ich habe einen Printtrafo mit 2x 9V Sekundärspannung und benötige -6V, +6V und +15V (durch 7806/7906 & 7815).
Kann ich diese 3 Spannungen problemlos durch ein und den selben Trafo mit ein und dem selben Massepunkt erzeugen? Meine Idee befindet sich im Anhang. Kann man das so machen?
Na klar wird das nichts, du benutzt ja so einmal den unteren Zweig als "Minus" und einmal als "GND".
Wenn dann mit einer Ladungspumpe wie oben beschrieben, allerdings gibt das ein Lastproblem. Sowas macht man nur für negative Hilfsspannungen, z.B. um irgend einen OP auf echte Null zu symmetrieren / eine Eingangspannung auf symmetrisch zu bekommen.
Bei Leistungsanforderung ist das einfachste ein extra Trafo. Dann bleibt der obere Bereich schön symmetrisch belastet.
ich habe einen Printtrafo mit 2x 9V Sekundärspannung
Unklare Beschreibung: Hat der Trafo EINE 18V-Sekundärwicklung
mit Mittelanzapfung (sekundär drei Anschlüsse), oder hat er
ZWEI GALVANISCH GETRENNTE 9V-Wicklungen (sekundär vier
Anschlüsse)?
Im zweiten Falle (getrennte Wicklungen) versieht man jede
Wicklung mit zwei Einweg-Gleichrichtern für symmetrische
Ausgangsspannung und verbindet auf der Gleichspannungsseite
"-U" des einen Systems mit "0V" (Mitte) des anderen.
Im zweiten Falle (getrennte Wicklungen) versieht man jede
Wicklung mit zwei Einweg-Gleichrichtern für symmetrische
Ausgangsspannung und verbindet auf der Gleichspannungsseite
"-U" des einen Systems mit "0V" (Mitte) des anderen.
"Einweg-Gleichrichter" (ist da Pfand drauf?) sind mit Ausnahme der Ladungspumpe eine schlechte Wahl. Die Ausgangsspannung bricht bei Belastung deutlich früher ein als bei einem Brückengleichrichter.
So hatte ich es seinerzeit gemacht um 12 V für DC-Motor, 5 V für Logik und -12 V für OPVs (<= 50 mA) zu erhalten.
Um aus 2 x 9 V Wicklungen 15 V zu erhalten, muß der Trafo für höhere Ströme einen kleinen Innenwiderstand aufweisen: Ringkern. Printtrafos <= 30 W sind erfahrungsgemäß nicht gut geeignet.
Probieren!
Im zweiten Falle (getrennte Wicklungen) versieht man jede
Wicklung mit zwei Einweg-Gleichrichtern für symmetrische
Ausgangsspannung und verbindet auf der Gleichspannungsseite
"-U" des einen Systems mit "0V" (Mitte) des anderen.
Das könnte tatsächlich eine akzeptable Lösung sein -- vorausgesetzt dass die Stromaufnahme der unbekannten Verbraucher bzw. zu versorgenden Schaltungen hinreichend gering ist, um trotz der Einweggleichrichtung mit noch praktikabel großen Glättungselkos auszukommen, sodass die Rohspannung jeweils U_out+U_drop der Regler-ICs nicht unterschreitet.
Insofern ist eine kompetente Antwort auf die Eröffnungsfrage nicht möglich, solange der TO meine bereits gestern um 13:58 Uhr gestellte Frage zur geforderten Strombelastbarkeit der einzelnen Ausgänge nicht beantwortet.
Vorausgesetzt, es sind getrennte 9V Wicklungen:
Untere 9V Wicklung: unten GND oben zweimal Einweggleichrichtung für +-12V, dann 7806/7906.
Obere 9V Wicklung: Brückengleichrichtung für 12V, Minus mit den unteren +12V verbinden ergibt +24V am Plus, dann 7815.
Zuzüglich Elkos.
Gibt es überhaupt eine Möglichkeit, mein Vorhaben mit nur 2
Sekundärwicklungen umzusetzen oder benötige ich immer eine dritte?
Das kommt drauf an, wieviel Strom du auf den einzelnen Spannungen benötigst und welche Größe von Kondensator du bereit bist, einzusetzen? (Stichwort Einweggleichrichtung)
ich habe einen Printtrafo mit 2x 9V Sekundärspannung und benötige -6V,
+6V und +15V (durch 7806/7906 & 7815).
Muss es ein Trafo sein?
Kauf dir ein 15V Steckernetzteil oder eine USB C PD fähiges Netzteil. Das kann 15V nativ rausgeben, es muss aber ausgehandelt werden. Einfacher ist das Steckernetzteil. Damit bist du schonmal alle 230V Sorgen los.
Die +- 6V erzeugst du mit einem RECOM oder TRACO. 6V sind zwar eher unüblich, +-5 oder +-9V sind gängiger. Der RECOM RS3 läuft mit 9-18V und haut dir +- 3,3V, 5V, 9V, 12V oder 15 raus mit 3W Ausgangsleistung. Gibt auch welche mit mehr Power. Müssen es denn genau 6V sein? Falls nicht, würde ich auf den modernen Weg umschwenken.
Wenn es sein muß, kann man sogar aus einer Wicklung 3 Spannungen generieren. Hatte ich mal in den Achzigern fürs EPROM der Melodieklingel so gemacht.
5V aus Graezbrücke mit Stabi dahinter,
Spannungsverdoppler mit Stabi auf 12V, negativer Spannungsverdoppler auf -5V.
Da die Hilfsspannungen nur gering belastet wurden, war das klein Problem.
Vorausgesetzt, es sind getrennte 9V Wicklungen:
Untere 9V Wicklung: unten GND oben zweimal Einweggleichrichtung für
+-12V, dann 7806/7906.
Obere 9V Wicklung: Brückengleichrichtung für 12V, Minus mit den unteren
+12V verbinden ergibt +24V am Plus, dann 7815.
Zuzüglich Elkos.
Würde allerdings die untere Wicklung asymmetrisch belasten und dem Trafo wohl nicht so sehr gefallen. Obwohl die Idee reizvoll ist.
Würde allerdings die untere Wicklung asymmetrisch belasten und dem Trafo
wohl nicht so sehr gefallen.
Ist das wirklich ein Problem in der Leistungsklasse?
Wenn ja, dann halt bei der oberen Wicklung auch nur Einweggleichrichtung machen, aber asymmetrisch zur unteren Wicklung, dann gleicht sich die Schieflage im Kern aus.
Leider hat der TO bisher nichts zur Strombelastung gesagt.