Hi, Bastler,
Du hast schon Recht, Deine Frage ist gar nicht so trivial, wie sie sich
im ersten Moment anhört.
Sondern die Entwickler von Netzteilen haben schwer zu kämpfen, weil sie
nicht wissen könen, welche Kapazität noch in der Last eingebaut ist.
Deshalb können sie keine Regelstrecke bauen, die eine hochgenaue
Spannung in kürzester Zeit einschwingen lässt. Wer das versucht, der
bestraft sich selbst mit wilden Schwingungen.
Ich sehe einfach den größtmöglichen Elko vor, der noch Platz hat. Oder
gebe mit dem Fehler eines Emitterfolgers zufrieden.
Die Entwickler des LM7805 gaben die optimale Kapazität am Ausgang sogar
vor.
Echte Profis sind wohl erst jene, deren Labornetzgerät erst die Impedanz
der Last misst und daraus dann die Parameter der Regelstrecke bestimmen.
Oder deren lernfähiges Netzteil diese aus gemessenen Regelschwingungen
errechnet.
> Dazu habe ich ein Simulink-Modell erstellt. Als Regelstrecke habe ich ja
> I=C*dU/dt, oder?
Schon. Seit dem ersten vermessenen Bodediagramm nehme ich den größten
Elko, der Platz hat. Der ist billiger als stundenlange Versuche, eine
Regelstrecke ruhig zu stellen.
Zur Beruhigung von Schwingungen in PI- und PID-Reglern findest Du
Informationen unter dem Stichwort "Ziegler-Nichols".
Ciao
Wolfang Horn