Guten Abend,
ich wollte mal in die Runde fragen, ob jemand einen einfachen Schaltplan
für ein UKW Radio besitzt, welches man nur mit Transistoren und C´s, R´s
und Festinduktivitäten realisieren kann? Es geht mir hauptsächlich um
den Lerneffekt. Zudem will ich mir mein eigenes UKW Superhet mit T´s
bauen.
Vielen Dank im Voraus,
und noch einen schönen Abend. (;
Für so einen diskreten UKW-Super sollte man aber schon vorabgeglichene
ZF-Bandfilter nehmen.
Die werden ja auch nicht auf Mitte abgeglichen. Vor allem nicht für
Stereo.
Es ist schwierig.
Lieber mit einem alten Radio "spielen".
Heute denkt man, es ist alles ganz einfach.
Wenn man da so einen SAT-Tuner auf 2X3cm unabgeschirmt sieht.
Digitaltechnik macht es möglich.
Das Projekt finde ich aber toll.
Sowas schwebt mir auch schon seit einiger Zeit vor.
Das größte Problem ist - selbst wenn man die nötige Messtechnik hat -
die Beschaffung der korrekten ZF Filter ( richtige Bandbreite, richtige
Anpassung... )
Wer auch die selbstbaut, hat natürlich größten Respekt verdient...
Die Eingangsstufe kann man noch gut selbst bauen, auch die Spulen.
Dann das Heft electronica237 Tuner und electronica243 für die restlichen
Baugruppen besorgen.
ebay 221926538629
Da ist dann alles da, auch ohne Abgleich. Inkl. Platinenvorlagen.
B e r n d W. schrieb:> Da ist schon fast alles zusammen, außer den ZF-Filtern. Die beiden> Schaltungen muss man nur noch zusammenfügen. Ich würde keramische> ZF-Filter empfehlen, 10,7 MHz mit einer Bandbreite von ca. 150 kHz
Da passt was nicht. Der ZF-Verstärker ist ohne Deemphasis-Glied, d.h.
für Stereo-Anwendung ausgelegt. Für den Stereo-Empfang ist aber eine
ZF-Bandbreite von 200 kHz erforderlich.
Als ZF-Filter kommen SFE-10M7-JA oder SFE-10M7-HA in Betracht:
http://www.murata.com/products/catalog/pdf/p50e.pdf> Der ZF-Verstärker ist ohne Deemphasis-Glied
Kann er noch dranhängen, falls kein Stereo gewünscht.
Hallo,
Holger R. schrieb:> Moin> die ZF-Filter sind nur noch schwer zu beschaffen.> Damit dürfte das Projekt gestorben sein.
geistern bei ebay noch ausreichend und bezahlbar rum.
Gruß aus Berlin
Michael
> Schaltplan wäre auch cool. (;
Zur Vereinfachung können Feldstärke- und Mittenanzeige entfallen.
Ebenso der zweite Schwingkreis am Demodulator, welcher vermutlich einen
etwas geringeren Klirrfaktor bewirkt. Durch die Bedämpfung mit dem 1,2k
Widerstand wird die Güte soweit reduziert, bis der Phasengang im
gewünschten Bereich ausreichend linear wird. Da die
Schwingkreis-Kapazität angegeben ist, kann die Induktivität leicht
berechnet werden.
B e r n d W. schrieb:>> Schaltplan wäre auch cool. (;>> Zur Vereinfachung können Feldstärke- und Mittenanzeige entfallen.
Die AFC schaut aber ein wenig seltsam aus, oder nicht?
Kurt
karadur schrieb:> Hallo>> Z201 steht oben rechts im Plan. 10,7MHz Filter.
Diese Filter haben doch ein Z_in und Z_out von 330 Ohm.
Wie verträgt sich das mit dem 330 Ohm am Kollektor?
Wäre da nicht eine Drossel angesagt?
(oder sind der RI keine 330 Ohm?)
Kurt
Der A225 hat einen Gegentaktausgang integriert. Eine andere
Schaltungsvariante verwendet noch einen Widerstand, möglicherweise, um
die Diode negativ vorzuspannen. Im Zweifel müsste man die Diode
umdrehen, damit sie in Sperrichtung betrieben wird. Dann kommt aber die
Frage, ob der A225D richtig rum regelt.
>> Z201 steht oben rechts im Plan. 10,7MHz Filter.> Diese Filter haben doch ein Z_in und Z_out von 330 Ohm.> Wie verträgt sich das mit dem 330 Ohm am Kollektor?> Wäre da nicht eine Drossel angesagt?
Die Ausgangsimpedanz der Transistorstufe entspricht ungefähr dem
Arbeitswiderstand. Parallel dazu liegt der Kollektor als Stromquelle
mit >>10k, was verglichen mit den 330 Ohm kaum eine Rolle spielt.
elektrofreak2 schrieb:> Kann ich den Z201 auch selber wickeln?
Ein Keramikfilter hat keine Windungen und deshalb kann man es auch nicht
selber wickeln.
Aber alte Radios kann man als Organspender abernten.
B e r n d W. schrieb:> Im Prinzip reichen dir zwei Stück = €6,30> Ebay-Artikel Nr. 182071603709
Wenn Du Eins bestellst, bekommst Du fünf Filter. :-)))
LG
Du meinst sicher Daten zum simulieren?
Die letzt genannten sind für Mono. Prinzipiell gehen die trotzdem auch.
Für einfache Stereo-Koffergeräte reichen welche mit 190KHz.
michael_ schrieb:> Prinzipiell gehen die trotzdem auch.
Weil der Hub bei den deutschen Sendern massiv verringert wurde.
Ich war erstaunt, dass der Umbau meines Saba Freudenstadt 125
auf MPX-Stereo so unproblematisch ging. Nun habe ich die Erklärung.
Ich habe gestern in einen Technics STS3 die 150KHz Filter
eingebaut. Beim Abhören über Kopfhörer auf dem lauten
Speicher konnte ich keine Verzerrungen feststellen.
Ich werde den mal in Ruhe im Wohnzimmer probehören.
Er hat zwei Filter hintereinander und noch ein weiteres
nach den ZF-Pre. Schaltbild konnte ich bisher nicht dazu finden.
Im Sony ICFSW77 sind zwei Filter verbaut, über Kopfhörer macht
der Stereo. Ich werde Euch berichten.
Meine Lieblingsseite zu den Filtern:
http://earmark.net/gesr/cf.htm
LG
Hallo,
Verzerrungen sind das kleinere Problem. Die Kanaltrennung nimmt ab, weil
zuerst das Differenzsignal gedaämpt wird. Je nach Decoder stört selbst
das nicht sofort. Es ist ja AM mit unterdrücktem Träger, je nach Art der
Demodulation übersteht die auch ein schwächeres Seitenband ganz gut.
Allerdings sollte man das in dem Zusammenhang auch nicht überbewerten.
Gute alte Spulendecoder konnten bei sehr gutem Abgleich "über alles" bis
40dB Kanaltrennung schaffen. MC1310 und Abkömmlinge (A290) haben wir nie
über 32-34dB bekommen.
Schallplatten(spieler) hatten um 22dB...
Gruß aus Berlin
Michael
Michael U. schrieb:> Verzerrungen sind das kleinere Problem. Die Kanaltrennung nimmt ab, weil> zuerst das Differenzsignal gedaämpt wird.
Das wäre der Fall, wenn Du nach dem Diskriminator die Bandbreite
beschränkst.
Bei Beschränkung der HF-Bandbreite gibt es nicht lineare Verzerrungen
im Differenzsignal. Zur Beurteilung höre ich das separat ab.
LG