Hallo,
ich möchte mit einem NE555 eine Schaltung aufbauen, die sowohl in der
Frequenz, als auch Tastverhältnis via Potis geändert werden kann.
Nun habe ich eine Verständnisfrage wegen der Berechnung der Frequenz:
F=1.44/[(R1+2*R2)*C1]
Die 2*R2 sind doch einmal R2 beim Aufladen und einmal R2 beim Entladen ?
Schaltung im Anhang hoffe ich ...
Frage ist nun, ändert sich die via Poti R1 eingestellte Frequenz, wenn
ich via Poti R2 das Tastverhältnis ändere ?
Und weil's auch klickibunti werden soll, kann ich die Dioden gegen LEDs
austauschen, so das einmal Rot beim Laden und einmal Gelb beim Entladen
blinkt ?
Oder hab' ich da was total verpeilt ?
Danke für jede Info ;)
@ frickler (Gast)
>ich möchte mit einem NE555 eine Schaltung aufbauen, die sowohl in der>Frequenz, als auch Tastverhältnis via Potis geändert werden kann.
Dazu brauchst du zwei NE555, sinnvoll als Doppeltimer NE7555.
>Die 2*R2 sind doch einmal R2 beim Aufladen und einmal R2 beim Entladen ?
ja.
>Und weil's auch klickibunti werden soll, kann ich die Dioden gegen LEDs>austauschen, so das einmal Rot beim Laden und einmal Gelb beim Entladen>blinkt ?
Nein.
>Oder hab' ich da was total verpeilt ?
Ziemlich.
MfG
Falk
@ Falk Brunner (falk):
Warum brauche ich zwei NE555 dafür ?
So wie ich den NE555 verstehe läßt sich mit meiner Diodenschaltung das
Tastverhältnis frei einstellen.
Wart mal wo war den das mit 50% Tastverhältnis im Netz ...
Hey da hat sogar jemand die gleiche Idee gehabt :-D
Gerade gefunden:
http://www.uoguelph.ca/~antoon/circ/pwm555.html
Meine Frage wurde trotzdem nicht beantwortet.
Also bitte mich aufklären warum meine Schaltung nicht funktionieren wird
und wie das mit zwei NE555 gehen soll, der eine triggert dann wohl den
anderen ?
Danke ;-)
@ frickler (Gast)
>Warum brauche ich zwei NE555 dafür ?
Weil du Tastverhältnis UND Frequenz ändern willst. Wozu auch immer.
>So wie ich den NE555 verstehe läßt sich mit meiner Diodenschaltung das>Tastverhältnis frei einstellen.
Aber nur das.
>und wie das mit zwei NE555 gehen soll, der eine triggert dann wohl den>anderen ?
Ja. Einer arbeitet als astabiler Multivibrator mit veränderlicher
Frequenz, der zweite als Monoflop.
MfG
Falk
Die Schaltung in dem angegebenen Link funktioniert, weil R1 (1k) sehr
klein gegenüber dem Widerstand von P2 (50k) ist. Über R1 und P2 wird
der Kondensator geladen, über P2 (Pin7-Discharge) entladen.
R1 spielt also praktisch keine Rolle, nur das Verhältnis der Widerstände
von P2 rechts und links des Schleifers. Deswegen bleibt die Frequenz
nahezu konstant, nur die Lade- und Entladezeiten ändern sich gegen-
sinnig.
Bei Deiner Schaltung ist das nicht der Fall.
Mit zwei 555 würde ich nicht arbeiten, das einfachste ist, den
zeitbestimmenden Kondensator umschaltbar zu machen, um verschiedene
Frequenzen auszuprobieren.
Wenn Du etwas lernen willst, solltest Du die Schaltung von uoguelph
mal mit Deiner vergleichen (beide aufbauen und testen).
Der NE555 taugt zu vielem, aber zu nichts richtig, vergiß ihn.
Nimm die Standardschaltung für nen frequenzvariablen Dreieckgenerator
mit 2 OPVs (Integrator + Komparator) und dahinter nen Komparator mit
einstellbarer Schaltschwelle für Recheckformung mit variablen
Tastverhältnis.
Oder nimm einfach nen ATtiny25, 2 Potis an 2 ADC-Eingängen und schreib
dafür etwas Software.
Peter
Also nun bin ich mehr als verwirrt ...
Einerseits geht es so wie ich's dachte nicht.
Andererseits funktioniert das mit den Dioden doch ????
Ja aber warum dann nicht mit meinem Poti als Frequenzregler ?
Heißt das das die 2*R2 nur bei Laden oder nur bei Entladen gültig sind ?
Ich habe leider kein Oszi um etwas sinnvolles zu messen, sonst würd' ich
es probieren ;)
Und es geht ja um den NE555 und nicht einem frei programmierbaren
Baustein.
Nicht zu erwähnen das ein µC zehnmal (oder mehr) so teuer wie ein NE555
ist ...
Sorry ;-)
frickler wrote:
> Nicht zu erwähnen das ein µC zehnmal (oder mehr) so teuer wie ein NE555> ist ...> Sorry ;-)
Egal wie billig, ein IC, der nicht für die Aufgabe taugt, ist immer zu
teuer!
Sorry ;-)
Du kannst nie Frequenz und Tastverhältnis getrennt einstellen, auch
nicht mit 2* NE555.
Neben der klassischen Dreieckgeneratorschaltung gibts noch universelle
Generator-ICs (MAX038), aber die kosten viel mehr als ein MC.
Peter
Wie wäre es mit einem Kompromiss?
Setze hinter den Dioden statt des Potis zwei einzelne Potis (je als
veränderbarer Widerstand geschaltet) ein, dann kannst Du mit dem einen
Poti die Impulsdauer einstellen, mit dem anderen die Impulspause, Beide
Potis gleichsinnig verändern die Periodendauer (Frequenz), gegensinnig
den Tastgrad. Die Bedienung ist zwar etwas gewöhnungsbedürftig, erlaubt
Dir aber (um die Ecke) das Spielen mit Frequenz und Tastgrad.
Ich vereinfache die Schaltung meist, indem ich Pin 7 unbeschaltet lasse
und den (veränderbaren) Widerstand zwischen Pin 3 (Ausgang) und Pin 2+6
(Comp-Eingänge) schalte, den Kondensator zwischen Pin 2+6 und GND. So
funktioniert die Schaltung dann auch mit einem CMOS-ST-Gatter wie 4093.
Inzwischen würde ich das aber auch mit einem AVR erledigen. Nicht gleich
Tiny25 (müsste ich erst kaufen), aber ein (vorhandener) Tiny15 oder
Tiny13 tut das vermutlich auch.
...