Fluoreszenz-Display

Gast #36464
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Hi

ich hab mir neulich bei Pollin so ein paar Fluoreszenzdisplays gekauft.

Jetzt hab ich 3,7 V aus einem Gleichstromnetzgerät als Heizspannung
angelegt.
Dann hab ich 32 Volt Gleichstrom aus einem 16V Märklintrafo erzeugt (
mit zwei 1mF Kondensatoren und zwei Dioden), und hab das eine Ende an
die Anode gelegt, das andere an das Gitter.

Das Problem: Ich seh nix. Ich habs auch schon mal dunkel gemacht. Und
man sieht auch die Heizdrähte rot glühen, aber es leuchtet nicht. Nur
wenn man mit dem Finger an der Anode und Kathode zusätzlich hinlangt
blitzt es immer kurz auf. Ich kann mir das einfach nicht erklären.

Also was könnte ich da machen, dass es einfach nur schön leuchtet? Hab
ich die 32V vielleicht falsch erzeugt... muss das ne total gesiebte
Gleichspannung sein?

Naja und dann: wie bekomm ich das an den AVr dran? Einfach mit
schalttransistoren, oder?

Vielen Dank

Martin
Gast #36466
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Eine Vakuumfluoreszenzanzeige funktioniert wie eine Elektronenröhre.
Deine 32 Volt müssen zwischen Heizung und Leucht-Segment anliegen.
Heizung = Masse, Segment = U+. Das Gitter funktioniert wie bei normalen
Elektronenröhren als Steuerelektrode und wird wahlweise an Masse
(Segment dunkel) oder an Plus gelegt (Segment leuchtet).
Die Heizspannung muß so gewählt sein, dass man die Heizdrähte im
Dunkeln gerade noch glühen sieht.

Wenn die Versorgungsspannung nur zwischen Gitter und Segment anliegt,
tut sich logischerweise gar nix. Im Vakuum können nur aus der geheizten
Kathode genug Elektronen austreten, um einen nennenswerten Strom zu
erzeugen. Zum Betrieb an Mikrocontrollern gibt es spezielle
Treiber-ICs, oder du machst die Ansteuerung mit einzelnen
Transistoren.

Siehe dazu die de.sci.electronics-FAQ:

http://dse-faq.elektronik-kompendium.de/dse-faq.htm#F.12

Grüße, Andy
Gast #36468
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Ich misch mich mal ein.

Das ist Simpel und auf 2 Wegen zu erreichen.

Zb. mit nem Sekundär getaktetem Aufwärtswandler wobei die
Ausgangssoppannng gut geregelt werden kann und die Effektivität sher
hoch liegt.

Oder wenn nur die ca. 1.9-Fache der Originalspannung reicht dann geht
es günstiger und einfacher mit ner Simplen Kaskade die mit einer
Leistungsstufe betrieben wird. (Zb. TDA2003 Is mit Kühlung bis 2A
belastbar.Sollte fpür ne Menge Dipsplays reichen)
Gast #36469
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@ Björn:

Wenn du 16V Wechselspannung aus einem Trafo zur Verfügung hast, kannst
du mittels Spannungsverdopplerschaltung daraus 32V Gleichspannung
machen. Als Beispiel habe ich die sogenannte Delon- oder
Greinacher-Schaltung angehängt.

Zu beachten ist allerdings, dass die unbelastete Gleichspannung höher
als die doppelte Effektivspannung des Trafos ist, wie bei allen
ungeregelten Gleichrichterschaltungen. Spitzenwert wäre:

2* Ueff * Wurzel2 - Flußspannung der Dioden,

im Beispiel mit den 16V eff. des Trafos wären das also etwa 43V
Leerlaufspannung. Die Nennspannung einer Trafowicklung gilt aber auch
nur bei Nennlast und ist Leerlauf ebenfalls höher, es können also
durchaus mehr als 50V Leerlaufspannung werden.

Grüße, Andy
Angehängte Dateien:
Gast #36470
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Hi

@ Andreas
Vielen Dank für deine Erklärungen, jetzt funktioniert das einwandfrei.

interessant auch, dass bei der Delonschaltung mehr als das Doppelte
rauskommt. hab ich auch noch nicht gewusst. Obwohl ich durchaus auch
49V gemessen habe.

Also Danke

Martin

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