Wenn Du I2C über Bitbanging machst, kannst Du beide Chips auf SDA legen,
aber getrennte SCL führen. Damit sparst Du wenigstens eine Leitung.
Ich würde statt des SHT11 den SHT21 nehmen, er lässt sich gut löten, da
die Pads bis an den Gehäuserand reichen. Leiterbahnen einfach ein gutes
Stückchen unter dem Gehäuse hervor layouten, sehr sparsam vorverzinnen,
Flussmittel drauf und Chip auflegen, dann einmal kurz verlöten. Das
Bottom-Pad muss nicht angeschlossen sein.
Andere Lösung bei meinem Prototypen war ein Stück Lochraster. Dünner
Fädeldraht an die 4 benutzten kleinen Pads, ein Stück Silberdraht auf
die Platine und etwas Zinn drauf. Dann den SHT21 mittig längs auf den
Silberdraht legen und den heiß machen, damit der SHT21 stabil auf dem
Platinchen sitzt. Dann die 4 Fädeldrähte noch an die üblichen
Stiftkontakte.
Der SHT21 ist sehr viel angenehmer anzusprechen als der SHT21.
Eine Library dazu gibt es im Nut/OS (www.etherneut.de), sie verzichtet
komplett auf die libmath, weil sie mit 16-Bit int rechnet, also alle
Werte *100. Damit sind 24,58°C einfach 2458 oder 15,2% sind 1520.
Die Ausgabe geht dann über printf( "%d.%02d°C\n", temp/100,
abs(temp%100));
All SHTs, die man direkt auf eine Leitplatte designt, muss man den
AppNotes entsprechend Abseits postieren, da sie sonst die Wärme der
Platine annehmen. Ggf den Chip rund herum frei dremeln, ein kleiner Steg
für die Leiterbahnen zur Schaltung und ein kleiner Steg am anderen Ende
zur Stabilisierung funktionieren perfekt.
Gruß, Ulrich