Hallo Robert.
Voigtlaender schrieb:
> Danke für die Info mit dem High Side Switch. Sofern ich Geld dafür
> ausgeben muss, hole ich mir das Bistabile Relay :-)
Ich würde das möglicherweise auch machen....je nach Randbedingungen.
Auf der anderen Seite kann es sein, dass ich für einen High side Switch
weniger drumherum brauche als für ein bistabiles Relais.
Das bistabile Relais braucht entweder eine Trickschaltung mit ein paar
Bauteilen oder zwei Ports, und fällt z.B. ohne weitere Massnamen NICHT
in einen definierten Zustand wenn die Spannung zu gering wird. Du
müsstest also zusehen, dass der uP sich selber abschaltet, wenn es eng
mit der Spannung wird, bevor er ins Delirium fällt und irgendwelchen
Quatsch macht,
weil irgendwelche Sensoren oder Aktoren oder er selber nicht mehr
funktioniert.
Alternativ gibt es dazu externe Schaltungen mit Schmidt-Triggern zu Fuß
oder mit Monitorbausteinen wie ICL7665 oder LM3704/LM3705, LX7001,
MC33164, MC33464....es gibt unzählige Sorten. Auch mit dem TL431 lässt
sich sowas eventuell elegant bauen.
http://datasheets.maximintegrated.com/en/ds/ICL7665.pdf
http://www.bdtic.com/DataSheet/NSC/LM3704_LM3705.pdf
Und TL431:
http://www.ti.com/lit/gpn/tl431
Das Datenblatt enthält auch eine Menge Schaltungsvorschläge. Lass Dich
inspirieren. Ebenso ist der Baustein in zig Gehäusevarianten verfügbar.
In einen definierten Zustand kann zwar das normale Relais zurückfallen,
doch dürfte dessen Stromaufnahme größer sein, als die Stromaufnahme des
Switches.
So ist es, wenn es Dir um den Spulenstrom nicht schade ist (immer eine
Überlegung Wert, wenn Batterien im Spiel sind) durchaus eine robuste
Lösung, mit einem "normalen" Relais zu arbeiten, das in Selbsthaltung
geht und daraus durch ein definiertes Ereignis (Unterspannung)
herausgeworfen wird. Eine solche Schaltung könnte, je nach Ausführung,
auch vor Verpolung schützen.
>
> Bezüglich des Ansatzes mit dem Transistor und dem Widerstand:
> 1. Welcher Widerstand würde sich denn als Richtwert anbieten? Ich
> brauche dann noch einen Widerstand zwischen Basis und µP, oder?
Ja. Der Wert hängt davon ab, was Dein uP liefern kann, und der
Transistor zum sicheren Durchschalten braucht. Der Wert wird gewählt,
indem Du mit dem Sollstrom und der Differenzspannung uP Port zu Basis
rechnest. Die Basis hängt bei angesteuertem Bipolaren Transistor ca.
0,7V über dem Emitter, der z.B. auf GND als Bezug liegt, wenn Du mit
open collector arbeitest.
> 2. Wenn ich die Basis auf einen Pin den µP (Arduino) lege und diesen
> dann neu starte, ist der default Wert INPUT/LOW. Ich nehme an, dass ich
> hier auch noch einen Transistor zwischenschalten muss?
Jain. Du könntest Dir auch z.B. irgendeine Trickschaltung mit einem
Kondensator einfallen lassen, damit der uP bei Einschalten starten kann
und die Steuerung selber übernimmt. Soeine Vorrichtung nennt sich
"Bootstrap". Ich habe mal irgendwann eine Schaltung, die eigentlich für
"Power on reset" gedacht war, dafür missbraucht.
Die Applikationsschriften der Mikrocontrollerfamilien sind eine Quelle
für solche Schaltungen.
Mit freundlichem Gruß: Bernd Wiebus alias dl1eic
http://www.dl0dg.de