
Vom Hersteller TI kriegt man zwar kostenlos eine passende
ZigBee-Implementierung namens "Z-Stack" sowie Beispiel-Code. Aber zum
Kompilieren etc. ist man bislang wohl mehr oder weniger gezwungen, die
teure "IAR Embedded Workbench for 8051" zu verwenden.
Wenn mal jemand eine Möglichkeit finden und dokumentieren würde, wie man
rein mit Open Source- (oder zumindest kostenlosen) Tools ZigBee-fähige
Firmware-Images für die CC253x-Serie kompilieren kann, dann würde ZigBee
im Hobby-Bereich vermutlich schnell mehr Beachtung finden.
Seit einiger Zeit bietet Nordic Semiconductor auch Chips mit ZigBee an:
https://www.nordicsemi.com/Products/Low-power-short-range-wireless
Diese Chips haben einen ARM Core und man kann sie mit gcc und Eclipse
programmieren.
Im Vergleich zu ESP8266 sind die aber nicht billig, vor allem dauert es
recht lange bis die neuen Versionen beim Chinamann auf Boards zu
bekommen sind.
Das nRF52840-Devkit kostet 43,- Euro bei Mouser. Einen nRF52840 "USB
Dongle" bekommt man dort für knapp 10,- Euro, das ist günstiger als
viele der China Angebote :-)
/Edit:
Das Board E73-2G4M08S1C mit nRF52840 kostet beim Chinamann ca. 4,50 Euro
(in limitierter Stückzahl).
Michael D. schrieb:> Seit einiger Zeit bietet Nordic Semiconductor auch Chips mit ZigBee an:> https://www.nordicsemi.com/Products/Low-power-short-range-wireless> Das Board E73-2G4M08S1C mit nRF52840 kostet beim Chinamann ca. 4,50 Euro> (in limitierter Stückzahl).
Die nrf-Module gibt es schon seit langem für kleines Geld in China.
Der nRF52840 für €4,10:
https://de.aliexpress.com/item/32906661666.html
Das Schöne ist, dass man die auch ohne teure Toolchain mit gcc
programmieren kann. Zudem kann man auch diverse Protokolle nutzen, auch
Bluetooth LE, was immer interessanter wird und mittlerweile vieles
bietet, was zuvor nur bei ZigBee oder Z-Wave vorhanden war, insbesondere
Mesh.
Auf lange Sicht wird wohl Bluetooth das Rennen machen.
John Doe schrieb:> Auf lange Sicht wird wohl Bluetooth das Rennen machen.
Ich erlebe Bluetooth aus Anwendersicht seit ca. 20 Jahren als extrem
zickig und unzuverlässig. Wenn ich Produkte kaufe, achte ich
mittlerweile darauf, dass man sie ohne Bluetooth nutzen kann.
Also was mich angeht, würde ich eine Welt ohne Bluetooth bevorzugen.
Stefan ⛄ F. schrieb:> Ich erlebe Bluetooth aus Anwendersicht seit ca. 20 Jahren als extrem> zickig und unzuverlässig. Wenn ich Produkte kaufe, achte ich> mittlerweile darauf, dass man sie ohne Bluetooth nutzen kann.>> Also was mich angeht, würde ich eine Welt ohne Bluetooth bevorzugen.
Da hat BLE aber stark nachgelegt!
Stefan ⛄ F. schrieb:> ble schrieb:>> Da hat BLE aber stark nachgelegt!>> Isch abe gar kein BLE - ehrlich.
BLE erinnert zu stark an BSE. Das wird nix mehr.
Ich würde eine alte Fritzbox nehmen, jede Menge ESP8266, und mir ein
eigenen Homenetz aufbauen. Das ist doch leicht finde ich.
Und keiner kann mich überwachen. Meine Gespräche mithören etc. Und ich
habe auch Sprachsteuerung. Die geht nämlich auch OHNE Internet. Das weiß
nur kaum einer.
Hier mal ein Link zu einen feinen Spielzeug.
https://www.audeme.com/movi.html
Bei den Teil darf man auch paranoid sein ;)
Gruß
Pucki
Alexander K. schrieb:> Ich würde eine alte Fritzbox nehmen, jede Menge ESP8266, und mir ein> eigenen Homenetz aufbauen. Das ist doch leicht finde ich.
Möglich ja, leicht sicher nicht. Als Prototyp kann man immer mal so was
zusammenfrickeln, aber damit das über Jahre zuverlässig läuft muss man
einiges an Arbeit reinstecken. Das Protokoll muss robust sein um mit
allen möglichen und unmöglichen Dingen zurechtzukommen. Die Komponenten
sollen z.B. nicht dauernd hängen bleiben.
Das Ding soll ja über Jahre zuverlässig funktionieren.
Es muss einfach mit neuen Sensoren/Aktoren erweiterbar sein. Die
Konfiguration sollte auch nach 10 Jahren noch einfach änderbar sein.
Cyblord -. schrieb:> Die Komponenten sollen z.B. nicht dauernd hängen bleiben.
Das besser hinzukriegen, als bei den Kommerziellen Produkten ist kein
Kunststück - wenn ich mit den Sachen vergleiche, die ich im Büro erleben
durfte. Da hat unser Technik-Admin einiges installiert, weil er auf
solchen Kram steht.
Stefan ⛄ F. schrieb:> Das besser hinzukriegen, als bei den Kommerziellen Produkten ist kein> Kunststück -
Erst mal machen.
Abgesehen davon gibt es ja im Bereich Heimautomatisierung einiges als
Offener Software und Bussystemen. Ein Eigenbau wäre nur ein weiteres von
vielen.
Cyblord -. schrieb:> Das Ding soll ja über Jahre zuverlässig funktionieren.> Es muss einfach mit neuen Sensoren/Aktoren erweiterbar sein. Die> Konfiguration sollte auch nach 10 Jahren noch einfach änderbar sein.
JA, gebe ich dir völlig recht. Bis auf die 10 Jahre. Bei der heutigen
Geschwindigkeit kannst du froh sein, wenn du in 2 Jahren noch
Sicherheitsupdates bekommst. Siehe Handys.
Und das Hersteller alte Produkte abschalten, um neue zu Verkaufen (siehe
ein berühmten Audio-Boxen- Hersteller) ist auch nix neues. Und Software
auf eine Chip.... Was schlimmeres kann es in Sachen Sicherheit gar nicht
geben.)
Alles riesige Vorteile die ich habe.
1.) Es ist günstig. ESP8266 und ein paar Sensoren / Relais kosten kaum
was in China. Das Internet hat ein Standart-Protokoll.
2.) Es ist mein Programm = wenn mir was nicht gefällt ändere ich es.
3.) Ich brauche nicht wirklich ein Protokoll. Eigentlich reicht es aus,
wenn ich eine bestimmten Text übertrage, und diesen z.B. mit einen Code
verschlüssele den nur ich kenne. Ich dachte dabei an ein Zeit-Protokoll.
Nix wildes.
4.) Mit den Movi Teil, gibt es keine Überwachung.
5.) Ich bin nicht von China-Servern oder sonst was abhängig.
Es gehört zwar nicht hier her, aber es ist auch hier ein mögliches
Problem. Viele Internet-Radios funktionierten eine Zeit nicht, weil die
Verwaltung der Playlist etc. auf einen abgeschalteten Server lag.
Das kann mir nicht passieren.
Klar kann man sich auch Fertig-Teile bei Ikea holen. Die sollen lt.
Presse sogar sehr günstig sein. Aber wer will das.
Gruß
Pucki
Alexander K. schrieb:> JA, gebe ich dir völlig recht. Bis auf die 10 Jahre. Bei der heutigen> Geschwindigkeit kannst du froh sein, wenn du in 2 Jahren noch> Sicherheitsupdates bekommst. Siehe Handys.
Es geht ja um deinen Eigenbau. Und Hausautomation verbleibt
normalerweise sehr lange in einem Haus verbaut. Und solltes zumindest.
Das kannst du doch nicht mit einem Handy vergleichen.
> Alles riesige Vorteile die ich habe.
Hast du? Bisher lese ich nur "hätte könnte sollte".
> 1.) Es ist günstig. ESP8266 und ein paar Sensoren / Relais kosten kaum> was in China. Das Internet hat ein Standart-Protokoll.
Wäre mir neu das "Das Internet" ein Protokoll wäre. Du bist ja ein
echter Experte.
Und was machst du wenn Expressif morgen den ESP einstellt? Dann musst du
für neue Sensoren oder den Austauschfall auch erstmal was neues
entwickeln.
> 3.) Ich brauche nicht wirklich ein Protokoll. Eigentlich reicht es aus,> wenn ich eine bestimmten Text übertrage, und diesen z.B. mit einen Code> verschlüssele den nur ich kenne. Ich dachte dabei an ein Zeit-Protokoll.> Nix wildes.
Oh na klar. DAS ist ja ne tolle Heimautomation. Was soll das reine
Übertragen von Texten bringen? Eine Heimautomation soll Steuern und
Regeln können. Da braucht es mehr als Text.
Und natürlich brauchst du ein Protokoll, ich denke du willst eben
fertiges HTTP verwenden. Und dazu ne nicht existente Sicherheit. Das ist
halt einfach nur gröbstes frickeln.
> Es gehört zwar nicht hier her, aber es ist auch hier ein mögliches> Problem. Viele Internet-Radios funktionierten eine Zeit nicht, weil die> Verwaltung der Playlist etc. auf einen abgeschalteten Server lag.
Ist bekannt. Nur musst du mal noch zeigen dass ein eigenes Internetradio
länger funktioniert hätte. Vielleicht hat man nach 5 Jahren keinen Bock
mehr den eigenen Server dazu zu verwalten weil das Eigenbau Ding langsam
zu grottig geworden ist und man sowieso nur noch Spoitfy übers Handy
hört. Als wenn solche Gadgets jemand für die Ewigkeit nutzen möchte.
> Klar kann man sich auch Fertig-Teile bei Ikea holen. Die sollen lt.> Presse sogar sehr günstig sein. Aber wer will das.
Jeder der Plug and Play ne Heimautomatisierung will.
DU hast bisher ausser heißer Luft und offensichtlicher Unkenntnis gar
nichts und so wirst DU auch nie etwas eigenes entwickeln können.
Cyblord -. schrieb:> Das kannst du doch nicht mit einem Handy vergleichen.
Wieso nicht. Ich will ja länger wie 3 Jahre mit den Teil telefonieren.
Cyblord -. schrieb:> Wäre mir neu das "Das Internet" ein Protokoll wäre. Du bist ja ein> echter Experte.
Ich meinte auch das eher grob. Es gibt genug Protokolle die seit
Ewigkeiten gibt. Wie z.B. TCP/IP.
Cyblord -. schrieb:> Was soll das reine> Übertragen von Texten bringen? Eine Heimautomation soll Steuern und> Regeln können. Da braucht es mehr als Text.
Ja. Ein paar Zahlen. Was man überträgt ist grundsätzlich eh egal.
Hauptsache die Gegenstelle weiß was gemeint ist.
Cyblord -. schrieb:> Nur musst du mal noch zeigen dass ein eigenes Internetradio> länger funktioniert hätte.
Hätte es. Und tut es. Weil ich die Links zu meine Lieblingssender
jederzeit im Internet finde. Auf die SD-Karte kopieren o. via Homenetz
übertragen, oder von einer NAS-Datenbank holen was weiß ich. Man braucht
so ein Mist nicht, das man externe Server für Favoriten braucht. Das ist
nur um Marketing-Daten auszuwerten.
Cyblord -. schrieb:> DU hast bisher ausser heißer Luft und offensichtlicher Unkenntnis gar> nichts und so wirst DU auch nie etwas eigenes entwickeln können.
Interessant. "etwas eigenes entwickeln" bedeutet also vorgekautes Zeug
nutzen, und stolz sein, wenn man da was anschrauben kann. Weil das mache
ich sehr sehr ungern. Ich stoße dabei immer auf Einschränkungen die ich
nicht will.
Gruß
Pucki
Alexander K. schrieb:> Ja. Ein paar Zahlen. Was man überträgt ist grundsätzlich eh egal.> Hauptsache die Gegenstelle weiß was gemeint ist.
GENAU dafür braucht es ja das Protokoll. Und damit auf diese Art
unterschiedlichste Sensoren und Aktoren Zusammenarbeiten können, ist das
etwas aufwand.
Dieter R. schrieb:> Alexander K. schrieb:>> Cyblord -. schrieb:>>> verschiedenes ...>> Zigbee hat mich ja wirklich interessiert. Wo ist jetzt der Bezug dazu?
Der Bezug ist, Zigbee ist nicht mal schnell nachgemacht und ein
Heimautomatisierungsprotokoll oben drauf auch nicht. Genau das hat
Alexander aber behauptet.
Cyblord -. schrieb:> GENAU dafür braucht es ja das Protokoll. Und damit auf diese Art> unterschiedlichste Sensoren und Aktoren Zusammenarbeiten können, ist das> etwas aufwand.
Nicht wenn man das Protokoll mal eben selbst entwickelt ;)
Gruß
Pucki
> Auf lange Sicht wird wohl Bluetooth das Rennen machen.
Eher nicht, denn Bluetooth macht Verbindungsaufnahme, Anmeldung,
Authentifizierung usw. Vergleichbar mit TCP, waehrend Zigbee, das alles
sein laesst und eher vergleichbar mit UDP ist. Ist daher viel einfacher
und schneller. Wozu will man Protokoll layers stapeln wenn man nur ein
Serial Port ueber Funk haben will.
Alexander K. schrieb:> Cyblord -. schrieb:>> GENAU dafür braucht es ja das Protokoll. Und damit auf diese Art>> unterschiedlichste Sensoren und Aktoren Zusammenarbeiten können, ist das>> etwas aufwand.>> Nicht wenn man das Protokoll mal eben selbst entwickelt ;)
Doch genau dann wenn man es selbst entwickelt. Warum denkst du das sei
einfach?
Sorry an solchen Aussagen merkt man dass du sowas noch nie gemacht hast.
Allein nur wenn du beliebige Sensorwerte irgendwo zentral anzeigen
willst. Du willst die Werte aber als Werte haben und nicht nur als Text,
weil du z.B. Min/Max speichern willst oder Trends anzeigen.
Also muss deine Anzeigeeinheit wissen, welche Werte mit welcher Einheit
vom Sensor kommen. Auch wenn du jetzt vielleicht nur Temp und Strom als
Sensoren hast, kommt später vielleicht noch Luftdruck dazu.
Also hast du zwei Möglichkeiten: Du definierst ein Protokoll welches
bereits Wertebereich, Dezimalstelle, Einheit usw. in den Daten selbst
mitschickt. (z.B viele Telemetrieprotokolle wie M-Link oder JETI
arbeiten so).
Oder du hast eine Beschreibungsdatei für jeden Sensortyp, welche du in
deine Anzeigeeinheit laden kannst, dort stehen diese Infos drin und der
Sensor überträgt immer nur die Roh-Bytes seines Messwertes. So wird das
z.B. bei vielen Feldbussen geregelt.
Beide Varianten sind nicht mal schnell umgesetzt.
Und jetzt kommen noch Aktoren dazu.
Dann müssen die Teilnehmer adressiert werden oder brauche eine
eindeutige ID. Wie regelst du das?
Da gibt es 1001 Details und Probleme die du alle berücksichtigen und
lösen darfst.
Joggel E. schrieb:> Zigbee, das alles sein laesst und eher vergleichbar mit UDP ist
Keineswegs.
ZigBee fängt bei Layer 3 an (Network), das ist die Gemeinsamkeit mit
UDP.
TCP macht keine Authentisierung (das macht erst TLS darüber), Zigbee
wiederum kann Authentisierung machen und macht das auch. (Schwachpunkt
dabei ist eher das key management: wenn die Schlüssel nur statisch sind,
dann genügt ein Leak im Internet, und sie sind wertlos.)
Außerdem macht Zigbee eine Art Pairing, in gewisser Weise ähnlich zu
BLE, nur dass es bei IEEE 802.15.4 und dann auch Zigbee halt jeweils
eine zentral(isiert)e Stelle gibt, die die Teilnehmer verwaltet. Bei
Zigbee sind es halt keine Paare, sondern es wird ein ganzes Netzwerk
gebildet.
IEEE 802.15.4 (die Schichten unter Zigbee) waren darauf optimiert
worden, bereits vom Design möglichst energiesparsam zu sein. Dabei wurde
insbesondere berücksichtigt, dass es bei UHF gar nicht so sehr die
Sender sind, die die Energie verbrauchen, sondern vor allem Empfänger.
Es wurde also für die Endgeräte (bei denen man im Gegensatz zum
Zentralgerät vorrangig von Batteriebetrieb ausgeht) darauf geachtet,
dass selbst bei bidirektionaler Datenübertragung nur kurze
Empfänger-Einschaltzeiten notwendig sind.
BLE hat das "LE" ja just deshalb, weil das ursprüngliche
Bluetooth-Protokoll genau dies nicht leisten konnte.
Alexander K. schrieb:> Nicht wenn man das Protokoll mal eben selbst entwickelt ;)
Dann ist das kein Aufwand?
Na: mach mal.
Sicher, man muss für sich im stillen Kämmerlein nicht unbedingt so einen
Koloss wie Zigbee entwickeln. Spätestens aber, wenn du Router brauchst,
weil die Funkreichweite der einzelnen Knoten nicht mehr für einen
komplett gegenseitigen Direktkontakt reicht, wirst du schon ein Weilchen
brauchen, wenn du das auch zusammen mit den anderen Anforderungen
(insbesondere der nach Energieeffizienz) unter einen Hut bekommen
willst.
BTDT
Alexander K. schrieb:> Weil ich die Links zu meine Lieblingssender jederzeit im Internet> finde. Auf die SD-Karte kopieren o. via Homenetz übertragen,
Ich hatte in der Vergangenheit schon öfters nach einem Inter et Radio
für die Küche gesucht, dass gut klingt und wo man die Senderliste selber
erstellen kann. Habe aber kein einziges gefunden, wo das klar in der
Bedienungsanleitung oder auf dem Karton zugesichert wurde.
Deswegen steht in der Küche immer noch der Satz Logitech Boxen mit einem
alten Smartphone. In der Zwischenzeit habe ich schon zu mehreren Radios
gelesen, dass sie nicht mehr funktionieren, weil irgendein
Listen-Service abgeschaltet wurde.
Stefan ⛄ F. schrieb:> Ich hatte in der Vergangenheit schon öfters nach einem Inter et Radio> für die Küche gesucht, dass gut klingt und wo man die Senderliste selber> erstellen kann.
Heute Streamt man doch mindestens vom Smartphone auf einen BT
lautsprecher oder hat gleich Alexa in der Küche als Smarter
Lautsprecher. Dazu Amazon Music und oder Spotify und ich habe alle
Lieder die ich brauche. Mp3s auf SD Karten fummeln... naja. Die 2000er
sind vorbei.
Cyblord -. schrieb:> Heute Streamt man doch mindestens vom Smartphone auf einen BT> lautsprecher oder hat gleich Alexa in der Küche
Ja. Womit wir wieder bei der zu erwartenden Laufzeit dieser Produkte
sind. Das ist eine ganz andere Welt, als Elektroinstallationen.
Stefan ⛄ F. schrieb:> Cyblord -. schrieb:>> Heute Streamt man doch mindestens vom Smartphone auf einen BT>> lautsprecher oder hat gleich Alexa in der Küche>> Ja. Womit wir wieder bei der zu erwartenden Laufzeit dieser Produkte> sind. Das ist eine ganz andere Welt, als Elektroinstallationen.
Absolut. Was juckt es mich wenn ein Smarter Lautsprecher für 80 EUR nach
ein paar Jahren nicht mehr funktioniert (wobei ich denke Amazon Dienste
überleben einige hier noch).
Aber ein Hausbus sollte 30+ Jahre durchhalten. Wobei das alles halt auch
schnell altbacken wirken kann.
Ich habe letztens mal eine echt teure Villa aus den 70ern von innen
sehen dürfen. Damals wurde wohl alles mögliche an Schnickschnack
verbaut. Alles elektronisch regel, steuer und überwachbar. Sicher der
geilste Scheiß damals. Aber heute wirken die Schalter, Regler und
Signallampen uralt. Will man nicht mehr ernsthaft.
Cyblord -. schrieb:> Ich habe letztens mal eine echt teure Villa aus den 70ern von innen> sehen dürfen. Damals wurde wohl alles mögliche an Schnickschnack> verbaut. Alles elektronisch regel, steuer und überwachbar. Sicher der> geilste Scheiß damals. Aber heute wirken die Schalter, Regler und> Signallampen uralt. Will man nicht mehr ernsthaft.
Interessant wird es, wenn demnächst die durch krude
Heimautomations-Eigenkreationen verbastelten Buden auf den Markt kommen
und dann der unbedarfte Käufer im Fehlerfalle erstmal die gesamte
Elektrik rausreissen muss, um die Hütte wieder bewohnbar zu machen...
John Doe schrieb:> Interessant wird es, wenn demnächst die durch krude> Heimautomations-Eigenkreationen verbastelten Buden auf den Markt kommen> und dann der unbedarfte Käufer im Fehlerfalle erstmal die gesamte> Elektrik rausreissen muss, um die Hütte wieder bewohnbar zu machen...
Das glaubst aber auch nur du.
Die meisten Leute die so was machen, nehmen die Technik mit. Und es
spricht auch NIX dagegen wieso nicht.
z.b. Ich habe in einen Raum ein von Lidl verkauftes System (3
Wandschalter und Funkempfänger). Wenn ich ausziehe, nehmen ich die
Schalter (mit CR2032) von der Wand, schraube die Lampe ab und das war's.
Set hat 20 Euro gekostet. Ich habe nicht einmal den Lichtschalter
verändert. Nur ist der nun "dauer-an". Und der Strom wird durch den
Funkempfänger an der Decke geschaltet.
Das ist ja gerade der Trick. Alles per Funk, ins Netz eingebunden, und
wenn man umzieht, kommt alles in ein Karton, sauber beschriftet und ist
i.d.R. in der neuen Wohnung blitzschnell eingebaut.
Das einzige was vielleicht ein Problem ist, ist eine Rollladensteuerung.
Aber die hat eine Mietwohnung selten.
Gruß
Pucki
Ich habe noch nicht verstanden, wozu man in einer Wohnung die Lampen
fernsteuern will, wenn doch der nächste Lichtschalter gerade mal 3 Meter
entfernt ist.
Ich denke, dass den meisten Menschen etwas mehr Bewegung gut tun würde,
als weniger.
Stefan ⛄ F. schrieb:> Ich habe noch nicht verstanden, wozu man in einer Wohnung die Lampen> fernsteuern will, wenn doch der nächste Lichtschalter gerade mal 3 Meter> entfernt ist.
z.B. um mit 1 Klick (oder Sprachansage) ALLE Lampen auszumachen z.B. Pro
Raum oder pro Stockwerk oder komplett.
z.B. um Lampen automatisch zu steuern.
z.B. um Licht per Sprache zu schalten.
z.B. um weil Licht nicht nur an und aus geht sondern dimmbar ist und
sogar verschiedene Farben haben kann.
> Ich denke, dass den meisten Menschen etwas mehr Bewegung gut tun würde,> als weniger.
Entweder du willst jetzt ernsthaft diskutieren oder rumstänkern. Sag an!
Stefan ⛄ F. schrieb:> Ich habe noch nicht verstanden, wozu man in einer Wohnung die Lampen> fernsteuern will, wenn doch der nächste Lichtschalter gerade mal 3 Meter> entfernt ist
Wieso brauch man Homeautomation. Hat doch über 100 Jahre auch mit der
Hand funktioniert.
Bei wir war es übrigens der Fall, das der "echte" Wandschalter durch
einen Schreibtisch verbaut war/ist. Ich musste mich immer über den
Schreibtisch recken um ihn zu erreichen. Und der steht in einer Essecke,
ca. 2,50 Meter von der Zimmertür entfernt. Nun klebt einer an der andere
Wand neben den Schreibtisch, und einer unter den Hauptschalter für den
Raum. Was nebenbei Geld spart, da ich die Hauptbeleuchtung seltener
anmachen muss. Das alles nur zur Erklärung.
Gruß
Pucki
Cyblord -. schrieb:> Sag an!
Du hast gerade verständliche Argumente aufgelistet. Für mich persönlich
überwiegen da allerdings die Nachteile/Aufwand im Vergleich zum Nutzen.
Dann muss natürlich jeder für sich beurteilen.
Stefan ⛄ F. schrieb:> Cyblord -. schrieb:>> Sag an!>> Du hast gerade verständliche Argumente aufgelistet. Für mich persönlich> überwiegen da allerdings die Nachteile/Aufwand im Vergleich zum Nutzen.> Dann muss natürlich jeder für sich beurteilen.
Natürlich. Ich habe auch nichts aufwändig verkabelt und würde es
wahrscheinlich auch bei einem Neubau nicht tun. Ich habe allerdings in
einigen Räumen Hue-Leuchten und Alexa. Das ist ok.
Aber beim Thema "brauchen" muss man vorsichtig sein. Was braucht man
schon wirklich? Letztlich alles nur eine persönliche Geschmacksfrage.
Stefan ⛄ F. schrieb:> Cyblord -. schrieb:>> Sag an!>> Du hast gerade verständliche Argumente aufgelistet. Für mich persönlich> überwiegen da allerdings die Nachteile/Aufwand im Vergleich zum Nutzen.> Dann muss natürlich jeder für sich beurteilen.
hmmm.. aber bei grossen oder öffentlichen Gebäuden sind doch da keine
Nachteile auszumachen.
Beispiel Schulhaus. Es ist Abend und die Lichter sind noch an obwohl
schon alle zuhause sind. Nun müsste der Hauswart in jedes Zimmer um das
Licht auszumachen. Und heute kann er Ferngesteuert alle mit einem
Knopfdruck ausmachen.
Natürlich ist es nicht anstrengend das ganze zu Fuss zu erledigen. Und
ja manchen Menschen erfahren dabei sogar einen positiven Seiteneffekt.
Aber möchtest du wirklich Abends um 20.00 Uhr nochmals aus dem Haus, nur
weil 3 Personen vergessen haben das Licht auszumachen?
Cyblord -. schrieb:> Letztlich alles nur eine persönliche Geschmacksfrage.
JA, und es ermöglicht ein einer flexiblere Gestaltung seiner Wohnung.
Ich habe mich auch an einigen Stellen schon gefragt wieso da eine
Steckdose ist, und wo ich sie brauche keine. Mit Schaltern ist es genau
das selbe.
Man muss ja nicht alles übertreiben. Aber man kann durch diese Technik
viel Geld sparen. Beispiel. : Wenn mein Handy die Wohnung verlässt,
werden per FUNK-Befehl automatisch alle Lampen abgeschaltet. Der Strom
zu Küchenleiste mit Toaster, Kaffeemaschine etc. auch. Die Heizung wird
runter gefahren ....
Es gibt da Anwendungen ohne Ende.
Weniger Brandgefahr, mehr Geld durch unnütze Stromverschwendung. Viel
gute Argumente.
Und das alles OHNE ein einzigen Kabel zu verlegen.
Bevor einer fragt, nein das geht bei mir nicht. Habe ich aber schon in
REAL-Modellen gesehen.
Gruß
Pucki
Alexander K. schrieb:> Ich habe mich auch an einigen Stellen schon gefragt wieso da eine> Steckdose ist, und wo ich sie brauche keine.
Und nun installierst du eine Funksteckdose, Problem erledigt? ;-)
Jörg W. schrieb:> Und nun installierst du eine Funksteckdose, Problem erledigt? ;-)
Schön wäre es. Nein aber da muss ich leider Verlängerungskabel hinter
Schränke legen.
Bei Schaltern kann man das inzwischen halt durch FUNK verbessern.
Ich wollte halt sagen, was sich die Leute die Elektroinstallationen in
Wohnungen planen denke, werde ich NIE verstehen. Besonders wenn das Haus
so. 40-50 Jahre als ist.
Gruß
Pucki
Nochmal was zum eigentlichen Thread-Thema:
Vielen Dank an Michael D. und John Doe für die Hinweise auf den
nRF52840!
Bis auf den etwas höheren Preis ist der wirklich in jeder Hinsicht
deutlich attraktiver als der CC2530. Speziell das nRF52840-USB-Dongle,
das man bei Mouser für ca. 10 Euro bekommt, sieht ziemlich interessant
aus, um sich mal mit dem zu beschäftigen:
https://www.mouser.de/ProductDetail/949-NRF52840-DONGLE
Davon würde ich glatt mal zwei Stück bestellen. Gibt es hier evtl. noch
andere, die daran Interesse hätten, so dass man bei Mouser eine
Sammelbestellung machen könnte?
Sehr interessant scheint übrigens auch der nRF52820 zu sein, der dem
nRF52840 offenbar sehr ähnlich ist, wie dieser ebenfalls
ZigBee/Thread/BLE 5/BT Mesh/USB unterstützt, zwar weniger Flash und RAM
hat, aber dafür offenbar nochmal deutlich günstiger ist (bei 1000 Stück
1,81 Euro bei Mouser)
https://www.nordicsemi.com/News/2020/03/Nordic-nRF52820-SoC-the-sixth-addition-to-the-nRF52-Series
Der wurde allerdings erst vor zwei Monaten angekündigt, daher findet man
bislang noch so gut wie nix, aber der könnte möglicherweise schon bald
ein besonders günstiger Standard-SoC für ZigBee und Thread sein...
Joachim S. schrieb:> Nochmal was zum eigentlichen Thread-Thema:> Vielen Dank an Michael D. und John Doe für die Hinweise auf den> nRF52840!>> Bis auf den etwas höheren Preis ist der wirklich in jeder Hinsicht> deutlich attraktiver als der CC2530. Speziell das nRF52840-USB-Dongle,> das man bei Mouser für ca. 10 Euro bekommt, sieht ziemlich interessant> aus, um sich mal mit dem zu beschäftigen:
Vorsicht. Das dicke Ende kommt, wenn Du den nackten Chip in eigenen
Boards einsetzen willst. Hast Du Dir mal das Package angeschaut?
Entweder QFN mit zwei Pinreihen oder WLCSP. Selber bestücken ist da eher
nicht drin.
fchk
Joachim S. schrieb:> Gibt es hier evtl. noch andere, die daran Interesse hätten, so dass man> bei Mouser eine Sammelbestellung machen könnte?
Es gibt doch im Markt-Forum eine ständige Mitbestellmöglichkeit bei
"oekel".
Frank K. schrieb:> Vorsicht. Das dicke Ende kommt, wenn Du den nackten Chip in eigenen> Boards einsetzen willst. Hast Du Dir mal das Package angeschaut?> Entweder QFN mit zwei Pinreihen oder WLCSP. Selber bestücken ist da eher> nicht drin.
Ja, das ist mir bewusst. In eigenen Projekten würde ich eh nicht den
nackten Chip verbauen wollen, da würde ich immer ein komplettes Modul (a
la ESP-12, ESP32-WROOM-32 etc.) nehmen. Sowas gibt es wie weiter oben
bereits verlinkt ja auch für den nRF52840:
https://de.aliexpress.com/item/32906661666.html
Und für den günstigen kleinen Bruder nRF52820 wird es sowas ja bestimmt
auch geben, wenn der erst mal breit verfügbar ist.
Jörg W. schrieb:> Es gibt doch im Markt-Forum eine ständige Mitbestellmöglichkeit bei> "oekel".
Hatte ich bereits gesehen, dennoch Danke für den Hinweis. Ich hatte
allerdings irgendwo gelesen, dass es da wohl auch mal 10 Wochen oder
länger dauern kann, bis man seine Sachen bekommt, daher wollte ich erst
mal hier kurz fragen, ob es zufällig noch andere Interessenten für eine
kurzfristige Sammelbestellung gäbe. Wenn nicht, werde ich mich halt bei
den allgemeinen Mouser-Sammelbestellungen einklinken.
Joachim S. schrieb:> Hatte ich bereits gesehen, dennoch Danke für den Hinweis. Ich hatte> allerdings irgendwo gelesen, dass es da wohl auch mal 10 Wochen oder> länger dauern kann, bis man seine Sachen bekommt, daher wollte ich erst> mal hier kurz fragen, ob es zufällig noch andere Interessenten für eine> kurzfristige Sammelbestellung gäbe. Wenn nicht, werde ich mich halt bei> den allgemeinen Mouser-Sammelbestellungen einklinken.
Es gibt häufig im Marktforum auch andere Sammelbestellungen, nicht nur
die von David.
Stefan ⛄ F. schrieb:> Also was mich angeht, würde ich eine Welt ohne Bluetooth bevorzugen.
Ich bevorzuge eine Welt ohne Smart-Home und IoT. Zumindest solange das
ganze Zeugs nicht ohne Internet funktioniert. Mal davon abgesehen, dass
ich die 2 Sekunden bis zum Lichtschalter noch selber schaffe. Dass
Bluetooth "zickig ist" liegt aber m.E. auch an den Geräten, wenn die
sich nicht vertragen kann es auch nicht sauber funktionieren.
René H. schrieb:> Ich bevorzuge eine Welt ohne Smart-Home und IoT.
Das auch, willkommen im Club der ewig gestrigen, wo man sein Bier noch
von einer echten hübschen Dame gebracht bekommt.
Stefan ⛄ F. schrieb:> René H. schrieb:>> Ich bevorzuge eine Welt ohne Smart-Home und IoT.>> Das auch, willkommen im Club der ewig gestrigen, wo man sein Bier noch> von einer echten hübschen Dame gebracht bekommt.
Was hat es mit ewig gestrig zu tun wenn man sein Haus nicht
digitalisieren will? Wenn ich behindert wäre würde ich es machen, aber
solange ich gesund bin, bin ich darauf nicht angewiesen. Vielleicht mal
eine Rolladensteuerung, aber dafür brauche ich keine Internetabhängige
Steuerung. Mal davon abgesehen muss man nicht alles haben von dem die
Industrie uns weissmachen will, dass wir es zwingend brauchen. Und das
Märchen, dass man damit viel Strom spart, glaube ich schon garnicht (ich
habe es geschafft, innerhalb von 4 Jahren 30% Energie einzusparen, ganz
ohne digitale Technik, ganz allein durch Austausch alter Geräte gegen
Energiesparende Geräte und Verzicht auf ständigen Standby-Betrieb, und
durch Reduzierung der Raumtemperatur um 2 Grad, eine neue
Brennwerttherme habe ich auch bekommen).
Noch einmal :)
Man kann wenn man ein bisschen Ahnung hat, eine Sprachsteuerung OHNE
Internet aufbauen.
Das ist komplett machbar. Und falls ZigBee kein Internet braucht, sogar
damit.
Gruß
Pucki
René H. schrieb:> Stefan ⛄ F. schrieb:>> René H. schrieb:>>> Ich bevorzuge eine Welt ohne Smart-Home und IoT.>>>> Das auch, willkommen im Club der ewig gestrigen, wo man sein Bier noch>> von einer echten hübschen Dame gebracht bekommt.>> Was hat es mit ewig gestrig zu tun wenn man sein Haus nicht> digitalisieren will? Wenn ich behindert wäre würde ich es machen, aber> solange ich gesund bin, bin ich darauf nicht angewiesen. Vielleicht mal> eine Rolladensteuerung, aber dafür brauche ich keine Internetabhängige> Steuerung. Mal davon abgesehen muss man nicht alles haben von dem die> Industrie uns weissmachen will, dass wir es zwingend brauchen. Und das> Märchen, dass man damit viel Strom spart, glaube ich schon garnicht...
Top :-) daumenhoch
René H. schrieb:> habe es geschafft, innerhalb von 4 Jahren 30% Energie einzusparen, ganz> ohne digitale Technik, ganz allein durch Austausch alter Geräte gegen> Energiesparende Geräte und Verzicht auf ständigen Standby-Betrieb, und> durch Reduzierung der Raumtemperatur um 2 Grad, eine neue> Brennwerttherme habe ich auch bekommen.
1. Hast du wirklich überprüft, ob deine neuen Geräte bei Verzicht auf
Standby signifikant Strom sparen? Um beim Thema zu bleiben, Zigbee wäre
da eher nicht so ein Sparkandidat.
2. Auch wenn es ein klein wenig vom Thema Zigbee wegführt: wie hoch ist
denn jetzt die Temperatur in deinen Räumen?
René H. schrieb:> Was hat es mit ewig gestrig zu tun wenn man sein Haus nicht> digitalisieren will?
Weiß ich nicht, aber so bezeichnen mich viele andere hier.
Dieter R. schrieb:>> Energie einzusparen... durch Reduzierung der Raumtemperatur um 2 Grad> wie hoch ist denn jetzt die Temperatur in deinen Räumen?
Das spielt doch gar keine Rolle, weil er heute mit Sicherheit nicht
heizt.
Stefan ⛄ F. schrieb:> Dieter R. schrieb:>> wie hoch ist denn jetzt die Temperatur in deinen Räumen?>> Das spielt doch gar keine Rolle, weil er heute mit Sicherheit nicht> heizt.
Au Mann, natürlich die HEIZ-Temperatur. Nicht HEUTE, sondern JETZT, nach
der Reduzierung, im Gegensatz zu FRÜHER. Nach deinen Beiträgen in den
letzten Tagen könnte man zu der Meinung gelangen, du suchst unbedingt
Zoff.
Hier im Norden der Republik herrscht übrigens gerade HEUTE Nachmittag
nach mehreren Stunden Sonnenschein eine Außentemperatur von 19°C, knapp
über der Abschaltschwelle der Heizung. Würde René H hier wohnen, hätte
er höchstwahrscheinlich heute Vormittag geheizt.
Mich würde es jedenfalls schon interessieren, was an der Aussage einer
30%igen Energieeinsparung dran ist.
Dieter R. schrieb:> 1. Hast du wirklich überprüft, ob deine neuen Geräte bei Verzicht auf> Standby signifikant Strom sparen? Um beim Thema zu bleiben, Zigbee wäre> da eher nicht so ein Sparkandidat.
Anleitung nehmen : Letzte Seite : Standby-Verbrauch : (Wert x 24 x 365)
/ 1000 * ca. 0.30 = Ersparnis in Euro
"Moderne" Fernseher kosten 12 Std. Betrieb = 1 Euro. Die Zeiten wo der
Gefrierschrank der teuerste Verbraucher im Haus ist, sind langsam
vorbei.
Der Stromverbrauch eine Heizung ist minimal. Aber ich schalte meine
Therme immer über die Sommermonate aus.
Energiesparlampen bringen richtig Kohle. Die haben ihre Kosten im
Schnitt nach 6 Monaten wieder raus.
Den einzigen Luxus in Sachen Stromverbrauch den ich mir leiste, sind
mein TV im Standby (0.5 Watt /h) und mein PC (Tiefschlaf 1.4 Watt mit
der Fähigkeit selbst aufzuwachen).
Was bei den ganzen Home-Automation vergessen wird ist das JEDES Gerät
bei nur 1 Watt Standby ca. 3 Euro im Jahr kostet.
Wobei ich bei meiner Berechnung von 30 Cent /KW inkl. Mwst. ausgehe. Das
ist nämlich ca. der Preis den ich aktuell zahle.
Ach und so nebenbei. Energie-Verbrauchsklassen sind die Farbe nicht
wert, in der sie gedruckt sind. Ich habe ein 8 Jahre alten
Samsung-Gefrierkombi die gemessen und angegeben (Abweichung 2 %) nur 20
KW mehr verbraucht, als aktuelle Geräte mit A ++++
Gruß
Pucki
Dieter R. schrieb:> 2. Auch wenn es ein klein wenig vom Thema Zigbee wegführt: wie hoch ist> denn jetzt die Temperatur in deinen Räumen?
19 Grad. Vorher hatte ich 22 Grad.
Alexander K. schrieb:> Aber ich schalte meine> Therme immer über die Sommermonate aus.
Komplett ausschalten kann ich nicht, sonst muss ich kalt duschen.
Alexander K. schrieb:> Der Stromverbrauch eine Heizung ist minimal.
Das Gas wird in kwH umgerechnet. Da lässt sich richtig sparen, vor allem
mit einer modernen Brennwerttherme und 1 bis 2 Grad weniger.
Dieter R. schrieb:> 1. Hast du wirklich überprüft, ob deine neuen Geräte bei Verzicht auf> Standby signifikant Strom sparen? Um beim Thema zu bleiben, Zigbee wäre> da eher nicht so ein Sparkandidat.
Wieso ist ZigBee "kein Sparkandidat"? Meines Wissens nach ist ZigBee auf
geringen Energieverbrauch ausgerichtet. Und meine persönliche Erfahrung
bestätigt das bislang: Ich habe drei batteriebetriebene ZigBee-Geräte
von IKEA (zwei Doppel-Taster und ein Bewegungsmelder); in allen steckt
nur eine kleine CR2032-Knopfzelle, alle werden im Durchschnitt täglich
bestimmt 20 Mal aktiviert, trotzdem musste ich bislang (nach nicht ganz
einem Jahr) noch keine Batterie austauschen.
Internet-Verbindung braucht man bei ZigBee übrigens definitiv nicht; wer
sein eigenes Smart Home-System mit ZigBee-Komponenten baut, der benutzt
dafür die Open Source-Software "ZigBee2MQTT", die rein offline
funktioniert, und ZigBee-Komponenten ganz einfach und bequem auf MQTT
mappt.
Und günstig ist das Ganze auch: Die benötigte Hardware für das
ZigBee-Gateway hat mich keine 5 Euro gekostet (CC2531-basierter
USB-Stick bei AliExpress ca. 3 Euro, kurzes USB-Verlängerungskabel zur
Reichweitenverbesserung 1-2 Euro - zum Flashen der Firmware habe ich
einen vorhandenen Raspberry Pi verwendet).
Von IKEA gibt es einige günstige ZigBee-Komponenten, z.B. ein Set aus
dimmbarer E27-LED-Lampe und einem Doppel-Taster für 10 Euro.
Die ZigBee-Komponenten von Xiaomi sind wegen ihres geringen Preises
ebenfalls sehr populär.
Ich persönlich bin von ZigBee bisher echt angetan, das funktioniert bei
mir bislang absolut zuverlässig und unproblematisch.
Der grösste Nachteil von ZigBee ist meinen Augen tatsächlich, dass es
bislang keine mir bekannte einfache und günstige Möglichkeit gibt, im
Hobby-Bereich eigene ZigBee-basierte Smart Home-Komponenten
herzustellen. Stattdessen verwende auch ich wie der Threadstarter da
dann immer ESP-Mikrocontroller und WiFi, aber für
batterie-/akkubetriebene Geräte ist das ja keine praktikable Option.
René H. schrieb:> Alexander K. schrieb:>> Der Stromverbrauch eine Heizung ist minimal.>> Das Gas wird in kwH umgerechnet. Da lässt sich richtig sparen, vor allem> mit einer modernen Brennwerttherme und 1 bis 2 Grad weniger.
Ich habe von STROM gesprochen. Das ist das was aus der Steckdose kommt.
JEDE moderne Heizung hat ein STROM-Anschluss.
Für meine 64 qm Wohnung verbrauche ich aktuelle ca. 12 Euro im Monat (Ø
per anno) an Gas. Da kommt es auch auf den Standby an. Davon abgesehen
hat meine Therme die Angewohnheit 3-4 x am Tag kurzfristig anzugehen.
Und auch dazu braucht sie Strom.
Ich schalte am Schalter den Strom ab, das spart STROM und etwas Gas.
Ist ja ne Stand-By-Schaltung wie jede andere auch.
Davon abgesehen, ist die Umrechnung von GAS in KW/H eine Wissenschaft
für sich. Ich habe über 20 Jahre mit nebenbei mit Gasgeräten
beschäftigt, und so gar mal eine Berechnungssoftware dafür einwickelt.
Ist aber ein anderes Thema.
Gruß
Pucki
Joachim S. schrieb:> Dieter R. schrieb:>> 1. Hast du wirklich überprüft, ob deine neuen Geräte bei Verzicht auf>> Standby signifikant Strom sparen? Um beim Thema zu bleiben, Zigbee wäre>> da eher nicht so ein Sparkandidat.>> Wieso ist ZigBee "kein Sparkandidat"?
Du hast es missverstanden. René H. will Strom sparen, indem er Geräte
nicht im Standby betreibt, sondern darauf verzichtet und ganz
abschaltet. Das Thema hier ist immer noch Zigbee, auch wenn das kaum
noch jemand weiß. Wenn er Zigbee-Geräte abschaltet, spart er aber nicht
viel. Das war meine Aussage.
Heizenergie spart er, indem er die Raumtemperatur von 22 auf 19 Grad
verringert hat. Brr. Üblicherweise rechnet man mit 5 bis 6%
Heizenergieeinsparung pro Grad, die Hälfte der Einsparung geht also
(wenn die Angabe stimmt) zu Lasten des Komforts, die andere Hälfte spart
seine neue Heizung. Immerhin.
Alexander K. schrieb:
> Davon abgesehen, ist die Umrechnung von GAS in KW/H eine Wissenschaft> für sich. Ich habe über 20 Jahre mit nebenbei mit Gasgeräten> beschäftigt, und so gar mal eine Berechnungssoftware dafür einwickelt.
Wenn du in zwanzig Jahren nicht gelernt hat, korrekt mit Maßeinheiten
umzugehen, dann habe ich Zweifel, was deine Software leistet.
Alexander K. schrieb:> Was bei den ganzen Home-Automation vergessen wird ist das JEDES Gerät> bei nur 1 Watt Standby ca. 3 Euro im Jahr kostet.
Nicht zu vergessen, den WLAN Router und was sonst noch so drumherum
immer in Betrieb ist.
Stefan ⛄ F. schrieb:> Nicht zu vergessen, den WLAN Router und was sonst noch so drumherum> immer in Betrieb ist.
Jo das läppert sich. Ich zahle an Strom (inkl. Zähler) im Monat ca. 75
Euro.
Gruß
Pucki
Um mal auf die Eingangsfrage zurückzukommen. Dazu eine Gegenfrage.
Weshalb muss/soll immer alles billig sein? Entweder ich kann es mir
leisten, dann kaufe ich es wenn ich meine es unbedingt zu benötigen.
Oder ich kann (oder will) es mir nicht leisten, dann kaufe ich es nicht.
René H. schrieb:> Weshalb muss/soll immer alles billig sein?
Weil Saturn/Mediamarkt uns das mit einer 20 Jahre langen Kampagne ins
Hirn gemeißelt haben. Wenn deren Strategie aufgeht, vererben wir das auf
biologischem Wege an unsere Kinder.
Genau so gut könnte man auch fragen, warum immer alles mini-klein sein
muss. Dafür nehme wir in Kauf, dass Geräte im Sommer überhitzen, dass
Akkus zu schnell schwächeln, dass Smartphones verbiegen und Display
brechen, dass Stecker unfassbar fragil sind. Aber Hauptsache, die Geräte
werden jedes Jahr noch flacher.
So wie unsere Gehirne, wenn wir so weiter machen.
Stefan ⛄ F. schrieb:> René H. schrieb:>> Weshalb muss/soll immer alles billig sein?>> Weil Saturn/Mediamarkt uns das mit einer 20 Jahre langen Kampagne ins> Hirn gemeißelt haben. Wenn deren Strategie aufgeht, vererben wir das auf> biologischem Wege an unsere Kinder.
Unsinniges Gefasel. Die Wirtschaftlichkeit jeder Anschaffung steht immer
im Vordergrund. Jeder schaut schon immer auf den Preis.
> Genau so gut könnte man auch fragen, warum immer alles mini-klein sein> muss. Dafür nehme wir in Kauf, dass Geräte im Sommer überhitzen, dass> Akkus zu schnell schwächeln, dass Smartphones verbiegen und Display> brechen, dass Stecker unfassbar fragil sind. Aber Hauptsache, die Geräte> werden jedes Jahr noch flacher.>> So wie unsere Gehirne, wenn wir so weiter machen.
Was bitte überhitzt im Sommer?
Und Akkus halten erst heute richtig gut und lang. Vergleiche mal
Li-Akkus mit NiCd oder NiMh damals. Jeder Modellflieger/Fahrer wird dir
ein Lied davon singen können. Vergleiche Akku E-Werkzeug von damals mit
heutigen Li-Akkus.
Und niemand würde heute noch mit einem C-Netz Knochen rumlaufen wollen.
oder doch du?
Alles nur "früher war alles besser". Ohne jede Substanz. Typisches Opa
Gelaber.
René H. schrieb:> Weshalb muss/soll immer alles billig sein?
Weil teuer nicht mehr besser heißt. Und das liegt nicht an Saturn(die
haben nur ein guten Werbefachmann), sondern an der Tatsache das Marken
genau so mies produziert werden wie NoName.
Einfaches Beispiel : Mein Discounter. Wenn man mal die einschlägigen
Listen sich durchliest, weiß man das NoName oft vom selben Band kommen,
wie Markenware.
Und das ist bei ALLEN so. Ich selbst habe in meiner Jugend (Ferienjob)
für Quelle "Universum" ODER den echten Namen auf ein und das selbe
Produkt geklebt. Beide Paletten gingen an das Quelle Hauptlager.
Einfaches Beispiel : Ein Arduino-Nano. In China 2.40 Euro / hier 15 - 20
Euro. Und jetzt erzähle mir nicht das wäre nicht das selbe Teil.
Teuer bedeutet heute nicht gut, sondern nur das der Verkäufer mehr dran
verdienen will.
Fakt ist. Ich traue der Aussage : "Teuer = besser" kein Wort. Selbst die
aktuelle Fleisch-Diskussion. Wenn das teurer wird, geht es der Kuh kein
Dreck besser, davon bin ich 100000 % überzeugt.
Gruß
Pucki
Cyblord -. schrieb:> Unsinniges Gefasel. Die Wirtschaftlichkeit jeder Anschaffung steht immer> im Vordergrund. Jeder schaut schon immer auf den Preis.
Und jeder weiß, dass der Preis und Qualität meist im Widerspruch
zueinander stehen. Aber was wir tun, weicht oft von unserem Wissen ab.
Die Werbe-Branche weiß, wie man das ausnutzt.
Was nicht heißen soll, dass ein hoher Preis gute Qualität garantiert.
Leider ist das nicht so einfach.
> Was bitte überhitzt im Sommer?
Zum Beispiel kompakte PC, Playstations und Küchenmaschinen. Die größeren
Modelle vertragen mehr Wärme.
Stefan ⛄ F. schrieb:> Und jeder weiß, dass der Preis und Qualität meist im Widerspruch> zueinander stehen.
Nö, da trifft heute überhaupt nicht mehr zu. Heute hast du entweder
Produkte günstig von der Original-Quelle oder teuer weil ein
Kistenschieber noch seinen Aufkleber draufpappt und 500% aufschlägt.
Teuer = Besser ist eine Metrik von vorgestern.