Wie nennt man diesen Parameter?

Gast #5921968
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Hallo zusammen,

ich habe mich gerade in das Thema "Mosfet" eingelesen und habe da ein 
Frage zu einem Parameter in Datenblättern. Da Mosfets nicht perfekt 
sperren und minimal ein Strom durch Drain-Source durchfließt, wollte ich 
wissen, wie man diesen Leckstrom in Datenblättern nennt.

MfG
Gast #5922004
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Der leckärmste MOSFET, den ich kenne, ist der BSP125 mit max. 100 nA bei 
600 V und Raumtemperatur. Geht dann aber auch auf 5 µA hoch, wenn die 
Temperatur auf 125°C steigt.

Welche anderen Rahmenparamter brauchst du noch?

Beim CD4066 ist der typ. Eingangsleckstrom mit 10 pA bei Raumtemperatur 
angegeben. Maximal jedoch 100 nA. Bei höheren Temperaturen jedoch max. 1 
µA.
#5922013
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letztendlich muss man das Verhältnis Imax : Ileck sehen.
Grosse Maximalströme bedingen nun mal geometrisch grosse Kanäle und 
damit höhere Leckströme.
Also temdenziell sollten Fets mit kleinerem Drainstrom auch kleinere 
Leckströme haben.
In der Praxis interessiert 1µA Reststrom nicht, wenn ich 1A, 10A oder 
mehr schalten will. Für mich war der Reststrom noch nie ein 
auschlaggebender Auswahlpunkt. Interessanter sind da Gateladung, RDSon, 
Wärmewiderstand neben den grundlegenden Parametern Drainstrom und 
SPerrspannung.
Falls es Anwendungen gibt, die einen besonders geringen Leckstrom 
erfordern, gibts sicher auch Typen die das bieten. Ich habe noch nie 
danach gesucht.
Warum brauchst du das?
Gast #5922020
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Wenn du mosfets mit niedrigem Leckstrom suchst, suchst du welche mit 
hohem Vth. Außerdem könntest du in einer Anwendung mit Vgs noch unter 0V 
gehen, aber meistens ist der Leckstrom von diskreten mosfets nicht der 
entscheidende parameter.
Gast #5922037
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H.Joachim S. schrieb:
> Warum brauchst du das?

Danke für eure Antworten. Ich möchte meine Schaltung mit einem LiPo Akku 
versorgen und mit Mosfets jederzeit Bauteile wie einen FDTI Chip oder 
GPS Modul ein-und abschalten können. Meine Schaltung arbeitet mit einem 
3,3V Pegel. Wenn die Bauteile abgeschaltet sind, dann spielt der 
Leckstrom der Mosfets für mich eine wichtige Rolle. Die sollte so klein 
wie möglich sein. Deswegen habe ich auch ursprünglich danach gefragt.

MfG
Gast #5922038
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Faustregel: 100 µA im Jahr sind rund eine Ah.

Wie klein ist denn das Akkumulatörchen? Wie viele Jahrzehnte bei harter 
kosmischer Strahlung muss denn die Schaltung aushalten?

Für eine Anwendung, wie den zweiunddrölfsten Datalogger reichen 2N7002 / 
BSS84 locker aus.
Konzentrier dich auf die Software mit einer effizienten Prozesszeit und 
einen möglichst langen Power-Donw-Cycle.

Wenn das nicht reicht, verwende Bauteile mit Enable / 
Power-Down-Eingang.

Lektüre: 
https://www.google.com/url?sa=t&rct=j&q=&esrc=s&source=web&cd=1&ved=2ahUKEwi-x8bNvdjjAhVCuqQKHf39C2UQFjAAegQIAhAC&url=https%3A%2F%2Fwww.analog.com%2Fmedia%2Fen%2Ftechnical-documentation%2Fapplication-notes%2Fan23f.pdf&usg=AOvVaw3UzqNPacCrqWyecgDWHK5E
#5925584
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Hello schrieb:
> H.Joachim S. schrieb:
>> Warum brauchst du das?
>
> Danke für eure Antworten. Ich möchte meine Schaltung mit einem LiPo Akku
> versorgen und mit Mosfets jederzeit Bauteile wie einen FDTI Chip oder
> GPS Modul ein-und abschalten können. Meine Schaltung arbeitet mit einem
> 3,3V Pegel. Wenn die Bauteile abgeschaltet sind, dann spielt der
> Leckstrom der Mosfets für mich eine wichtige Rolle. Die sollte so klein
> wie möglich sein. Deswegen habe ich auch ursprünglich danach gefragt.
>
> MfG

Wenn du mit der Sättigungsspannung leben kannst, dann wären wohl 
BC846S/856S von Infineon besser. Weil man meist ja Temperaturen unter 
150°C hat, sind die Kurven in deren Datenblättern dazu auch ganz 
interessant. Bei niedrigen Temperaturen haben auch die BC817/818 
deutlich weniger als 1uA. Die meisten anderen Hersteller haben diese 
Leckstromkurven aber nicht im Datenblatt, auch wenn deren Teile sich 
ähnlich verhalten werden.
#5925787
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Hello schrieb:
> H.Joachim S. schrieb:
>> Warum brauchst du das?
>
> Ich möchte meine Schaltung mit einem LiPo Akku versorgen
> Wenn die Bauteile abgeschaltet sind, dann spielt der
> Leckstrom der Mosfets für mich eine wichtige Rolle.

Jein.

> Die sollte so klein wie möglich sein.

Sicher nicht. Nicht so klein wie möglich.
Sondern so klein wie nötig.

Der Teil, der den MOSFET steuert, braucht Strom. Der LiPo Akku hat eine 
Selbstentladung, die wie ein ständig fließender Laststrom wirkt. Wenn 
der Sperrstrom des MOSFET eine Zehnerpotenz niedriger ist, dann reicht 
das vollkommen.

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