Hallo,
ich möchte durch eine LED (Optokoppler) einen Strom von max. 15 mA
versorgen. Wird die Schaltung mit Strömen > 15 mA betrieben, soll der
überschüssige Strom an der LED vorbeigeleitet werden. An einer 100 mA
Konstantstromquelle etwa soll durch die LED 15 mA fliesen, die
restlichen 85 mA in selbiger vorbei. Dazu habe ich mir die Schaltung im
Anhang ausgedacht. Überlegung: Zunächst sperrt Q1 bis durch D1 und R1 15
mA fliesen. Durch den Spannungsabfall an R1 wird Q1 leitend und lässt
den restlichen Strom passieren. Kann das so funktionieren?
Grüße
Werner
Werner schrieb:> Dazu habe ich mir die Schaltung im Anhang ausgedacht.
Kann so gehen.
Der Strom ist natürlich nicht besonders genau, sondern sinkt mit
steigender Temperatur von Q1.
Im Prinzip ja. Es ist ein Shjntregler.
Das wird allerding nicht sehr steil im Übergang sein und zudem
temperaturabhängig.
Simuliere doch einfach mal mit LTSpice.
Habe das eben simluiert: Bei einer Stromversorung von 15 - 100 mA gehen
12,2 - 12,5 mA durch die LED. Das sollte für den Optokpller ausreichend
konstant sein. Wie finde ich den Einfluss der Temperatur heraus?
Gruß
Werner
Werner schrieb:> Wie finde ich den Einfluss der Temperatur heraus?
Bei LTSpice:
Direktive z.B.: .temp -20, 20, 60, 100
Gibt dann 4 Kurven für die 4 Temperaturen.
tolle Schaltung, nur hast du immer die Spannungsverluste an der BE und
an der LED.
Ich hatte es mir einfacher gemacht, 2 Dioden in Reihe ca. 1,4V und da
die Opto LED mit RV parallel weil Opto LEDs mit ca. 1,2V sind, bleibt
ca. 0,2V für den RV der Opto LED über.
Funktioniert auch für eine Interlock Schaltung.
Hallo,
ich bin auf der Suche nach einer ähnlichen Lösung.
Folgende Situation:
eine Konstantstromquelle mit 700mA bis 110V versorgt 100m entfernt 24Stk
3W Highpower LED´s (pro Led ca.3,4V).
Laufzeit: 15min
Pause: 20min
Problem:
durch große Steigerung der Umgebungstemperatur von 25°C auf 60°C kommt
die Kühlung zu kurz.
Für eine größere Kühlfläche, mehr Lüfter oder Wasserkühlung ist wie so
oft kein Platz.
Lösung:
ich stelle mir als Lösung einen Temperatur gesteuerten Stromableitregler
vor, sodass die Leistung der LED´s mit steigender Umgebungstemperatur
abnimmt.
Jetzt bin ich auf der Suche nach einer möglichst Platzsparenden Lösung
die ich ca. 0,5m neben dem Kühler platzieren kann. Dort habe ich wieder
Kühlfläche zur Verfügung.
Hatte auch schon an Heatpipes gedacht, brauch aber eine bewegliche
(flexible) Verbindung zwischen dem Led Kühlkörper und der 0,5m
Entfernten.
Besten Dank für Vorschläge
Matthias R. schrieb:> Lösung:> ich stelle mir als Lösung einen Temperatur gesteuerten Stromableitregler> vor,
Andere Lösung: Den Strom der KSQ durch steuern der KSQ reduzieren (in
Abhängigkeit der Temperatur).
GGfs. die die jetzige KSQ gegen eine tauschen, die steuerbar ist.
Eine Zenerdiode (>=0.5W) antiparallel zur LED und Vorwiderstand könnte
auch helfen.
Die Durchbruchspannung sollte natürlich in einem sinnvollen Verhältnis
zur Vf der LED stehen (beispielsweise so um die 5V), damit der
Vorwiderstand für die Optokoppler LED nicht zu klein wird.
MaWin schrieb:> Der Strom ist natürlich nicht besonders genau, sondern sinkt mit> steigender Temperatur von Q1.
Eine Z-Diode im Emitter von Q1 verbessert die Temperaturabhängigkeit ca.
um den Faktor 10. Eine 1,3 Watt temperaturkompensierte ZD wäre ideal,
muss aber nicht sein, weil 6 Volt ZD von Hause aus schon einigermaßen
temperaturstabil sind. Wenn die Stromquelle eine hohe Leerlaufspannung
hat, kann Q1 auf einen Kühlkörper montiert werden und die überschüssige
Leistung bequem verbraten, ohne dass der Widerstand und die Z-Diode sich
weiter erwärmen.
Ach Du grüne Neune schrieb:> Eine 1,3 Watt temperaturkompensierte ZD wäre ideal
Dann braucht man aber den Transistor auch nicht mehr.
Mit der anti-parallel geschalteten Z-Diode (mal angenommen 5.1V) muss
die ja bei 100mA "nur" 0.51W verbraten.
Ich denke mal, so genau müssen die 15mA nicht sein
(temperaturabhängigkeit), ein (etwas modernerer) Optokoppler ist ab 5mA
schon gut bedient... Das ganze ist ja eher als Strombegrenzung gedacht.