ungeregeltes Schaltnetzteil mit NE555

Gast #4649120
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Hey,

ich befasse mich momentan ein wenig mit dem Thema Schaltnetzteil.

http://www.joretronik.de/Web_NT_Buch/Kap8/Kapitel8.html weiter unten 
wird beschrieben, dass man mit dem NE555 einen einfachen Flusswandler 
für kleine Leistungen aufbauen kann.

Ich wollte da ebenfalls mal probieren und einem NE555 ein SNT 
simulieren, welches 24V DC auf 8V DC wandelt. Also habe ich mir folgende 
Gedanken gemacht und folgende Formeln aus dem Buch "Schaltnetzteil und 
ihre Peripherie" verwendet:

Schaltfrequenz: 100 kHz

Tastverhältnis Vt=Ua/(ü*Ue)=8V/(3*24V)=1/9
Das bedeutet, dass von den 10 µs das Signal 1 µs on ist. Ist das so 
richtig?
Kann man diesen Tastgrad mit dem NE555 einstellen? Denn wenn ich das 
nachrechne, dann komm ich immer auf einen negativen Wert für R1.
Gast #4649170
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Narben Johnny schrieb:
>> Wieso ü=3, welchen Trafo denkst du denn einzusetzen ?
>
> ü=U1/U2=24V/8V=3.
>
> Wieso ist das falsch?

Mit einem Trafo der 3:1 übersetzt müsste das Tastverhältnis 1 sein, um 
von 24V auf 8V zu wandeln. Tastverhältnis und Übersetzungsverhältnis des 
Trafos machen beide ein Spannungsübersetzungsverhältnis (Ua~Ue*Vt*ü).
Gast #4649176
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Georg schrieb:
> Falsch ist das nicht, aber du hast den Faktor 3 2mal eingerechnet.
>
> Georg

Ja ich weiß. Ich nutze die Formel, die zu diesem Thema 
(Eintakflußwandler) im Buch steht.

Mir ist auch schon aufgefallen, dass das wenigSinn ergibt. Wie wäre es 
denn richtig?
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Gast #4649178
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ArnoR schrieb:
> Mit einem Trafo der 3:1 übersetzt müsste das Tastverhältnis 1 sein, um
> von 24V auf 8V zu wandeln. Tastverhältnis und Übersetzungsverhältnis des
> Trafos machen beide ein Spannungsübersetzungsverhältnis (Ua~Ue*Vt*ü).

Verstehe. Mit anderen Worten: Mit dem Übersetzungverhältnis passe ich 
mein Tastverhältnis an?
Gast #4649262
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ohohahoo schrieb:
> Ablachen gefällig?>>>Handbuch von Dipl.-Ing Jörg Rehrmann >>>
> http://www.joretronik.de/Web_NT_Buch/Kap8/Kapitel8.html >>>> ähm: ich
> heiße auch Papst --> und nu?

Manchmal habe ich das Gefühl, dass hier viele Leute nur die Überschrift 
lesen und dann einfach ihren Senf dazu geben wollen, obwohl es gar nicht 
hilfreich ist.

Ich habe es doch in meinem Beitrag oben erwähnt, dass ich den Ansatz von 
der Seite habe.
Gast #4649393
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Narben Johnny schrieb:
> Ja ich weiß. Ich nutze die Formel, die zu diesem Thema
> (Eintakflußwandler) im Buch steht.

Ach so, ich bin von einer Lösung ohne Trafo ausgegangen. Den braucht man 
für Step Down eigentlich nur, wenn man galvanische Trennung braucht, und 
das ist bei 24V auf 8V nicht ohne weiteres ersichtlich.

Georg
Gast #4649488
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Ich habe jetzt mal versucht das ganze mit LTSpice zu simulieren, aber 
das gewünschte Ergebnis kam dabei nicht raus. Im Anhang findet ihr die 
Schaltung.
Ich habe mich dabei an dem Beispiel von Jörg Rehrmann orientiert.

Hier meine weiteren Gedanken:

Alsch Schaltfrequenz habe ich 100 kHz festgelegt. Als Tastverhältnis 
75%.

Nach obengenannter Formel aus dem Buch ergibt sich da für den Trafo ein 
Übersetzungverhältnis von:

ü=(Ua)/(Vt*Ue)=8V/(0,75*24V)=0,4444.

Da man bei LTSpice nur mit Induktivitäten rechnen kann, habe ich die 
Kopplung wie folgt festgelegt:

ü²=L1/L2 für L1 = 1mH
L2=L1/ü² = 5,1mH

Dennoch kommt nicht das gewünschte Ergebnis. Wo liegt das Problem?
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#4651167
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Jobst M. schrieb:
> Mark S. schrieb:
>> Falschmeldungen
>
> Ach?
>
> Funktioniert!
>
> TI ist auch der selben Meinung. Siehe Datenblatt, welches direkt auf
> NE555 verlinkt ist ...

Es gibt (gab) auch Schaltbeispiele für geregelte Netzteile mit
Rückkopplung auf den Modulationseingang. Einen Link (Elektor?)
habe ich da jetzt aber nicht zur Hand. Gegen den 555 als Netz-
teil spricht eigentlich nur der schlechte Wirkungsgrad, bedingt
durch grosse Spannungsabfälle an den Endtransistoren.
#4651188
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Georg schrieb:
> Mark S. schrieb:
>> Der definitiv KEINE PWM vorsieht. Sondern festes Tastverhältnis zur
>> Ansteuerung von elektronischen Halogentrafos.
>
> Also eine PWM mit festem Tastverhältnis ist keine PWM? Man lernt doch
> immer wieder was dazu.

Nein, das ist eine PWmfT. :-)
Diese Abkürzung habe ich zwar noch nirgends gelesen, aber:
Zitat: "Man lernt doch immer wieder was dazu."
#4651235
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hinz schrieb:
> Michael H. schrieb:
>> Dein Flyback funktioniert nicht, weil die Spulen falsche Polarität
>> haben.
>
> Es soll ja ein Flusswandler sein.
Und wo ist dann die Spule auf der Sekundärseite?
https://de.wikipedia.org/wiki/Eintaktflusswandler


> Allerdings ist die Entmagnetisierung via DRC etwas ungewöhnlich.
Ich dachte das soll der Snubber sein.

Meine Empfehler wäre ein Flyback für den Anfang, wobei man dann einen 
Regler benötigt.
#4651236
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Jobst M. schrieb:
> Mark S. schrieb:
>> In dem Fall braucht man aber
>
> ... nichts weiter. Geht auch so. Bau es auf. Habe ich auch schon getan.
>
> ES FUNKTIONIERT!
>
>
> Äh ... pdf von hinz hast Du Dir angesehen?
>
>
> Gruß
>
> Jobst

Hab ich, und wo ist da die von Dir beschriebene PWM?

Um noch mal auf den Ausgangspunkt zurück zu kommen: Gezeigt wurde ein 
ungeregelter Wandler. Darauf hin Dein Hinweis, man könne über den CV-pin 
selbigen auch im Tastverhältnis steuern. Was in der gezeigten Schaltung 
definitiv nicht stimmt. Eine Schaltung, die mit einem einzigen 555 im 
Tastverhältnis steuerbar ist, bei konstanter Frequenz, hast Du bislang 
nicht gezeigt. Ich bin sehr gespannt darauf!
Gast #4651256
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Mark S. schrieb:
> Um noch mal auf den Ausgangspunkt zurück zu kommen: Gezeigt wurde ein
> ungeregelter Wandler. Darauf hin Dein Hinweis, man könne über den CV-pin
> selbigen auch im Tastverhältnis steuern. Was in der gezeigten Schaltung
> definitiv nicht stimmt. Eine Schaltung, die mit einem einzigen 555 im
> Tastverhältnis steuerbar ist, bei konstanter Frequenz, hast Du bislang
> nicht gezeigt. Ich bin sehr gespannt darauf!

Wurde gezeigt. Dein Problem wenn du sie nicht verstehst.
Gast #4651510
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Mark S. schrieb:
> Und wo genau wurde das gezeigt?

uninteressant.
dieses dämliche rumgestreite wer nun recht hat nervt einfach nur.
es gibt einfach zu handhabende ic´s die für pwm gemacht worden sind.
der tl494 ist einer davon.
uralt wie der 555 auch aber immer noch verfügbar und spottbillig zudem.
der 494 ist billig und überall erhältlich.
sich so auf den 555 festzunageln ist absurd.
ach ja wir leben in absurdistan.
da merkt man das nicht.
Gast #4656072
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Nachdem ich noch viel gelesen und nachgedacht habe, habe ich einige 
Fehler in meinem Design gefunden.

Ein Flusswandler kann maximal ein Tastverhältnis von 0,5 haben. Was mich 
wieder zu der Schaltung von Herrn Jörg Rehrmann zurückgeführt hat. Nun 
gut. Also habe ich nochmal alles neu berechnet.

Nochmals die Parameter:
Ue = 24 V
Ua = 7 V
F = 100 kHz

ü = (Ua)/(Ue*vT)

Laut Formel komme ich somit auf ein Übersetzungsverhältnis von 0,58333 
für den Trafo. Wenn ich annehme, dass meine Primärseitige Induktivität 
1mH hat, dann muss die sekundäre Seite 3 mH haben.

Wenn ich die Schaltung mit 3 mH simuliere, komme ich auf eine 
Ausgangsspannung von 34,5 V.

Wenn ich die sekundäre Induktivität jedoch auf 100 µH einstelle, dann 
komme ich meinen 7 V schon etwas näher. Woran liegt das?

Die nächste Etape wird die Streufeldentsorgung.
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Gast #4656085
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Narben Johnny schrieb:
> Laut Formel komme ich somit auf ein Übersetzungsverhältnis von 0,58333
> für den Trafo. Wenn ich annehme, dass meine Primärseitige Induktivität
> 1mH hat, dann muss die sekundäre Seite 3 mH haben.

So transformierst du rauf. Wenn du runtertransformieren willst, dann 
muss die sekundärseitige Windungszahl bzw. Induktivität kleiner als die 
primärseitige sein. Also 1mH primär und 340µH sekundär.
Gast #4656090
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ArnoR schrieb:
> So transformierst du rauf. Wenn du runtertransformieren willst, dann
> muss die sekundärseitige Windungszahl bzw. Induktivität kleiner als die
> primärseitige sein. Also 1mH primär und 340µH sekundär.

Dann würde ja die Formel keinen Sinn mehr ergeben. Wieso wird diese 
Formel unabhängig von zwei Quellen angeben, wenn sie dann falsch ist?

Bei Wechselspannung mag das sein, dass hier hochtransformiert wird. Aber 
bei Schaltnetzteilen ist das sicherlich anders.
Gast #4656093
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ArnoR schrieb:
> Mit einem Trafo der 3:1 übersetzt müsste das Tastverhältnis 1 sein, um
> von 24V auf 8V zu wandeln. Tastverhältnis und Übersetzungsverhältnis des
> Trafos machen beide ein Spannungsübersetzungsverhältnis (Ua~Ue*Vt*ü).

ArnoR schrieb:
> So transformierst du rauf. Wenn du runtertransformieren willst, dann
> muss die sekundärseitige Windungszahl bzw. Induktivität kleiner als die
> primärseitige sein. Also 1mH primär und 340µH sekundär.

Siehe da.
Gast #4656120
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ArnoR schrieb:
> Doch. Das Tastverhältnis von 0,5 macht die "Wandlung" von 24V auf 12V.
> Der Trafo macht die Wandlung von 12V auf 7V (Ü=0,5833). -> Ua=Ue*Vt*ü

Ich kann das noch nicht so ganz nachvollziehen.

Ua = 7 V
Ue = 24 V
vT = 0.5

Ua = Ue  Vt  ü -> ü = Ua /(Ue*Vt) = 0,58333

ü = sqrt(L1/L2) -> L2=L1/ü² für L1 = 1 mH

L2 = 1mH/0,5833² = 2,29 mH.

Wieso ist das falsch?
Gast #4656157
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Narben Johnny schrieb:
> Ich fall hier gleich vom Glauben ab :)
>
> Formel 5
> 
http://www.antriebstechnik.fh-stralsund.de/1024x768/Dokumentenframe/Kompendium/Transformator/S_Transformator.htm
>
> ü=N1/N2 ü=sqrt(L1/L2). Wenn ich das umstelle bleibt L2=L1/ü².

Mein Gott, klammer dich doch nicht so stur an irgendwelche Formeln. Es 
ist doch deine Sache was du als ü definierst, es muss nur zu der 
Schaltungsfunktion passen. In deinem Fall reden wir von ü=U2/U1, 
Sekundärspannung durch Primärspannung.
Gast #4656212
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Jetzt habe ich es. Ich brauch nunmal die Formeln für mein Verständnis.

http://www.schmidt-walter-schaltnetzteile.de/snt/snt_deu/sntdeu4.pdf

Zitat: "Hieraus ergibt sich das Windungszahlenverhältnis für den 
Transformator:

N2/N1 = 2*(Ua/Ue)"

Mit N2/N1=sqrt(L2/L1) folgt nach Umstellung:

L2 = L1*4*(Ua²/Ue²). Mit L1 = 1 mH folgt für L2 340 µH.

Das ergibt zwar in der Simulation nicht ganz 7 V, kommt aber der Sache 
immernoch näher, als mit meiner ursprünglichen Rechnung und 34,5 V.

Okay. Dann geht es morgen an die Streufeldentsorgung. Da werde ich wohl 
bei Fragen nochmal auf euch zurückkommen.

Vielen Dank ArnoR :)

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