Also, Du solltest Dir unbedingt das Datenblatt (kurz 'DB' genannt) zum
TDA7377 einmal komplett durchlesen, um zu verstehen wie jeder Pin
korrekt anzuschließen ist und wie man ihm dadurch dann auch erst seine
volle Funktionalität entlocken kann.
- Der "DIAGNOSTIC"-Pin (10) ist, wie man auf Seite 6 des DB entnehmen
kann, ein 'open collector'-Ausgang. Stehen dort ohne(!) Beschaltung
bereits +5V an, ist das schlimmste zu befürchten.
- Bezüglich ST-BY-Pin sollte bereits ab einem Pegel von +5V die Endstufe
definitiv im ON-Zustand sein. Wenn nicht schwächt Sie die Verstärkung um
80dB. Bei einer Grundverstärkung von +26dB (in Bridge-Mode) macht das
eine finale Abschwächung um 54dB (das ist etwa 1/500 der
Eingangsspannung), was jedoch zu Deiner Umschreibung von "Jedoch kann
man die Musik kaum hören." passen würde. Folglich wäre der TDA7377 noch
in 'stand-by', was aber nicht zum Pegel am ST-BY-Pin passt. Wie bereits
gesagt, ich befürchte das Schlimmste ...
PW-GND (Pin 8) und S-GND (Pin 9) sollten irgendwo auf Deiner Platine
sternförmig mit allen anderen GND-Verbindungen am (-)-Pol des
Puffer-ELKOs (in Figure 2 wäre das C3 mit den 1000µF) zusammenlaufen.
Somit ist es also egal, welchen Pin Du als GND-Referenz für Deine
Spannungsmessungen nimmst.
Um weitere Unklarheiten zu vermeiden, wäre es evtl. praktisch, wenn Du
mal Bilder vom Aufbau und Deiner Platine/Verdrahtung machen könntest und
hier einstellst.