Hallo,
ich habe eine Fläche an einer "Wand". In der Wand sind an
unterschiedlichen Punkten Löcher über eine Gesamtlänge von ca 40 cm. Nun
gibt es einen Hebel auf dem eine Nase ist welche in die Löcher passt. Da
der Hebel blind bedient wird benötige ich eine Anzeige in welchem Loch
sich die Nase befindet bzw. zw. welchen beiden Löchern sich die Nase
befindet.
Nun bin ich auf der Suche nach einem passenden Sensor. Da ich zwar
programmieren kann, aber von den unterschiedlichen Sensoren wenig Ahnung
habe hoffe ich auf eure Hilfe.
Hier ein paar Ideen die ich hatte:
- An dem Hebel ist bereits eine kleine Rolle, die an der Wand entlang
fährt. Am einfachsten wäre es wenn es eine Art Druckplatte gäbe über die
die Rolle fährt und dadurch Druck auf die Platte aufbringt und die
Position dann in Widerstand umsetzt. Gibt es so etwas?
- Alternativ würde bestimmt auch eine Art Drehgeber mit einem Messrad
funktionieren. Hättet ihr da Vorschläge?
Das ganze würde ich an einen kleinen pic anbinden um von dort die
entsprechenden LEDs zu steuern.
Danke schonmal!
Bernd
Danke für die schnelle Antwort. Aber wie gesagt, der Weg den der Hebel
dabei macht ist ca. 40 cm. D.h. das Poti würde dabei mehrere Umdrehungen
machen müssen. Außerdem wäre das Poti dauerhaft mit einem Anpressdruck
an den Hebel belastet. Macht das nichts?
- An dem Hebel ist bereits eine kleine Rolle, die an der Wand entlang
fährt.
Die Umdrehungen der Rolle zählen. (braucht aber eine Anfangsreferenz)
Kurt
Bernd schrieb:> Da> der Hebel blind bedient wirdBernd schrieb:> um von dort die> entsprechenden LEDs zu steuern.
Aha, den Hebel siehst du nicht, aber die LEDs? Obwohl du den Hebel
betätigst?
Lass mich raten: du trägst eine Augenbinde mit eingebauten LEDs? Mein
Vorschlag: nimm sie ab.
Georg
Bernd schrieb:> Da der Hebel blind bedient wird benötige ich eine Anzeige in welchem Loch> sich die Nase befindet bzw. zw. welchen beiden Löchern sich die Nase> befindet.
USB-Kamera?
Danke für die Hinweise (besonders den mit der Augenbinde... ;-))
Der Hebel befindet sich links an der Bordwand eines Segelflugzeugs. Die
LEDs im Sichtfeld des Piloten. Ich will den Hebel bedienen können ohne
hinschauen zu müssen.
Hier ist ein Bild des Hebels:
https://www.alexander-schleicher.de/wp-content/uploads/2016/05/F-GAL-259-002.jpg
Es handelt sich um den Hebel mit dem schwarzen Griff in der Bildmitte
oben (über dem blauen Hebel)
Die Rolle ist leider auf dem Bild nicht zu sehen. Sie befindet sich vor
der Durchführung.
Danke nochmal
Bernd
Bernd schrieb:> Hier ist ein Bild des Hebels
Sehr schöne Aufnahme.
A Soweit ich das sehe, ist das Teil an der Wand ein Blech mit Löchern.
Man könnte das austauschen gegen eines, bei dem sich in den Löchern
Sensoren befinden, die erfassen ob der Hebel mit dem Stift vorbeikommt.
Da gibt es mehrere Möglichkeiten, besonders wenn man auch am Stift was
machen kann.
B Das löst nicht das Problem anzuzeigen, ob sich der Stift zwischen 2
Löchern befindet. Meiner Meinung nach führt da kein Weg dran vorbei,
einen Positionssensor einzubauen, linear oder einen Drehgeber, und dann
einem µController die Positionen der Löcher einzuprogrammieren.
C Wenn ich die Funktion richtig verstehe, könnte man ja auch gleich den
Klappenwinkel digital anzeigen. Dann könnte man auf die Löcher
verzichten und den Hebel in jeder Position festklemmen. Sieht dann auch
gleich Airbusmässiger aus.
D Touchscreen und Fly-by-Wire?
Georg
Kurt schrieb:> Magnet irgendwo an der Stange und Reedkontakte.
Magneten hat man im Cockpit vielleicht nicht so gerne.
Wenn der sich aus irgendeinem Grund löst, wird er sich gemäß Murphy's
Law genau dort festsetzen, wo er den größen Schaden anrichtet: Direkt
neben dem Schnapskompass.
Bernd schrieb:> der Weg den der Hebel> dabei macht ist ca. 40 cm. D.h. das Poti würde dabei mehrere Umdrehungen> machen müssen.
Es gibt so genannte Wendelpotis, in denen die Widerstandsbahn
schraubenförmig angeordnet ist.
Die bekanntesten Bauformen benötigen 10 Umdrehungen von Anfang bis Ende,
aber es gibt auch andere mit 3, 5, 15, 20 Umdrehungen.
Duese Potis sind zwar nicht ganz billig, aber sie sind auch sehr
präzise: Der Linearitätsfehler liegt typisch unter 0,25%. Auf 400mm
entspräche das einem Positionierungsfehler von maximal +/- 1mm.
Hier käme es allerdings hauptsächlich auf die Reproduzierbarkeit an, die
naturgemäß noch besser ist.
Z.B.:
https://www.conrad.de/de/praezisions-potentiometer-10-gang-mono-2-w-10-k-vishay-1-st-429309.html
Das Signal des Potis könnte man dann einer einfachen Komparatorschaltung
(mit LM324 oder LM339) zuführen, welche es mit einigen voreingestellten
Werten vergleicht und entsprechende Lämpchen anzündet.
Zum Antrieb des Potis könnte man z.B. den Zahnriemen und die Zahnrolle
aus einem alten Tintestrahldrucker ausschlachten, oder solche Teile neu
kaufen. Das sind ebenfalls Präzisionsbauteile, obwohl man es ihnen nicht
ansieht.
Zu beachten ist lediglich, dass die Achsen der Wendelpotis gewöhnlich
nicht metrisch sind, sondern einen Durchmesser von 1/4" haben.
Guten Morgen,
prima. Das klingt alles schon mal sehr gut. Ich habe so eine ähnliche
Idee wie die mit dem Poti gehabt. Was haltet ihr davon?
http://www.farnell.com/datasheets/1856387.pdf
Danke!
Bernd
Ich hätte auf den Encoder eine kleine Gummirolle aufgebracht, die dann
an der Schubstange entlang rollt.
Meine Bedenken beim Poti wären, dass dieses den (leichten) seitlichen
Druck den ich dazu aufbringen muss nicht lange mitmacht. Ist das
begründet? Beim Encoder ist ein Shaft Side Load angegeben.
PS: Prinzipiell würde auch gegen eine Lösung mit Magneten an dieser
Stelle nichts sprechen. Aber die "Auflösung" bei der Messung muss in
Bereich von 2-3 mm sein, da einige der Löcher leider sehr nach
beieinander liegen.
Nochmals danke!
Bernd
Bernd schrieb:> Ich hätte auf den Encoder eine kleine Gummirolle aufgebracht, die dann> an der Schubstange entlang rollt.> Meine Bedenken beim Poti wären, dass dieses den (leichten) seitlichen> Druck den ich dazu aufbringen muss nicht lange mitmacht
Da gibt es ein viel ernsteres Problem: wenn du die Versorgung
einschaltest, ist ja keineswegs garantiert, dass das Potentiometer
wirklich so steht, dass es die Stellung der Stange korrekt wiedergibt,
beispielsweise könnte es verrutscht sein. Überhaupt müsste man jeden
Schlupf ausschliessen, um sicherzustellen, dass das Potentiometer z.B.
immer an einem Anschlag steht, wenn die Schubstange ganz hinten ist.
Man könnte das zwar beim Einsteigen prüfen und notfalls korrigieren
(manuell am Reibrad drehen), aber das vergisst man leicht. Immerhin geht
es ja um ein Luftfahrzeug, da sollte so etwas schon ganz ganz sicher
sein, ich schätze doch du sitzt da auch selbst drin.
Georg