Alternative zur einfachen Schale bei HCl+H2O2?

OP Persönliche Seite #2574183
Hi Forum,

hat von Euch jemand eine Art Aetzgeraet fuer genannte Chemie im Einsatz, 
das diesen dauerhaft standhalten kann? Bei doppelseitigen Platinen in 
der Schalte ist das immer sehr suboptimal, da helfen auch die Rippels am 
Boden nichts... fuer Vorschlaege waer ich dankbar. Wenn es kommerzielle 
Produkte gibt waere es noch besser.

Greets,
Michael
OP Persönliche Seite
Matthias Lipinsky schrieb:
> Ich habe lange mit H202 und HCL geätzt. Was genau willst du wissen?

Das, was ich im ersten Beitrag geschrieben habe.

> Nimm nen Blubber und EisenIIIChlorid, geht bestens. Salzsäure ist
> absolut gefährlich! Ich kenne viele, denen ist das alles um die Ohren
> geflogen...

Danke, keinen Bedarf auf so eine Dreckspampe. Ich aetze schon seit ueber 
2 Jahren mit HCl+H2O2 und Beitraege wie dieser tragen nichts zum Thema 
bei.
Warner schrieb im Beitrag #2574349:
> Salzsäure ist
> absolut gefährlich! Ich kenne viele, denen ist das alles um die Ohren
> geflogen...

Ich frag mich was die "vielen" da so gemacht haben daß denen "alles um 
die Ohren fliegt"? Vielleicht Benzin und brennendes Streichholz 
dazugegeben?
Klar, man muß bei der Salzsäure mit den Dämpfen aufpassen, aber 
ansonsten wüsste ich nicht was da explodieren oder brennen sollte.

Ich nehm ne normale flache Plastikschale.

Der Trick für doppelseitig ist daß die Platine nicht auf dem Boden 
aufliegt. Ich hab mir aus Epoxidknete 2 Bollen geformt, ne Platinenecke 
reingedrückt und aushärten lassen. Die steck ich jetzt vor dem Ätzen auf 
2 gegenüberliegende Ecken. Die halten die Platine so vielleicht 5 mm 
überm Boden so daß auch die Unterseite genug abbekommt.

Nachteil ist natürlich daß ich an 2 Ecken nen paar Millimeter nicht 
nutzen kann. Da sind aber normal eh irgendwelche Befestigungslöcher und 
von daher ists egal.
Gast
Hallo Michael,

ich persönlich habe folgende Glasvase im Einsatz:

http://www.depot-online.com/glasvase-eckig.html

Die reicht vom (Innen-)Format her gerade so für eine Euro-Karte und ist 
von der Füllmenge her mit der kleinen Reichelt-/Proma-Ätzmaschine 
vergleichbar (ca. 1,7l).
Würde ich nochmal eine kaufen, würde ich aber eine Nummer größer nehmen:

http://www.depot-online.com/glasvase-eckig-h-20cm-l-25cm.html

Meinen bescheidenen chemischen Kenntnissen nach sollte Glas das 
aushalten, ich benutze die "Küvette" nur mit NaPS. Ich bin von dem 
kleinen Proma-Ätzgerät auf dieses Teil umgestiegen, als sich in deren 
Kunststoff erste Risse gebildet hatten (durch die das NaPS rauslief, 
tolle Sauerei...).

HTH

Viele Grüße
Christian
Gast
Michael G. schrieb:
> Ja gut, weisst Du DAS ist offensichtlich. Weniger offensichtlich sind
> die Dicht- und Klebstoffe, um das Glas zusammen zu halten...

Lebst du in der Nähe zu einer Universitäts-Stadt in der man Chemie 
studieren kann? Such dir den Laborgeräte-Glaser an der Uni und klage dem 
dein Leid ;) Der wird dir sicher eine Wanne nach deinen Wünschen machen, 
die dann völlig ohne Kleber dicht ist - quasi "glasgeklebt" könnt 
dranliegen, dass er Glas nimmt zum zusammensetzen der Teile...

Wenn's preiswerter (und vllt. auch billiger) sein soll empfehlen viele 
Leute diese eckigen Ikea-Vasen, allerdings habe ich damit keinerlei 
Erfahrungen.
Gast
dumdidum schrieb:
> Wenn's preiswerter (und vllt. auch billiger) sein soll empfehlen viele
> Leute diese eckigen Ikea-Vasen, allerdings habe ich damit keinerlei
> Erfahrungen.

Ich nehme eine Auflaufform aus Glas von IKEA. Allerdings ätze ich nur 
einseitig, so dass es mir egal ist wenn die Platine dort flach drin bzw. 
aufliegt.
Gast
> Lebst du in der Nähe zu einer Universitäts-Stadt in der man Chemie
> studieren kann? Such dir den Laborgeräte-Glaser an

Da kostet die Schale ca. 150 EUR.
Kann man machen, sit den meisten aber zu teuer.
Gast
Vielleicht sollte man besser mal drüber reden, daß HCL+H2O2 nach dem 
Einlegen einer Platine sehr schnell heiß wird, und zum "kochen" kommt. 
Erst recht natürlich bei 1:1, dieses Mischungsverhältnis klingt nicht 
nach praktischer Anwendung, sondern reiner Theorie...

Normale Plastikschalen gehen überhaupt nicht, nicht mal im kalten 
Wasserbad. Viel besser sind sehr dünnwandige Lebensmittelverpackungen in 
Schalenform. Mein Favorit: Tiramisu von Aldi Nord. Flache, dünnwandige 
Schale mit dennoch etwas Stabilität...

Allerdings fängt man meist mit Fe3Cl an, entdeckt dann hocherfreut 
HCL+H2O2, und landet am Ende doch wieder bei Fe3Cl...
Persönliche Seite
War das nicht ein Komplexion? Nee, ich schaue nicht jedesmal bei Wiki 
nach bevor ich poste.

Starke Oxidatoren werden auf Dauer Kunststoffe zerstören. Dazu gehören 
alle Per-Verbindungen, wie eben auch das Natrium- und Ammoniumpersulfat. 
Allerdings müßte man da wohl Tag und Nacht hantieren. Eher unüblich 
hier.


DIY russischer Art ist ein emaillierter Kochtopf.

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