Timo schrieb:
> Ich würde gerne einen Wechselrichter bauen, der es mir erlaubt, diese
> Teichpumpe direkt ein kleines 12V Solarpanel anzuschließen.
> Dann läuft sie nur bei Sonnenschein bzw Tageslicht.
Da Elektromotoren einen hohen Anlaufstrom haben, Pumpen ein hohes
Losbrechmoment der Welle in der Wellendichtung, muss auf diese
ungeschickte Art das Solarpanel deutlich grösser dimensioniert sein, als
eigentlich nötig.
Na ja, Energie sparen, koste es was es wolle.
Während normale Pumpen auch mit geringerer Drehzahl bei weniger Leistung
arbeiten können, ist das für diese Wechselstrompumpen nicht möglich, es
muss also immer volle Leistung verfügbar sein, oder sie drehen sich
nicht.
Keine Ahnung, warum Solartechnik immer gerade Noobs anzieht.
Eine "12V" Solarzelle liefert im Leerlauf eher 19V und unter Last eher
16V.
Eine "12V" Wechselspannung hat nur effektiv 12V, als Sinuskurve jedoch
bis 17V.
Um aus 12V= die 12V~ zu machen, muss man umpolen, braucht also eine
Vollbrücke (kein Anschluss der Pumpe ist direkt mit einem Anschluss der
Solarzelle verbunden).
30W bei 12V~ sind 2.5A im Mittel, 3.5A Spitze. Das Solarpanel muss
mindestens 3.5, wegen Anlaufproblematik eher 5A bei 16V bringen, also
80W für deine 30W Pumpe.
Als Ansteuerung kann man überlegen, ob man Sinus will, mit Rechteck
auskommen muss, oder Trapez wählt. Auch ist es blöd, wenn wegen einer
vorbeiziehenden Wolke die Spannung zusammenbricht und damit der
Sinusoszillator eventuell sogar vor der Pumpe beeinflusst wird.
Die simpelste Form, ein Rechteckoszillator mit NE555 und ein
Vollbrückentreiber mit TLE6209R, funktioniert nur mit Glück. Ein
Sinusgenerator mit XR2206 und BTL aus 2 x OPA548 halte ich wegen der
mangels Akku starken Spannungsschwankung für nicht zuverlässig baubar.
Lädt man mit der Solarzelle einen Akku, bekommt eher 12-14V, sollte ein
Rechteckgenerator den Pumpenmotor steuer können, da reicht es auch, das
Solarpanel auf 35W auszulegen. Aber die Gesamtschaltung ist aufwändiger,
als du es bauen kannst.