Entwicklerboard kaufen

Gast #4275607
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Hallo Community,

Ich wollte mir wohl ein Entwicklerboard zulegen und hatte vor ner Zeit 
hier irgendwo auf Mikrocontroller.net den Satz gelesen "wenn man die 
Programmierung etwas professioneller angehen möchte, sollte man Board X 
kaufen". Das war irgendwo im Preissegment zwischen 80-100€.
Welches Board wäre in diesem Preissegment gut geeignet? Programmierung 
tu ich in C.
Ob eins zum selber zusammenlöten lohnt weiß ich nicht. Ich habe hier 
zwar eine Lötstation mit feiner Lötspitze, aber ich wollte nicht Gefahr 
laufen einen Kurzschluss reinzulöten, da ich eher selten löte. Deshalb 
eher fertiges Board. Was nimmt man da so? ^^
Gast #4276885
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Willst du auch in Zukunft mit 8Bit AVR Controllern arbeiten?

Würde eher ein 30 Euro Board kaufen. Falls sich herausstellt, 32Bit 
Controller liegen dir eher, kannst du es einfach ersetzen. So ein 100 
Euro STK500 will man nicht so einfach wegwerfen.

PS. Das STK500 hat keinen Debugger. Da kommen noch mal so 100 Euro dazu.
#4276898
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MUSST du es denn professioneller angehen? Es scheint so, als ob du neu 
bist bei dem Thema, also reicht meiner Meinung auch eine handvoll 
Bauteile (Atmega8 + AVRisp MKII oder ein STM32VLDISCOVERY) um zu 
beginnen.

Ich hab mir am Anfang auch ein STK500 geholt und habe es eigentlich 
bereut.

Gruß
Dennis

BTW: Wenn du trotzdem das STK500 haben willst... ich hätte da noch eins 
rumliegen! :-)
Persönliche Seite #4276903
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Ich persönlich kann die Boards von Atmel empfehlen.
Sind zwar etwas teuer  ( 10 bis 100) dafür ist meisten ein Debugger 
onboard.
Die Frage ist was du machen möchtest: 8 / 32 bit welche Peripherie dir 
wichtig ist und wie schnell er sein soll. Hierzu kannst du einfach die 
verschiedenen Prozessor Serien auf der Atmel Seite anschaun und zu fast 
jeder serie findest du dann auch ein passendes Board.
Die heißen dan XY Xplained.
ARM 32 bit : 
http://www.atmel.com/products/microcontrollers/arm/default.aspx
AVR 8 bit  : 
http://www.atmel.com/products/microcontrollers/avr/default.aspx

Einfach ein Passenden Aussuchen und dann findest du unter Tool jeweils 
Zubehör wie eben ein Entwickler Board
soweit ich weiß werden alle Prozessoren außer die Cortex-A Serie von 
Atmel Atudio unterstützt.

Grüße
Gast #4277216
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das Nucleo-STM32F091RC und die STM-F0 Version von Keil würde ich als 
professionellen und kostengünstigen Einstieg sehen. 15 Euro sind ja auch 
nicht viel, wenn man später doch wechseln will. Und dran rumlöten kann 
man auch bei dem Preis. Bis man die 256k Flash voll hat, hat man viel 
gelernt.
Gast #4277244
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keinGast schrieb:
> das Nucleo-STM32F091RC und die STM-F0 Version von Keil würde ich als
> professionellen und kostengünstigen Einstieg sehen.

Halbe Zustimmung, wenn es denn ein ARM sein soll.
Für volle Zustimmung würde ich zu einem Nucleo mit ..411RE raten. Fast 
gleiches Geld für sehr hohe Leistung bezüglich Speicher, Geschwindigkeit 
und Peripherie. Zudem sind die IO-Ports nicht verbaut; das Nucleo-Board 
kann direkt im Zielsystem verwendet werden.

Allerdings braucht man je nach Vorkenntnissen beim Einstieg mit ARM 
einen langen Atem!
Gast #4277607
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Schneider007 schrieb:
> Ich wollte mir wohl ein Entwicklerboard zulegen und hatte vor ner Zeit
> hier irgendwo auf Mikrocontroller.net den Satz gelesen "wenn man die
> Programmierung etwas professioneller angehen möchte, sollte man Board X
> kaufen". Das war irgendwo im Preissegment zwischen 80-100€.

Du solltest dir eines ganz fest merken: Ratschläge - insbesondere GUTE 
- sind zumeist in der Nähe von Produktwerbung angesiedelt und es ist 
eigentlich bei allen (ja, ALLEN) sogenannten Entwickler- oder Eval- oder 
Starter- oder Boot- Boards ein heftiger Produktwerbungsgedanke dahinter.

Was also tun? Wenn du es eilig hast, dann mache folgendes:
1. mach dir eine Liste von Brettln, die dir so beim Durchsehen der 
diversesten Internetseiten vor die Nase gehalten werden.
2. Lade dir die Referenzmanuals der damit beworbenen µC herunter
3. Lies sie dir durch, ähemm..  oder blättere sie wenigstens mal grob 
durch, um einen Einblick zu bekommen, was dich da erwartet.
4. Guck bei den dir zugänglichen Distries, was die von deiner Liste denn 
zu welchen Preisen im Angebot haben
5. schreib dir auf deine Liste, was man an Programmier-Equipment für die 
Dinger denn so braucht und wieviel das im einzelnen so kostet.
6. Dann... ja DANN setz dich hin und fälle eine Entscheidung.

W.S.
Gast #4277608
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Nachtrag:
Wenn du es nicht eilig hast, dann sieh zu, daß du im nächsten Frühjahr 
nach Nürnberg auf die Embedded gehst, dir einige Visitenkarten 
einsteckst und dort mit etwas Glück eine Breitseite an Werbe-Boards 
ergatterst.

W.S.
Gast #4278177
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Won K. schrieb:
> mit dem kleinen M0 (STM32F030) anfangen um nicht
> gleich erschlagen zu werden und nach und nach die größeren kennen
> lernen.

Einen M0 würde ich nur dann empfehlen, wenn er deutlich kostengünstiger 
wäre bzw. in Stückzahlen eingesetzt werden soll. Das ist er aber als 
Nucleo-Board nicht und im Grunde ähnlich komplex wie ein M4.
Zu den Preisen: 
http://www.reichelt.de/index.html?&ACTION=446&LA=446&SEARCH=nucleo&OFFSET=500&SORT=preis&SHOW=1

Das Teuerste an beiden ist die Einarbeitungszeit; als Belohnung dafür 
gibt es aber echtes Debugging, wobei man dem µC im laufenden Betrieb auf 
die Finger schauen kann.
Aber wenn man mit einem einfachen AVR anfangen will, ist nichts dagegen 
einzuwenden. Man kann dabei einigen Frust vermeiden ;-)

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