TDA7231: zwei Datenbblätter, welches stimmt?

Gast #1205845
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Hallo,

ich hab hier zwei Datenblätter mit einer Standardapplikation für den 
NF-Verstärker TDA7231.

Die beiden Schaltpläne sind fast identisch, fast!

Hinter dem Ausgangselko LS-seitig liegt ein Glied zur 
Frequenzkompensation (nehme jedenfalls an, dass es dazu gedacht ist) 
parallel zum LS. Hier sind ein C und ein R in Reihe geschaltet,

C = 100n,

R   lt. Datenblatt1 =4,7 Ohm
und lt. Datenblatt2 =47 Ohm

Wahrscheinlich wurde beim zweiten Datenblatt das Komma vergessen, 
schätze ich.
Was meint Ihr?
#1205874
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Hallo,

es handelt sich um das sog. Boucherot-Glied. Es dient eigentlich der 
partiellen Blindstromkompensation.

Die Dimensionierung kann ziemlich schwanken, deshalb ist es nicht 
leicht, sich eindeutig für eine Variante zu entscheiden. Ich persönlich 
würde die 47 Ohm bevorzugen.

Gruß

Dieter
Gast #1206182
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bei dem Beispiel:
http://www.elektronik-kompendium.de/public/schaerer/endstu_p.htm
der NE5534 brauch das von sich aus nicht. Deswegen spielt das dort nur 
eine untergeordnete Rolle.

Da ist das Datenblatt eines L272, TDA2030 oder TBA810 z.B. relevanter.

Erfahrungsgemäß ist die Höhe des Widerstandes immer im Bereich des 
Ohmschen Widerstandes der Lautsprecherspule angesiedelt (und nicht beim 
10-fachen Wert).
#1206186
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Das mag schon sein, dass der kleinere Wert üblich ist. Die angesprochene 
Schaltung TDA7231 liegt aber im unteren Leistungsbereich. Das 
Datenblatt, das ich von SGS fand, empfiehlt auch 4,7 Ohm. Bei vielen 
Boucherots ist aber auch das C kleiner als hier (100n). Wichtig ist ja 
nur, dass der Phasenwinkel nicht zu Schwingungen führt.

Dieter
Gast #1206187
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Hi
Diese Quelle irrt selten.
http://pdf1.alldatasheet.com/datasheet-pdf/view/25068/STMICROELECTRONICS/TDA7231.html
Prinzipiell hat Dieter aber recht.
Den Widerstand "4.7Ohm" immer so gross wählen dass gerade eben keine 
parasitären Schwingungen auftreten. Bei dem TDA und 0.1uF ist das 
bedeutungslos aber bei amps die bis 100Khz reichen oder mehr sind 4.7Ohm 
bei 0.1uF nicht mehr vertretbar.
Gast #1206287
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""Plädieren kann man viel...""

Wahrhaftiger!
Nachtrag
Wichtig ist die Zeitkonstante aus RC und nicht der Absolutwert des 
Widerstands allein. Daher auch die 22nF bei 47Ohm.
Ganz klar die bessere Lösung wenn es stabil zugeht.
Gast #1206543
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Hallo,
Danke für das rege Interesse und die Infos!

Angeschlossen werden soll ein Kopfhörer mit 16 Ohm (2x 32R parallel).

Ist eine Soundverbesserung zu erwarten, wenn man statt der angegebenen 
Werte 22nF bei 47Ohm verwendet?
Gast #1206571
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Hi Herr_Mann
Nein. Die RC-Kette greift erst ab so 50KHz.
Ich würde schauen ob mit 22nF/47Ohm alles stabil ist.
Wenn ja, absegnen.
Je hochohmiger, desto besser. Einen Oszi wirst du brauchen aber wenn es 
schwingt hört man das unter Umständen an einem "verschliffenen, 
zirpenden NF-sound.

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