High-Side 24V, max. 2A mit 5V UC schalten – Welcher P-Channel FET?

OP #4309663
Hallo,

ich muss für eine Ausstellung Relais, Motoren ansteuern, aber auch 
Eingänge für Schalter vorsehen.

Da es um mehrere Objekte geht, möchte ich Platinen ätzen. Noch sind die 
genauen Ein-/Ausgänge nicht 100% fix, deshalb möchte ich möglichst 
flexibel sein: Man kann mit einer Lötbrücke später Eingang/Ausgang 
definieren.

Maximal müssen 24VDC mit ca 2A geschaltet werden können.

Ich habe noch nie mit P-Kanal FETs gearbeitet und bin mir ziemlich 
unsicher, ob die Schaltung, die ich oben angehängt habe so funktionieren 
kann.

Kann ich den IRF9530 direkt am UC betreiben? Gibt es vielleicht eine 
bessere Wahl? Ich habe nicht so viele P-Channel mit expliziten TTL 
gefunden — gibt es die?

R1: optional – ansonsten gebrückt
R2: 100R
R3: 10k

Danke!

Hans

PS: Ja — ich möchte P-Channel verwenden :) Bitte keine N FETs 
vorschlagen.
Angehängte Dateien:
Hansi C. schrieb:

> ich muss für eine Ausstellung Relais, Motoren ansteuern, aber auch
> Eingänge für Schalter vorsehen.
>
> Maximal müssen 24VDC mit ca 2A geschaltet werden können.

Und wieviel Spannung minimal?

> Ich habe noch nie mit P-Kanal FETs gearbeitet und bin mir ziemlich
> unsicher, ob die Schaltung, die ich oben angehängt habe so funktionieren
> kann.

Nicht für 24V. Siehe Treiber (unter H-Side Treiber)

> Gibt es vielleicht eine
> bessere Wahl? Ich habe nicht so viele P-Channel mit expliziten TTL
> gefunden — gibt es die?

Ja. Das sind dann allerdings keine p-Kanal MOSFETs, sondern laufen unter 
dem Namen "ProFET" oder "Smart Switch". Intern sind es allerdings 
n-Kanal MOSFETs, aber mit

> PS: Ja — ich möchte P-Channel verwenden :) Bitte keine N FETs
> vorschlagen.

willst du vermutlich sagen, daß du einen H-Side Switch willst. Und genau 
das sind die ProFETs. Da sie aus dem Automobilbereich kommen, wollen sie 
aber nominal 12V sehen. Mehr Spannung ist für die meisten Typen kein 
Problem, aber unter ca. 8V geht nichts mehr.

Neben dem logik-kompatiblen Steuereingang ist ein Vorteil dieser Dinger, 
daß sie Schutzschaltungen gegen so ziemlich alle Unbill eingebaut haben. 
Die kriegt man fast nicht kaputt.
OP
Tausend Dank für die Antworten bisher!

Der BTS462 wär mir natürlich am liebsten, weil man ja doch einige 
Bestückerei spart, wenn man den Kanal 60x löten muss...

Meine einzige Sorge ist, dass es unter Umständen Probleme beim Dimmen 
von LEDs geben könnte. Hat jemand dazu Erfahrungswerte? Die Aus- / 
Einschaltzeiten im Datenblatt gehen in den dreistelligen µs Bereich...

Schöne Grüße,
Hans
Gast
Hansi C. schrieb:
> ich muss für eine Ausstellung Relais, Motoren ansteuern, aber auch
> Eingänge für Schalter vorsehen.

Hansi C. schrieb:
> Meine einzige Sorge ist, dass es unter Umständen Probleme beim Dimmen
> von LEDs geben könnte

Sag mal, willst du die Leute die dir hier helfen wollen hier verarschen 
?

Erst sind es Relais und Motoren, dann LEDs, je nach Lust und Laune aber 
hauptsächlich anders als gestern.
Gast
Hansi C. schrieb:
> Der BTS462 wär mir natürlich am liebsten, weil man ja doch einige
> Bestückerei spart, wenn man den Kanal 60x löten muss...

Wenn Du Deine Anforderungen besser aufschlüsseln kannst, wären 4-fach 
Schalter wie z.B. der VN340 mit typ. 0,7 A einfacher aufzubauen.

Für Deine LEDs solltest Du die Ströme nennen, damit man schnelle 
Schalter empfehlen kann. UDN2987 wäre eine Hausnummer: 8-fach ca. 0,4 A.
OP
Haben diese integrierten Switches denn eine vergleichbare 
PWM-Performance wie diese Schaltung? (Danke dafür!)

Ich habe keinen solchen Switch hier zum Testen. Wär natürlich super, 
wenn jemand von euch schon mal LEDs damit gedimmt hat und unterschreiben 
kann, dass es passt :)
Gast
Hansi C. schrieb:
> Die Aus- /
> Einschaltzeiten im Datenblatt gehen in den dreistelligen µs Bereich...

Ja - die BTS und ITS Typen haben diese Zeiten. Aber ich würde sie nicht 
mehr hergeben wollen da einfach einen SO8 rein und fertig. Mit 2A wird's 
ein bischen schwieriger aber immer noch möglich, notfalls Last auf 2 
aufteilen oder einen geeigneten suchen.

rgds
Hallo,

ich habe ein Verständnisproblem zu der Schaltung und einfacher ist die 
auch nicht.

Wenn Q2 leitet, dann liegt doch an der Basis von Q1/Q3 liegt ca. 9V an.

Von Q3 aus betrachtet. Demzufolge sollte am Gate von Q4 ca. 9,7V 
anliegen. Basis Q3 9V + seine 0,7V BE Spannung. Demzufolge sollte an Q4 
UGS 26V sein.

Denkfehler?
Richtig, R2 legt den Strom fest I = (5V-0.7V)/R2
und R1 bestimmt die Spannung am Gate.
Q1 und Q3 arbeiten komplett analog als Spannungsfolger.

Dadurch kannst du x-beliebigen P-Fet nehmen, verzichtest dabei aber auf 
die Überwachung von Kurzschluss und Temperatur.

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