Gast
#3472211
Hallo Ich habe eine Frage bezüglich dem Frequenzverhalten eines OPVs , speziell um den LM324.Wir haben in der Berufsschule ein paar Laborversuche zu diesem Thema gemacht , leider wurde wie in der Berufsschule üblich nicht wirklich auf das Thema eingegangen , es wurde nur gesagt es ist wichtig das mal gesehen zu haben. Mir persönlich reicht das nicht ich würde das Thema gerne besser verstehen.Also habe ich mich mal auf die suche gemacht was man so im Web findet. Wir haben folgenden Versuch gemacht !: Invertierender Verstärker mit einer Verstärkung von 10: Eingangsspannung = 1 Vpp Frequenz von 1KHz erhöhen in 1 KHz Schritten bis 20 KHz. Dabei konnte man sehen das ab einer Frequenz von ca 10 KHz die Verstärkung abnimmt.Das ganze sah in etwa so aus wie ein Tiefpassfilter. Ein Blick ins Datenblatt des LM324 zeigt das bei einer Verstärkung von 10 die Grenzfrequenz allerdings deutlich höher liegen müsste als 10 KHz. So min etwa bei 100 KHZ. Eine Formel welche ich im Web gefunden habe um die Grenzfrequenz zu berechnen scheint also bei unserem Versuch nicht zu greifen. Transitfrequenz = Verstärkung * Grenzfrequenz Grenzfrequenz = Transitfrequenz / Verstärkung Für den LM324 ergibt sich rein rechnerisch als folgendes ... 100 KHz = 1 MHz / 10 Da das mit unseren Messergebnissen nicht übereinstimmt habe ich weitergesucht und auf einer der Seiten einen Hinweis gefunden das diese Berechnung nur für s.g Kleinsignale gilt. Also habe ich weiter gesucht und im Datenblatt des LM324 ein weiteres Diagramm gefunden welches sich " LargeSignalResponse" nennt. Und siehe da , die Werte stimmen mit unseren Messwerten überein , bei einer Ausgangsspannung von 10 Vpp ergibt sich eine Grenzfrequenz von ca. 10 KHz. Also habe ich nach Angaben gesucht welche große Ausgangssignale einschränken könnten und bin auf die " SlewRate " gestoßen. Also habe ich mal die SlewRate berechnet welche nötig ist um ein Signal mit 10 Vpp bei 20 KHz korrekt darzustellen. SR = 10 Vpp Pi 0.02 MHz = 0.628 Laut Datenblatt hat der LM324 aber nur eine SlewRate von 0.5 V/us. Ist das der Grund dafür das für Großsignale ein anderes Digramm bzw Frequenzverhalten beim LM324 gibt ? Oder anderst gesagt die Grenzfrequenz von 100KHz gilt nur für kleine Signale weil bei großen Signalen die SlewRate das ganze begrenzt ? Wie gesagt mein Wissen habe ich aus dem Web , es wäre sehr nett wenn mir jemand sagen könnte ob meine Annahmen in die richtige Richtung gehen oder aber komplett falsch sind.Warum gibt es in Datenblätter extra Diagramme für große Signale ? Was sind die Gründe dafür das die Grenzfrequenz deutlich geringer ist als bei kleinen Signalen , liegt das an der s.g SlewRate.
