NE 555 diskret aufbauen

OP #5353493
Lesenswert?

Hallo zusammen,

ich würde gerne einen NE 555 diskret aufbauen. Nur zum Spaß. Damit es 
auch etwas zu sehen gibt, als Murmelbahn.

Hat zufällig schon jemand Baupläne dazu im Netz gefunden?

Und wie groß müßte ich die Antriebsleistung dimensionieren?

Kann man als Antrieb einen Schrittmotor verwenden?

Ich bin auf eure Lösungen gespannt!
#5353529
Lesenswert?

Dergute W. schrieb:
> Ich wuerd' mir gerne ein Loch ins Knie bohren. Nur so zum Spass.
> Kann ich da dann Milch reingiessen? Besser Vollfett, oder Buttermilch?

Nimm H-Milch mit einem Tröpfchen Geschirrspülmittel zur Beseitigung der 
Oberflächenspannung. Die Oberflächenspannung kann nämlich verursachen, 
dass die Milch nicht vollständig ins Loch eindringt, was zur Keimbildung 
führen wird. Dann Gesundheit futschikato!

Aber davon mal abgesehen: Du hättest zur Beantwortung deiner Fragen 
einen neuen Thread eröffnen sollen, statt diesen Thread zu missbrauchen.
Gast #5353547
Lesenswert?

Walter T. schrieb:
> ich würde gerne einen NE 555 diskret aufbauen. Nur zum Spaß. Damit es
> auch etwas zu sehen gibt, als Murmelbahn.

> Kann man als Antrieb einen Schrittmotor verwenden?

Da glaube ich nicht daran. Um die verschiedenen Eingangsmurmeln zu einer 
Ausgangsmurmel zu verpressen, wirst Du etwas stärkeres benötigen.
#5353548
Lesenswert?

Walter T. schrieb:

> ich würde gerne einen NE 555 diskret aufbauen. Nur zum Spaß.

Das macht eigentlich wenig Sinn. Ma hat einen recht komplizierten
Aufbau und trotzdem schlechtere Daten. Den Schaltplan für den 555
findet man in jedem besseren Datenblatt. Sinnvoller kann dann ein
Nachbau mit dem Vierfach-Komparator-IC LM339 sein, weil man dann
die Daten den eigenen Verhältnissen anpassen kann. Ansonsten
siehe Link von 555(Gast).

> Damit es auch etwas zu sehen gibt, als Murmelbahn.

Was hat eine Murmelbahn mit einem Zeitgeber-IC zu tun?

> Und wie groß müßte ich die Antriebsleistung dimensionieren?

Mach mal eine (Hand-)Skizze, wie Du Dir den Aufbau vorstellst.

> Kann man als Antrieb einen Schrittmotor verwenden?

Man kann, aber dann wird es unnötig kompliziert.

> Ich bin auf eure Lösungen gespannt!

Ich bin auf die Beantwortung der Fragen gespannt.
Gast #5353591
Lesenswert?

Walter T. schrieb:
> ich würde gerne einen NE 555 diskret aufbauen. Nur zum Spaß. Damit es
> auch etwas zu sehen gibt, als Murmelbahn.

Du kannst entweder einen diskreten 555 aufbauen, welcher optisch einer 
Murmelbahn ähnelt. Oder eine Murmelbahn, welche optisch einem 555 ähnelt 
(obwohl man die Kugeln dann nicht sieht). Oder einen 555, von mir aus 
einen diskreten, irgendwie zur Steuerung einer Murmelbahn 
(mit-)verwenden.

Doch Deine genannte Anforderung ("funktionale Gleichzeitigkeit", 555 = 
Murmbahn und Murmelbahn = 555 ... und nicht nur "Anschein") dürfte ein 
Jahrtausendprojekt werden.

> Hat zufällig schon jemand Baupläne dazu im Netz gefunden?

Siehe vor - sicher nicht.

> Und wie groß müßte ich die Antriebsleistung dimensionieren?

So groß wie nötig, wofür auch immer.

> Kann man als Antrieb einen Schrittmotor verwenden?

Bestimmt.

> Ich bin auf eure Lösungen gespannt!

Ich auch, zumindest, wenn es tatsächlich exakt dabei bleiben soll:

"Ich würde gerne einen NE 555 diskret aufbauen. Nur zum Spaß. Damit es 
auch etwas zu sehen gibt, als Murmelbahn."

Doch ich vermute, Du willst das nunmehr umformulieren.
Gast #5353603
Lesenswert?

Murmelbahn?
Langweilig!

Spaß macht es aber erst, wenn der 555
mit Röhren aufgebaut wird.
Operationsverstärker mit Röhren gibt
es ja schon eine Weile.
Wenn Du jetzt noch das Flip - Flop mir EL 34
realisierst, reicht der Ausgangsstrom
auch für einen Schrittmotor aus.

mfg
OP #5353642
Lesenswert?

H.e.a.d. M.u.r.m.e.l. schrieb:
> Doch Deine genannte Anforderung ("funktionale Gleichzeitigkeit", 555 =
> Murmbahn und Murmelbahn = 555 ... und nicht nur "Anschein") dürfte ein
> Jahrtausendprojekt werden.

Nö, das Aussehen darf und sollte sich schon unterscheiden. Allein schon 
der Größe wegen. Murmeln dürfen ruhig etwas größer als Elektronen sein. 
Sonst sieht man nichts.

Und dass bei einer Murmelbahn ein niedrigeres Potenzial auch geometrisch 
tiefer als das höhere Potenzial liegen muss, ist auch klar. In 
Planartechnik, wie beim echten NE 555, geht das nicht.

Und gleichzeitig - nein, der Murmel NE555 darf ruhig deutlich langsamer 
arbeiten. Sonst sieht man ja nichts.
Gast #5353657
Lesenswert?

Walter T. schrieb:
> H.e.a.d. M.u.r.m.e.l. schrieb:
>> Doch Deine genannte Anforderung ("funktionale Gleichzeitigkeit", 555 =
>> Murmbahn und Murmelbahn = 555 ... und nicht nur "Anschein") dürfte ein
>> Jahrtausendprojekt werden.
>
> Nö, das Aussehen darf und sollte sich schon unterscheiden.

Gerade dieser Satz bezog sich nicht aufs Aussehen. Sondern auf die 
gewünschte Funktion. Definiert "555 als Murmelbahn", was echt heftig 
ist.

Walter T. schrieb:
> Murmeln dürfen ruhig etwas größer als Elektronen sein.
> Sonst sieht man nichts.

Du meinst das also wirklich so. Hochinteressant, das Projekt werde ich 
zumindest verfolgen, im Moment bin ich noch sehr überrascht.

Walter T. schrieb:
> Und gleichzeitig - nein, der Murmel NE555 darf ruhig deutlich langsamer
> arbeiten. Sonst sieht man ja nichts.

"Gleichzeitig" war, wie ich schon am Anfang des Posts schrieb, auf das 
"als" bezogen. Nicht auf Rise- und Fall-Time von Murmeln. (Oder 
Propagation Delay. Oder...)

Wow, ich bin platt. Sehe noch keinen einfachen Ansatz.
(Vielleicht ein Controller und sehr_viele Motoren?)
Gast #5353660
Lesenswert?

Denn ein Schrittmotor könnte doch nur über einen komplexen Mechanismus 
die Funktion erfüllen. Wie lange soll das dauern, bzw. wie viele 
Mitstreiter (und mit welchen Qualifikationen), und welchen 
Maschinenpark, hast Du?
OP #5353695
Lesenswert?

H.e.a.d. M.u.r.m.e.l. schrieb:
> [...] und welchen
> Maschinenpark, hast Du?


Wenn ich mir den Orginal-NE555 ansehe (bei Wikipedia ist ein Foto des 
Dies zu sehen: 
https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/5/57/555-type_Oscilator_Integrated_Circuit.jpg 
) sollte das doch mit Laubsäge und Feile problemlos hinzubekommen sein.

Kleiner Scherz. CNC-Fräse, Drehbank, CAD usw. sind natürlich vorhanden 
und ich kann auch damit umgehen.

OK - externe Beschaltung muss natürlich auch dazu. Sonst schwingt 
nichts.

H.e.a.d. M.u.r.m.e.l. schrieb:
> Denn ein Schrittmotor könnte doch nur über einen komplexen Mechanismus
> die Funktion erfüllen.

Naja, eigentlich brauche ich den Motor doch nur, um eine 
Potenzialdifferenz herzustellen. Der echte NE 555 benötigt ja 
schließlich auch keine Hilfsenergie.

Schrittmotor hat den Vorteil, daß er von sich aus genügend Drehmoment 
mitbringt und ich mir ein lautes Getriebe spare.
Gast #5353703
Lesenswert?

Inwieweit soll denn die tatsächliche Funktion abgebildet werden?  O.O
Ich fürchte, das wird zu viel. Trotz guter Ausrüstung.

Led-Lauflichter (so etwas wie Falstad-Simu vergrößert und eingerahmt) 
wären natürlich (zu?) einfach, aber stattdessen Murmeln - oder wie 
genau?

Wird sicher anspruchsvoll.
Gast #5353710
Lesenswert?

Walter T. schrieb:
> Und dass bei einer Murmelbahn ein niedrigeres Potenzial auch geometrisch
> tiefer als das höhere Potenzial liegen muss, ist auch klar.

Da wär ich mir nicht so sicher. Eine elektrische Spannung wirkt nur 
zwischen zwei Polen. Die Gravitation wirkt auf alle Murmeln in der Bahn 
gleichermaßen, egal wie hoch sie liegen (so lange es keine Kilometer 
Unterschied sind). Ich glaube du musst die Bahn flach bauen damit die 
Gravitation keine Auswirkung hat, und die Spannung über einen Motor 
simulieren, der die Murmeln mit gleich bleibender Kraft schiebt. 
Widerstände sind dann unterschiedlich dünne Rohre. Die Murmeln müssen 
sehr klein im Vergleich zu den Rohren sein und es muss sehr viele 
Murmeln geben, damit es einen richtigen Fluss gibt und das ohmsche 
Gesetz gilt.
OP #5353764
Lesenswert?

Dr. Sommer schrieb:
> Da wär ich mir nicht so sicher. Eine elektrische Spannung wirkt nur
> zwischen zwei Polen. Die Gravitation wirkt auf alle Murmeln in der Bahn
> gleichermaßen, egal wie hoch sie liegen

Die Wirkung der Gravitation kann ich ja durch die Neigung der Bahn frei 
einstellen. Was nicht geht, sind diskrete Bauteile. Ich habe immer einen 
Widerstandsbelag, einen Induktivitätsbelag und einen Kapazitätsbelag. 
Und ich habe eine ordentliche Kopplung der Beläge. Flache Bahn -> hoher 
Widerstandsbelag, niedriger Induktivitätsbelag. Breite Bahn -> hoher 
Kapazitätsbelag, hoher Widerstandsbelag. Schmale Bahn -> niedriger 
Widerstandsbelag, hoher Induktivitätsbelag.

Das Hauptproblem ist natürlich: der Verstärkungsfaktor von 
Schaltelementen ist recht niedrig, d.h. ich muss entweder 
Darlington-Stufen aufbauen, oder damit leben, dass ich nur kleine 
Murmelströme schalten kann.
Gast #5355753
Lesenswert?

Hallo

wenn jetzt auch O.T. :

Viele "Antworten", wohl eher Beleidigungen oder Häme, zeigen wie gut ein 
Anmeldezwang sich auf das Forenniveau auswirken würde - nämlich gar 
nicht.

Obwohl ich es mir abgewöhnen möchte, und es ein Kampf (Krampf...) gegen 
Windmühlen ist: Manchmal kann ich mich nur noch fremd schämen :-(

Daher Dauemen hoch für die wenigen sinnvollen und positiven Beiträge.


Murmeltier
OP #5355759
Lesenswert?

Murmeltier schrieb:
> Viele "Antworten", wohl eher Beleidigungen oder Häme, zeigen wie gut ein
> Anmeldezwang sich auf das Forenniveau auswirken würde - nämlich gar
> nicht.

Da gibt es noch einen Thread, wo sich das noch viel besser zeigt. Der 
hier: Beitrag "Arm Compiler performance Linux vs. Windows"

Welcher Beitrag bekommt die höchsten Bewertungen? Eine blöde Parole ohne 
jedweden Nutzwert.
Angehängte Dateien:
Gast #5356802
Lesenswert?

Vielleicht baust du den 555 auch als Black Box und erstmal nur die 
Außenbeschaltung als Murmelbahn. Beispiel: Der Kondensator ist ein 
Gefäß, das sich langsam mit Murmeln füllt (aus einem Dosiermechanismus - 
Murmel pro Zeit entspricht Ladung pro Zeit). Wird dann z.B. der 
Discharge-Pin aktiv, fließen alle Murmeln aus dem Kondensator durch ein 
Rohr in den Discharge-Pin hinein.

Antwort schreiben

Bitte melde dich an, um einen Beitrag zu schreiben.

oder

Mit Google-Account einloggen

Die Registrierung ist kostenlos und dauert nur eine Minute.

Jetzt registrieren