woran merkt man, dass man das Eisen3Chlorid erneuern muss?

Gast #1420268
Klingt banal, ist aber ernst gemeint: Nach einigen Ätzbädern bildet sich 
ja so ein Schlamm im Ätzbad. Es ätzt aber noch. Wenn man das Ätzbad 
erwärmt (soll man das bei Eisen3Chlorid)? ätzt es etwas schneller, aber 
trotzdem immer langsamer.

Wie warm macht Ihr das?

Wann wechselt Ihr das Ätzbad? Wie stellt Ihr fest, wann es soweit ist? 
Strichliste für jede Platine? Andere Methoden?
Gast #1420276
schoen schrieb:
>Wie warm macht Ihr das?

Zimmertemperatur. Das es schon bei Zimmertemperatur ätzt ist ja gerade 
der große Vorteil gegenüber Natriumpersulfat. Meiner Erfahrung nach 
kommt es weniger auf die Temperatur an als auf die Benetzungstechnik. 
Ich verwende ein Schaumätzgerät und erreiche bei Zimmertemperatur 
Ätzzeiten von unter 5 Minuten. Da wäre zusätzliches Erwärmen 
Zeitverschwendung.

>Wann wechselt Ihr das Ätzbad? Wie stellt Ihr fest, wann es soweit ist?

Genau dann, wenn mir die Ätzzeit zu lang wird.
Gast #1420286
Ich vergleiche die Zeit, die eine Platine braucht. Zu langsam heißt zu 
alt, aber das ist subjektiv. Man kann das relativ lange benutzen, und 
sogar durch Zusatz von Salzsäure innerhelb gewisser Grenzen 
regenerieren, wenn verbraucht.
#1421089
ja, das mach ich auch. Fe-suppe ist mir einfach unpraktisch in der 
handhabung. man sieht nichts und die Misterei an den Behältern gibt mir 
den Rest.

Aus H202/HCL Suppen lässt sich genial einfach das Cu ausfällen. Mach ich 
aber nicht mehr, das bischen geht (nach mehrfachen nachschärfen) in 
einer 1l Plasteflasche zum Sero.

Platinenbauer
Gast #1421142
Uhu Uhuhu schrieb:
>Dann kannst du aber auch gleich mit Salzsäure und H2O2 ätzen. Ich finde,
>das ist sowieso die beste Methode.

Aber auch die gefährlichste.
#1421206
Zarkov schrieb:
> Aber auch die gefährlichste.

In wiefern?

Wenn du dir mit der Fe-Brühe die Klamotten bekleckerst, sind sie genauso 
hinüber, als wenn du es mit HCl + H2O2 machst - Ätzmittel sind aggresiv 
und nicht als Lebensmittel geeignet.

HCl + H2O2 hat gegenüber Eisen-III-Chlorid beim Platinenätzen den 
Vorteil, daß es den Fotolack nicht unterätzt - deswegen wurde es z.B. 
auch bei der Produktion von Lochmasken für Fernsehröhren eingesetzt.

Außerdem geht es deutlich schneller, als andere gängige Ätzbäder und 
erwärmen muß man es auch nicht.
Gast #1421351
> HCl + H2O2 hat gegenüber Eisen-III-Chlorid beim Platinenätzen den
> Vorteil, daß es den Fotolack nicht unterätzt ...

Na, dann lass mal die Platine etwas länger drin. Das unterätzt genauso 
wie jedes andere Ätzmittel.
Gast #1421425
Wechseln, wenns subjektiv zu lange dauert. Andernfalls kommt es 
irgendwann zu unterätzungen, wenn die Platine zulange in der Plörre 
schwimmt.

Zu HCl-H2O2-Ätzen, ist meiner Meinung nach eine sehr feine Sache, da man 
im Gegensatz zu Fe-ätzen wenigstens sieht was man tut und es im 
Gegensatz zu NaPS einfach viel schneller geht.

@Platinenbauer: Wie fällt man das Cu denn aus?
Gast #1422484
>Uhu Uhuhu (uhu)
>Wenn du dir mit der Fe-Brühe die Klamotten bekleckerst, sind sie genauso
>hinüber,
Es entsteht eine Braunfärbung, welche mit Entfärber beseitigen werden 
kann. Löcher entstehen durch den Entwickler.
Bei Erschöpfung wird Fe immer grüner.

Antwort schreiben

Eine eigene Frage? Dieser Thread ist über 17 Jahre alt. Stell sie in einem eigenen Thread – dort lesen mehr Leute mit, und sie wird öfter und schneller beantwortet.

Neuen Thread starten

Eine Lösung, Ergänzung oder Rückmeldung zu diesem Thread? Dann antworte hier.

Formatierung
  • [c]C-Code[/c]
  • [code]Code in anderen Sprachen, ASCII-Zeichnungen[/code]
  • [math]Formel in LaTeX-Syntax[/math]
  • [[Titel]] – Link zu einem Artikel
  • Verweis auf einen anderen Beitrag: Rechtsklick auf dessen Beitrags-ID (#8078628), „Adresse kopieren“, in den Text einfügen

Mehr zur Formatierung

Längeren Sourcecode als Anhang, nicht in den Text. JPG nur für Fotos und Scans; Zeichnungen und Screenshots als PNG oder GIF. Siehe Bildformate.

Schon registriert? Anmelden

Wird nicht angezeigt. Wir schicken dir einen Link; sobald du damit bestätigst, erscheint dein Beitrag.

Mit dem Abschicken legst du einen kostenlosen Account an und erkennst die Nutzungsbedingungen und die Datenschutzerklärung an.