Gibt es Spezialchip für (Einschalt)verzögerung?

Gast #7193322
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Ich brauche eine Einschaltverzögerung die erst. ca. nach 0,5 Sekunden 
nach Spannungsverfügbarkeit einen P-Mosfet durchschaltet. Ich habe das 
jetzt provisorisch bereits aufgebaut, aber das sind mir zu viele 
Bauteile (=viel Platz und teuer in der Bestückung). Es gibt doch für 
jede erdenkliche Aufgabe Spezialchips. Gibt es auch für so etwas einen? 
Ich habe gesucht aber nichts gefunden, weiß aber auch nicht den 
Fachbegriff für einen solchen Chip (so es den überhaupt gibt).
Danke
Peter
#7193327
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Peter schrieb:
> weiß aber ... nicht den Fachbegriff für einen solchen Chip

Der Fachbegriff wäre Monoflop.

Aber kein Schwein baut das so. Ein RC-Glied und ein Schmitt-Trigger tut 
es auch. Die restlichen Anforderungen ergeben sich aus den (nicht 
gelieferten) Salami-Scheiben.

Wenn es klein sein muß und der Rest dazu paßt, läßt sich das bestimmt 
auch mit einem ATTiny in SOT-23-6 machen.
Gast #7193342
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Axel S. schrieb:
> Aber kein Schwein baut das so. Ein RC-Glied und ein Schmitt-Trigger tut
> es auch. Die restlichen Anforderungen ergeben sich aus den (nicht
> gelieferten) Salami-Scheiben.

Ja, habe ich ja genauso gemacht. Sind aber eben 5 Bauteile.
Der genannte Max6820 wäre praktisch, ist aber zu teuer. ATTiny: gute 
Idee aber zu aufwändig (muss programmiert werden). On/Off Controller 
habe ich schon für Taster genutzt, ist hier aber auch zu teuer. Sollte 
es dafür wirklich nichts geben, bleibe ich notgedrungen beim Schmitt 
Trigger.
(Firma: Funkenflug Industries) #7193373
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Wenn ich das schon lese, zu aufwendig und insbesondere zu teuer... Ey, 
im Moment ist alles zu teuer und das bleibt auch noch 'ne Weile so bzw. 
wird noch schlimmer. Besser, Du gewöhnst Dich dran. Du kannst natürlich 
auch einen eigenen IC entwerfen und in einer ChipFab in Auftrag geben, 
wenn Du Millarden Stück davon abnimmst, wirds aufs Stück gerechnet 
vielleicht nicht so teuer.

Es gab auch mal so Reset-Control-ICs für Controller, aber ob die 500ms 
machen und direkt einen FET steuern können und dazu noch nicht zu teuer 
oder zu aufwendig sind oder nicht direkt an 400Vac laufen sowie nicht im 
schweinchenrosanen Diva42-Gehäuse lieferbar sind...
(Firma: S-C-I DATA GbR) #7193410
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Thomas F. schrieb:
> 555 wenn du mit dem Problem umgehen kannst das ein Kondensator verwendet
> wird und dieser auch entladen werden muss. Das heißt, (relativ) kurze
> Intervalle für Ein-/Ausschalten sind nicht drin.

Mit der CMOS Version schon, da tut's ein kleiner KerKo und ein 
Hochohmiger Widerstand(Siehe Bild).
Damit dan ein P-FET ansteuern und gut ist
Angehängte Dateien:
Gast #7193450
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Peter schrieb:
> Gibt es auch für so etwas einen?
> Ich habe gesucht aber nichts gefunden, weiß aber auch nicht den
> Fachbegriff für einen solchen Chip (so es den überhaupt gibt).
> Danke

Gibt es, suche mal nach Inrush Current Limiting, bei Analog bzw. LT gibt 
es eine große Auswahl an solchen Chips.
Gast #7193504
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Pelhamer schrieb:
> Peter schrieb:
>> Gibt es auch für so etwas einen?
>> Ich habe gesucht aber nichts gefunden, weiß aber auch nicht den
>> Fachbegriff für einen solchen Chip (so es den überhaupt gibt).
>> Danke
>
> Gibt es, suche mal nach Inrush Current Limiting, bei Analog bzw. LT gibt
> es eine große Auswahl an solchen Chips.

Ich bin mir ja fast sicher, dass es sich nur um eine Reset-Mimik handelt 
- was entweder im uC schon eingebaut ist - oder um eine stinkige 
Zusatzschaltung, die der uC dann verzögert zuschalten kann - oder man es 
überhaupt nicht braucht, weil das Problem wo ganz anderes liegt.

Aber man kann da lange spekulieren - ohne genauere Angaben, was das 
Ganze soll. Zum Spekulieren ist mir aber meine Zeit zu schade - denn 
entweder ist es dann zu groß oder zu teuer oder braucht zu viel Strom 
oder die 0.5s müssen quarzgenau sein oder man bekommt den "Spezial-Chip" 
nirgendwo zu kaufen. Oder der TO muss diesen im lila SOT-Gehäuse haben 
...
#7193505
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NE555 schrieb im Beitrag #7193357:
> Nun,
> "früher" hat man das durchaus auch mit'n
> NE555 gemacht, wären drei Bauteile...

3 reichen nicht, das Ganze wird sehr kompliziert, wenn es auch 
zuverlässig sein muß.
Der 555 hat nämlich kein internes Einschaltreset, um auch kurze 
Abschaltungen zu erkennen. Auch ist es ein Problem den Kondensator 
schnell genug wieder zu entladen. Der 555 triggert also gar nicht oder 
zu kurz.

Ein Monoflop (74HC123) löst zwar das Problem der Kondensatorentladung, 
d.h. die Zeiten sind garantiert gleich lang, hat aber auch ein 
undefiniertes Einschaltverhalten.

Für zuverlässige Verzögerung ist daher ein MC (ATtiny) optimal.
Gast #7193527
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Peter D. schrieb:
> Für zuverlässige Verzögerung ist daher ein MC (ATtiny) optimal.

Grundsätzlich bin ich bei Dir, allerdings steigt meist der Aufwand, für 
diesen Controller dann eine vernünftige Spannungsversorgung zu zaubern. 
Kann sein, dass in diesem Fall schon VCC von irgendwo zu diesem 
Zeitpunkt verfügbar sind, kann aber auch sein, dass er dann eine 
"Hilfsversorgung" benötigt. Die muss dann ebenfalls störfest ausgelegt 
werden.

Ich habe gerade mal kurz gegoogelt, für mich wäre das Stichwort "voltage 
supervisory variable delay". Die einzige Möglichkeit, den Bauteilaufwand 
zu reduzieren und mit vielleicht 4 Bauteilen auszukommen.

Wenn es hoffentlich SMD ist, ist die leicht gestiegene Bauteileanzahl 
sowieso relativ egal. Da sollte man dann eher versuchen, aus Teilen, die 
eh schon in Verwendung sind, etwas zu zaubern. Dem Bestückungsautomaten 
ist es total egal, ob er von dem einen oder anderen Teil noch ein paar 
mehr setzen muss. Im Geldbeutel fällt das auch nicht weiter auf.

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