HC595 schaltet willkürlich Ausgänge ab, Ich weis nicht was ich noch machen kann

OP #3520468
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Hallo Leute,
ich habe ein riesen Problem mit 3 HC595.
Also folgendes Problem. Es sollen mit den ICs 24 LED geschaltet werden.
Prinzipiell funktioniert das auch, ABER:
Die LEDs gehen willkürlich aus wenn sich was in der Umgebung verändert 
und wieder an.
Ich hab dazu ein kleines Video gemacht wo man das schön sieht:
http://we (punkt) tl/KslTm4NHZs

Im Anhang findet ihr auch den Schaltplan und die Messwerte hinter dem 
Controller. Die Software ist nicht von mir.
Die Spannungswerte im Oszillogramm bedeuten wie im Schaltplan benannt:
G = Kanal1
RCK = Kanal2
SCK = Kanal3
SER = Kanal4

das eine Bild stellt nur die eingeschaltete LED5 dar, bei dem anderen 
sind alle LEDs wie im Video an.
Muss die G Leitung immer 0 sein?

Was kann das sein?

Hab schon mit der Allzweckwaffe 100nF versucht an den VCC Pins :-) Hat 
natürlich überhaupt nichts geholfen.
Der erste 595D scheint schwieriger aus dem Tritt zu kommen als die 
anderen Beiden, da fällt die zur Zeit daran angeschlossene LED nur 
äußerst selten aus.(Rote runde LED im Video)

Wer weis noch Rat? Ich bin am Ende.
Angehängte Dateien:
Moderator (Firma: Titel) Persönliche Seite #3520474
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Chris tian schrieb:
> Was kann das sein?
EMV Einkopplungen.

> Hab schon mit der Allzweckwaffe 100nF versucht an den VCC Pins :-)
Der gehört eigentlich nicht so rein, wie du ihn reingebastelt hast, 
sondern direkt an die Pins. Nur kann der auch nichts ausrichten, wenn 
z.B. die Masseführung schlecht ist.

Wie sieht das Layout denn aus? Mir schwant Übles...

> Ich hab dazu ein kleines Video gemacht wo man das schön sieht:
> http://we (punkt) tl/KslTm4NHZs
Ähm, nein Danke...
OP #3520502
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Naja der Videolink ist nun wirklich nix böses.
Ok wenn ihr meint das es an der Masseverbindung liegt wird ich da mal 
was ändern. Kann man die Signalleitungen noch irgendwie schützen? Ist 
das nötig? Ich gebe zu ich hab mir mit der Masseleitung nicht viel Mühe 
gemacht weil ich dachte das da keine schnellen Schaltfolgen etc. zu 
befürchten wären, das kommt wohl jetzt auf mich zurück.
Moderator Persönliche Seite #3520513
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Chris tian schrieb:
> Naja der Videolink ist nun wirklich nix böses.

Der wird uns aber kaum weiterbringen.

Außerdem braucht es keinen URL-shortener.  Der verschleiert nur das
eigentliche Ziel.  Sowas ist nur sinnvoll an Stellen, wo andere die
URL dann manuell abtippen müssen.

> Kann man die Signalleitungen noch irgendwie schützen?

Ja, mit einer ordentlichen Masse. ;-)  Deine Massefläche am oberen
Rand im Foto oben sieht ja vielleicht schick aus, aber nützlich wird
die kaum sein, denn es ist ein purer Flickenteppich, der kaum Vias
zur anderen Seite hat.  Kann man auch als Spule mit einer Windung
ansehen, fürchte ich.
#3520555
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Ein Elko so ca. zwischen 10 - 47µF ungefähr in der Mitte der 
Stromversorgung kann auch nicht schaden. Was die KerKos nicht mehr 
abfangen, übernimmt dann der Elko. Wie stark belastest du die Ausgänge 
der 595'er?
Ich nehme mal den Worst Case an: 20mA p. Ausgang x 24 Ausgänge, das ist 
fast ein halbes Ampere! Wenn die durch deinen "Irrgarten" fließen, dann 
sehe ich schwarz. Wenn dann noch ein 5V Steckernetzteil mit 1,5m Kabel 
und kein dicker Elko an den Eingangsklemmen ist, wundert mich nichts 
mehr.

Gruß Gerald
#3520679
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Thomas Eckmann schrieb:
> Gerald B. schrieb:
>> Ein Elko so ca. zwischen 10 - 47µF ungefähr in der Mitte der
>> Stromversorgung kann auch nicht schaden. Was die KerKos nicht mehr
>> abfangen, übernimmt dann der Elko.
> Nein. Du hast die Funktion eines Stützkondensators nicht verstanden.
>
> mfg.

Ich kenne das aus "TTL-Gräber" Zeiten so, das jedes IC einen KerKo 
bekommt und auf 2-4 IC's dann ein kleiner Elko.
Die KerKos puffern die kurzen wenige ns dauernden Spannungseinbrüche ab 
und die Elkos füllen gewissermaßen die Kerkos auf, bis dann ein Schluck 
aus der großen Pulle nachgeflossen kommt (mal vereinfacht gesagt)
Und wenn so TTL ohne LS stabil lief, wo jeder Zähler schon mal 90 mA 
wegpichelte, dann kann das für einen µC oder HC Stromsparer nicht von 
Schaden sein :-)
Früher war das essentiell und wurde in jedem Bastelbuch gepredigt.
#3520781
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Gerald B. schrieb:
> Ich kenne das aus "TTL-Gräber" Zeiten so, das jedes IC einen KerKo
> bekommt und auf 2-4 IC's dann ein kleiner Elko.
> Die KerKos puffern die kurzen wenige ns dauernden Spannungseinbrüche ab
> und die Elkos füllen gewissermaßen die Kerkos auf, bis dann ein Schluck
> aus der großen Pulle nachgeflossen kommt (mal vereinfacht gesagt)
> Und wenn so TTL ohne LS stabil lief, wo jeder Zähler schon mal 90 mA
> wegpichelte, dann kann das für einen µC oder HC Stromsparer nicht von
> Schaden sein :-)
> Früher war das essentiell und wurde in jedem Bastelbuch gepredigt.

Kenne ich auch. Eine Tantalperle pro Reihe war auch beliebt. Da kam bei 
den TTL-Kuchenblechen einiges zusammen. Aber das Zeug war relativ 
langsam im Vegleich zu den heutigen HC. Und die versorgen ihre 
Schaltspitzen aus den Keramikkondensatoren. An jedem Spannungsanschluß 
einer. Der Dauerstromverbrauch spielt keine Rolle.

mfg.
Gast #3521299
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Bastler schrieb:
> Das A und O im Layout ist eine Massefläche!

NACK,

das A und O ist eine gute Masseverbindung, die muss nicht unbedingt als 
Fläche ausgeführt sein.

Dietrich L. schrieb:
>> Das A und O im Layout ist eine Massefläche!
>
> Full ACK! Gerade die HC595, die viele LEDs und damit relativ hohe Stöme
> schalten, haben zu dünne GNDs.

In so einem Fall ist eine gute Massefläche durchaus "empfehlenswert" - 
möchte man meinen. Wenn ich aber das Layout richtig lese sind die LEDs 
direkt am HC595 über die 100R Widerstände angeschlossen. Das geht nur 
vernünftig wenn maximal EINE LED pro HC595 aktiv ist denn der kann 
+/-6mA per Output und 70mA absolut maximum per VCC/GND (Datenblatt TI). 
Bei normalen LEDs kommen da bei Uf 2V und VCC=5V pro LED schon mal 30mA 
zusammen (die er auch nicht kann). Bei zwei LEDs pro HC595 wird damit 
schon die maximal erlaubte Stromaufnahme erreicht, was da dann im Chip 
passiert ist nicht mehr vorhersagbar.

Ich würde daher unbedingt
a) setup und Hold-Zeiten am HC595 verifizieren (ist meist Usache für 
falsche Daten)
b) den Ausgangsstrom der Ausgänge und der gesamten HC595 überprüfen ob 
der im erlaubten Bereich liegt

Dass das Layout hinsichtlich VCC und GND grottenschlecht ist: Full ACK.

rgds
Gast #3521425
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Der verwendete µC ist ein 8051-Derivat. Ohne jetzt den Code zu sehen 
oder das Datenblatt zu bemühen, muß man beachten, dass die '1'-Pegel an 
seinen Ausgängen durch schlappe Pullup-Widerstände gehalten werden.
Zur Erhöhung der Störfestigkeit sollten zusätzliche Widerstände (<= 3k3) 
als Pullup eingefügt werden.

Und zur Wiederholung, die Masseleitung ist äußerst dünn und unbrauchbar.
#3521432
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m.n. schrieb:
> Der verwendete µC ist ein 8051-Derivat. Ohne jetzt den Code zu sehen
> oder das Datenblatt zu bemühen, muß man beachten, dass die '1'-Pegel an
> seinen Ausgängen durch schlappe Pullup-Widerstände gehalten werden.

Der Code wäre schon wichtig. Diesen Typ kann (und sollte) man auf 
push-pull Ausgänge konfigurieren. Viele nicht uralte 8051 können das.
Moderator (Firma: Titel) Persönliche Seite #3521441
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Reinhard Kern schrieb:
> Tantals an der Stromversorgung sind i.A. ein grober Designfehler und
> explodieren gerne mal, wenn sie nicht bez. der Spannung gnadenlos
> überdimensioniert sind.
Kann ich nicht bestätigen. Natürlich setzt man keinen 6,3V Tantal bei 5V 
Versorgung ein (schon das "Komma Drei" sollte einem zu Denken geben). 
Aber ich habe die Dinger trotzdem seit ein paar Jahren alle gegen Kerkos 
und Elkos ersetzt...  ;-)

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