Unbekannter Baustein von Motorola

Gast #2072506
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Hallo Zusammen,

zuhause habe ich einige Hundert ICs der Firma Motorola mit der 
Bezeichnung XC88629P herumfliegen. Leider konnte ich im Internet 
überhaupt keine Informationen dazu finden. Kennt sich vllt. jemand damit 
aus oder kann mir jemand sagen ob diese Bausteine mit dem XC886 von 
Infineon vergleichbar sind:
http://www.alldatasheet.com/datasheet-pdf/pdf/153310/INFINEON/XC886.html

Vielen Dank für eue Mühen

Viele Grüße

Sandra
Gast #2072591
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Motorola verwendete das "X" gerne bei Prototypen und Vorserien, später 
wurde es meist durch ein "M" ersetzt - oder hier eben durch das "Z".
Die Gehäuseform sollte die Frage klären - den XC886 gibt es nur als QFP, 
den MC68HC05T2 als PLCC.

Meiner Ansicht nach ist der HC05T2 leider wertlos - außer als Ersatzteil 
für besagtes Gerät natürlich
Gast #2072639
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Der uC scheint tatsächlich nur in Grundig-Geräten zum Einsatz gekommen 
zu sein (meint ein Kollege). Ich gehe mal davon aus, dass man diesen 
nicht so ohne weiteres selbst programmieren kann, oder???

Naja, ein Bild habe ich im Anhang...

Gruß Sandra
Angehängte Dateien:
Gast #2072779
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@Sandra: Bei nicht flashbaren ROM/OTP-Mikrocontrollern gibts zwei 
Kategorien: Die freut einen weil sie irgendeine Form von /EA-Signal hat 
und mit externem EPROM/FLASH/RAM+Monitor benutzt werden; die andere weil 
man wieder etwas gefunden hat was man beim Ausmisten guten Gewissens in 
hohem Bogen wegwerfen kann.
Gast #2072804
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> ob diese Bausteine mit dem XC886 von Infineon vergleichbar sind

Nein.

Ein ZC88629 bzw. XC88629 ist ein kundenspezifisch für Grundig 
maskenprogrammierter 68HC05T2 von Motorola.

Den bekommst du gar nicht.

Ausbauen aus entsprechenden Elektroschrott, ggf. über eBay, denn ein 
Originalersatzteil von "Grundig" ist beim aktuellen türkischen Grundig 
Insolvenzverwerter wohl nicht zu bekommen.

Wegscheissen des ganzen Geräts ist auch eine Option, denn der uC wird 
wohl nicht die Ursache des Defekts sein....
Gast #2073969
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Da ich selber mal ein paar Masken-Micros bei Motorola habe machen lassen 
kenne ich deren Nomenklatur noch halbwegs.

Die kundespezifischen Masken hatten einfach Nummern, deren Bedeutung hat 
Motorola nach aussen nicht dokumentiert. Das XC steht auf den Chips 
drauf wenn die eine bestimmte Stückzahl noch nicht überschritten hatten, 
war glaub ich 500k oder so, vorher sah Motorola die als Muster an.

Also was Du da hast ist ein 68HC05 mit einem fest im Chip verankerten 
Programm, kein EPROM, kein Flash o.ä. sondern direkt in der 
Metallisierung verankerter Code.

Der Chip lässt sich weder verändern noch auslesen und es gibt auch nicht 
zwingend eine exakte Entsprechung dazu in OTP oder sonstiger Ausführung. 
Die Maskenversionen wichen teilweise von den EPROM Versionen in der 
Hardware ab.
Gast #2074526
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Sucht man im Spoerle ´93 , sieht man mehrere Bezeichnung "XC"...
Schlägt man die genannte Seite auf, so findet man diese Teile
jedoch entweder mit der Bezeichnung "MC" oder mit gar keiner,
außer der Nummer selbst.

Z.B. XC 88100RC20E --> MC 88100 RC 20   RISC-Prozessor, CMOS,
                                        32bit, 51 Instructions,
                                        32bit Multiplier, 20MHz
                                        PGA 180pin
Zu Motorolas 88000-Familie müsste er (mit Verstand) gehören?
Gast #2077481
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Nein, die Bezeichnung "XC" ist nicht identisch mit "custom", sondern 
bedeutete bei Motorola nur, dass eine Mindestproduktionsmenge noch nicht 
erreicht war und damit der Chip bei denen noch nicht als endgültig in 
voller Produktion gezählt wurde.

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