Für meine Anwendung benötige ich einen LED-Treiber-IC, der eine
möglichst konstante Helligkeit einstellt.
Außerdem sollte er einen Konstantstrom liefern; PWM möchte ich vermeiden
-> Steuereingang also analog.
PAM2861 ( http://diodes.com/datasheets/PAM2861.pdf ) hat meinen
schnellen Messungen zufolge leider einen Temperaturkoeffizienten von ca.
-1.4 mA/K (das Datenblatt enthält keine Angaben zum I/T o.Ä.)
Externe Kompensation würde Temperaturmessung des ICs oder einen
Helligkeitssensor erfordern. Auf den entstehenden Mehraufwand würde ich
auch gerne verzichten.
Evtl. ist das Problem der integrierte Schalter, der den IC aufheizt
(70°C)?
Durch räumliche Trennung ließe sich auch die Temperaturmessung einfacher
gestalten.
Treiber mit integrierter Temperaturkompensation habe ich bislang leider
nur für kleine Ströme gefunden.
Aber das Einfachste wäre ein ähnlicher, temperaturstabiler Regler -
kennt jemand soetwas?
Möchtest Du die Temperatur der LED zusätzlich messen und in die Regelung
mit ein beziehen, oder reicht es dir, wenn nur die Umgebungstemperatur
im allgemeinen gemessen wird?
Soll die Helligkeit oder der Strom konstant gehalten werden?
Info schrieb:> PAM2861 ( http://diodes.com/datasheets/PAM2861.pdf ) hat meinen> schnellen Messungen zufolge leider einen Temperaturkoeffizienten von ca.> -1.4 mA/K (das Datenblatt enthält keine Angaben zum I/T o.Ä.)> ...>>> Evtl. ist das Problem der integrierte Schalter, der den IC aufheizt> (70°C)?
==Längstransistor?
>> Aber das Einfachste wäre ein ähnlicher, temperaturstabiler Regler -> kennt jemand soetwas?
Du mußt halt die Wärmequelle (== das LEistungsbauleemnt) von der
Regelung wegbringen.
Machbar Z.B. in dem Du eine simple analoge KSQ diskret aufbaust (OPV,
Shunt, Transistor/FET auf Kühlkörper).
Hallo,
sorry: es geht um Schaltregler. Der o.g. arbeitet bei 1 MHz. Es könnte
sein, dass die Komponenten meines Prototyps nicht optimal sind, und er
daher etwas mehr Verlustwärme erzeugt.
Zielgröße ist die Helligkeit, aber ich hatte zunächst vor, die
Temperatur der LED und den Einfluss auf die Helligkeit zu
vernachlässigen. Einigen Graphen aus dem Internet zufolge ist der
Einfluss bei dT von ca. 15 K unter 1 %, das ist akzeptabel. Damit wäre
es einfacher, nur den Strom zu regeln.
Ich kenne sowas nur von LCD-Spannungswandlern für ca. + oder -20V .
Maxim hat sowas mit digitaler Ansteuerung. das kann man den Kontrast per
Software nachstellen.
Wieso eigentlich verschoben? Ich suche nach einem IC, der z.B. auch
digital regeln darf. Es geht nicht um analoge Schaltungstechnik, sondern
um ein Elektronikbauteil.
CAT4101 von On Semiconductor. Problemlos 10 Stück als Samples über
Homepage zu bekommen, Kosten glaub $15 für Versand, dafür aber auch
flott. Zeitauflösung ungefähr 5µs (falls PWM) sonst über
Widerstand/Digipoti einstellbar. Temperaturkoeffizienten etc spielen
hier weniger eine Rolle, daher kann ich dir das spontan nicht sagen,
aber vllt ist das Datenblatt ja für dich mal einen Blick wert ;-)
Info schrieb:> Außerdem sollte er einen Konstantstrom liefern; PWM möchte ich vermeiden> -> Steuereingang also analog.
damit kann man sicher die Helligkeit der LED so regeln, dass sie über
einen Temperaturbereich stabil bleibt. Nur hierbei verschiebt sich auch
die Farbtemperatur.
Wenn das nicht stört kann man das machen, wenn doch bleibt nur PWM
Ansteuerung.
Info schrieb:> Für meine Anwendung benötige ich einen LED-Treiber-IC, der eine> möglichst konstante Helligkeit einstellt.
"Möglichst konstant" willst du nicht wirklich bezahlen, oder?
Ohne Regelkreis wird das sowieso nichts. Und mit Schalt- und
Bauteilallergie, i.e. Linearstromquelle mit integriertem Treiber,
erzeugst du dir, inbesondere bei einstellbarem Strom, eine große
Temperaturdynamik, die man in solchem Fall eigentlich versucht,
möglichst zu vermeiden.
> Info schrieb:> Für meine Anwendung benötige ich einen LED-Treiber-IC, der eine> möglichst konstante Helligkeit einstellt.
Hallo,
da du die Helligkeit konstant haben willst, bräuchstest du doch gar
keine KSQ, sondern eine Konstant-Power-Regelung?
Bei Laserdioden ist so was üblich. Die Helligkeit wird da über eine
Monitordiode erfasst und eben auf Sollwert ausgeregelt.
Gruß Öletronika
U. M. schrieb:> Konstant-Power-Regelung
Ja, eine Regelung der Helligkeit wäre das Beste, aber ist auch
aufwendiger.
Daher muss ich die Vorwärtsspannung der LED im Temperaturbereich erstmal
als einigermaßen konstant betrachten und wollte mit einer zuverlässigen
Stromquelle anfangen.
> Info schrieb:> Ja, eine Regelung der Helligkeit wäre das Beste, aber ist auch> aufwendiger.
Hallo,
wenn du meinst. Ich verstehe deine Intentionen nicht.
Was ist an der Regelung des LED-Stromes nach der Temp. soviel
komplizierter als nach dem Spannungabfall an einem Messshunt?
Mir scheint, du versuchst ein kompliziertes Konzept auf Krampf einfach
zu machen, anstatt ein einfaches Konzept zu nutzen.
Gruß Öletronika
U. M. schrieb:> Mir scheint, du versuchst ein kompliziertes Konzept auf Krampf einfach> zu machen, anstatt ein einfaches Konzept zu nutzen.
Zumal eine Regelung auf Temperatur den gewünschten Zweck (Erzielung
einer gleichmäßigen Helligkeit)wohl nicht erreichen kann.
Gruss
Harald
PS: Zur Regelung von Halbleiterlasern auf konstante Wellenlänge
wird sowohl der Strom, als auch die Temperatur (mit Peltierele-
menten) geregelt. Aber das ist wohl eher ein Spezialfall, der mit
der Regelung von LEDs nichtvergleichbar ist.
U. M. schrieb:>> Info schrieb:>> Ja, eine Regelung der Helligkeit wäre das Beste, aber ist auch>> aufwendiger.> wenn du meinst. Ich verstehe deine Intentionen nicht.
Dito.
Wenn die Helligkeit die entscheidende Größe ist, dann muß diese auch
gemessen und geregelt werden. Punkt. An der Stelle löst sich dann auch
das "Problem" des TE in Luft auf, weil der Stromregler dann innerhalb
der Regelschleife liegt.
Konstanter Strom durch eine LED ergibt keine konstante Helligkeit. Da
stehen der temperaturabhängige Wirkungsgrad genauso im Weg wie
Alterungseffekte.
Andererseits ist eine temperaturstabile Konstantstromquelle nun wirklich
kein Hexenwerk, zumal wenn sie analog aufgebaut sein soll. Man braucht
natürlich einen temperaturstabilen Shunt und dito Referenzspannung und
einen OPV mit hinreichend kleiner Offsetdrift.
XL