jasmine schrieb:> Nun meine Frage, kann ich dies so anschliessen?
ich würde es nicht machen
> riskiere einen Brand?
ja
> Da ich hier leider keinen passenden Kondensator rumliegen habe, habe ich> einen Elko 10uF 400V verwendet. Dazu habe ich für R1 10kOhm berechnet> sowie für R2 1kOhm.> Dazu habe ich für R1 10kOhm berechnet
dann macht die Schaltung wendig sinn, dann am Widerstand fällt viel zu
viel Leistung ab.
> Gegebenfalls kann ich die Berechnungen noch hochschalten, falls dies> jemand wünscht?
ja gerne
10µF ist für 20mA viel zu groß, da kannst du den Kondensator gleich
weglassen und die LED nur mit Vorwiderstand betreiben. Und einen
gepolten Kondensator (Elko) kannst du natürlich nicht als kapazitiven
Vorwiderstand an Wechselspannung benutzen.
jasmine schrieb:> PS: Möchte mir nur sicher sein, dass ich alles korrekt berechnet habe> und es nicht direkt "explodiert" wenn ich die Schaltung anschliessen> werde.
Da du mit den Risiken vertraut bist die 230V mit sich bringen,
würde ich raten es einfach mal auszuprobieren. Bau die Schaltung auf,
mach ne Glasschüssel oder Ikea Samla-Box drüber und schalt einfach mal
ein.
Wenn du nicht weisst was du tust, dann ist rumfingern an tödlicher
Spannung immer eine ganz spannende Angelegenheit. Geh nur sicher,
dass du deine Familie und ggf. Freunde über den neuen
Risiko-Sport zu informieren und schließ ne LV ab.
jasmine schrieb:> kann ich dies so anschliessen?
Nur zu Silvester, das knallt ordentlich.
Elkos sind nicht für Wechselspannung, und 10uF sind nicht 220nF.
Der Andere schrieb:> Das ist doch ein Trollthread!
Gut möglich, jedenfalls verhält sich jasmine dämlicher als die Polizei
erlaubt. Damit richtige Leute auch noch was davon haben:
Die Schaltung taugt wenig, mit 220nF fliessen zwar ca. 20mA, aber die
Hälfte geht an der LED vorbei, die bekommt effektiv also nur 10mA ab.
Ausserdem fehlt der Bleeder-Widerstand.
http://www.dse-faq.elektronik-kompendium.de/dse-faq.htm#F.8.0
MaWin schrieb:> Die Schaltung taugt wenig, mit 220nF fliessen zwar ca. 20mA, aber die> Hälfte geht an der LED vorbei, die bekommt effektiv also nur 10mA ab.
220nF gibt nach Daumenfaktor 15mA - was für moderne LEDs schon recht
viel ist.
> Ausserdem fehlt der Bleeder-Widerstand.>> http://www.dse-faq.elektronik-kompendium.de/dse-faq.htm#F.8.0> Sicherungswiderstand> ~ o--1k/0.6W--+--------270nF-------+--|>|--+----+--|<|--+--o ~> | | |A | |> | | LED 1k |> | | |K | |> +--470k--470k--470k--+--|<|--+----+--|>|--+ 4 x 1N4148
Ich fürchte, dass 1N4148 (100V) nicht wirklich der Glücksgriff sind,
zumindest mir sind sie in einer ähnlichen Anwendung zügig um die Ohren
gegangen. Da würde ich eher mit 1N4004..7 anrücken.
In einem defekten Nachtlicht habe ich einfach zwei LEDs antiparallel
gesetzt und den Brückengleichrichter eingespart, mit der matten
Streuscheibe sehe ich kein Flackern.
Manfred schrieb:> Ich fürchte, dass 1N4148 (100V) nicht wirklich der Glücksgriff sind,
Das sollte aber kein Problem sein, denn am Brückengleichrichter liegt ja
nie eine höhere Spannung an, als Uf(LED) + 2x Uf(1N4148).
Harald W. schrieb:> Sind 1kOhm Vorwiderstand wirklich nötig?
Ja, der begrenzt den Pulsstrom durch die LED beim Einstecken im
Netzspannungsmaximum und bei entladenem bzw. falschrum restgeladenem
Kondensator.
Harald W. schrieb:> Sind 1kOhm Vorwiderstand wirklich nötig? Da fallen doch immerhin 20V ab.
Hängt natürlich von deiner LED ab, welchen Spitzenstrom die verkraftet,
wenn an 320V Spaintznspannung eingeschaltet wird, fliessen 320mA. Das
ist für kleine 20mA LEDs schon ordentlich. Ausserdem brauchen
Sicherungswiderstände auch etwas Leistung. Bei 1 minütiger 1.5-facher
Überlastung brennen 0.6W Sicherungswiderstände durch, also etwa bei
30mA.
Thomas E. schrieb:> Manfred schrieb:>> Ich fürchte, dass 1N4148 (100V) nicht wirklich der Glücksgriff sind,> Das sollte aber kein Problem sein, denn am Brückengleichrichter liegt ja> nie eine höhere Spannung an, als Uf(LED) + 2x Uf(1N4148).
In dieser Annahme hatte ich das einmal zusammengelötet, da ich deutlich
mehr Glasdioden als 4007er habe, ist schon auf dem Labortisch abgekackt.
Ein Kollege hat's mal durch Spice geschickt, bei passender Phasenlage
kracht das.
MaWin schrieb:> Harald W. schrieb:>> Sind 1kOhm Vorwiderstand wirklich nötig? Da fallen doch immerhin 20V ab.> Hängt natürlich von deiner LED ab, welchen Spitzenstrom die verkraftet,
Diese Schaltung mit nur 1k wird bei weißen LEDs nicht sonderlich viele
Schaltzyklen überstehen. Alte Rote hatten kein Problem mit solch hohen
Impulsen, bei Weißen habe ich noch keine Datenblattwerte gesehen, aber
genug defekte LEDs gesehen.
Manfred schrieb:> Ein Kollege hat's mal durch Spice geschickt, bei passender Phasenlage> kracht das.
Weil der Strombegrenzungswiderstand in deiner Simu an der falschen
Stelle sitzt (hinter den Gleichrichter statt davor). In dieser falschen
Schaltung kriegen die Dioden bei ungünstiger Phasenlage beim Einschalten
zu hohe Spannungen ab. In der richtigen Schaltung wäre das nicht der
Fall (so wie Thomas geschrieben hat).
Manfred schrieb:> Ein Kollege hat's mal durch Spice geschickt, bei passender Phasenlage> kracht das.
Unsinnige Schaltung, denn da liegen 12k in Reihe zur LED. In MaWins
Schaltung liegt die LED direkt am Gleichrichter, da kann keine hohe
Spannung entstehen.