Weitere Schutzmassnahmen nötig?

Gast #359179
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Hallo zusammen,

ich schalte mit einem Logiclevel-Fet (IRLU024N) (N-Kanal) einen
Elektromagneten.
Ich mach mir etwas sorgen beim Abschaltmomenten... Der Fet hat bereits
eine Diode eingebaut (Kathode am Drain, Anode an der Source).
Reicht das, oder sollte man eine externe Diode anbringen?
Muss man sonst noch etwas beachten? Ich schalte den Elektromagneten nur
an und ab, der Fet verbindet lediglich den Magneten mit der
Spannugnsquelle.

Herzlichen Gruss
Mario
Gast #359181
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Ok, vielen Dank! Werde noch en 4001er dazuschalten.

Aber etwas verwirrt mich dennoch.. Wie kann diese Diode funktionieren?
Die Induktivität "polt" sich doch im Abschaltmoment um.. Dann wirkt
bei mir diese Diode aber nicht mehr... ???
Gast #359182
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Hallo,

schau doch mal im Datenblatt des Herstellers nach. Dort sind sicher
Werte für die Belastbarkeit der Diode. Zudem sind Deine
Ausschaltvorgänge ja nicht so hochfrequent - also eher seltene
Vorgänge. Das macht die Sache eher unkritisch.

Gruß

Wolfgang
--
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Gast #359184
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die eingebaute Diode nützt überhaupt nichts. Bis auf Sonderfälle ist es
eh nur eine parasitäre Diode mit grottenschlechten Werten.
Ausserdem tritt die Abschaltspannung mit positiver Polarität (also +Ub
+ Induktionsspannung) auf, dafür ist die interne Diode in Sperrrichtung
geschaltet.
1N40xx oder 1N54xx ist zu langsam. Nimm eine schnelle Diode.
Besser noch ist ein Schutzelement parallel zum FET. Kann ein Varistor,
eine Z-Diode oder eine TVS-Diode sein.
Gast #359185
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Hmm, moment mal.. Wie muss ich die Diode dann verschalten? Die im FET
ist doch eben verkehrtherum drin (sie sperrt wenn der Magnet
abschaltet, sollte sie nicht leiten?)
.. Wie mach ich dann die externe Diode ran? Kann die ja nicht
antiparallel zur internen Diode verschalten... ???
(Firma: Promaxx.net) #359188
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Eine Induktivität polt sich nicht um !
Im Moment des Abschaltens besteht ein magnetisches Feld, das einen
Strom im Leiter induziert, der genauso fließt, wie bei geschlossenem
Stromkreis. Das ist ein physikalisches Gesetz!

Der Strom fließt weiter. Entweder durch den FET, oder er springt durch
die Luft (hohe Spannungen, Einsatz z.B. bei Zündtrafos).

Du schaltest mit einem N-Kanal-FET in der Highside eine Magnetspule,
dann solltest Du parallel zur Spule eine schnelle Diode schalten, die
den Betriebsstrom und die Spannung verträgt. Dann kann im Moment des
Abschaltens der Strom durch die Spule weiterhin fließen und baut keine
unnötig hohen Spannungen auf.
Gast #359189
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Eben, ich schliess einfach mit der Diode die Spule kurz.. Also mach ich
die Anode der Diode ans Drain und die Kahtode ans andere Ende der
Spule.... Beim Abschalten fliesst der Strom dann durch die Diode und
schliesst die Spule kurz.. Was wäre denn eine schnelle Diode? Ne dicke
Schottky?
Gast #359192
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Lieber Murus, beim Schalten induktiver Lasten, wie z.B. Relaismagneten,
treten im Moment des Ausschaltens Induktionsströme auf, die in
ENTGEGENGESETZTER Richtung wie der Betriebsstrom der Spule fließen!
Deshalb überbrückt man die Magnetspule mit einer in SPERRICHTUNG
gepolten Diode, die dann diesen Induktionsstrom kurzschließt. Es kann
auch eine Zenerdiode ganz normal in Serie zur Spule geschaltet werden,
die Diode in Sperrichtung parallel zu Spule ist aber am einfachsten.

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