Moin,
der Bauteil Broker 'Components Mart' mit Sitz in HK ist eine
Betrugsmasche.
Die haben unsere 500€ genommen, uns Wochen hingehalten und beantworten
jetzt keinerlei Mails mehr.
Auffällig 'günstig' und gemeldete Online Lagerbestände, wodurch sich
unser EK hat blenden lassen.
In größter Termin-Not haben wir nun über 4source.de angefragt und
innerhalb eines halben Tages ein Angebot mit 5T Lieferzeit erhaten, das
preislich absolut im Rahmen ist. Zwei renomierte andere Broker mit
gemeldeten Lagerbestand, können oder wollen wohl doch nicht anbieten.
Das zum Informationsgehalt von online Lagerbeständen.
4 souce hat 'Components Mart' für uns beim Branchenverband ERAI
gescheckt und die betrügen gewohnheitsmässig.
Mit welchen Brokern habt Ihr besonders gute oder schlechte Erfahrungen
gesammelt?
Bei uns sind alle Broker auf der roten Liste.
Die verkaufen immer alte Ware, recycelte Ware, verbogene Beine, Blei,
Dummies, 15% Ausfallquote, umgelabelt, totgelagert, denk dir irgendeinen
Scheiß aus, mit Brokern bekommst du den.
Der einzig richtige Weg: Herstellerseite -> Distributionspartner -> da
kaufen.
Jens M. schrieb:> Der einzig richtige Weg: Herstellerseite -> Distributionspartner -> da> kaufen.
Das machen wir wann immer möglich.
Was aber tust Du wenn die minimum VE riesig ist, Dein Bedarf klein, oder
der Kram garnicht, bzw. mit 16W Lieferzeit ab Hersteller läuft?
Frank M. schrieb:> Erster Link auf Google
Tja, hätte hätte ;-)
Ich wäre noch nicht mal auf die Idee gekommen in HK zu bestellen, wenns
eilig ist und man den nicht kennt.
Dein Link ist aber gut!
Lasst die Finger von dem Schrott.
Als -Jahre ists her - eine andere Abteilung anfing überall ein oboletes
Bauteil zu suchen um eine sehr kostspielige Umentwicklung zu vermeiden-
wurden die Fälscher interessiert.
Zuerst wollte ein deutscher Brooker 4 Reels ICs für etwa 20kEuronen mit
verdächtig kurzer Umtausch / Reklamationszeit in etwa Wochenfrist
verkaufen.
Als das Angebot aufgrund massiver Bedenken meinerseits nicht angenommen
wurde - wurden wir dennoch von denen bemustert.
Denn: Die Betrüger hatten die Reels schon für uns gefälscht.
Es kamen dann SoIc mit toller Beschriftung. Statt wie dabei üblich dem
Herstellernamen in Druckbuchstaben hatten sie sogar das Logo
draufgelasert.
Drinnen war nach dem vorsichtigem Aufschleifen unter dem Stereomikroskop
nur irgendein ganz anderer Chip-Die mit komplett abweichenden
Strukturgrößen.
Das Beste aber: Die exakte Restmenge der Reeels abzüglich unserer
"Mustermengen" konnte ich danach auch bei diversen asiatischen
Brokerdatenbanken per Googesuche bewundern.
Die warten wahrscheinlich immer noch auf Opfer.
Brookerbauteile ist wie "Pilze braten und Symptome raten"
Maik .. schrieb:> Lasst die Finger von dem Schrott.
Was bringen diese immer gleichen Tips, wenn man keine andere Wahl hat
als Broker Ware zu kaufen?
Ich habe bereits gefälschte Ware bekommen, die wir zurückgeben konnten
weil deutscher Broker.
Ich habe aber auch schon oft einen sehr guten Service bekommen und wenn
z.B. 4source nur 'schrott' liefern würde, währen die wohl kaum seit
20Jahren erfolgreich damit.
Können wir uns darauf verständigen, das niemand zum Broker geht wenn er
Alternativen hat?
Interessant für mich und andere dürfte eher sein, mit wem man arbeiten
kann und bei wem man das lieber bleiben lässt.
Wenn man vor der Wahl steht entweder garnicht zu liefern und Termine
platzen zu lassen, oder das Restrisiko eingeht Fakes umtauschen zu
müssen, das entscheide ich mich für das Restrisiko.
Das Restrisikoproblem liegt nicht am Broker sondern an der Ware.
Wenn es den Chip nicht mehr gibt, irgendjemand aber ne nennenswerte
Menge davon braucht, wird eben geliefert.
Bei allerweltsware liefert ein Broker irgendwelche Lagerleichen eines
Insolventen, damit machen die ihren Ruf +-Null.
Michael K. schrieb:> Was aber tust Du wenn die minimum VE riesig ist, Dein Bedarf klein, oder> der Kram garnicht, bzw. mit 16W Lieferzeit ab Hersteller läuft?
Dann hat der Kunde Pech, muss den Restbestand mitbezahlen (z.B. mit
einem Abruf), oder man sucht einen Broker, der die 9980 Restteile kauft
;)
Michael K. schrieb:> Was bringen diese immer gleichen Tips, wenn man keine andere Wahl hat> als Broker Ware zu kaufen?
Wenn schon absehbar ist, dass die Sache in die Hose gehen wird, muss man
so etwas nicht nutzen.
> Ich habe bereits gefälschte Ware bekommen, die wir zurückgeben konnten> weil deutscher Broker.
Das ist doch schon einmal deutlich besser.
> Können wir uns darauf verständigen, das niemand zum Broker geht wenn er> Alternativen hat?
Doch, solche Leute gibt es. Ein Geschäftspartner von mir kauft seine
Microcontroller und EEPROMs bei verschiedenen Brokern. Für ihn ist nur
der billigste billig genug, obwohl der Kaufpreis seines Produktes es
durchaus zuließe, bei seriösen Distributoren einzukaufen. Und natürlich
ist er auch schon mehrmals hereingefallen. In den meisten Fällen
enthalten die Microcontroller und EEPROMs wohl schon irgendwelche
anderen Programme und Daten, d.h. der übliche Blank Check wird
fehlschlagen.
Er hat auch schon versucht, mir schmackhaft zu machen, meine Bauteile
nach Möglichkeit bei solchen Brokern einzukaufen, aber irgendwie bin ich
da nicht so ganz begeistert
> Interessant für mich und andere dürfte eher sein, mit wem man arbeiten> kann und bei wem man das lieber bleiben lässt.
Genau, diese Information ist sehr wichtig!
>> Wenn man vor der Wahl steht entweder garnicht zu liefern und Termine> platzen zu lassen, oder das Restrisiko eingeht Fakes umtauschen zu> müssen, das entscheide ich mich für das Restrisiko.
Das hängt natürlich sehr vom Produkt ab, ob man dieses Risiko eingehen
kann. Ggf. fordert ja auch der eigene Kunde eine nahtlose
Rückverfolgbarkeit aller Einzelteile, oder z.B. Anforderungen aus dem
Bereich der Funktionalen Sicherheit verbieten das von sich aus.
Jens M. schrieb:> Dann hat der Kunde Pech
Oh ja, das wird toll.
Lieber Kunde, weil wir ein IC eindesignet haben, das bis vor 3Tagen bei
Mouser gelistet war und das es seit heute nur ab 250Stk gibt, mit 16W
LZ, treten wir von unseren Vereinbarungen zurück und dafür das du dein
Gerät erst mit großer Verzögerung bekommst, verlangen wir wenigstens
deutlich mehr Geld.
Die Strategie ist sowas von genial, die muss ich gleich unserem Vertreib
erzählen.
Danke, Dein Beitrag hat mir sehr weitergeholfen.
[Beitrag kann Sarkassmus enthalten]
Jens M. schrieb:> Das Restrisikoproblem liegt nicht am Broker sondern an der Ware.
Stimmt ja so nicht.
Ein engagierter Broker checkt ein Menge Dinge ab bevor er die Ware
besorgt, schon weil er drauf sitzenbleibt wenn er Schrott verkauft.
Der Vorteil der deutschen Händlerhaftung und Lieferung auf Rechnung.
Das Problem der gefakten Chips ist ein sehr kleines im Vergleich zu den
Volumina die über Broker laufen.
Hast Du Dich jetzt genug unterhalten und kannst zur Eingangsfrage was
beitragen, oder kommen da noch mehr Binsenweisheiten?
Es wäre noch offen:
- warum designt ihr mit Bauteilen die seltener sind als NE555
- diskret kann man das doch auch in 5 19' Schränke stopfen was man sonst
in TQFP bekommt.
- Warum macht ihr nicht in langweiligen Serienprodukten die man 1Jahr im
Vorraus planen kann
Dir fällt bestimmt noch mehr zu dem Thema ein.
> Mit welchen Brokern habt Ihr besonders gute oder schlechte Erfahrungen> gesammelt?
Da hier Loginpflicht gilt, wird dir wohl aus der gewerblichen Ecke
niemand seine Erkenntnise, ob gut oder schlecht, mitteilen.
Soweit lässt niemand seine Hosen herunter.
Michael K. schrieb:> Was aber tust Du wenn die minimum VE riesig ist, Dein Bedarf klein, oder> der Kram garnicht, bzw. mit 16W Lieferzeit ab Hersteller läuft?
Octopart:
https://octopart.com/
Sehr hilfreich! Listet alle grossen Distributoren auf ( Mouser,
Digi-Key, Farnell, TTI, etc.)
Michael K. schrieb:> weil wir ein IC eindesignet haben
Also euer Fehler. Lernt draus.
Michael K. schrieb:> das bis vor 3Tagen bei> Mouser gelistet war
Keine PCN gelesen? euer Fehler.
Michael K. schrieb:> das es seit heute nur ab 250Stk gibt, mit 16W> LZ
Tja. Da muss man eben die LZ anpassen. Entweder ihr habt das PRodukt auf
Lager, dann habt ihr auch das Material zu haben. Oder eben ihr fertigt
auf Bestellung, dann sind alle Zeiten unter Vorbehalt.
Steht ein Abruf oder anderer Vertrag mit Strafe dahinter, ist es euer
Fehler nix in der Kiste zu haben.
Das Risiko, Brokerschrott zu kaufen, nur weil ein Kunde vielleicht was
haben will, geht dann auf eure Kappe? Mmmhh. Auch nicht so toll überlegt
von dir.
Michael K. schrieb:> schon weil er drauf sitzenbleibt wenn er Schrott verkauft.
Alles nur ne Frage wann der Fehler auffällt. Bei den meisten Teilen ist
das spät, weil vieles nicht so grenzertig gestickt ist, oder der
Bestücker knurrt wegen der Mehrarbeit "scheiß Einkäufer", aber das
Produkt muss ja raus.
Grundsätzlich hab ich das Gefühl, das der Fehler eure Strategie ist.
Und du suchst jetzt in der Forenweisheit Hilfe, weil du sonst die Hose
runterlassen musst.
Wie der Bernd schon schrieb: niemand wird Namen nennen, und ich hab
meinen Teil zur Frage beigetragen: Bei uns sind Brokerteile immer
aufgefallen.
Manche schon in der WEK, manche an der SMD-Linie, manche beim Kunden und
manche erst beim Endkunden.
Einiges davon war zähneknirschend zu ertragen (vorprogrammierte, also
benutzte aber ungelötete Speicher z.B.), aber irgendwas ist immer.
Bernd G. schrieb:> Da hier Loginpflicht gilt, wird dir wohl aus der gewerblichen Ecke> niemand seine Erkenntnise, ob gut oder schlecht, mitteilen.> Soweit lässt niemand seine Hosen herunter.
Also genau das habe ich gerade getan, oder glaubst Du ich leiste mir
einen privaten EK und bestelle beim Broker?
Das Profis sich austauschen ist der Normalfall und nicht die Ausnahme.
TM F. schrieb:> Octopart:
oder findchips.com
Ja, kenne ich alles.
Die listen aber nur Distributionsware und es mag unglaublich klingen,
aber wir designen tatsächlich mit Spezialitäten die eine ganz besondere
Sache können, die kein anderer kann, für die es keine 2nd source gibt
und die nicht lagernd bei den üblichen Verdächtigen erhältlich sind.
Doch doch, meine Frage bezieht sich IMMER NOCH auf Eure Erfahrungen mit
BROKERN. (herje, muss das schwer zu verstehen sein)
Jens M. schrieb:> Also euer Fehler. Lernt draus.
Nein, mein Fehler ist das ich Deinem Geschwätz so lange zugehört habe.
Okay, meine Frage scheint beantwortet.
Keiner von Euch kennt auch nur einen einzigen guten Broker und keinen
einzigen schlechten. Viele brauchen nur einfach jemanden zum reden.
Damit viel Spaß, denn für mich ist das dann uninteressant in dem Thread
zu bleiben.
Ich weiß jetzt ohne Nachschauen nicht ob der genannte Broker Service
derselbe ist, den ich in Anspruch nahm. Aber hier ist meine Erfahrung
damit:
Vor ein ein paar Jahren benötigte ich einen speziellen Analog Devices
5-1/2 stelligen Dual Slope ADC für die Reparatur eines hochwertigen
Digitalinstruments der nicht mehr im Handel zu haben war. Ich sprach
daraufhin diesen Service an und erhielt innerhalb einer halben Stunde
mindestens 15 Angebote unterhalb des von mir gequoteten Maximalpreises.
Bestellte dann nach kurzer Wahl zwei ADCs und sie wurden innerhalb einer
Woche geliefert und funktionierten beide einwandfrei. Ich konnte keinen
Unterschied zum Originalteil eines Vergleichinstrumentes fesstellen. In
diesen Fall hat es sich tatsächlich gelohnt das Risiko einzugehen.
Das war eine asiatische Komponenten Börse wo man einen Post machen
konnte, man benötige dieses oder jenes Teil und dann bekommt man jede
Menge Angebote. Ich muß ehrlich sagen, alle betroffenen Leute benahmen
sich vorbildlich. Für mich jedenfalls gab es ein günstiges Endergebnis.
Jens M. schrieb:> Keine PCN gelesen? euer Fehler.
In den PCN findet man Abkündigungen usw. durch den Hersteller. Diese
Informationen haben nur sehr bedingt mit der tatsächlichen Verfügbarkeit
der Bauteile auf dem Markt zu tun. Da gibt es Schwankungen im
Tagesbereich.
> Tja. Da muss man eben die LZ anpassen. Entweder ihr habt das PRodukt auf> Lager, dann habt ihr auch das Material zu haben.
Aha. Man schreibt also auf irgendeinen toten Baum, dass man das eigene
Produkt ab Lager liefern könne, und schon hat man auch alle Bauteile auf
Lager?
> Oder eben ihr fertigt> auf Bestellung, dann sind alle Zeiten unter Vorbehalt.> Steht ein Abruf oder anderer Vertrag mit Strafe dahinter, ist es euer> Fehler nix in der Kiste zu haben.
Das Problem insbesondere der letzten paar Jahre besteht in üblen
Lieferzeiten bei Bauteilen, bei denen man niemals erwarten konnte, dass
sie jemals knapp werden.
Und dafür gibt es mehrere wichtige Gründe:
1. Auf Grund des extremen Kostendrucks können es sich die Hersteller
immer weniger leisten, Produktionskapazitäten vorzuhalten. Und selbst
wenn sie erkennen, dass der Bedarf langfristig steigt, bedeutet das
jahrelangen Vorlauf. Außerdem ist eine gewisse Knappheit durchaus auch
im Interesse der Hersteller.
2. Auf Kundenseite werden Einkaufsaufträge häufig bei mehreren
Distributoren gleichzeitig platziert, jedoch immer mit einem
Rücktrittsrecht bis zur Lieferung. Die Distributoren geben diese
Aufträge an den Hersteller weiter. Der Hersteller kann aber nicht
erkennen, ob es sich tatsächlich um solch einen hohen Bedarf oder eben
eine Mehrfachallokation handelt. Bevor er nun hektisch seine Produktion
hochschraubt, meldet er erst einmal eine drastische Verlängerung der
Lieferzeiten an die Distributoren. Der nächste Kunde bekommt also die
lange Lieferzeit genannt und platziert deswegen sicherheitshalber seine
Bestellung nicht nur bei den üblichen drei Distributoren, sondern gleich
bei acht Distributoren in fünf Ländern.
Sobald dann der erste Großauftrag bedient wurde, werden die redundanten
Bestellungen des ersten Kunden storniert. Dies schlägt durch bis zum
Hersteller, der nun einen Einbruch der Nachfrage feststellt und sofort
wieder lieferfähig für andere Kunden wird und seine Lieferzeiten nach
unten korrigiert. Folglich schlägt das Pendel dann in die Gegenrichtung.
Ausgerechnet die von Dir geforderte langfristige Lagerhaltung begünstigt
dieses Spiel. Wenn man z.B. noch Bauteile für ein halbes Jahr auf Lager
hat und vom Distributor eine Mitteilung erhält, dass die Lieferzeit für
ein Bauteil von drei Tagen auf vierzig Wochen angestiegen ist, muss man
sofort einen ganzen Jahresbedarf nachordern und befürchten,
zwischendurch vierzehn Wochen nicht produzieren zu können.
Vor ca. zwei Jahren teilte mir der Bestücksdienstleister mit, dass eine
bestimmte Buchse für die Baugruppe eines Kunden einen Liefertermin am
Sankt-Nimmerleins-Tag habe. Ich prüfte, ob man eine andere Buchse
einsetzen könne, was leider nicht der Fall war, und schaute auch bei
etlichen seriösen Distributoren nach. Wir meldeten das dem Kunden und
kamen bei der Risikoabschätzung zu dem Ergebnis, dass der Bestücker
versuchen sollte, Restmengen zu Liebhaberpreisen über Broker
einzukaufen, was ihm auch gelang. Noch bevor diese Ware bei dem
Bestücker eintraf, meldeten plötzlich alle Distributoren, beliebige
Mengen wieder ab Lager liefern zu können. Offenbar hatte irgendein
anderer Kunde eine riesige Stückzahl bestellt und wieder storniert.
3. Im Consumerbereich gibt es einige Gerätehersteller, die so große
Bauelementemengen einkaufen, dass es für die Bauelementehersteller
schwierig wird, noch andere Kunden zu bedienen. Und der größte Kunde
wird dann eben bevorzugt bedient.
Vor einigen Jahren wollte ich Kunststoffteile mit eigenen
Spritzgussformen nachfertigen lassen. Der Hersteller meinte jedoch, wir
sollten sofort unsere Formen abholen, da er neuerdings Notebookdeckel
für Asus fertige und daher keine anderen Kunden mehr versorgen könne.
> Grundsätzlich hab ich das Gefühl, das der Fehler eure Strategie ist.
Nein, das Problem bestimmt im kollektiven Handeln etlicher Akteure, von
denen jeder versucht, seinen Bedarf langfristig zu decken.
> Also genau das habe ich gerade getan, oder glaubst Du ich leiste mir> einen privaten EK und bestelle beim Broker?> Das Profis sich austauschen ist der Normalfall und nicht die Ausnahme.
Nichts geschnallt? Dann formuliere ich deine Frage mal anders:
"Wer außer mir kauft beim Broker und schiebt seinen Kunden damit bewusst
Bauelemente fragwürdiger Herkunft, mit unterbrochener
Rückverfolgungsmöglichkeit, unklarem Datecode (bei TI z.B. wiederholt
sich der DC aller zehn Jahre!), mechanischen Defekten usw. unter?"
Wer hier darauf detailliert antwortet, lässt sich ja schnell als
entsprechende Firma ermitteln.
Also ich würde bei der Firma Knoelke Elektronik nichts oder nichts mehr
kaufen.
Nur mal so als Denkanstoß.
Andreas S. schrieb:> Man schreibt also auf irgendeinen toten Baum, dass man das eigene> Produkt ab Lager liefern könne, und schon hat man auch alle Bauteile auf> Lager?
Nein.
Entweder, man verspricht seinem Kunden, das man die Geräte hat.
Dann hat man die fertig gebaut im Regal liegen zu haben, einpacken,
raus.
Oder, man verspricht dem Kunden, das man die Geräte in 2 Wochen bauen
kann.
Dann hat man das Material im Lager liegen zu haben, zusammenbauen,
einpacken, raus.
Oder, man verspricht dem Kunden, das man evtl. wieder Geräte liefern
kann, Termin steht auf der AB.
Dann hat man nix (oder nicht alles) im Lager, fragt die Distris/Broker
an wie schnell und teuer der Scheiß wird, rechnet drüber und gibt dem
Kunden die AB.
Frisst er die, kauft man, baut und liefert.
Andreas S. schrieb:> Wir meldeten das dem Kunden und> kamen bei der Risikoabschätzung zu dem Ergebnis, dass der Bestücker> versuchen sollte, Restmengen zu Liebhaberpreisen über Broker> einzukaufen, was ihm auch gelang.
so ist das auch richtig. "Wir können den Kram zum normalen Preis nicht
schnell genug bekommen, da ist aber einer der die hat aber den
Erstgeborenen dafür will".
Wenn der Kunde dann sagt "no problemo, zahl ich", ist doch alles gut.
Aber "versteckt" ohne Wissen des Kunden die Klamotten stumpf nach Preis
irgendwo loszueisen, scheiß auf den Zustand, das ist m.E. der falsche
Weg.
Weil:
Bernd G. schrieb:> "Wer außer mir kauft beim Broker und schiebt seinen Kunden damit bewusst> Bauelemente fragwürdiger Herkunft, mit unterbrochener> Rückverfolgungsmöglichkeit, unklarem Datecode (bei TI z.B. wiederholt> sich der DC aller zehn Jahre!), mechanischen Defekten usw. unter?"
Genau das ist das. So macht man sein eigenes Geschäft kaputt, weil man
Schrott verbaut und hofft, das die Rückläufer nicht so auffallen.
"Puh, Termin und Preis gehalten, jetzt müssen die Elkos nur noch bis zum
Garantiezeitablauf mitmachen, dann ham wers."
Nee, oder?
Andreas S. schrieb:> Ausgerechnet die von Dir geforderte langfristige Lagerhaltung begünstigt> dieses Spiel. Wenn man z.B. noch Bauteile für ein halbes Jahr auf Lager> hat und vom Distributor eine Mitteilung erhält, dass die Lieferzeit für> ein Bauteil von drei Tagen auf vierzig Wochen angestiegen ist, muss man> sofort einen ganzen Jahresbedarf nachordern und befürchten,> zwischendurch vierzehn Wochen nicht produzieren zu können.
Sagt dir das Wort "Abrufauftrag" was?
Gibt doch nix besseres für beide Seiten.
Und ich habe keine "Lagerhaltung gefordert", aber Knoelke hat sie
anscheinend versprochen, kann aber nicht halten.
Wenn man die verspricht, sollte man das auch tun.
Michael K. schrieb:> Die listen aber nur Distributionsware und es mag unglaublich klingen,> aber wir designen tatsächlich mit Spezialitäten die eine ganz besondere> Sache können, die kein anderer kann, für die es keine 2nd source gibt> und die nicht lagernd bei den üblichen Verdächtigen erhältlich sind.
Hm. Und du meinst nicht, das es dann eine ganz tolle Sache wäre, wenn
Knölke Enterprises das single-point-of-failure-Problem lösen würde indem
sie ein Lager aufbauen?
Jaja teuer Geld investitionen und so.
Was willst du denn nun? Liefern können und Kohle machen, oder sparen,
pokern und eben auch mal verlieren?
Dumm gelaufen, dieser Thread steht bereits ziemlich prominent unter
"Knoelke Elektronik" in Google.
> Genau das ist das. So macht man sein eigenes Geschäft kaputt,
Vllt. hat ja der Admin ein weiches Herz und löscht den ganzen Zinnober.
Was hat bitte unklarer Datecode mit fehlerhaften Bauteilen zu tun, mal
ausser bei Elkos?
Wenn feucht gelagert, dann steckt man das Zeug für ein paar Tage bei
120°C in den Backofen, damit es kein Popcorn gibt.
Ansonsten ist bei Halbleitern doch egal, wie alt. Sonst müssten doch
meine alle meine 30+ jährigen Geräte bereits mehrfach kaputt sein.
Bernd G. schrieb:> Nichts geschnallt?
Ach, man soll also bei Dir kaufen, weil Du ganz einfach Deine Kunden im
Regen stehen lässt, obwohl Du verbindliche Zusagen getroffen hast.
Natürlich könntes Du das Teil besorgen, natürlich könntest Du Deine
Verpflichtungen erfüllen, Du hast nur einfach keinen Bock eine mögliche
Quelle zu benutzen bei der Du völlig korrekte Teile bekommst, nur weil
es ein Restrisiko gibt und Du ein besonderes Augenmerk auf die Teile
haben musst bevor Du die einsetzt.
Mag Dich ja überraschen, aber da Du es anscheinend mangels Erfahrung
nicht weist, selbst beim autorisierten Distri gibt es ein Betrugsrisiko.
Ein Kunde musste mal ein paar tausend Geräte auf Kulanz erneuern, weil
jemand in seiner Lieferkette gefälsche Ware eingeführt hat um sich zu
bereichern.
Hast Du überhaupt schon mal im eigenen Namen und Auftrag gearbeitet?
Weißt Du überhaupt was es bedeutet Kunden zu verprellen und Aufträge zu
verlieren, oder hast Du immer nur im behüteten Hort des
Angestelltenverhältnisses gearbeitet?
Ich habe lange in der Luftfahrt gearbeitet und wir haben mit Wissen des
Kunden Brokerware verwendet.
Wir haben auch 20J alte Geräte noch repariert.
Du würdest natürlich lieber eine 2J Entwicklung starten, den kompletten
Flieger entkernen und ein neues System einbauen und für mehrere 100K€
zertifizieren, weil Du nicht bereit bist Brokerware zu verwenden um ein
zentrales Gerät wieder zur Funktion zu bekommen. Schwätzer!
Wenn Die Herkunft nicht eindeutig sicher ist, geht man zum Hersteller
und lässt das prüfen.
Geht das nicht, wird ein qualitätssicherndes Testszenario zusammen mit
dem Kunden entworfen.
Bernd G. schrieb:> Dumm gelaufen, dieser Thread steht bereits ziemlich prominent unter> "Knoelke Elektronik" in Google.
Mit dieser Nummer kommt mir hier alle paar Wochen der nächste Trottel.
Zum einen gibt es die Fa. garnicht mehr, weil ich ein viel besseres
Angebot angenommen habe und damit ausgesprochen happy bin, zum anderen
ist die Bereitschaft JEDE Möglichkeit zu nutzen um meine Verpflichtungen
gegenüber dem Kunden zu erfüllen, die beste Werbung die man bekommen
kann.
Du ziehst hier Herkunfstnachweis und Rückverfolgbarkeit heran, hast doch
aber selbst nie in so einem Bereich gearbeitet.
Ich hingegen schon. Luftfahrtzertifizierung, EN91000, LBA Zulassung für
Entwicklung, Ferigung und Rep. Davor Medizintechnik, Industrieanlagen,
jetzt Meerestechnik.
Immer ergebnissorientiertes Arbeiten unter hohem Druck.
WENN ein Kunde oder Bereich Rückverfolgbarkeit fordert, was selbst im
MIL Bereich nicht automatisch gefordert ist, redet man mit dem Kunden,
erklärt die Situation und erarbeitet gemeinsam eine Lösung.
Mein Chef, mein Team, unser Kunde, sind zumindest gerade ausgesprochen
glücklich das ich kurzfristig Teile besorgen konnte, die niemand
heranbekommen hat.
Meine Frage bezog sich auch darauf welcher Eurer Broker sich als
verlässlicher Partner erwiesen hat und welcher eher schwierig ist.
Du hast da offensichtlich nichts beizutragen, also halte doch einfach
mal den Schnabel wenn die Erwachsenen sich unterhalten.
> Hast Du überhaupt schon mal im eigenen Namen und Auftrag gearbeitet?> Weißt Du überhaupt was es bedeutet Kunden zu verprellen und Aufträge zu> verlieren, oder hast Du immer nur im behüteten Hort des> Angestelltenverhältnisses gearbeitet?
Zu faul zum gugeln?
Aber nichtsdestoweniger solltest du dich vllt mal um die Stiftung EAR
kümmern, ehe sich diese um dich kümmert. Jedenfalls ist deine Firma dort
nicht registriert, oder habe ich da was übersehen?
Nur so als Hinweis.
Rote T. schrieb:> Ansonsten ist bei Halbleitern doch egal, wie alt.
Bezogen auf den reinen Die ja. Bezogen auf den ganzen Chip nicht
wirklich. Z. B. können angelaufene / leicht korrodierte Kontakte dazu
führen, dass ein ganzes Produktionslos aufwendig nachgearbeitet werden
muss bzw. sogar für die Tonne ist. Für die Hobbyfrickler ist das aber
tatsächlich egal.
Bernd G. schrieb:> Aber nichtsdestoweniger solltest du dich vllt mal um die Stiftung EAR> kümmern, ehe sich diese um dich kümmert. Jedenfalls ist deine Firma dort> nicht registriert, oder habe ich da was übersehen?
Mit Lesen und verstehen klappt das bei Dir nicht wirklich, oder?
Welchen Teil von: 'Die Fa. gibt es nicht mehr', hast Du denn nicht
verstanden?
Auch wäre mir völlig neu, das Entwicklungspakete auch dem Recycling
zugeführt werden müssen.
Reine Entwicklungsdienstleister haben mit EAR und WEEE nichts am Hut,
was Du eigentlich wissen solltest.
Bernd G. schrieb:> Also ich würde bei der Firma Knoelke Elektronik nichts oder nichts mehr> kaufen.
Willst Du Dir erstens nicht leisten, zweitens habe ich nie eigene
Produkte produziert, sondern im Auftrage Entwickelt und drittens...
Ja, ich arbeite als ausgespochen zufriedener Angestellter mittlerweile
und die Produkte die wir hier machen kannst Du Dir garnicht leisten.
Okay, dann mal mit gleicher Münze zurück:
Herr Dipl. Ing. Bernd Gansert, GF der Fa.
http://gansert.eu/lwl-flex-ssi.html ist offensichtlich der Meinung, das
man selbst in aussergewöhnlichen Fällen lieber seine Kunden im Regen
stehen lässt, als beim Broker völlig korrekte Ware zu kaufen und mit der
gebotenen Sorgfalt einzusetzen.
Die unter Gewerbetreibenden übliche Zusammenarbeit beim Aussortieren der
schwarzen Schafe, scheint ihm fremd.
Er diffamiert lieber Mitbewerber, droht mit der EAR und freut sich einen
Ast wenn jemand anderes als er selbst von einem Betrüger abgezockt wird.
Gut zu wissen. Eine klare Kaufempfehlung!
Danke für die Linksetzung!
>...ist offensichtlich der Meinung, das man selbst in aussergewöhnlichen> Fällen lieber seine Kunden im Regen stehen lässt,
Passiert bei mir nicht, ich habe für das gesamte Produktsortiment, auch
für das nicht auf der Webseite dargestellte, einen Materialvorrat von
einem Jahr.
Da kann man rechtzeitig disponieren und im Extremfall eine
Neukonstruktion machen.
> und die Produkte die wir hier machen kannst Du Dir garnicht leisten.
Ja, und wahrscheinlich brauche ich die auch gar nicht.
> Die unter Gewerbetreibenden übliche Zusammenarbeit beim Aussortieren der> schwarzen Schafe, scheint ihm fremd.
Was denn nun? Firma aufgegeben, Gewerbetreibender oder Angestellter?
Bernd G. schrieb:> Vllt. hat ja der Admin ein weiches Herz und löscht den ganzen Zinnober.
Bloß nicht!
Die Information im ersten Post über Components Mart könnte vielleicht
anderen helfen, nicht in die gleiche Falle zu tappen.
Der Rest ist für potentielle Kunden der beiden Streithähne interessant:
Die sehen dann, wie unprofessionell und kindisch sich ZWEI Erwachsene
aufführen können - wie im Sandkasten, wo der eine den anderen mit Dreck
bewirft.
Der Brokermarkt scheint so riesig zu sein und das obwohl nur "sehr
wenige bei denen kaufen". Wir verkaufen auch noch Produkte die wir vor
Jahren aus dem Programm genommen haben. Der Kunde wünscht sich diese
Produkte und geht das Risiko bewusst ein. Meine Meinung ist das 80-90%
der Brokerware fehlerfreie Ware ist. Es gibt aber Bauteile die nur noch
fehlerhaft oder als Fälschungen auf dem Markt sind.
N. S. schrieb:> Wir verkaufen auch noch Produkte die wir vor Jahren aus dem Programm> genommen haben. Der Kunde wünscht sich diese Produkte und geht das> Risiko bewusst ein.
Einer meiner Kunden hat derzeit auch das Problem, dass ein langjähriger,
sehr wichtiger Kunde völlig unerwartet ein neues Gerät einer uralten
Baureihe nachgeordert hat. Laut Bernd G. müsste er also den Kunden
vertrösten und damit ihn seine Gesamtanlage auf den Müll werfen lassen.
Völlig ihn völlig unverständlich, betreibt der Hersteller aber
"forensische Untersuchungen" und versucht, die erforderlichen
Bauelemente zusammenzufegen, um doch noch ein Gerät nachzufertigen. Und
wenn dafür Teile bei Brokern eingekauft werden müssen, dann ist das eben
so.
Andreas S. schrieb:> N. S. schrieb:>> Wir verkaufen auch noch Produkte die wir vor Jahren aus dem Programm>> genommen haben. Der Kunde wünscht sich diese Produkte und geht das>> Risiko bewusst ein.>> Einer meiner Kunden hat derzeit auch das Problem, dass ein langjähriger,> sehr wichtiger Kunde völlig unerwartet ein neues Gerät einer uralten> Baureihe nachgeordert hat. Laut Bernd G. müsste er also den Kunden> vertrösten und damit ihn seine Gesamtanlage auf den Müll werfen lassen.> Völlig ihn völlig unverständlich, betreibt der Hersteller aber> "forensische Untersuchungen" und versucht, die erforderlichen> Bauelemente zusammenzufegen, um doch noch ein Gerät nachzufertigen. Und> wenn dafür Teile bei Brokern eingekauft werden müssen, dann ist das eben> so.
Das ist ja prinzipiell richtig so. Der Kunde weiss damit vorher: das
wird dauern und Kost ggf Geld und Nerven.
Der OP scheint aber der Meinung zu sein es ist ist normal, dass man den
Kunden bei drohenden Lieferverzug nicht informiert und stattdessen
stillschweigend Mist liefert...
> Einer meiner Kunden hat derzeit auch das Problem, dass ein langjähriger,> sehr wichtiger Kunde völlig unerwartet ein neues Gerät einer uralten> Baureihe nachgeordert hat. Laut Bernd G. müsste er also den Kunden> vertrösten und damit ihn seine Gesamtanlage auf den Müll werfen lassen.
Folgendes gilt:
- bei aktueller Produktion hat es einen ausreichenden Materialvorrat zu
geben, um auch unerwartete Auftragseingänge in Höhe von 100% des
Jahresumsatzes kurzfristig beliefern zu können; grundsätzlich Verwendung
von Teilen autorisierter Distributoren;
- Reparaturen an Geräten aus ausgelaufener Produktion: für abgekündigte
Teile wird eine ausreichende Anzahl eingelagerter Originalteile
vorgehalten;
- Nachfertigung ausgelaufener Geräte: das kann dauern und wird teuer,
weil a) die Leiterplatten wegen Überlagerung ohnehin entsorgt wurden und
erst neu gefertigt werden müssen und b) abgekündigte Teile umständlich
und teuer eingekauft werden müssen. Wenn die Teile dann nur aus dubiosen
Quellen beschafft werden können, muss der Kunde selbstverständlich davon
informiert werden und dann entscheidet der Kunde, ob ihm das Angebot
passt oder nicht.
- Reparatur fremder Geräte: findet aus Gewährleistungsgründen
grundsätzlich nicht statt
Ist das nachvollziehbar?
Bernd G. schrieb:> - bei aktueller Produktion hat es einen ausreichenden Materialvorrat zu> geben, um auch unerwartete Auftragseingänge in Höhe von 100% des> Jahresumsatzes kurzfristig beliefern zu können
Bei einem sehr eingeschränkten Produktangebot und planbaren, stabilen
Produktionszahlen mag das alles wunderbar klappen.
Unser Produktangebot ist groß, die jeweiligen Stückzahlen klein, bei
extremer individualisierung nach Kundenwunsch.
Da es sich um wissenschaftlich genutze Geräte mit langer Nutzungsdauer
handelt, sind auch >20J alte Geräte keine Seltenheit.
Bernd G. schrieb:> a) die Leiterplatten wegen Überlagerung ohnehin entsorgt wurden und> erst neu gefertigt werden müssen
Nicht wenn man standartmässig Gold verwendet.
Ausserdem sind PCBs heutzutage nie das Problem.
Binnen Tagen bekomme ich da alles was ich will.
Bernd G. schrieb:> für abgekündigte> Teile wird eine ausreichende Anzahl eingelagerter Originalteile> vorgehalten;
Was ist 'ausreichend'?
Was heute ausreichen schien, ist in 2Jahren zuwenig.
Man kann sich natürlich alles in brachialen Stückzahlen hinlegen und
100K€ im Lager liegen haben, die vielleicht nie abgerufen werden, aber
da spielt kein BWLer mit. Wie lange behält man sowas?
Der Kunde will ja vielleicht nach 20J noch ein paar Geräte repariert
oder nachgefertigt haben.
Mit langweiligem Serienkram als standartisierte Distributionsware kann
ich auf den Markt sicher verzichten. Bei hochpreisigen Unikaten dem
Kunden zu sagen: 'Pech gehabt. Kauf halt die neue Serie und ersetze
alles was Du seit Jahren darum herumgebaut hast. Was kümmert uns Dein
Problem' wäre nicht sehr klug.
Bernd G. schrieb:> Wenn die Teile dann nur aus dubiosen> Quellen beschafft werden können, muss der Kunde selbstverständlich davon> informiert werden und dann entscheidet der Kunde, ob ihm das Angebot> passt oder nicht.
Ach, jetzt plötzlich doch?
Sagtest Du nicht, dubiose Quellen kämen Dir nie und nimmer ins Haus und
kennzeichneten einen unseriösen Laden von dem Du nichts kaufen würdest?
Ausserdem würde kein Profi die Hosen runterlassen und sowas zugeben. Nun
gibst Du zu das dubiose Quellen mit Information des Kunden nun doch kein
Problem für Dich sind?
Es gibt übrigens sehr viele Kunden denen Materialrückverfolgbarkeit
vollkommen am A... vorbeigeht.
Die wollen keine Infos darüber und könnten damit auch nichts anfangen.
Bei 10J Herstellergarantie übernehmen wir für jedes Qualitätsproblem die
Verantwortung.
Bernd G. schrieb:> Reparatur fremder Geräte: findet aus Gewährleistungsgründen> grundsätzlich nicht statt
Wir sind Partner und Problemlöser des Kunden.
Wenn ein anderer Hersteller aufgegeben hat oder aus 'anderen Erwägungen'
ein Versenden des zu wartenden Gerätes in dessen Heimatland nicht
möglich ist, reparieren und kalibrieren wir auch Fremdgerät oder bauen
etwas das eins zu eins einsetzbar ist.
Für unsere Arbeit übernehmen wir selbstverständlich auch die Garantie.
Für das komplette Fremdgerät natürlich nicht, aber das erwartet auch
niemand.
Was wäre das auch für eine Katastrophe für den Kunden, ein komplettes
Schiffssystem oder eine Industrieanlage zu ersetzen weil ein einzelnes
Gerät, das tief im System verankert ist, nicht mehr funktioniert.
Das ist unser Markt, dafür lieben uns die Kunden, deswegen kommen sie
immer wieder.
Nicht dafür rumzumucken, wenn man unkonventionelle Wege für ein
unkonventionelles Problem beschreiten muss.
Roland E. schrieb:> Der OP scheint aber der Meinung zu sein es ist ist normal, dass man den> Kunden bei drohenden Lieferverzug nicht informiert und stattdessen> stillschweigend Mist liefert...
Was für einen Schrott Du da erzählst.
Ich habe explizit einen anderen Vorgang beschrieben, aber geifernd
irgeneinen Mist abzusondern scheint für Dich leichter zu sein als lesen
und verstehen.
> Das ist unser Markt, dafür lieben uns die Kunden, deswegen kommen sie> immer wieder.> Nicht dafür rumzumucken, wenn man unkonventionelle Wege für ein> unkonventionelles Problem beschreiten muss.
"Der eine isst gern Wurst, der andere grüne Seife" Erich Kästner
Richard B. schrieb:> Roland E. schrieb:>> Der OP scheint aber der Meinung zu sein>> So habe ich das nicht verstanden..
Ich kam darauf weil:
Im zweiten Post kam was von langen Lieferzeiten und
Mindestabnahmemengen.
Im vierten Post ging es um platzende Termine.
Nirgendwo wurde angedeutet, dass der Druck vom Kunden ausging, vielmehr
war am 5.7. zu lesen, dass man dem Kunden die 16Wochen LZ nicht
mitteilen wollte/konnte.
Fällt für mich unter die Rubrik: Selber Schuld.
PS: Lieferanten, die den Mund nicht aufkriegen bei Problemen sind keine
guten Geschäftspartner...
Roland E. schrieb:> PS: Lieferanten, die den Mund nicht aufkriegen bei Problemen sind keine> guten Geschäftspartner...
Woher nimmst Du die Erkenntniss, wir würden mit unseren Kunden über
solche Probleme nicht reden?
Andauernd unterstellt Du uns Mauscheleien, schlechte Qualität, unsaubere
Arbeitsweise und schlechte Vorbereitung.
Jede Anmerkung das Brokerware die letzte aller Möglichkeiten ist, wir
das mit dem Kunden kommunizieren, eigene Tests durchführen und 10J
Garantie auf unser Geräte geben hält Dich nicht davon ab weiter mit
Schmutz um Dich zu werfen.
Das unser Markt ein völlig anderer ist als Deiner, ist Dir anscheinend
völlig Wurst dabei, solange Du nur doppelt unterstreichen kannst was Du
doch alles besser machst.
Das verletzt mich in meiner Berufsehre und das macht mich sauer.
Jeder hier reisst sich den A.. auf um trotz vieler Widrigkeiten und
einem völlig neuen Produkt, das vorher noch nie jemand so gebaut hat,
trotzdem Termine zu halten, die eigentlich unhaltbar sind.
So ist das nunmal wenn man sich an Dinge herantraut, für die es keine
Erfahrungswerte gibt und von denen andere lieber die Finger lassen.
Du sitzt da selbstgefällig in Deiner wenig spannenden Serienproduktecke
und versprühst Gift in Richtung eines hart arbeitenden Teams, das hoch
motiviert ist und seit Wochen freiwillig brachiale Überstunden reisst,
weil sich jeder damit identifiziert.
Das ist extrem schwach von Dir und zeichnet das Bild eines
selbstgefälligen, selbstreferenzierten Menschen, mit dem ich lieber kein
Geschäftsverhältnis eingehen würde.
Diese Form von Häme und Ehrabschneidung sollte unter Technikern tabu
sein.
Ich habe mein Broker Problem reportet um anderen diese negativ Erfahrung
zu ersparen, auch Typen wie Dir, die es eigentlich verdient hätten damit
aufs Maul zu fallen.
Es haben sich Leute per PM bei mir gemeldet und mir Ihre Erfahrungen
geschrieben weil sie in diesem Thread nicht auf die gleiche Art in den
Schmutz getreten werden wollten.
Tolle Leistung, kannst Stolz auf Dich sein.
Du bist ein wirklicher Gewinn für dieses Forum!
Jens M. schrieb:> Sagt dir das Wort "Abrufauftrag" was?> Gibt doch nix besseres für beide Seiten.
Selbstverständlich kenne ich Abrufaufträge. Wenn man einen solchen
abschließt, bedeutet das nicht unbedingt, dass der Lieferant die Ware
für jeden einzelnen Kunden zurücklegt, sondern dass der Warenabruf ohne
erneute Angebots- und Bestellphase erfolgt. Der Lieferant hofft ggf.,
beim nächsten Abruf selbst die Waren möglichst schnell heranschaffen zu
können.
Viele Kunden wollen eben auf der einen Seite einen Abrufauftrag
abschließen, um an möglichst gute Rabattstaffeln zu gelangen und schnell
beliefert zu werden. Gleichzeitig behalten sich die Kunden das Recht
vor, keine Ware mehr abzurufen oder den Vertrag zu kündigen. Und selbst
wenn solch ein Rücktrittsrecht nicht vertraglich vereinbart wurde,
werden Lieferanten solch eine Kröte schlucken, um den Kunden nicht ganz
zu verlieren. Im Gegenzug müssen sie aber ihr eigenes Risiko minimieren,
um nicht auf Lagerbeständen sitzen zu bleiben. Und letztendlich läuft
das ganze wieder auf die von mir schon zuvor ausführlich beschriebene
Mehrfachallokation und Scheinnachfrage hinaus.
Andreas S. schrieb:> Selbstverständlich kenne ich Abrufaufträge. Wenn man einen solchen> abschließt, bedeutet das nicht unbedingt, dass der Lieferant die Ware> für jeden einzelnen Kunden zurücklegt,
Oder man schliesst einen Abrufauftrag ab, mit der Maßgabe mit exakt
diesem Rank und Binnig (LEDs) beliefert zu werden, erklärt warum, wieso,
weshalb das zwingend notwendig ist.
Am Tage X will man dann abrufen und erfährt das der namhafte Spezial
Distributor die Ware mitlerweile anderweitig verkauft hat, ohne jede
Info, und er auch nicht in der Lage ist die Ware neu zu besorgen.
Unsere angebrochene VE ist weg und wir dürfen eine andere komplett
kaufen.
Rank und Binning breit gestreut.
Nach genügend Druck bekommt man dann direkt von Samsung ein Reel mit dem
gewünschten Rank + Binning über enge persönliche Kontakte des Distris.
Beim Test stellt sich dann heraus das das irgendwas ist, das so ähnlich
ist, aber definitiv nicht das was auf der Rolle steht.
Die engen persönlichen Kontakte haben also für einen Aufkleber nach
Wunsch gereicht, für mehr aber nicht.
Die LEDs fallen nach wenigen Betriebsstunden massenhaft aus.
Ab zum Frauenhofer Institut und Schliffbilder + Röntgenaufnahmen
gemacht.
Bei den Ausfällen ist der Bonddraht nicht sauber gebondet.
Statt wie ein Nagelkopf abgeplattet zu sein, ist der Bonddraht am Ende
Kugelförmig und liegt nur leicht auf.
Erst mit den Bilder gibt Samsung zu das die Bondmaschine falsch
eingestellt war bzw. defekt.
Für die Q-Sicherung offensichtlich kein Problem.
Alles raus zum Kunden was Kohle bringt.
Für uns eine Katastrophe, komplette Produktion verschrottet, Kunde
sauer, nicht ein müder Cent von Samsung oder Glyn für unseren Schaden.
Noch mehr Druck und es kommt eine Abkündigung + LTB vom Hersteller, der
auf uns keinen Bock mehr hat.
Die LED Type wurde noch Jahre später verkauft.
Die Abkündigung war nur für uns.
Ja, ist toll so ein Abrufauftrag bei einem namhaften Disti mit gutem
Ruf.
Ja, immer schön direkt von Hersteller kaufen oder von autorisierten
Distri, dann kann ja überhaupt nichts schiefgehen und die Qualität
stimmt.
Von wegen ...
Beim Broker:
Bisher wurden wir einmal mit gefälschten Xilinx FPGAs beliefert.
Leicht zu finden, leicht zu reklamieren.
Vor kurzem der Betrug von Components Mart, weil unser EK nicht
aufgepasst hat bei der Wahl des Brokers.
Ansonsten nur positive Erfahrungen.
Ein aktuelles Beispiel, wie ein seriöser Broker aggiert.
4Source hat meine Bestellung erhalten, geprüft und mich wegen einer
Auffälligkeit gebeten die Lieferung freizugeben, bevor sie zu mir
geschickt wird.
Es wird ein Aceton Wischtest gemacht und überprüft ob das IC
abgeschliffen wurde, um es neu zu lasern.
Danach werden die Abmaße geprüft und der Chip wird geröntgt.
Wenn Chip + Bonddrähte erkennbar sind, ist es unwahrscheinlich das es
ein Fake ist.
Für 20€ extra wurde mir angeboten ein IC aus der Lieferung zu einem
Testhaus zu schicken, um die Funktion zu prüfen.
Die ICs wurden offensichtlich nachverzinnt, was entweder für eine
Aufarbeitung nach langer Lagerung spricht (Datecode 2014), oder dafür
das sie bereits eingebaut waren.
Das wird sich die Tage herausstellen, weil die ab Werk unprogrammiert
sind.
Es wurde auf verbogene Pins und planes Aufliegen geprüft.
Mir wurde freigestellt diese ICs abzulehnen und neue Ware zu verlangen.
Sollten wir die Ware trotzdem abnehmen, haben wir bei Problemen ein
Rückgaberecht.
So, jetzt dürfen sich die Hater wieder das Maul zerreissen.
Michael K. schrieb:> Mir wurde freigestellt diese ICs abzulehnen und neue Ware zu verlangen.
Und was passiert, wenn du die Option annimmst?
Andere Ware, andere Auffälligkeiten? Natürlich wieder mit der Option,
neue Ware zu verlangen ;)
Oliver
Oliver S. schrieb:> Andere Ware, andere Auffälligkeiten? Natürlich wieder mit der Option,> neue Ware zu verlangen ;)
Sehr nützlicher Beitrag!
Ich denke wir sind uns alle bewusst, das Brokerware eine unbekannte
Historie hat.
Die Bedingungen unter denen Brokerware für mich überhaupt in Betracht
kommt, habe ich ja in epischer Breite dargelegt.
Ich habe auch überhaupt keine Lust mehr mich von Schweinchen Schlau
darüber belehren zu lassen das damit ein Risiko verbunden ist.
Das ist mir, meinem Kunden, meinem Chef und wohl auch Gott und der Welt
hinlänglich bekannt.
Der Broker hat seine Arbeit erledigt, mit offenen Karten gespielt und
steht für die korrekte Lieferung gerade.
Mehr kann niemand erwarten.
Oliver S. schrieb:> Und was passiert, wenn du die Option annimmst?> Andere Ware, andere Auffälligkeiten? Natürlich wieder mit der Option,> neue Ware zu verlangen ;)
Genau so ist es. Aber damit wird die Situation nicht unbedingt besser.
Wenn die Bauteile wirklich dringend benötigt werden und nicht durch
andere Bauteile ersetzt werden können, muss man sich ggf. die Rosinen
herauspicken.
Gerade bei sehr langlebigen Investitionsgütern, die nach irgendwelchen
Vorgaben "zertifiziert" sind, besteht gar nicht die Möglichkeit, auf
Alternativbauteile zurückzugreifen, sondern man muss notfalls uralte
Originalbauteile einsetzen, egal wie schlecht sie mittlerweile sind. Der
sog. "Atomausstieg" hat z.B. dazu geführt, dass einige Ausrüster der
Kernkraftwerke schlagartig die Wartungsverträge gekündigt haben. Die
Betreiber müssen die Anlagen aber noch bis zum Abschluss der Demontage,
d.h. noch locker 20-30 Jahre, am laufen halten. Und es werden aber keine
Neu- oder Nachzertifizierungen für modernere Komponenten durchgeführt,
und zwar zum einen aus Kostengründen und zum anderen, weil die meisten
Leute, die das entsprechende Know-How haben bzw. hatten, im Ruhestand
oder tot sind.
So etwas betrifft aber nicht nur Kernkraftwerke, sondern mittlerweile
natürlich auch andere Kraftwerktypen und die gesamte Infrastruktur zur
Energieverteilung.
In der Verkehrstechnik, insbesondere Bahntechnik, sieht es ähnlich aus.
Das ist großenteils Steinzeittechnik. Die größte Verbreitung hatte der
Intel 4004 in einer Verkehrzeichenanlagensteuerung in den USA, die auch
heutzutage vielerorts noch in Betrieb ist.
Vor einigen Jahren gab es hier einen Thread, in dem jemand Unterstützung
bei der Reparatur von Baugruppen mit uralten Prozessoren suchte. Der TE
wurde in seinem damaligen Thread für seine angebliche Rückständigkeit
ausgelacht, und ihm wurden die üblichen Bastlercontroller nahegelegt.
Für mich entstand daraus jedoch ein äußerst interessanter geschäftlicher
Kontakt. Der TE war nämlich der Leiter einer Wartungsabteilung eines der
großen Energieversorger und damit befasst, Prüf- und Reparaturplätze für
alte Prozessrechentechnik aufzubauen und zu betreiben. Hierfür wurde
alles an alten Baugruppen (1970er, 1980er Jahre) zusammengetragen,
katalogisiert, geprüft und nach Möglichkeit gewartet und repariert.