Moin!
Nun, na meine Reicheltbestellung da ist, bin ich am Umsatteln von
Atmega8 auf Atmega8535 (Ein Quantensprung!) im freundlichen PCLL
Gehäuse. Macke von mir, ich mag das.
Gleichzeitig lege ich ein paar Hertz zu von rd.3,6MHz auf 4MHz. Alles
lief auf Anhieb, ausser die delay- Funktionen, die beanspruchen nun etwa
doppelt so viel Zeit viel gefordert (_delay_ms(1000) wartet etwa 2s).
Wo, ausser im Makefile, habe ich die geänderte Geschwindigkeit noch
anzupassen? Erwarten mich jetzt auch Probleme bei der UART?
Schönen Gruß- Stephan
>Nun, na meine Reicheltbestellung da ist, bin ich am Umsatteln von>Atmega8 auf Atmega8535 (Ein Quantensprung!)
"Ein Quantensprung" nach hinten;) Atmega644 wär was nach vorne.
> im freundlichen PCLL Gehäuse
Wie sieht das denn aus?
Meine natürlich PLCC. Ihr macht mich madig! Ich bin mit der
"Performance" meines Atmega8 immer zufrieden gewesen und brauche für
mein Projekt auch nicht mehr. Die Wahl fiel auf diesen Typen, da ich
noch viele PLCC- Sockel rumliegen habe und keine Verschlechterung oder
Einschränkung des 8535 gegenüber dem 8 gesehen habe.
Also, wo ist der Haken?
Zähl Du mal bis 512! Das dauert verdammt lange!
Ich merke schon. Selbstverständlich wird mit diesem uC kein Windows 7
laufen und die Kamerabildbewegungsüberwachung in Echtzeit und 3D wird
auch schwierig.
Aber da die Hammerleistung für meine kleine Anwendung reicht und hier
niemand Horrorgeschichten erwähnt, wie, dass man alle 2 Wochen eine
Feder aufziehen muss, ist das schon in Ordnung.
Also nochmal zurück zur Frage: an welchen Stellen muss ich dem Chip oder
Compiler mitteilen, dass nun ein 4MHz Quarz dranhängt bzw., da ich
hörte, dass Atmel mit eingeschaltetem internen Oszillator geliefert
wird, welches Programm brauche ich oder nach was muss ich suchen, um die
Fuses zu setzen, die dem Chip sagen, dass er nun auf den externen hören
soll.
Eine hab ich noch: angenommen, ich stelle das Fuse -so es denn zu
stellen ist- auf externen Quarz, und dabei ist in meiner Schaltung ein
Fehler, dass z.B. mein externen Quarz nicht richtig angeschlossen oder
beim Löten durchgewichst ist, lässt sich der uC dann insofern noch
betreiben, dass man das ensprechende FuseBit wieder zurücksetzen kann?
Vor Montag komm ich nicht wieder in die Firma zum Umlöten...
Danke und Prost schon einmal!
>junge Hüpfer wie du kennen das nicht mehr :-)
Pruuust!
Mach dich vom Acker Jungschiss.
Meine Haare sind grauer als deine.
Und mit Sicherheit auch länger;)
Seemeilenweit zu herb! Flens ist aber auch schon durch, hab jetz Köpi.
Der nette Mann von Riepen hat mir eine Riesenpackung Köpi- Untersetzer
und genausoviele Banderolen (heissen die runden Serviettendinger am
Glasstiel so?) geschenkt. Das nenn ich Kundenbindung.
Nochmal was fachliches: ich habe ein Programm gefunden, das auflistet,
welche Bits bezüglich der int oder ext Quarzfrage ich setzen kann. Da
kommt aber meine 4MHz nicht drin vor! (AVR progtool) Warum ned?
Stephan R. schrieb:> Also nochmal zurück zur Frage: an welchen Stellen muss ich dem Chip oder> Compiler mitteilen, dass nun ein 4MHz Quarz dranhängt bzw., da ich> hörte, dass Atmel mit eingeschaltetem internen Oszillator geliefert> wird, welches Programm brauche ich oder nach was muss ich suchen, um die> Fuses zu setzen, die dem Chip sagen, dass er nun auf den externen hören> soll.
Wie bereits erwähnt muß F_CPU richtig gesetzt sein.
Den atmega8535 selbst muß man über die Fuses einstellen, z.B.:
hfuse: 0=programmed, 1=unprogrammed
0x80 0=S8535 compatibility -> 0x80
0x40 0=WDT always on -> 0x40
0x20 0=enable SPI -> 0x00
0x10 0=external Osc CKOPT -> 0x00
0x08 0=EEPROM preserved on chip erase -> 0x08
0x04 0=select bootsize1 -> 0x00
0x02 0=select bootsize2 -> 0x00
0x01 0=select reset vector -> 0x01
------------
hfuse = 0xC9
lfuse: 0=programmed, 1=unprogrammed
0x80 BODLEVEL -> 0x80
0x40 0=BOD enabled -> 0x40
0x20 SUT1 -> 0x20
0x10 SUT0 -> 0x10
0x08 CKSEL3 -> 0x08
0x04 CKSEL2 -> 0x04
0x02 CKSEL1 -> 0x02
0x01 CKSEL0 -> 0x01
------------
lfuse = 0xFF
So würde ich ihn für externen Quarz einstellen.
Je nach BOD etc. kann es auch anders aussehen, siehe Datenblatt.
Angenommen, die obigen Einstellungen passen, dann geht es
bspw. mit avrdude so:
avrdude -c stk200 -p m8535 /dev/parport0 -U lfuse:w:0xff:m -U
hfuse:w:0xc9:m
>> Eine hab ich noch: angenommen, ich stelle das Fuse -so es denn zu> stellen ist- auf externen Quarz, und dabei ist in meiner Schaltung ein> Fehler, dass z.B. mein externen Quarz nicht richtig angeschlossen oder> beim Löten durchgewichst ist, lässt sich der uC dann insofern noch> betreiben, dass man das ensprechende FuseBit wieder zurücksetzen kann?
Nö.
Entweder muß die Schaltung mit dem Quarz in Ordnung gebracht
werden, oder der AVR raus und in eine funktionierende Schaltung.
Wenn auf ext. Q. gestellt ist, geht m.W. kein ISP mehr ohne
den Quarz. Ich hatte den Fall aber noch nie, weil ich ja keine
Fehler mache :-)
Stephan R. schrieb:> Nochmal was fachliches: ich habe ein Programm gefunden, das auflistet,> welche Bits bezüglich der int oder ext Quarzfrage ich setzen kann. Da> kommt aber meine 4MHz nicht drin vor! (AVR progtool) Warum ned?
Datenblatt anschauen!
Der obige Vorschlag sollte von 1 bis 16 MHz gehen mit ext. Quarz.
Und trink mal was anständiges, nicht so eine Preußenplörre.
Preußenplörren? Alter! Ich komm gleich durch die Leitung!
Falls Du aus Franken kommst: ich liebe Schlenkerla. Falls Du aus Bayern
kommst: ich liebe Hacker-Pschorr. Falls Du aus Baden kommst: ich liebe
Tannenzäpfle. Aber sag nie wieder was gegen Flens und Köpi. Dagegen
kommen sie nicht an!
Das mit dem Schlenkerla geht klar, aber die anderen 1752 Sorten
(etwa) aus Franken kennst du doch gar nicht.
Hättest du so wie ich heute ein Weizen von Neumarkter Lammsbräu
genießen dürfen, könnten wir auf Augenhöhe reden.
Oder ein ordentliches Märzen...
Franke also, okay..
Zu BW-Zeiten teilte ich mir die (2-Mann-)Stube (Kaserne 2000!) mit nem
Franken, der hat auch immer Bier von dahoam mit zur Ostsee gebracht. Hab
gefühlte 3921 Sorten durch! Ist das eigentlich schon off-topic?
nö, der Betreff ist weit genug gefasst.
Außerdem geht es hier ja um die Ursachen: "Fahler im Zeitkonitnuum"
sind typisch für Köpi-Konsumenten.
Trink lieber was anständiges.
Stephan R. schrieb:> wird, welches Programm brauche ich oder nach was muss ich suchen, um die> Fuses zu setzen, die dem Chip sagen, dass er nun auf den externen hören> soll.
Und nicht vergessen die Platine immer schön senkrecht zu stellen.
Damit das Pendel im IC auch schön frei schwingen kann. Sonst wirds
nichts mit einem Takt.
PS: Wusstest du eigentlich schon, dass der Sprung eines Quant
gleichbedeutend ist, mit der kleinsten möglichen Veränderung? In diesem
Sinne sollte man noch einmal über die eigentliche Bedeutung des Wortes
"Quantensprung" nachdenken.
Stephan R. schrieb:> Zu BW-Zeiten teilte ich mir die (2-Mann-)Stube (Kaserne 2000!) mit nem> Franken, der hat auch immer Bier von dahoam mit zur Ostsee gebracht. Hab> gefühlte 3921 Sorten durch! Ist das eigentlich schon off-topic?
Geh, bitte!
Bier kann niemals off-topic sein :-)
Klaus Wachtler schrieb:> Wenn der kleinstmögliche Sprung ein ziemlich großer ist,> geht das schon in Ordnung.
Ein kleiner Schritt für ein Elektron,
ein großer Sprung für den Prozessor.
Karl Heinz ist bekannt für seine hilfreichen und exzellenten
Hilfestellungen.
Warum legt er keinen Wert auf ein großes H bei heinz?
Ich geh mir ein Holsten holen. Das letzte was da ist.. :(
Übrigens: habe doch tatsächlich das erste FuseBit meines Lebens
verändert... und nix ist passiert, ausser dass ich jetzt weiss dass ichs
richtig verdrahtet hab. Scheisse. Würde jetzt alles brach liegen könnte
ich morgen schön für die Klausur am Montag lernen. Aber so: Atmel-day!
Mal wieder.
Studiumse werden, gerade in der heutigen Gesellschaft, völlig
überbewertet.
Seitdem ich Mathematik mit zwei Tagen "lernen", einen davon betrunken,
geschafft hab (ohne den blassesten Schimmer) habe ich eine gewisse
Selbstsicherheit aufgebaut. Und Regelungstechnik... naja. Wird schon!
So. Weibchen schläft, Bier leer... Noch schnell ein, zwei
JackDaniels-Cola und ab in die Haja. Schluss mit dem Biergezänke. Und
jetzt nur keine Whisk(e)y Diskussion lostreten!