Hallo
Bei meinem ersten Versuch bezüglich Wandler und Netzteile stehe ich an.
Und zwar habe ich nach dem Grundschema auf dieser Seite
http://schmidt-walter.eit.h-da.de/smps/spw_smps.html
einen Sperrwandler gebaut.
Für die Spule habe ich mich an folgende Seite gehalten:
http://sound.westhost.com/project89.htm
Der Kern stammt von einem Übertrager eines Netzteils oder Mainboards
(Bastelkiste). Durchmesser 23mm aussen, 13mm innen; Höhe 10mm (gelb
lackiert, falls das irgendwem etwas sagt und wichtig ist).
Die primäre Wicklung besteht aus 4 Windungen Kupferlackdraht 1mm, die
sekundäre aus 33 Windungen 0.6mm. Die Induktivität kann ich leider nicht
messen, da ich kein entsprechendes Messgerät habe.
Die 50kHz Rechteck wird von einem 555er zur Verfügung gestellt.
Der MosFET ist der RSS90N03 (30V, 9A, RdsOn 15mOhm), 3 Stück parallel
wegen dem Strom (auch aus der Bastelkiste).
Kondensator am Eingang: 220uF, am Ausgang 40uF, 200Volt (weil auf die
Schnelle der einzig, der über 50 Volt verträgt).
Den Eingang füttere ich mit 6 Volt (Pb-Batterie) und erhoffe mir ca. 50
Volt mit 700mA am Ausgang (mehrere Power-LEDs in Serie; Strombegrenzung
mit einem LM317T).
Nun läuft das ganze soweit wunderbar, solange keine Last dran hängt.
Sobald ich aber ca. 200mA beziehen will, funktioniert das für etwa 2
Sekunden, dann entweicht der magische Rauch aus den FETs = tot...
Nun vermute ich, dass das mit dem Übertrager so nicht wirklich brauchbar
ist. Jedoch konnte ich keine grosse Hilfe dafür finden um selber einen
zu wickeln. Eventuell habe ich aber auch einen anderen Fehler drin?
Wie gesagt: Das ist mein erster Ausflug in diese Materie.
Bin für jede Hilfe dankbar und hoffe, dass ich dabei auch etwas fürs
nächste Mal lerne.
Vielen Dank im Voraus
Sperrwandler braucht einen Luftspalt damit er ensprechend spät Sättigt.
Sollte mann sich eher als Speicherdrossel mit 2 Wicklungen vorstellen.
Ohne die Induktivität/Sättigungsstrom in etwa zu kennen wird das nichts.
MFG
du brauchst einen kern der für sperrwandler geeignet ist. das bedeutet
bei ringkernen einen kern für speicherdrosseln (etwa den, der im
pc-netzteil nach den sekundären gleichrichtern drin steckt) oder einen
kern mit luftspalt. diesen kannst du auch selber herstellen, etwas durch
das zwischenlegen von papier zwischen die kernhälften. bei speziell für
sperrwandler vorgesehenen kernen ist der luftspalt im mittelschenkel
eingearbeitet, d.h. der innere schenkel ist bei den kernhälften kürzer
als die äußeren beiden.
> Nun vermute ich, dass das mit dem Übertrager so nicht wirklich> brauchbar ist.
Der Gedanke ist schonmal nicht schlecht. :-)
> (gelb lackiert, falls das irgendwem etwas sagt und wichtig ist).
Mit der Farbe geben die Hersteller an aus welchem Material dein Kern
gefertigt ist.
http://www.micrometals.com/http://www.electronics-tutorials.com/basics/toroids.htmhttp://www.mag-inc.com/http://www.mhw-intl.com/
ittp://www.arnoldmagnetics.com/products/powder/powder_catalogs.htm
ittp://users.catchnet.com.au/~rjandusimports/tut_2a.html
ittp://users.catchnet.com.au/~rjandusimports/index.html
Auf den genannten Seiten kannst du vielleicht herausfinden was
du fuer einen Kern hast. Es steht aber zu vermuten das er fuer deutlich
hoeher Frequenzen gedacht ist als dein armer NE555 sie erzeugen kann.
Und dann kannst du mit dem Wissen das du auf den angefuehrten Seiten
erlangen kannst noch ausrechnen wieviel Energie du in deinem Kern
speichern kannst. Es steht zu vermuten das dein Kern fuer deine
Arbeitsfrequenz viel zu klein ist. Deshalb geht er in die Saettigung.
Olaf
@Max (Gast)
>Der Kern stammt von einem Übertrager eines Netzteils oder Mainboards>(Bastelkiste). Durchmesser 23mm aussen, 13mm innen; Höhe 10mm (gelb>lackiert, falls das irgendwem etwas sagt und wichtig ist).
Sagt was über das Kernmaterial aus. Bin aber kein Fachmann dafür.
Generell ist ein unbekannter Kern wenig wert. Da gibt es SEHR
verschiedene Typen, die alle scheinbar gleich aussehen.
>Die primäre Wicklung besteht aus 4 Windungen Kupferlackdraht 1mm, die>sekundäre aus 33 Windungen 0.6mm. Die Induktivität kann ich leider nicht>messen, da ich kein entsprechendes Messgerät habe.
Schlecht. Ohne Messung wirst du nicht weit kommen, sondern ewig im Nebel
stochern.
>Die 50kHz Rechteck wird von einem 555er zur Verfügung gestellt.>Der MosFET ist der RSS90N03 (30V, 9A, RdsOn 15mOhm), 3 Stück parallel>wegen dem Strom (auch aus der Bastelkiste).
Jaja, dicke Eier, ähhh, FETs aber keine Induktivitäten messen können.
Bringt alles nix.
>Den Eingang füttere ich mit 6 Volt (Pb-Batterie) und erhoffe mir ca. 50>Volt mit 700mA am Ausgang (mehrere Power-LEDs in Serie; Strombegrenzung>mit einem LM317T).
Sehr sinnvoll . . .
>Nun läuft das ganze soweit wunderbar, solange keine Last dran hängt.>Sobald ich aber ca. 200mA beziehen will, funktioniert das für etwa 2>Sekunden, dann entweicht der magische Rauch aus den FETs = tot...
Uuuups, soooo dicke FETs und doch keine Power? Klingt nach Golf GTI ;-)
>Nun vermute ich, dass das mit dem Übertrager so nicht wirklich brauchbar>ist.
Eines von vielen Problemen.
>Bin für jede Hilfe dankbar und hoffe, dass ich dabei auch etwas fürs>nächste Mal lerne.
Wie bereits gesagt, der Kern braucht einen kleinen Luftspalt, damit er
viel Energie speichern kann.
http://ludens.cl/Electron/Magnet.htmlhttp://www.dos4ever.com/flyback/flyback.html
Siehe auch Artikel MC34063
Lesen, verstehen, nachbauen.
MfG
Falk
Ein Kern von einem Mainboard ist immer ein Kern, der EMV-Probleme
beheben soll. Speziell Gelb-weiss scheint auf Amidon hinzudeuten, und er
hat idR die Aufgabe, Störungen zu beseitigen.
Deine Aufgabe sieht anders aus: du möchtest Energie wandeln. Hierzu muss
der Kern als Speicherelement betrachtet werden. Und diese Speicherung
findet im Luftspalt statt, man findet das heraus, indem man eine
Energiebetrachtung des Kerns im B- Und H-Feld vornimmt.
Dein kerm hat im leerlauf ausreichen Speicherfähigkeit, bei last
hingegen nicht, er scheint in Sättigung zu gehen und dann raucht der
Mosfet ab. Verwende daher eine Speicherdrossel, mit Luftspalt. man
findet sie in PC-Netzteilen.
Gruss
Robert
> Klingt nach Golf GTI ;-)
ich hatte vor einigen jahren einen 2er golf GTI 16V. war immer lustig
die visage von dem BMW macker wenn er bei 220 feststellt, daß er von
einem golf überholt wird. aber LKW überholen bei seitenwind brauchst du
bei der geschwindigkeit die restlichen beiden spuren für dich.
möchte mal wissen wieso für alles dieser NE555 herhalten muß. gibts in
deiner bastelkiste keinen TL494 oder UC3842? ok letzterer geht nicht für
12V. aber es gibt wesentlich bessere lösungen als einen NE555. mit dem
TL494 z.b. kannst du die stromregelung für die LEDs gleich mit in den
wandler packen und brauchst nicht noch extra den LM317 beheizen.
Es scheint ja doch einige Experten hier im Forum zu geben. Der konkrete
Grund, warum die FETs bei Belastung kaputt gehen wurde aber noch nicht
genannt - logisch, Spule komplett falsch ausgelegt - ist das ein Grund?
Ich meine, diese Anordnung ist doch strommäßig unkaputtbar.
Frage an den OP: Welche Spannung hast Du eigentlich ohne Belastung am
Ausgang, wenn nicht unendlich?
Der Grund für das Absemmeln der FETs könnte Überspannung durch die
Streukapazität des Transformators sein. Um das zu verhindern, sind
zusätzliche Schaltungsmaßnahmen erforderlich.
> Ein Kern von einem Mainboard ist immer ein Kern, der EMV-Probleme> beheben soll.
quatsch! die dinger werden auch für step-down-wandler für die vcore usw.
gebraucht. allerdings mit den drei windungen nur für ~300kHz
wandlerfrequenz brauchbar.
> Und zwar habe ich nach dem Grundschema auf dieser Seite> http://schmidt-walter.eit.h-da.de/smps/spw_smps.html> einen Sperrwandler gebaut.> Für die Spule habe ich mich an folgende Seite gehalten:> http://sound.westhost.com/project89.htm
Das ist doch Schwachsinn.
Die Spuelberechnung ist erkennbar für einen Flusswandler, und du
berechnest einen Sperrwandler.
Deine Spule wir aus einem PC-Netzteil stammen (für Mainboard zu gross)
und als Speicherdrossel hinter dem Trafo uzständig gewesen sein. Das ist
ein Eisenpulverkern mit distributed air gap (verteiltem Luftspalt), also
durchaus für einen Sperrwandler tauglich.
> Die primäre Wicklung besteht aus 4 Windungen Kupferlackdraht 1mm, die> sekundäre aus 33 Windungen 0.6mm. Die Induktivität kann ich leider nicht> messen, da ich kein entsprechendes Messgerät habe.
Das ist doch noch mehr Schwachsinn.
Wenn ich 3 Bierdeckel und einen Kinderstuhl zusammenschraube kommt auch
auch kein Auto bei raus.
> Die 50kHz Rechteck wird von einem 555er zur Verfügung gestellt.> Der MosFET ist der RSS90N03 (30V, 9A, RdsOn 15mOhm), 3 Stück parallel> wegen dem Strom (auch aus der Bastelkiste).> Kondensator am Eingang: 220uF, am Ausgang 40uF, 200Volt (weil auf die> Schnelle der einzig, der über 50 Volt verträgt).> Den Eingang füttere ich mit 6 Volt (Pb-Batterie) und erhoffe mir ca. 50> Volt mit 700mA am Ausgang (mehrere Power-LEDs in Serie; Strombegrenzung> mit einem LM317T).> Nun läuft das ganze soweit wunderbar, solange keine Last dran hängt.> Sobald ich aber ca. 200mA beziehen will, funktioniert das für etwa 2> Sekunden, dann entweicht der magische Rauch aus den FETs = tot...
Die Prinzipschaltung von Schmidt-Walter enthält keine Snubber, darum
passiert das.
Aber selbst wenn du das behoben hast, ist die Schaltung jenseits von gut
und böse.
Ein 40uF Kondensator verträgt sicher nicht 0.7A Ripplestrom (eher
230mA), ein 220uF Elko keine 8A (selbst als LowESR nur 0.6A), ein 90N03
sollte eher 90A aushalten, aber 3 Stück parallel haben 7.5nF, sie du mit
den 200mA des NE555 nicht so zügig umgeladen bekommst für 50kHz, und 4
Windungen? Willst du die Leute veralbern? Nicht bei 50kHz, auch nicht
bei 200kHz.
Du solltest erst mal Grundlagen an bereits fertigen
Schaltreglerschaltungen erlernen, bevor zu aus Bierdeckeln und
Kinderstühlen Autos bauen willst.
Damit, dass ich mich hier als totaler Noob bezüglich Netzteilen oute,
habe ich gerechnet. Ich will ja auch keine Autos bauen – Eine
Seifenkiste reicht mir schon.
Also: Der Kern, der momentan drin ist, hatte vorher 3 Wicklungen – muss
also ein Uebertrager gewesen sein (oder koennen Drosseln auch mehrere
Wicklungen haben? – bin mir da nicht 100% sicher, dachte aber dass eher
nicht).
> Eisenpulverkern mit distributed air gap (verteiltem Luftspalt)
Eine habe ich noch gefunden (das Netzteil ist letztes Wochenende von uns
gegangen. R.I.P.). Aussen 33mm, innen 20mm, Höhe etwa 12.5mm, in einer
etwa 1mm dicken, weissen Plasikschale. Das Material sieht irgend wie
„luftig“ aus (wie aufgeschäumt) und ist gelb angemalt. Das könnte
passen.
> ein 90N03 sollte eher 90A aushalten
Die Dinger stammen von einem Notebook Mainboard und haben ein SOT8
Gehäuse. Ich halte die 9A aus dem Datenblatt für vernünftig. ;-)
> wieso für alles dieser NE555 herhalten muß
Weil er grad da ist.
Weil er ihn auch verwendet:
http://www.dos4ever.com/flyback/flyback.html, dachte ich, die Idee kann
so dumm nicht sein.
Weil meine Bastelkiste die in den meisten Wandlern eingesetzten
Bausteine (TL494, UC3842 etc.) momentan nicht hergibt.
> >Die primäre Wicklung besteht aus 4 Windungen Kupferlackdraht 1mm, die> >sekundäre aus 33 Windungen 0.6mm. Die Induktivität kann ich leider nicht> >messen, da ich kein entsprechendes Messgerät habe.> Das ist doch noch mehr Schwachsinn.
Auf http://sound.westhost.com/project89.htm haben sie zwar eine Wicklung
mit Mittelanzapfung, hängen aber 2 * 4 Windungen an 12 Volt und reden
von 35kHz. Daher stammen meine 4 Windungen.
> Welche Spannung hast Du eigentlich ohne Belastung am Ausgang, wenn nicht
unendlich?
Da kommen ziemlich genau die gewünschten 50 Volt raus.
Die Snubber-Geschichte habe ich verschlafen. Da kommt also das nächste
Problem mit der Dimensionierung…
Also werde ich mich mal weiter in das Thema einlesen. Ein paar der
angegebenen Links habe ich mal kurz überflogen und werde mich denen
nochmals widmen.
Was ich bis anhin gefunden hatte war meist sowas wie „Ich habe das so
gemacht“. Aber das „wieso“ als Erklärung war immer sehr mager oder hat
komplett gefehlt. Vielleicht habe ich aber auch falsch gesucht ;-)
Natuerlich bin ich nach wie vor offen für jeglichen Input.
> Jaja, dicke Eier, ähhh, FETs aber keine Induktivitäten messen können.
Meine Eier interessieren sich auch nicht für Induktivitäten :-p
Aber gab es da nicht irgendwo im Netz mal eine Software zum… abschätzen
von Induktivitäten mit der Soundkarte? Oder war das etwas mit COM-Port?
Sowas mag zwar nicht das Gelbe vom Ei sein, aber als Anhaltspunkt eine
kleine Hilfe sein.
Ein Einkauf (Messgerät, Komponenten) sollte im Moment wegen anderen,
größeren Ausgaben etwas warten :-(
Vielen Dank für Eure Hilfen! Ein paar Lichtchen habt Ihr mir schon
angeknipst ;-)
> Der Kern, der momentan drin ist, hatte vorher 3 Wicklungen – muss> also ein Uebertrager gewesen sein
Nein, die 3 Wicklungen waren: +5V, +12V und negativ.
Ein PC-Schaltnetzteil glättet mit ihm alle 3 Spannungen gleichzeitig.
> Aussen 33mm, innen 20mm, Höhe etwa 12.5mm, in einer> etwa 1mm dicken, weissen Plasikschale
Das war wahrscheinlich die primäre Gleichtaktdrossel, nein, die taugt
nicht.
> Das Material sieht irgend wie „luftig“ aus (wie aufgeschäumt)> und ist gelb angemalt
Äh, nein. Beim distributed air gap ist keine Luft drin, sondern der
Kleber der die Eisenteilchen zusammenhält dient als nicht-magnetischer
Werkstoff.
Wenn du wirklich einen 35W flyback LED Spannungswandler bauen willst:
Vergiss das nachregeln mit LM317.
Ein Kern enthält eine gewisse Energie, wenn der primäre Stromfluss einen
bestimmte Maximalwert erreicht hat. Wenn man dann primär abschaltet,
entlädt sich diese Energie in den sekundären Teil, in deine LEDs. Da
LEDs spannungsbegrenzend wirken, brauchst du gar keine sekundäre
Regelung, einfach genug Impulse primär mit dieser bekannten Enegie
auslösen, und deine LEDs leuchten in definierter Helligkeit. Alle
sekundären Bauteile entfallen, kein Elko, kein Widerstand, kein LM317.
Die Diode würde ich drinlassen, weil die Sperrspannung der LEDs sich
nicht gleichmässig auf die LEDs aufteilen wird, ansonsten (bei nur 1 LED
sekundär) könntest du auch auf die Gleichrichterdiode verzichten.
Wicklung, Gleichrichterdiode, LEDs. Das war die sekundäre Seite.
Die primäre:
Wenn du den NE555 verwendet, bestimmt der über die AN-Zeit und über den
Impulsabstand, wie viel Energie transportiert wird. Die Energie muss
sekundärseitig auch abgenommen werden, sonst haut sie voll zurück auf
den Schalttransistor!
Wie lang nun AN-Schaltzeit und Impulsabstand sein dürfen, musst du wegen
unbekannter Bauteilwerte selbst ermitteln. Den Kern solltest du nicht in
Sättigung treiben. Bei noch langem Impulsabstand (100Hz oder so..)
machst du also die AN-Zeit langsam länger (von unter 1us auf 2us...) und
betrachtest den Strom auf dem Oszilloskop. Er muss während der AN-Zeit
langsam in einer Geraden ansteigen. Sobald die Gerade einen Bogen NACH
OBEN beginnt zu machen, näherst du dich der Sättigung, der Impuls darf
nicht länger werden, geh zurück in den sicheren Bereich. Übrigens darf
auch die Betriebsspannung nun nicht höher werden, also mache das bei
maximaler Betriebsspannung.
Nun entlädt sich die Spule nach jedem Impuls in die LEDs. Du machst nun
den Impulsabstand dieser paar-us-Impulse immer kürzer, bis die LEDs
anfangen deutlich zu leuchten, bis sie so hell leuchten wie sie sollen
(du kannst auch sekundär den mittleren Strom nachmessen bis zum
Sollwert). Achte aber währenddessen darauf, dass der Strom in der Spule
nach jedem Impuls wieder komplett abklingt (diskontinuierlicher
Betrieb).
So bald das nicht mehr möglich ist, deine LEDs aber immer noch nicht
hell genug sind, ist dein Kern zu klein bzw. die Schaltung nicht
optimal. Deine primitive Schaltung ist nicht für kontinuierlichen
current mode Betrieb geeignet.
Wenn dir nun nicht die Betriebsspannung primär aus Versehen ansteigt und
die Spule nicht wegen Wärmeableitproblemen zu heiss wird, brauchst du
keine Regelung mehr, kommst also mit den manuell eingestellten NE555
aus. Ich denke auch, daß du, trotz 9A, mit einem MOSFET auskommst, mehr
wird die Spule (bei ausreichender Windungsanzahl) nicht vertragen und
kann der NE555 eh nicht treiben, sogar bei diesem einen MOSFET würde ich
hinter den NE555 eigentlich einen MOSFET-Treiber (aufgbaut aus 2
bipolaren Kleinleistungstransistoren schalten, leider kostet das von
deinen 6V viel zu viel Volt, selbst wenn der MOSFET ein LogicLevel Typ
sein sollte (ich hab kein Datenblatt)).
Welches ist die ausreichende Windungsanzahl der Spule? Du tust dir mit 4
Windungen keinen Gefallen, de Induktivität ist zu niedrig, du müsstest
zu schnell schalten (in unter 1us Impulslänge) was einerseits dein NE555
nicht schafft, der MOSFET nicht passend für angesteuert wird, und du
handelst dir zu viele Schaltverluste ein die der Snubber wegdampfen
müsste.
Du brauchst eine Windungszahl, bei der die Impulslämge mindestens 10us
beträgt (100kHz), eher 20us. Wenn vorher im PC-Netzteil so 4 drauf
waren, dann brauchst du nun eher 10. Dadurch sinkt der Strom den der
Kern verträgt, im PC hat er noch für alle Ausgangsspannungen zugleich
gereicht, aber 9A reicht dir ja, und 60W konnte das Netzeil sicher
liefern.
>Also: Der Kern, der momentan drin ist, hatte vorher 3 Wicklungen – muss>also ein Uebertrager gewesen sein (oder koennen Drosseln auch mehrere>Wicklungen haben? – bin mir da nicht 100% sicher, dachte aber dass eher>nicht).
jo - können - aber wohl meistens nur mit zwei Wicklungen, um
Gleichtaktstörungen wegzufressen.
>etwa 1mm dicken, weissen Plasikschale. Das Material sieht irgend wie>„luftig“ aus (wie aufgeschäumt) und ist gelb angemalt. Das könnte>passen.
die "geschäumten" Ringkerne sehen nicht so aus - das muß ein Stück
Schlacke sein ...
>Gehäuse. Ich halte die 9A aus dem Datenblatt für vernünftig. ;-)
ist halt die Frage, was durch den Übertrager fließt. Die Impulströme,
die dort fließen, kann man nicht am Eingang/Ausgang messen. Die sind
idR. deutlich höher ...
>> wieso für alles dieser NE555 herhalten muß>Weil er grad da ist.
ok - ich hatte auch vieles mit diesem probiert, und man kann vieles
damit mal testen. Aber um welche Frequenzen geht es denn hier????
Im allgemeinen würde ich sagen, daß es inzwischen (seit etlichen Jahren)
bessere Alternativen gibt. Mit dem 555 kann mann schön die
unterschiedlichsten Varianten durchspielen bei gemäßigten Frequenzen,
was gut für Experimentalaufbauten ist. Aber man braucht trotzdem mal -
wenn man es mir 08/15-Teilen macht, einen Oszi, um zu sehen, was da so
passiert. Sonst hast Du eher keine Chance.
>Auf http://sound.westhost.com/project89.htm haben sie zwar eine Wicklung>mit Mittelanzapfung, hängen aber 2 * 4 Windungen an 12 Volt und reden>von 35kHz. Daher stammen meine 4 Windungen.
jo - sehr unqualifiziert. Man kann nicht von Frequenz auf n schließen
bei sonstigen unbekannten Parametern ...
>Was ich bis anhin gefunden hatte war meist sowas wie „Ich habe das so>gemacht“. Aber das „wieso“ als Erklärung war immer sehr mager oder hat>komplett gefehlt. Vielleicht habe ich aber auch falsch gesucht ;-)
ja - das ist zwar immer das Problem, aber maßgeschneiderte Dinge (wenn
nicht gerade Standard) wird man selten finden. Wenn das Internet nix
bietet (glaube ich kaum), dann vielleicht ein paar Bücher, die sowas
konkret behandeln. Ein paar solcher Papierteile hatte ich mal gesehen,
frag mich aber nicht nach Einzelheiten ... Aber man muß auch mal selber
ein bißchen mit der Thematik praktische Beispiele mit irgendwo
gefundenen Kernen testen, und vor allem praktische Spielchen damit
machen, und versuchen zu verstehen. Einfach hier rumfragen nach
konkreten Bemessungen erweitert kaum den Horizont. Testschaltung
aufbauen, und mal mit dem Oszi beobachten, was sich so bei erhöhtem
Laststrom (kontinuierlich) ändert, bildet ungemein, und vermittelt vor
allem ein praktisches Gefühl für diese Sache ...
>>Also: Der Kern, der momentan drin ist, hatte vorher 3 Wicklungen – muss>>also ein Uebertrager gewesen sein (oder koennen Drosseln auch mehrere>>Wicklungen haben? – bin mir da nicht 100% sicher, dachte aber dass eher>>nicht).>jo - können - aber wohl meistens nur mit zwei Wicklungen, um>Gleichtaktstörungen wegzufressen.
nachdem ich MaWin's Beitrag gelesen hatte - es können auch mehr
Wicklungen sein ;-)
Ansonsten finde ich es beachtlich, wieviel Zeit Mawin in solche
Probleme steckt - jedenfalls ist Dein letzter Update doch schon recht
umfangreich ;-)
@ MaWin (Gast)
Ein wirklich toller Beitrag! Vielen Dank für Deine Mühe!
Ich denke mal, dass dies mich wirklich weiter bringen wird.
Vielen Dank natürlich auch an alle anderen, die sich die Mühe gemacht
haben, mir etwas beizubringen :-)
>Einfach hier rumfragen nach>konkreten Bemessungen erweitert kaum den Horizont.
Eine fertige Lösung habe ich hier auch nicht gesucht, sondern eine Hilfe
zum Verständnis. Mein Aufbau ist auch als primär als Experiment eben
dafür gedacht. Nur habe ich mehr Spass daran, wenn an einem Ende was
leuchtet, als nur etwas Leistung auf irgend einem Lastwiderstand zu
verbraten und ausschliesslich an Hand von Messwerten zu glauben, dass es
funktioniert.
Messen kann ich ja auch, wenn es leuchtet ;-)
Ich bin nur nicht weiter gekommen, mit meinen Überlegungen, da es für
mich wirklich Neuland ist.
Nun, mein Plan für die nächsten Abende, denke ich, wird etwa so
aussehen:
Auf der Arbeit habe ich nochmal ein Netzteil zerlegt, das hat nochmal
ganz andere Kerne drin. Die werde ich mir auch nochmal genauer ansehen.
Dann versuche ich, gemäss MaWins Post der Sache auf den Grund zu gehen
und verschiedene Spulen mit Draht zu bestücken. FETs liegen auch noch
einige rum (defekte Mainboards fallen auf der Arbeit täglich an). Anhand
der Messungen sollte ich ja dan auch rausfinden können, welche Kerne
besser geeignet sind und wie die Ansteuerung Sinn macht.
Jetzt woch ich ein paar Hinweise erhalten habe, was ich sicher nicht
machen soll, komme ich dem Verständnis mit kleinen Schritten näher.
> und verschiedene Spulen mit Draht zu bestücken.
Du findest nur 4 Kerne im Schaltnetzteil:
Der Ringkern direkt an 230V~, Gleichtaktdrossel, verheizt
Funkstörimpulse, brauchst du nicht.
Die kleinen E-Kerne transformieren die Schaltimpulse der Transistoren.
hochpermeables Zeug niedriger Leistung, ohne Luftspalt, brauchst du
nicht.
Der dicke E-Kern, hochpermeables Zeug für Flusswandler, kein Luftspalt,
brauchst du nicht.
Der gelbe Ringkern sekündär, glättet Ausgangsspannung, der taugt für
Sperrwandler.
Max schrieb:
> @ MaWin (Gast)> Ein wirklich toller Beitrag! Vielen Dank für Deine Mühe!> Ich denke mal, dass dies mich wirklich weiter bringen wird.
Dem möchte ich mich anschließen.
MaWin schrieb:
> Der dicke E-Kern, hochpermeables Zeug für Flusswandler, kein Luftspalt,> brauchst du nicht.
...wobei man für Versuche auch solche Kerne nehmen kann (so man sie
zerstörungsfrei auseinander bekommt) wenn man sie bei der Wiedermontage
durch Zwischenlagen aus Isolierstoff mit Luftspalt versorgt. Das setzt
aber voraus, dass man die Materialeigenschaften ausmessen und den
nötigen Luftspalt berechnen kann (die Hälfte dann als Abstand, weil man
ja beide Schenkel unterbricht).
MaWin schrieb:
> Alle> sekundären Bauteile entfallen, kein Elko, kein Widerstand, kein LM317.
Besteht da nicht die Gefahr, daß die LEDs sehr kurze Stromimpulse
ziehen, die die Grenzwerte überschreiten? Die Lebensdauer der LEDs würde
dadurch reduziert.
Ein Kondensator parrallel zu den LEDs würde das doch entschärfen.
Und was tut man am besten, wenn die Primärspannung nicht stabil ist?
Eigentlich müßte es doch reichen, die Primärspannung zu messen und dann
das Tastverhältnis entsprechend rechnerisch oder per Tabelle zu
korrigieren.
Oder baut man dann doch besser einen Regler ein?
> Eigentlich müßte es doch reichen, die Primärspannung zu messen und dann> das Tastverhältnis entsprechend rechnerisch oder per Tabelle zu> korrigieren.
Kann man machen da die Last ja konstant ist wenn mal wieder der
allerextremste Geiz regiert, geht beim NE555 durch ziehen an CONTROL
sogar recht einfach, aber ein MC34063 kostet auch nur 12 cent mehr.
warum benutzen manche Leute für sowas nicht einen ganz normalen Step
Down der den LED Strom über den Fb regelt ?? Zu einfach ??
aber das sind eben Hobbys, VIEL Aufwand, wenig Nutzen.
Geht schlecht, wenn die Betriebsspannung deutlich kleiner ist, als die
Schwellspannung der Reihenschaltung der LEDs, die damit gespeist werden
sollen.
Wer lesen kann, ist klar im Vorteil...
Falk Brunner schrieb:
>>Oder baut man dann doch besser einen Regler ein?>> Ja. Siehe MC34063
Das bedeutet aber, daß man einen Shunt im Lastkreis benötigt, an dem
Energie verbraten wird, was in batteriegetriebenen Geräten nicht
unbedingt erwünscht ist.
Als Alternative könnte man natürlich statt des Shunt einen Stromsensor
nehmen, aber eleganter finde ich doch, wenn man die Takterzeugung über
einen µC macht und der die Versorgungsspannung mißt und die Pulsrate so
anpaßt, daß die gewünschte Energiemenge zur LED-Kette transportiert
wird.
Uhu Uhuhu schrieb:
> Das bedeutet aber, daß man einen Shunt im Lastkreis benötigt, an dem
Nö, nur um die Spannung konstat zu halten mit dem MC34063 kannst du den
Shunt-Widerstand auch weglassen, dann hat man nur keine Strombegrenzung.
Die Spannung wid trotzdem konstat gehalten.
> Das bedeutet aber, daß man einen Shunt im Lastkreis benötigt
Oh Gottchen, da ist sogar eine Diode drin an der 0.7V abfallen,
da müssen wir aber gleich eine Uhu Uhuhu gerechte Schaltung
bauen, damit er auch gar keinen Spannungsabfall mehr enstorgen
muss, und der Schalttransistor, dessen Spannungsabfall sogar
transormiert wird, und die primäre Strombegrenzung erzeugt auhc
noch Messverluste, da läuft die Taschenlampe sicher 1 Minute
weniger lange.
Das Neue Jahr geht ja gut los.....
MaWin schrieb:
> muss, und der Schalttransistor, dessen Spannungsabfall sogar> transormiert wird,
Das ist ja wohl egal. An der Leistung, die dort bleibt, ändert das
nichts.
> und die primäre Strombegrenzung erzeugt auhc
Braucht man für eine fest montierte LED-Kette nicht.
Der Kern meiner Frage ist: Welchen Einfluß hat die Speisespannung auf
die Schaltung und wie kann man den beseitigen.
Wie MaWin so schön beschrieben hatte, ist der Wandler im Prinzip eine
induktive Ladungspumpe: der Kern wird "aufgeladen" und pumpt dann die
gespeicherte Energie auf den Ausgang.
Wenn sich nun die Eingangsspannung ändert, ändert sich auch die pro Takt
gepumpte Ladungsmenge. Das soll kompensiert werden.
Das so effektiv, wie möglich zu machen, für in meinem Fall einen
tragbaren, akkugetriebenen 30 W - LED-Scheinwerfer, ist wohl nicht so
ganz daneben...
> für in meinem Fall einen tragbaren, akkugetriebenen 30 W - LED-Scheinwerfer
In DEINEM Fall?
Wir wissen nicht, was DEIN Fall ist, oder der fremden Fall den du dir
hier zu eiegn machen möchtest, hier geht es um Max seinen
Sperrwandlerversuch.
Beim Stromschaltregler (auf Basis des MC34063 oder eines anderen
Schaltregler-ICs) ist der Wirkungsgradverlust am Shunt die kleinere
Verlustkomponente, so lange man sich nicht total dämlich anstellt.
@ Max (Gast)
> 4 Windungen Kupferlackdraht 1mm
Wenn der MosFET den Kondensator über die Spule mit Masse kurzschließt
dient die "große" Induktivität und der Widerstand der Spule als
Hindernis dass nicht Tausende Ampere fließen.
Deine primäre Spule ist einfach zu kräftig dimensioniert.
Versuch es mal mit ein paar mehr Wicklungen.
-------------
> Den Eingang füttere ich mit 6 Volt (Pb-Batterie) und erhoffe mir> ca. 50 Volt mit 700mA am Ausgang (mehrere Power-LEDs in Serie;> Strombegrenzung mit einem LM317T).
Du kannst auch einen einfachen StepUp Spannungswandler bauen, wie wär es
damit?
Mike J. schrieb:
> Wenn der MosFET den Kondensator über die Spule mit Masse kurzschließt> dient die "große" Induktivität und der Widerstand der Spule als> Hindernis dass nicht Tausende Ampere fließen.
Bist du dir da sicher? Wird nicht der Strom im Wesentlichen durch die
Induktivität der Spule und die Dauer der eingespeisten Impulse begrenzt?
@ Uhu Uhuhu (uhu)
>> Wenn der MosFET den Kondensator über die Spule mit Masse kurzschließt>> dient die "große" Induktivität und der Widerstand der Spule als>> Hindernis dass nicht Tausende Ampere fließen.>Wird nicht der Strom im Wesentlichen durch die>Induktivität der Spule und die Dauer der eingespeisten Impulse begrenzt?
Ja, so ist es. Der Widerstand der Spule sowie des MOSFETs sollten so
klein sein, dass for bei vollem Strom nur Bruchteile von Volt abfallen.
MFG
Falk
Uhu Uhuhu schrieb:
> Bist du dir da sicher?
Ist nur so ein Bauchgefühl.
> Wird nicht der Strom im Wesentlichen durch die> Induktivität der Spule und die Dauer der eingespeisten Impulse begrenzt?
Ja, ist ja richtig.
Was ich sagen will ist:
"Hey er kann doch mal seine super optimierte Schaltung mit minimalem
Verlusten beiseite schieben und so viele Widerstände einbauen damit sie
eine weile läuft damit er sich nicht immer wieder seine MosFETs
zerschießt und messen kann woran es liegt."