Hi Leute,
ich habe bereits 5 Platinen zerstört und 5 µCs.
Ich scheitere daran den LPC2103 im LQFP48er Gehäuse zu löten.
Die Pins verkleben oder Halten nicht.
Was soll ich tun? Ich habe mir schon viel über das SMD Löten hier
durchgelesen und alles beachtet, aber es geht nicht.
Habt ihr eine Idee?
Mein größtes Problem: Ich bin Schüler und habe fast kein Buget^^
@ Nerdy (Gast)
>Was soll ich tun? Ich habe mir schon viel über das SMD Löten hier>durchgelesen und alles beachtet, aber es geht nicht.
Dann würde es gehen. Bzw. dir fehlt die Übung.
>Mein größtes Problem: Ich bin Schüler und habe fast kein Buget^^
Das ist keine Frage des Geldes, sondern der richtigen Technik und Übung.
Siehe SMD Löten.
Lötkolben mit ca 330 °C, angeschrägte Spitze, gescheites Flußmittel und
los gehts.
http://www.youtube.com/watch?v=wQXhny3R7lk
Kannst ja erstmal an SOIC probieren, wenn du das wie im Video schaffst,
dann geht an QFP ran.
MfG
Falk
Mach mal ein Bild und wir sagen dir was falsch läuft.
Wo wohnst du? Vielleicht gibts in deiner nähe ein Hackerspace, dort
kannst du es dann mit Hilfe einlöten.
Hast du eine Platine mit entsprechenden lötpads drauf?, dann ist es
relativ einfach, einfach die Pads auf der Platine verzinnen dann den
kleinen drauf legen und anbacken ohne weiteres Lötzinn etc.
Also die Platinen habe ich mir anfertigen lassen. Die sind also
verzinnt. Aber ohne Lötstopplack - wegen der Geldfrage.
Ich wohne in Wismar. Mecklenburg-Vorpommern. Also das Land, wo nichts
los ist^^ und ich denke ich finde hier nicht wirklich einen
Ansprechpartner.
Ein Bild poste ich gleich...
http://denkerbude.de/privates/IMGP0010.JPG
Hmm, also ich muss sagen das ist auch mein Meisterstück^^ die anderen
sehen schlechter aus, aber die habe bereits entsorgt...
Der Lötstoplack hätte es deutlich vereinfacht - hast leider an der
falschen Stelle gespart. Es gibt doch so viele Anbieter, (nicht
PCB-Pool), bei denen LSL kaum mehr kostet, bzw. aus gutem Grund gleich
mit einkalkuliert wird.
Wenn du dich hier anmeldest, kannst du mir ne PN schreiben, dann können
wir Adressen austauschen und du schickst mir die Platinen und Controller
und ich löt sie dir drauf.
Vorausgesetzt, es sind unverbastelte. Ich nehm nichts mit abgerissenen
Pads, verbogenen Pins usw.
Hin- und Rückporto musst du natürlich selber bezahlen.
Und ich mach dir maximal 10 Stück umsonst.
Lötausrüstung ist bei mir professionell (Weller WMD-3), das Ergebnis
entsprechend gut.
Grüße,
Peter
In Wismar gibt es aber eine FH, an der man ET machen kann. Da gibt es
doch bestimmt einen Studenten, der ein bisschen Erfahrung mit dem Löten
hat. Frag doch mal dort...
@Peter Diener
Boaaa!! Das würdest du tun?
Das wäre echt klasse. Genau sowas brauche ich-> einen konkreten
Ansprechpartner, der mir kurz unter die Arme greift.
Das ist super nett von dir. Ich meld mich mal an^^
Also von der FH kenn ich keinen.
Und ich kann mir nich mal nen ordentlichen Lötkolben leiten. Die Platine
für 30 € das Stück icl. Versand war schön ein Vermögen für mich^^
Ich muss mit 300 € im Monat auskommen. (BAföG) Und der JTAG adapter hat
mich schon 60€ Gekostet. Die 5 Mikrocontroller mit 5€/Stk und 2 Platinen
à 30€ und dann noch mehr und mehr^^ - Das meine ich mit Geldproblemen.
Und deswegen verzichte ich auf Lötstopplack xD
Ach ja und ich spare noch für Führerschein und Hochzeit....
Lötkolben:
6,99 bei Ebay.... 2,5mm Keramik Spitze.... Mehr konnte ich mir nicht
leisten. Ich weiß - Schrott. Ich hab das Teil sogar noch angespitzt...
Ich weiß, ich weiß- ich will hier Hilfe von euch, aber habe nichtmal
geeignetes Werkzeug... aber was soll ich tun, ich hab keine Kohle. Also
muss ich improvisieren.
Was ist ein gescheites Flussmittel?
Im Video nutzt er ja ein sehr flüssiges aus einer Spritze. Ich habe nur
Lötfett und finde es beindruckend wie man in einem rutsch nen ganzen IC
anlöten kann, würde das gerne das nächste mal auch versuchen
Wow, im Video sieht das aber echt einfach aus...
Ich schätze mit Lötstopplack und einem gutem Lötkolben könnte ich das
sicher auch^^ Aber das hab ich nunmal nich.
chap schrieb:> Was ist ein gescheites Flussmittel?> Im Video nutzt er ja ein sehr flüssiges aus einer Spritze. Ich habe nur> Lötfett und finde es beindruckend wie man in einem rutsch nen ganzen IC> anlöten kann, würde das gerne das nächste mal auch versuchen
Ich benutz den "Löthonig". Hab damit auch bei QFP keine Probleme.
Dadurch das es recht Klebrig ist, verrutschen die ICs auch nicht so
schnell.
Nerdy schrieb:> Lötkolben:>> 6,99 bei Ebay.... 2,5mm Keramik Spitze.... Mehr konnte ich mir nicht> leisten. Ich weiß - Schrott. Ich hab das Teil sogar noch angespitzt...> Ich weiß, ich weiß- ich will hier Hilfe von euch, aber habe nicht mal> geeignetes Werkzeug... aber was soll ich tun, ich hab keine Kohle. Also> muss ich improvisieren.
Als nächstes geht hier noch der Klingelbeutel rum um den
armen Jungen finanziell zu unterstützen.
Du hättest aber auch mal im Forum-Markt fragen können ob dir
einer einen guten Lötkolben für Lau verkauft oder sogar schenkt.
Bei einigen Leuten gammelt sowas nämlich nur rum.
>Die Platine für 30 € das Stück icl. Versand war schön ein Vermögen für >mich^^
Ich dachte du hast schon drei Platinen gekillt?
>Ich muss mit 300 € im Monat auskommen. (BAföG) Und der JTAG adapter hat>mich schon 60€ Gekostet. Die 5 Mikrocontroller mit 5€/Stk und 2 Platinen>à 30€ und dann noch mehr und mehr^^ - Das meine ich mit Geldproblemen.>Und deswegen verzichte ich auf Lötstopplack xD
Bei "platinenbelichter.de" hätteste die Platine, sofern keine
Durchkontaktierungen zwingend gewesen wäre für 1/3 bekommen.
>Ach ja und ich spare noch für Führerschein und Hochzeit....
Von 300Tacken? Vergnüge dich mit der Elektronik und überlass
solche Zukunftspläne kostenmäßig anderen, z.B. dem künftigen
Schwiegervater. Der ist meist froh wenn seine Tochter unter die
Haube kommt. Dann soll er auch dafür blechen.
@Stefan --- (xin)
Im Nachhinein lässt sich immer schlau daher reden.
@technicans
Oh,...
ja danke für die Hinweise.
Also 3 Platinen habe ich gekillt. 1 Bestellt und 2 habe ich selber
hergestellt. Die Platine ist 1dm² und 2 Lagigdurchkontaktiert.
Außerdem habe ich auch noch 2 günstige Fertigplatinen geschrottet und so
komme ich dann auch auf 5 µCs^^
Ja und Sparen kann ich auch eig. nichts, da nichts übrig bleibt...
Naja, aber danke für die Hinweise ich versuche sie umzusetzen^^
PCBeat schrieb:
>Zufällig son Monsterteil ohne Station?>Damit kann man beim Löten nix anfangen.
Quatsch; auch ohne Station problemlos möglich, aber üben, üben, ...
MfG
@ Stefan Salewski (Gast)
>>Der Lötstoplack hätte es deutlich vereinfacht>Denke ich nicht. Oder, Herr Brunner?
Doch, schon um einiges. Damit saut man nicht die angebundenen Leitungen
ein. Zwischen den Pads bringt es allerdings eher wenig, dort muss das
Flußmittel und die Oberflächenspannung wirken.
@ Nerdy (Gast)
>http://denkerbude.de/privates/IMGP0010.JPG
So, und nun mal zu den Leviten ;-)
Bildformate ist dein erstes Thema, auch wenn das Bild verlinkt ist.
Müll bleibt Müll.
Die Lötung ist für den Anfang OK, wenn gleich ausbaufähig.
>Und ich kann mir nich mal nen ordentlichen Lötkolben leiten.
Für 25 Euro bekommt man schon brauchbares Zeug, erst recht bei Pollin &
Co.
> Die Platine>für 30 € das Stück icl. Versand
Ist halt so.
>Und deswegen verzichte ich auf Lötstopplack xD
Tja, schlechte Entscheidung.
>Ach ja und ich spare noch für Führerschein und Hochzeit....
So jung und schon solche Fehler machen wollen . . . ;-)
>6,99 bei Ebay.... 2,5mm Keramik Spitze....
Keramikspitze? hab ich noch nie gesehen.
>leisten. Ich weiß - Schrott. Ich hab das Teil sogar noch angespitzt...
DAS ist definitiv falsch!
a) heute arbeitet man praktisch nur noch mit Dauerlötspitzen, die sind
aus Kupfer mit Nickel bzw. Eisenbeschichtung. Da darf man gar nix feilen
oder starkt schaben!
b) bestenfalls alte Kupferspitzen wurden früher regelmässig gefeilt,
weil das Kupfer ausgefressen war
>Ich weiß, ich weiß- ich will hier Hilfe von euch, aber habe nichtmal>geeignetes Werkzeug... aber was soll ich tun, ich hab keine Kohle.
Flaschen sammeln oder das Hobby sein lassen. Unter einem gewissen
Minimum kann nur McGyver oder ein WIRKLICH geschickter Bastler löten.
Kein Anfänger. Und schon gar kein QFP.
> Also muss ich improvisieren.
siehe oben.
MfG
Falk
Eine weitere sinnvolle Investition wäre eine Sprühdose Platinenreiniger
mit Glasfaserpinsel (10 Euro).
Deine Lötergebnisse im Bild oben finde ich gar nicht so katastrophal.
Vorausgesetzt natürlich, du hast für dieses Ergebnis den µC nicht
mehrere Minuten lang auf 400°C aufgeheizt, dann ist er nämlich kaputt.
Mit genügend Vergrößerung sieht jede Lötstelle schlimm aus.
Mit einer Reinigung (besonders der angekokelten Flussmittelreste
zwischen den Pins), dem Fluten mit frischem Flussmittel und dem kurzen
Erhitzen einzelner Pins (falls du die "Wischtechnik" mit der breiten
Lötspitze noch nicht beherrscht) solltest du die Lötbrücken wegbekommen.
Wir haben alle mal so angefangen, ohne Verluste geht es nicht.
Wenn du mit Schrottplatinen üben möchtest, dann nimm auf jeden Fall
solche mit bleihaltigem Lot. Sonst lassen sich die Ergebnisse nicht
übertragen.
Ich würde sagen, Flußmittel ist hier ausschlaggebend für den Erfolg.
Kolophonium gibts für 3,60 bei eBay, Isopropylalkohol für max. 5 Euro
inner Apotheke.
Wenn du Entlötlitze da hast kannst du die Pads auf der Platine einmal
verzinnen, dann das Lot mit der Entlötlitze wieder entfernen. Dadurch
geht das löten dann deutlich besser.
Nerdy schrieb:> Lötkolben:>> 6,99 bei Ebay.... 2,5mm Keramik Spitze.... Mehr konnte ich mir nicht> leisten. Ich weiß - Schrott. Ich hab das Teil sogar noch angespitzt...
Das mit dem Anspitzen könnte das Problem sein. Soweit ich weiß sind
Lötspitzen immer beschichtet.
Außerdem ist meine Erfahrung, dass bei neuen Lötkolben die Spitze zu
Anfang kein Zinn annimmt (es perlt ab) und erst nach einigen Minuten und
mehreren Benetzungsversuchen beginnt die Lötspitze, das Zinn anzunehmen.
Thomas schrieb:> Wenn du Entlötlitze da hast kannst du die Pads auf der Platine einmal> verzinnen, dann das Lot mit der Entlötlitze wieder entfernen. Dadurch> geht das löten dann deutlich besser.
der Junge ist ANFAENGER, der reisst die Pads mit der Entloetlitze ab !
normalerweise sind die Pads schon vorverzinnt, etwas Flussmittel
drauf, lieber ein bissel mehr als zu wenig und mit dem Loetkolben
heiss machen, das zinn der Pads reicht ums festzuloeten
zum reinigen kannst auch eine verduennung holen und einen kleinen
Pinsel dem du die Borsten recht kurz abschneidest dann wirkt er
wie eine Buerste
viel erfolg & vlG
Charly
Grundausrüstung:
F-SW32 Flussmittel, ob flüssig oder Paste ist relativ egal, ist
Geschmackssache, ich hab es sowohl als auch, bei feinen Pins mag ich
flüssiges lieber, bei größeren die Paste...
Niemals Lötwasser oder auch Lötfett nehmen!
Ordentlicher Lötkolben, geregelt, ungeregelt ist für die Tonne, die
Dinger haben zu wenig Leistung und wenn se mal etwas mehr Leistung
haben, dann hat das Ding >350°C und ist somit völlig ungeeignet. Eine
gebrauchte Weller oder Ersa tut ihren Dienst, kostet 50-70€ und ist
deutlich besser als so ein Netzkolben.
Lötzinn natürlich bleihaltig, (Sn62Pb38 oder Sn62Pb36Cu2), hier 0,5mm
nehmen, das reicht für DIL und SMD, will man es noch besser kann man
noch ein 0,35er dazu kaufen, ist in deinem Fall jedoch eher unnötig.
Technischer Alkohol, sprich Isopropanol, Achtung beim Kauf in der
Apotheke - die verkaufen auch wenn sie sagen 99,9% Iso mit Wasseranteil,
sprich unbrauchtbar, hier am besten bei einem Großhändler anfragen, z.B.
in München gibt es einen.
Zum Verzinnen der Pads trägst du Flussmittel auf die Platine auf, dann
etwas Lot auf die Lötspitze und über die Pads fahren, die
Geschwindigkeit ist Gefühlssache. Wenn ausreichend Lot auf den Pads ist
nochmal Flussmittel drauf, IC drauf, 2 gegenüberliegende Pins bei
passender Ausrichtung anlegen und am besten mit einer Hohlkehle dann
über die Pins fahren, das ist alles Gefühlssache, daher kann man da
schlecht übers Inet helfen.
MFG Johannes