230V-Eingang am ATmega

OP #4297703
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Hallo,

hat jemand schon diese Schaltung nachgebaut mit einem LTV814 evtl.?
https://www.mikrocontroller.net/articles/Datei:230V_am_uC_Port-Pin.png
Warum sind R1 und R2 unterschiedlich?
Haben sich vielleicht andere Werte für sinnvoller erwiesen?

Ich will lediglich 230V-Taster abfragen.
Gast #4297744
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>Warum sind R1 und R2 unterschiedlich?

Weil der Autor 5k5 brauchte und nur diese beiden Werte vorhanden waren?

>Ich will lediglich 230V-Taster abfragen.

Das solltest du bei deinem Wissensstand lieber sein lassen.
OP #4297773
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holger schrieb:
> Das solltest du bei deinem Wissensstand lieber sein lassen.

Und wieso? Wie willst du denn auf meinen Wissensstand schließen?

Rudi Radlos schrieb:
> Dann solltest Du wissen, wieviel Spannung solch kleiner Widerstand lt.
> Datenblatt aushalten kann!!!! Strom macht klein, schwarz und häßlich.

Das hatte mich ja gewundert. M.W. nach kann 2512 1 Watt ab. Bei einen IF 
von 20mA hab ich 4,6 Watt (die 1,4 V Differenz vernachlässige ich jetzt 
mal). Also brauchte ich doch mindestens 5x 2512 oder nicht?
Gast #4297786
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>von 20mA hab ich 4,6 Watt

Nein.

Das ist eine sehr trickreiche Schaltung. Das meiste fällt als 
Blindleistung am Kondenstor ab. Da ist mehr Erfahrung als Berechnung. 
Solltest die Theorie zum Kondenstornetzteil durcharbeiten - deine Frage 
lässt sich nicht so kurz&knapp im Forum beantworten.
Gast #4297787
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Mathias O. schrieb:
> Bei einen IF
> von 20mA hab ich 4,6 Watt (die 1,4 V Differenz vernachlässige ich jetzt
> mal).

Nein, hast du nicht. Der Strom wird primär von einem Blindwiderstand 
begrenzt, nicht von Wirkwiderständen.

Mathias O. schrieb:
> Wie willst du denn auf meinen Wissensstand schließen?

Deine (falschen) Berechnung zeigt, dass du die Schaltung nicht wirklich 
verstanden hast.
#4297809
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Hallo,

die Werte dieser Widerstände sind eigentlich ziemlich egal, fürher war 
dort gern ein 100 Ohm bedrahtet, der mit Netzspannung klarkommt.
Es ist eigentlich ein Sicherungswiderstand, der abbrennen soll, wenn 
z.b. der Kondensator einen Kurzschluß macht. Die 2 Widerstande sollen 
also eigentlich nur die Abstände sichern, damit in Fehlerfall kein 
Lichtbogen entsteht. Ob die dafür wirklich geeignet sind oder ein 
Sicherungswiderstand besser wäre, müßte man überlegen. 
Sichrungswiderst#nde sind aber scheinbar rar geworden.

Wichtig ist nicht der Wert sondern die Baugröße und die 
Spannungsfestigkeit der Bauform.

Gruß aus Berlin
Michael
#4297829
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Die Schaltung ist 100%ig berechenbar, folgende unkomplexe Näherung:

Der Kondensator C1 (22nF) stellt einen kapazitiven (Blind-)Widerstand 
von 147kOhm dar (1/(2*pi*50Hz*C1)).

Da dieser Widerstand groß gegenüber der tatsächlichen Last (LEDs und 
Vorwiderstände) ist, bildet er mit der Netzwechselspannung von 230V 
praktisch eine Stromquelle mit 1.6mA.

Die Vorwiderstände R1 und R2 dienen der Strombegrenzung beim Einschalten 
der Anordnung und der Begrenzung von Strömen welche durch Oberwellen auf 
der Netzleitung entstehen.

Einschaltspitzenstrom: 230V*Wurzel(2)/(R1+R2) = 59mA

Gesamtleistung an R1 und R2: (1.6mA)²*(R1+R2) = 14mA,

es reicht also locker jeder normale Widerstand.

5.6kOhm als Einzelwiderstand würden es auch tun, sieht dann aber nicht 
so kompliziert aus.


R3 und R4 dienen der Entladung von C1 und somit der Sicherheit. Sie 
müssen wegen der geforderten Spannungsfestigkeit so wie dargestellt 
doppelt ausgelegt bleiben.
#4297853
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Hallo,

der PC814 hat einen Ipeak von 1A für 100µs. Selbst wenn man im Scheitel 
der Halbwelle einschaltet, dürfte es schwer sein. diesen Wert bei 22nF 
zu überschreiten.

Das Problem im Fehlerfall bleibt. Wenn der C einen Kurzschluß macht, 
löst keine Sicherung aus, dazu müßten mehrere 10A über die Schaltung 
fließen.
Ein Einzelwiderstand mit seinen 6,35mm Rastermaß ist zumindest 
grenzwertig.

Gruß aus Berlin
Michael
Gast #4297856
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>Die Schaltung ist 100%ig berechenbar

Nur wenn du annimmst, das Netz hätte 50Hz Sinus. In Wirklichkeit hast du 
eine unbekannte Mischung an Oberwellen und Störungen. Der ohmsche 
Widerstand muss den Optokoppler auch vor normalen Netzstörungen 
schützen.
#4297871
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Noch eine alternative Schaltung wäre die hier:
http://www.dextrel.net/diyzerocrosser.htm

Die hat den Vorteil, daß außer den beiden 220K-Widerständen R1 und R2 
keine Netzspannungsfesten Komponenten verwendet werden müssen. Auch 
reicht ein eindiodiger Standardoptokoppler (z.B. 4N35, PC817 oder 
PC357).

Wenn man für R1 und R2 MELF-Widerstände nimmt, kann man alles in SMD 
aufbauen.

Der Stromverbrauch dürfte auch etwas besser aussehen.

Natürlich muss die Software im Atmega angepasst werden, da die Schaltung 
immer nur kurze Pulse um den Nulldurchgang rum ausgibt. Aber das sollte 
kein großes Problem sien.

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