Selbstmordschaltung

Gast #4514117
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Hallo,

die Überschrift ist etwas makaber, beschreibt aber am besten mein 
Problem. Ich möchte eine Schaltung mit einem LiPo Akku betreiben. 
Allerdings bleibt der Akku natürlich immer im Gerät und wird deshalb 
langsam aber sicher immer leerer. Wenn die Entladeschlussspannung 
erreicht ist, schalte ich soviel wie möglich ab, aber selbst dann 
fliessen noch 50uA.

Gibt es einen einfachen Weg, eine Selbstmordschaltung zu bauen, die den 
Akku komplett von der Schaltung trennt?
#4514133
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Um noch mal ein paar Alternativen aufzuzeigen:

Google mal nach "ultra low leakage load switch". Da findet man z.B. den 
TPS22860 von Ti. Der hat Leckstrom im zweistelligen nA Bereich. Dafür 
kann er keine großen Lasten schalten.

Als Alternative zu Mosfets lohnt auch mal ein Blick auf die BISS 
Transistoren von NXP. Die haben einen vergleichbar niedrigen On 
Widerstand wie ein Mosfet, aber lecken im Off Zustand nur so um die 
100nA. Die Teile schaffen auch problemlos ein paar Ampere Last.


Dazu kommt natürlich noch die Undervoltage Erkennung zur Ansteuerung. 
Die braucht auch noch mal ein paar nA.

Damit kann man - wenn man denn will - einen Load Switch bauen der ein 
Jahrzehnt mit 10mAh auskommt. Allerdings glaube ich, das das Geld, das 
man für eine solch aufwendige Schaltung ausgibt besser in einen Akku 
höherer Kapazität investiert ist. Da hat der Kunde am Ende mehr von.
Gast #4514507
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Es ist ein 300mAh Akku. Die Schaltung selber zieht im Betrieb 1mA. Wenn 
man dann mal das Aufladen vergisst, ist der Akku nach einigen Monaten 
total hinüber. Selbst bei 50uA.

Die Schaltung muss winzig sein. Am liebsten nur ein Bauteil mit einigen 
mm². Ein FET wäre am billigsten, aber da bekomme ich keine 
funktionierende Selbstmordschaltung hin.
#4514522
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@ Carsten (Gast)

>man dann mal das Aufladen vergisst, ist der Akku nach einigen Monaten
>total hinüber. Selbst bei 50uA.

Wirklich? Zeig mal das Datenblatt des Akkus.

>Die Schaltung muss winzig sein. Am liebsten nur ein Bauteil mit einigen
>mm². Ein FET wäre am billigsten,

Kein Problem.

> aber da bekomme ich keine
>funktionierende Selbstmordschaltung hin.

Trenne dich erstmal von dem Begriff "Selbstmordschaltung". Das nennt man 
auf Neudeutsch Auto Power Off oder old school Selbstabschaltung ;-)

https://www.google.de/search?q=selbstabschaltung+site:+www.mikrocontroller.net&ie=utf-8&oe=utf-8&gws_rd=cr&ei=PqbuVp34F7Lb6QTz8ruwCg#q=selbstabschaltung+site:www.mikrocontroller.net

Beitrag "Mikrocontroller Selbstabschaltung"
#4514533
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Nils P. schrieb:
> Als Alternative zu Mosfets lohnt auch mal ein Blick auf die BISS
> Transistoren von NXP. Die haben einen vergleichbar niedrigen On
> Widerstand wie ein Mosfet, aber lecken im Off Zustand nur so um die
> 100nA.

Die sind low sat Transistoren, nicht berühmt für niedrigen Leckstrom

Ein BC546 ist normalerweise besser

BC546 (NXP 15nA @ 25 GradC, 5uA @ 150 GradC)
PBHV8115T (NXP BISS 100nA @ 25 GradC, 10uA @ 125 GradC)

Es sei denn du kennst besondere Modelle.
Gast #4514704
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Im Anhang mein Vorschlag:

  - Im ausgeschaltetem Zustand nur Mosefet-Leckströme, mit den
    gewählten Mosfets etwa 2,5nA

  - Eigenverbrauch im eingeschaltetem Zustand: ca. 1uA

Der Schalt-MOSFET ist zu fett, hier sollen ja nur 1mA geschaltet werden. 
Dann kann man das noch etwas anders aufziehen.
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