Hi @all,
Ich habe mal eine Frage bezüglich Bedienelemente bei eigenen Projekten.
Wenn ich mir selbst ein Gehäuse anfertige, hätte ich auch gerne solch
ein Bedienfeld für die Beschriftung der einzelnen Schalter etc.
Klar, ich kann dies auch ausdrucken, laminieren und drauf kleben. Nur
würde mich es interessieren wie das bei den gekauften Geräten gemacht
wird.
Kann mir gut vorstellen, dass es ähnlich wie beim Belichten von
Leiterplatten gemacht wird, also mit Fotolack.
Leider finde ich bei Google nichts dazu und weiß auch nicht wonach ich
dabei genau suchen soll.
Viele Grüße, Thason
Früher häufiger: Frontplatte fräsen, mit Lack auffüllen.
Sonst häufig Folie. Mit Siebdruck die einzelnen Lagen: Beschriftung,
Hintergrund, transparente Farben, Klebe. Eventuell zwischendurch noch
Prägungen für Kurzhubtasten und Löcher stanzen bzw. lasern. Auch Tasten
und LED lassen sich zusätzlich auftragen mit Flexprint-Lagen.
Es gab mal fotobeschichtete Alufolien für den Zweck.
kurz gegoogled: Alucorex ist ein Handelsname bei Conrad 528846 und
528838 .
Ich habe das aber nie ausprobiert.
Früher (TM) habe ich Abreibebuchstaben mit Plastikspray gesichert (bzw.
herumschwimmen lassen, wenn es zuviel Spray auf einmal war).
Marcel Stach schrieb:> Nur würde mich es interessieren wie das bei den gekauften Geräten> gemacht wird.
Sehr oft: Siebdruck.
Wird sowohl auf eloxierten Aluminiumfronten, auf Plastik und auch auf
lackierten Metallfronten verwendet.
Messgeräte wie Oszilloskope haben hingegen eine von hinten bedruckte
transparent-matte Kunststoffolie als Front.
Bei Plastikfronten gibt es auch eingeprägte Beschriftungen (die man dann
nur noch bei ausgesuchten Lichtverhältnissen überhaupt lesen kann).
Vielen Dank für Eure hilfreichen Antworten. Interessant wäre hierbei für
mich das Thema Siebdruck. Habe schon einige Infos im Netz
zusammengetragen. Nur doof, dass die ganzen Utensilien, welche man dafür
braucht so "teuer" sind.
Als ich mir einige Siebdruck - Videos auf YouTube angeschaut habe, kam
mir der Gedanke, dass es doch auch möglich sein müsste mit der Technik
Platinenlayouts anzufertigen. Gerade weil ich der Annahme bin, hierbei
einige gute Kantenschärfe hinzubekommen und die Siebdruckfarbe
Lichtundurchlässig ist. Bei meinem Laserdrucker und dem darauffolgenden
Belichten, bin ich nicht immer sehr zufrieden. Hat das eigentlich schon
mal jemand versucht?
Viele Grüße, Thason
Wenn Du mit Siebdruck Platinen machen willst, kannst Du dir die
Belichterei, der Platinen, sparen, und gleich mit ätzfester Farbe auf
das Basismaterial drucken. Das ist übrigens auch in der Industrie schon
so gemacht worden, daher auch der Begriff 'gedruckte Schaltung'.
Mit freundlichem Gruß - Martin
Marcel Stach schrieb:> Nur doof, dass die ganzen Utensilien, welche man dafür> braucht so "teuer" sind.
Siebdruck für Einzelanfertigungen? Das ist nicht nur teuer, sondern ein
Riesenaufwand.
Das mit den belichtbaren Aluplatten funktioniert ziemlich gut. Sieht
sehr professionell aus, ist ziemlich abriebfest und schnell gemacht für
jemanden, der auch Platinen belichten kann.
Gravieren und mit Lack auslegen - naja, nicht jeder hat ne
CNC-Graviermaschine. Ordentlich gemacht ist das natürlich das
nonplusultra. Ziemlicher Aufwand, nicht jedermanns Sache. Ordentlich
ausschauen darfs gerne, aber allzuviel Aufwand möchte ich persönlich da
nicht rein stecken.
Wo bekomme ich denn solche belichtbaren Aluplatten her? Habe schon
gegoogelt, konnte aber leider (noch) nichts finden. Oder könntet Ihr mir
einen Suchbegriff empfehlen?
Viele Grüße, Thason
Siebdruck vor dem Ätzen von Platinen ist eher was fürs grobe. Feine
Leiterbahnen werden schwierig, weil man immer die "Rasterung" durch das
Gewebe hat. Daher ist diese Methode auch zu Zeiten von vergleichsweise
großen Bauteilen verwendet worden.
Die oben schon genannte Conrad -Nummer 528838 führt direkt zu 1,5mm
dicken Aluplatten von Bungard die beidseitig beschichtet sind. 215 x 66
x 1.5 mm Schwarz (eloxiert).
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