Hallo,
ich habe gerade bei der Programmierung eines Attiny13 mit Hilfe von
AVR-Studio 4.15 B623 und WINAVR GCC 20081205 ein Problem:
Bei der Verwendung des Optimierers (im AVR-Studio Configuration
Settings=>Optimization) scheint mir der Compiler die simpelsten
Zuweisungen Wegzuoptimieren.
Zum Beispiel etwa so:
int main(void)
{
SystemStatus = 1;
ADMUX = ReferenzIn;
ADCModus = StartUp;
}
würde nur die Zeile ADMUX ausgeführt werden - die anderen werden einfach
übersprungen.
Dieser Effekt tritt bei allen Optimierungs-Einstellungen auf, außer bei
-O0...
Hat jemand einen Tip?
Danke!
Gruß Manfred
Manfred wrote:
> die anderen werden einfach> übersprungen.
Ja klar: die machen ja auch nichts. Dafür keinen Code zu generieren,
ist folglich sowohl hinsichtlich des Speicherplatzbedarfs als auch
der Ausführungszeit "optimal".
> Hat jemand einen Tip?
Ja: sinnvollen Code schreiben, der auch was macht.
Hallo,
Warum ist eine Zuweisung einer Variable mit einem Wert sinnlos?
Die Variablen werden später im folgenden Code schon - z.B. für
Fallunterscheidungen verwendet - ich hatte nur ein paar Beispielzeilen
gepostet. (und den Rest jetzt gerade weggelassen)
Weil das eigentliche Problem zeigt sich ja später:
Da in den oberen Zeilen die Zuweisung (weil wegoptimiert?) nicht
erfolgt, fliegt weiter unten dann der Code aus der Fallunterscheidung
raus, weil die benötigte Variable nicht gefüllt wurde.
Optimal...
Ich meine, klar, wenn ich mir z.B. eine globale Variable schaffe, in der
ich den Status oder Arbeitsmodus ablege, um in Funktionen, ISR's usw
abfragen zu können, welchen Status das Gerät hat, verbrate ich fest eine
Speicherstelle und verursache vielleicht Overhead dadurch, daß ich mit
globalen Variablen arbeite....aber diese Variante sinnlos sein solle
und deshalb wegoptimiert werden muß...verstehe ich gerade nicht.
Gruß Manfred
Es sind einfach zuwenig Informationen - in deinem Beispiel ist
die Variablenzuweisung tatsächlich sinnlos, weil keine
weiter Verarbeitung dieser Variablen stattfindet.
Von weiterem Code war bisher auch nicht die Rede -
soll ich wiedermal die Glaskugel oder den Kaffeesatz befragen???
AHoi, Martin
Ein Optimizer hat gewissen Freiheiten, den Code zu reorganisieren, wenn
er der Ansicht ist, dass sich dadurch nichts ändert. So kann es
vorkommen, dass scheinbar fehlender Code ganz woanders aufkreuzt.
Und in deinem Beispiel ist noch nicht ersichtlich, ob die fraglichen
Vars global oder lokal sind.
OK, Ja entschuldigt bitte...
ich bin davon ausgegangen, daß es mehr logisch ist, daß ich die
Variablen nicht nur so belege...
Also das Prinzip ist sozusagen das:
ICh belege die globalen Variablen - damit ich beim Debuggen und die
entsprechenden Routinen "wissen" in welchem Zustand sich das Gerät
befindet.
z.B.
in der Hauptroutine weise ich zu:
int main(void)
{
ADCModus = StartUp;
...
...
werfe 5 Zeilen später den ADC mit Interrupt an und frage in der ADC ISR
ab:
ISR (ADC_vect)
{
...
if (ADCModus == Work)
MittelWert+=MessWert-(MittelWert>>5);
if (ADCModus == StartUp)
{
MittelWert = (MessWert<<5); //Startwert setzen
ADCModus = Work;
}
...
}
Um - wie man sieht eine Art gleitenden Mittelwert bilden zu können, der
bei der ersten Behandlung einen sinnvollen Startwert bekommt.
Mit diesem Prinzip und mehreren Variablen schalte ich also im Betrieb
die Modis um - z.B. erst Referenz berechnen, bevor dann die
Eingangswerte behandelt werden usw.
Das Prinzip dahinter ist immer das gleiche:
Die globale Variable, die als für an jeder Stelle des Programmes
verfügbares Zeichen für den Zustand herhalten kann/muß.
Soweit - sogut - was aber eben passiert (sowohl im Simulator, als auch
im (DEbugWire-MKII)Debugger ist, daß schon ganz am Anfang im
Hauptprogramm - wo noch kein Interrupt läuft - die Zuweisung ignoriert
wird - daher dann, wenn der Interrupt freigeschaltet ist, die ISR ohne
den Wert natürlich nichts anfangen kann.
Was hier immer noch fehlt, ist die Deklaration der Variablen. Ob das
bereits erwähnte und bei Verwendung in einer ISR entscheidende
"volatile" drin steht.
Tip: Wenn du die Information für's Forum auf die paar Zeilen Pseudocode
zurechtstutzt, die für dich relevant scheinen, dann nimmst du das
Ergebnis der Analyse bereits vorweg. Also besser nicht irgendwelchen
Pseudocode abliefern, in dem viele möglicherweise relevanten Zeilen
fehlen, sondern einen minimierten Testcase der sich ggf. auch
compilieren lässt.
Achso....
Nee, steht natürlich nicht drin.
Ich habe die Varablen einfach so als int, unsigned int, char usw.
definiert (hatte mehreres probiert)...
Achjott - habe es gerade ergänzt...
DAS scheint es gewesen zu sein.
Herzlichsten Dank!
Manfred